!Schraubertipp! Motorüberholung am MF 590 Büchsen ziehen, auspressen beim Perkins 4.212, 4.236, 4.248

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TomRon

Gast
Hallo!
Nachdem ich vielleicht bald vor einer Motorüberholung stehe wollt ich mal nett in die Runde fragen ob von euch schon jemand mal bei 4.212, 4.236, oder 4.248 die Büchsen selber gezogen hat, und wenn ja wie er das bewerkstelligt hat und mit welchem Werkzeug. Interessant für mich wäre auch wie fest die Büchsen saßen, bzw ob sie leicht oder "gewaltsam" heraus gepresst worden sind.

Über eure Antworten freu ich mich jetzt schon
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Leider hat sich der Zustrom an Antworten sehr in Grenzen gehalten
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, hat das niemand von euch schon mal gemacht?? das glaube ich ja gar nicht?

Egal ich werde das ganz pragmatisch an gehen.

Grund warum ich mir diese Operation an tue ist der für meine Begriffe rech hohe Ölverbrauch von ca 1,5L auf 10 Betriebsstunden.
Ich habe schon einige Preise sondiert und möchte schritt für schritte den Motor Überholen so weit es halt nötig ist, gute Teile baue ich natürlich nicht krampfhaft aus.

Nachdem ich mir jetzt schon die letzten Tage das Hirn zermartert habe wie ich diese Büchsen raus bekomme bin ich nun endlich drauf gekommen das es doch mit der Büchsenauzieher Methode mit Gewindestange und Brücke funktionieren sollte. Laut Perkins Werkstatthandbuch gibt es das Werkzeug PD.150B mit Einsätzen für die zwei verschiedenen Büchsenmaßen (4.236 & 4.248), und dieses Werkzeug ist nichts anderes als der Gewindestangen Büchsenauszieher.

Jetzt ist halt die Frage wann sind Büchsen zu tauschen und wann können sie drin bleiben?

Das Perkins Werkstättenhandbuch lässt sich leider nicht darüber aus, welches Innenmaß der Büchsen tatsächlich jetzt zwischen Tausch oder Verbleib der Büchsen entscheidet..... [edit] steht doch im Buch, es sind 0,2mm

Neu haben die 4.248er Büchsen
einbaufertig - 101,09mm bis 101,12mm (innen DM) --> das heißt die Grenze ist bei 101,32mm

Semi finished nach dem Honen - 101,05mm bis 101,07mm --> das heist die Grenze ist bei 101,27mm

nominelle Angabe aus dem WHB 100,96mm --> das heißt die Grenze ist bei 101,16mm

So.... und was stimmt jetzt?

Ich habe mir jetzt ein Innenfeinmessgerät bestellt, damit ich zu mindestens weis was Sache ist wenn der Kopf mal herunten ist.

Bevor ich aber all das angehe ...... gibt es irgend eine Möglichkeit die Ventilschaftdichtungen zu tauschen ohne den Zylinderkopf zu entfernen?

vielleicht kann mir jetzt wer weiter helfen
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Gruß Tom

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MF165 MP, A4.212, BJ 1972 --> Schauraum
MF590 MP, A4.248, BJ 1978 --> Schauraum
 
Hi,

meinst du Ventilschaftdichtungen oder Ventilführungen?

War bis jetzt der Meinung, dass die alten Perkins keine Ventilschaftdichtungen haben.

Falls doch: Dafür muss prinzipiell nur der Ventildeckel und die Kipphebelwelle runter.

Gruß

Michael
 
Ja laut WHB gibt es diese und sie werden auch im Handel angeboten.

So einfach ist es dann wohl auch nicht, denn wenn die Ventilfedern mal offen sind dann fällt das Ventil aber ganz schnell in den Zylinder!!

Es besteht die Möglichkeit mit Druckluft welche man über die Einspritzdüsenöffnung hinein lässt, die Ventile im Kopf zu Fixieren ohne den Kopf ab zu nehmen.

Aber dann habe ich das Video auf Youtube gesehne, einfach genial! Keine Druckluft sondern ein Stück Seil welches in den Zylinder gestopft wird... aber es funktioniert.... und ich werde es auch so machen sofern ich durch die Eispritzdüsenöffnung ein Seil durch bekomme.

Hier der Link: www.youtube.com/watch?v=fZ5nZhDdAMs

Gruß Tom

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Hi,

ich hab die Federn auch schon mal runter gemacht, bei montierten Motor.
Hab bei meinen 23c Gummikappen als Dichtung gesteckt. --> klappt.

Dazu sucht man sich einfach den obersten Totpunkt des ersten Zylinders... Das müsste ja im Handbuch beschrieben sein.

Jetzt kann man von Zylinder 1 und 4 die Ventilfedern ohne bedenken abnehmen.
Arbeit erledigen und wieder montieren. ;)
Dann die Kurbelwelle um 180° drehen und Zylinder 2 und 3 erledigen.

Das ist mal um einiges sicherer. Dazu muss man nix am Einspritzsystem aufmachen und auch keine Fremdkörper in den Motor einführen.
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Übrigens kann man ja ganz leicht überprüfen ob man mit entsprechenden Kolben oben ist. Man drückt das Ventil einfach runter. Und wenn es nur ca. 3mm (um ne Hausnummer zu nennen) weit hineingeht, dann weiß man bescheid. ;)

Gruß

Michael
 
Hallo Tom,
ich bin kein Spezialist für Perkins Motoren, jedoch habe ich schon etliche andere Motoren instandgesetzt (MWM, Güldner, Deutz, Eicher). Wenn dein Motor bei Betriebstemperatur nicht sonderlich stark aus der Kurbelgehäuseentlüftung bläst, dann werden wohl die Laufbüchsen noch i.O.sein. Bei eingelaufenen Büchsen hättest du weniger Leistung als gewohnt und Probleme beim Kaltstart. Wenn dem nicht so ist, könnten es die Ölabstreifringe oder eingelaufene Ventilführungen sein. Weiviele Stunden hat er auf der Uhr?

Dieselgrüße aus Niederbayern
Stefan
 
Hallo Tom,
da kann ich mich Stefan nur anschließen.
Jetzt entspann dich doch mal.
"So schnell schießen die Preußen nicht"!
(Herzlichen Gruß nach Niederbayern)
Es sind zur genauen Fehleranalyse aus unserem E-mail Faden noch so viele Fragen offen.
Zusammenfassung,bevor du den Motor aufmachst:
DLA Kompressor ist antriebsseitig abgeklemmt,Ölversorgung vom Motor nicht.
Wie sieht das Saugrohr des Motors nach dem Anschluß des Kompressors aus??
Wenn du den Saugkrümmer abbaust:wie sehen die Ansaugkanäle aus? Ölverlust über Ventilschaft müßte am verölten Saugkanal im Kopf sichtbar sein!
Kommpressiondruckprüfung!!! Gewinde der ESD kann ich dir leider nicht sagen. Wenn der Druck im Toleranzbereich liegt,wovon ich aufgrund deines Videos bzgl. Motorlauf u.nicht vorhandener übermäßiger Rauchentwicklung ausgehe,brauchst du nich über Büchsenziehen nachzudenken.
Hab leider momentan wenig Zeit (sonst würde ich zu Ullis High-noon
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) nicht schreiben.
Wieviel Std. hat dein 4.248 auf der Uhr?
Ich weiß,daß du es schon mal geschrieben hast,habe nur keine Zeit zum Suchen

Gruß +Matthes+
 
Hallo Leute!

@ Michael!

Da ist was Wahres dran... wenn die Kolben wirklich bis fast an den Kopf hin reichen klingt dies einleuchtend und ist sicher eine gangbare Lösung!

Wenn dein Motor bei Betriebstemperatur nicht sonderlich stark aus der Kurbelgehäuseentlüftung bläst, dann werden wohl die Laufbüchsen noch i.O.sein. Bei eingelaufenen Büchsen hättest du weniger Leistung als gewohnt und Probleme beim Kaltstart.

Nun ja Betriebstunden sind so ne Sache, gekauft hab eich ihn mit 3900h auf der Uhr, Traktormeterwelle gerissen... über die Aussagekraft der Stunden muss ich glaube ich nichts weiter Erwähnen, auch wenn mir der Verkäufer versichert hat, dass das Traktormeter eine Woche vorher noch funktionert hat.
Aus der Kurbelgehäuseentlüftung bläst es zwar nicht wirklich gemessen zwischen 0,1bar und 0,2bar, aber ich habe eine für meinen Geschmack zu hohe Rauchentwicklung.

Leistung vorher höher? kann ich nicht beurteilen hab ihn erst seit September 2011, aber 17t am Zugmaul waren im Dezember noch kein Problem.
Kaltstart war seit dem Kauf schon immer ein Problem, springt nie ohne Vorglühen an, wenn er mal warm ist, reicht ein Zupfer am Startschlüssel und er ist da.

Eine blaue Rauchentwicklung ist vielleicht wenn überhaupt erst am Anfang zu sehen. Da muss aber auch der Hintergrund recht dunkle sein damit man überhaupt etwas erkennen kann, im warmen Zustand hätte ich nichts feststellen können.

Servus Matthias!

Bin doch ganz entspannt *g* bin ja nur auf Informationssuche. Bevor ich überhaupt etwas zerreiße muss ich mir da schon wirklich ganz sicher sein.

Saugrohr muss ich checken.
Ansaugkanäle muss ich checken.
Kopressionsprüfung: wie ich meine zu glauben sind die Düsen nicht geschraubt sonder über ein Klemmstück am Kopf geschraubt... somit kein Gewinde. In meinem Kompressionsprüfsatz habe ich nur Düsendummys mit Gewinde.
Welchen Druck sollten die Zylinder schaffen?

Hab leider momentan wenig Zeit
habe ich mir schon gedacht kein Problem

Betriebsstunden meine Schätzung 4000+

Gruß Tom

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MF165 MP, A4.212, BJ 1972 --> Schauraum
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Hallo Tom,
"Bin doch ganz entspannt.....",
na dann bin ja beruhigt.Ein Perkins 4.248 mit ca. 4000 Stdn. kann einfach noch keine neuen Laufbüchsen benötigen,der ist doch gerade mal gut eingefahren.
Kompressiondruck sollte zwischen 25 u.30 bar liegen.
Adapter mit Bügel gibts im Netz (leider keinen Preis gefunden) ,oder leihweise beim freundlichen MF-Händler.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthias,

wie gesagt, Traktormeter war beim Kauf nicht mehr intakt, somit sind die 4000 als Richtwert das er die auf jeden Fall erreicht hat, aber rein hypothetisch gesehen können es aber auch 5000h, 8000h oder mehr sein.

Adapter mit Bügel hab ich im Netz nicht gefunden, nur gesamte Kompressionsprüfsätze.

Kann es sein das es sich bei diesem Einspritzdüsen Adapter/Dummy um die oft zitierte Type: STANADYNE handelt?

STANADYNE_Dummy.jpg
 
Hallo Tom,
hatte diesen gefunden:

http://www.granit-parts.com/WF/de/Sortiment/Artikel/822214//Elektrik/Schlepperzubehör/Original_GRANIT_Mess-_und_Testgeräte/Adapterstücke für Kompressionsdruck-Prüfgerät/GRANIT Adapterstück/50700127;js

Gruß +Matthes+
 
Hallo Leute!

Ich bin gerade am demontieren eines Düsenstockes....

Hochdurck und Leckölleitung sind heruntern... und wie bekomme ich den Düsenstock aus dem Zylinderkopf... mit einem Montiereisen habe ich schon probiert das Ding raus zu hebeln... ging leider gar nichts....

Kann mir bitte einer erklären wie ich den Düsenstock raus bekomme?
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Danke!!!

Gruß Tom

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Hallo Tom,
sorry,wenn sich das blöd anhört,aber manchmal passieren einem ja die dümmsten Sachen:
Die beiden Haltemuttern sind auch ab? (Du schreibst nur von den Leitungen)
Manchmal gammeln die Düsenstöcke leider richtig fest.
Mit Rostlöser fluten. Düsenstock mit Montiereisen auf Spannung halten und leichten,seitlichen Hammerschlägen(mit Kupfer- oder Aluzulage)
bearbeiten.Viel Erfolg!

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthias,

natürlich hab ich die 2 Schrauben geöffnet. Das mit dem Anspannen und dagegen schlagen habe ich schon probiert.... rührt sich trotzdem nicht... werde morgen die Düsen mit WD40 einweichen.

Baustelle 2:

Ich habe heute beide Krümmer abmontiert. Ich glaube der 4. Zylinder dürfte am Ansaugkanal undicht sein... aber urteile selbst.... die Bilder sollten aussagekräftig sein.

nach der Demontage:
alle_offen.JPG


Ausaugventile:

Zylinder 1:
Ansaugventil_Zylinder_1.jpg


Zylinder 2 &3:
Ansaugventil_Zylinder_2%25263.jpg


Zylinder 2 & 3:
Ansaugventil_Zylinder_2%25263_b.jpg


Zylinder 3:
Ansaugventil_Zylinder_3.jpg


Zylinder 4:
Ansaugventil_Zylinder_4.jpg


Zylinder 4:
Ansaugventil_Zylinder_4_b.jpg


Abgasventile:

Zylinder 1:
Abgasventil_Zylinder_1.jpg


Zylinder 2:
Abgasventil_Zylinder_2.jpg


Zylinder 3:
Abgasventil_Zylinder_3.jpg


Zylinder 4:
Abgasventil_Zylinder_4.jpg


Ansaugkrümmer Einlass:
Ansaugkr%25C3%25BCmer_1.jpg


Ansaugkrümmer:
Ansaugkr%25C3%25BCmer_2.jpg


Ansaugkrümmer:
Ansaugkr%25C3%25BCmer_3.jpg


Ansaugschlauch Krümmer + Zuleitung Druckluftanlage:
Ansaugschlauch_nach_DLA_1.jpg


Ansaugschlauch Krümmer + Zuleitung Druckluftanlage:
Ansaugschlauch_nach_DLA_2.jpg


über Nacht wird zu gemacht!
alle_geschlossen.JPG


Gruß Tom

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Hallo Tom,

da hast ja auch ein feines Projekt vor dir...

Warum nimmst du die Motorhaube nicht ab?

Wir haben den Ansaugkrümmer und den Auspuffkrümmer auch neu abgedichtet... siehe Bilder!
 
Ja hab ich eh schon runter genommen....

Tja.... man hat ja sonst nichts zu tun *lol*.

die Bilder werde ich mir noch mal anschaun.

Gruß Tom

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Hallo Tom,
bin auf deine Kompressionswerte gespannt. Sieht so aus als sei dein MF schon fleißig gewesen in seinem Leben.

Dieselgrüße aus Niederbayern
Stefan
 
Hallo Tom,
das sieht nicht gut aus, m.M. gibts nur eine Möglichkeit:
Kopf runter und komplett zerlegen. Anders bekommst du die Ölkohle nicht aus den Kanälen und von den Ventiltellern.
So wie es ausschaut glaube ich nicht,daß die Ventile noch dicht sind, sonst wär der Saugkrümmer nicht so versifft.Es dürfte in diesem Zustand auch kein aussagekräftiges Druckdiagramm geben.
Dann kannst du auch gleich die Verschleißmaße der Kolben und Büchsen prüfen.
Also doch gleich eine größere Baustelle.
Wie Stefan schon schrieb. Der hat einige Stunden mehr, als auf der Uhr stehen.

Gruß +Matthes+
 
Hallo ihr beiden,

doch so schlecht...:(
Was ist der Grund für diese Ansammlung an Ölkohle? zumal es deutliche Unterschiede zwischen den inneren und äußeren Zylindern/Ansaugkanälen gibt. Die Auspuffkanäle schaun jetzt nicht dermaßen schlimm aus wenn ich den Vergleich zu den Ansaugknälen ziehe.

Ein weiterer Punkt, die DLA dürfte ansaugseitig nichts rein spucken der Schlauch ist staubtrocken.
Jedoch habe ich den Druckluftrohr vom Kompressor zum Druckluftkessel einen Ölfilm im Rohr gesehen... schätze dort habe ich zusätzlichen Ölverlust... aber da habe ich ja die Kolbenringe schon daheim liegen.

hatte ich mir schon gedacht des der Bursche mehr auf der Uhr hat als angegeben. Was schätzt ihr an Stunden hat der Motor schon runter?

Ja ich würde euch ja schon gerne Kompressionswerte nennen, nur ich bekomme die Düsen keinen mm raus, hab jetzt bei allen Düsenstöcken versucht den Staubring so weit wie möglich hoch zu bekommen um WD40 rein zu bekommen, aber bis gestern Abend 22:00h tat sich nichts. Ein Düsenabzieher wäre eine feine Sache, ich habe mir gestern schon Gedanken gemacht wie ich mir selbst ein Werkzeug mit einfachen Mitteln baue, bin aber noch nicht auf der Weisheit letzten Schluss gekommen.

Kann ich die Düsenstöcke durch anstarten des Motors aus dem Kopf drücken bzw pressen? Natürlich mit den 2 Muttern als Sicherung damit mir der Düsenstock nicht um die Ohren fliegt?

Bevor ich die Kompression nicht gemessen habe möchte ich den Kopf noch oben lassen. Zu mindestens um ein vorher nacher Bild erstellen zu können. Nachdem der MF auch alle 2 Wochen kräftig im Betrieb ist kann ich mir so spontane Aktion, schnell mal den Kopf runter reißen, nicht erlauben. Den Zylinderkopfdichtsatz habe ich mir heute Bestellt, so Gott will hab ich ihn morgen in der Früh mit der Post bei mir daheim liegen. Die alten Krümmerdichtungen sind alle samt Schrott, aber die sollten eh auch bei dem Dichtsatz dabei sein, damit kann ich ihn soweit wieder in Betrieb nehmen damit ich wieder was tun kann.

Jetzt heißt es erst mal alle Düsen raus bekommen und Kompression messen, dann sehen wir weiter. Ich habe auf Youtube wieder ein nettes Video gesehn wie man Undichtigkeiten im Zylinder aufspüren kann ohne den Kopf abnehmen zu müssen, auf englisch nennt sich das Leak Down Test... übersetzt Druckverlust Test finde diese Methode nicht schlecht, geht natürlich auch ohne diesem Zusatzinstrument wie in diesem Video hier gezeigt www.youtube.com/watch?v=WgrfT0LFMhc und man weiß halt schon vorher wohin der Druck flöten geht (Kurbelgehäuse, Kühlsystem, Ansaugtrakt oder Abgastrakt). Vielleicht hat ja einer eine Idee wie man die Düsenstöcke mit Hilfe eines Werkzeuges raus bekommt.

Gestern wurde der Kopf und Ventildeckel mal Grob gereinigt:

IMG_3063.JPG


IMG_3064.JPG


Wie bekomme ich diese Düsenstöcke raus?
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Das Ventilspiel war jetzt nicht wirklich arg verstellt, ein paar Ventile habe ich auf 0,3mm Spiel eingestellt, die gepasst haben habe ich gelassen.
IMG_3059.JPG


IMG_3060.JPG


IMG_3061.JPG


Gruß Tom

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Hallo Tom ,
was hälst von folgender Idee: Auf den Stehbolzen der Düsenstöcke zwei Muttern kontern, Stehbolzen rausschrauben. Zwei längere Schrauben und Muttern mit passendem Gewinde (Zylinderkopf) besorgen. Schraube durch den Halter stecken und von der Seite her die Mutter unter Halter schieben.Schraube durch die Mutter in den Kopf schrauben,soweit es geht.Dann Mutter von unten gegen den Halter drehen.Das gleiche auf der anderen Seite. Dann beide Schrauben gleichmäßg rausdrehen. Dann müßte der Düsenstock rausgedrückt werden. Hab ich mich verständlich ausgedrückt?
Viel Erfolg.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Tom,

Ein weiterer Punkt, die DLA dürfte ansaugseitig nichts rein spucken der Schlauch ist staubtrocken.
Jedoch habe ich den Druckluftrohr vom Kompressor zum Druckluftkessel einen Ölfilm im Rohr gesehen... schätze dort habe ich zusätzlichen Ölverlust... aber da habe ich ja die Kolbenringe schon daheim liegen.
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Berätige mal das Entwässerungsventil an deinem Druckluftkessel, dann weißt du ob Öl in diese Richtung geht.
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Kann ich die Düsenstöcke durch anstarten des Motors aus dem Kopf drücken bzw pressen? Natürlich mit den 2 Muttern als Sicherung damit mir der Düsenstock nicht um die Ohren fliegt?
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Ich denke das mit dem ,,Rauschießen" wird nicht funktionieren, +Matthes+ Idee mit den längeren Gewinden hört sich gut an ( Alter Bastelfuchs).
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Was schätzt ihr an Stunden hat der Motor schon runter?
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Ich denke es werden wohl doppelt so viele sein als die Uhr anzeigt. Viele Betriebsstunden erkennt man an der Abnutzung von Brems- und Kupplungspedal.
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www.youtube.com/watch?v=WgrfT0LFMhc
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Alter Google - Fuchs, ich tendiere trotzdem auf das gute alte Kompressionsmessgerät. Frohes Schaffen.

Dieselgrüße aus Niederbayern
Stefan
 
Idee klingt nicht schlecht mit den Gewindestangen... schaun wir mal ob ich sie organisieren kann.... oder einer meiner Gewindeschneider passt... das wäre natürlich noch besser.

Alter Google - Fuchs, ich tendiere trotzdem auf das gute alte Kompressionsmessgerät. Frohes Schaffen.

Keine Frage, ich habe ja auch nichts gegen die Kompressionsprüfung. Werde diese, sofern ich die Düsen herunter bekomme auch durchführen, aber eine Kompressionsprüfung sagt eben "nur" etwas über die Kompression aus (Messwert in bar). Wenn eine Undichtigkeit vorhanden ist zeigt dir das Kompressionsprüfung nur als Messwert in bar an, jedoch zeigt sie nicht in welche Richtung der Druck entweicht.
Mit der Druckverlustmethode leitest du Druckluft in den Zylinder ein, und kannst so schon vorher eine Aussage treffen wohin der Druck entweicht. z.B bei einer defekten Zylinderkopfdichtung wo eine Undichtigkeit ins Kühlsystem ist, ist diese Undichtigkeit eindeutig diagnostizierbar.
Bei Undichtigkeiten kann der angelegte Druck nur folgende Wege hinaus in die Umwelt finden:
1. Ansaugventil
2. Auspuffventil
3. Kühlsystem --> Kühlereinfüllstutzen oder
4. Kurbelgehäuse/Kurbelgehäuseentlüftung/Öleinfüllstutzen

Darum gefällt mir die Methode ganz gut, weil vorausgesetzt eine Undichtigkeit vorhanden ist diese leicht zu erkennen und einzuordnen ist.

Heute habe ich noch ein bisschen mein Glück versucht, die Düse am 3 Zylinder dürfte sich endlich lockern, sie bewegt sich mittlerweile ein wenig, hoffen wir auf morgen vielleicht geht sie morgen raus.

Gruß Tom

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Hallo Tom,
wieso Gewindestangen/Gewindeschneider ? Du brauchst 2 Schrauben, in etwa so lang wie die die Stehbolzen, mit durchgehendem Gewinde. Du müßtest ja oben schrauben weil die Muttern unter dem Halter schlecht zugänglich sind.
Vielleicht hab ich mich doch unverständlich ausgedrückt.
Der einzige Knackpunkt, den ich sehe: reicht der Gewindeüberstand der Stehbolzen für 2 Mutter (kontern) ?
Die Stehbolzen werden sicherlich auch nicht widerstandslos rausgehen.
Aber vielleicht kriegt du Düsenstöcke ja doch noch rausgejuckelt. Habe gestern Abend an der Tanke noch einen alten MF-Schrauber aus dem Nachbarort getroffen.Der meinte, man dürfe mit Montierhebel und Hammer nicht zimperlich umgehen ,hätte bei ihm immer geklappt.Schließlich fängt die Hammergröße im Bordwerkzeug der meisten Bauern bei 2 kg an
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Viel Erfolg

Gruß +Matthes+
 
Hallo Tom,
ich hab mir den Faden nochmal kpl. einverleibt. Dein Problem ist der Ölverbrauch und der Motor ist keine Ölsardine. Da bleibt nur die Möglichkeit des Ölverbrennens. Es gibt nur zwei Richtungen woher das Öl kommen kann, von oben über die Ventilführungen oder von unten über defekte Ölabstreifringe.
- haben die Ventilführungen Spiel, Motor auf Überschneidung drehen und mit der Wasserpumpenzange an dem betreffenden Zylinder prüfen.
- überprüfe ob dein Perkins Ventilschaftdichtungen hat
- Ölabstreifringe, wie sehen die Laufbüchsen aus haben sie Riefen?
Wenn man deine Einlassventile so sieht muß Öl von dieser Seite kommen.

Dieselgrüße aus Niederbayern
Stefan
 
Hallo Stefan,

kannst Du mir bitte genauer erläutern wie diese Überprüfung durchgeführt wird und was hiermit bezweckt werden soll ?

Danke und Gruß

Michael

"- haben die Ventilführungen Spiel, Motor auf Überschneidung drehen und mit der Wasserpumpenzange an dem betreffenden Zylinder prüfen."
 
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