Zylinderkopfdichtung- Dichtmittel?

Hinnerk_admin

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Moin zusammen,

bekanntermaßen habe ich vor ca. 2 Jahren den Motor meines MF 65 aufgrund eines Kolbenfressers überholt (Buchsen, Zylinder, usw...).
Nun, nach ca. 50 Betriebsstunden, musste ich den Motor wieder öffnen: Der Motorlauf war zwar gewohnt glechmäßig und kräftig, man konnte allerdings ein deutliches "Puffen" im Luftfilter hören.
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Ursache: Die Zylinderkopfdichtung war auf 1 cm Breite zwischen dem 3. und 4. Zylinder durchgebrannt
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!
Wie konnte sowas passieren? Lag‘s eventuell am falschen Dichtungsmittel? Ich habe damals, wie es auch im Handbuch beschrieben war, die Dichtung mit Dichtungsmittel eingeschmiert (In diesem Fall Teroson Fluid D) und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen.
Sollte ich besser gar kein Dichtmittel verwenden? Wenn doch, welches?

Was könnte ich bei der Montage des Zylinderkopfes falsch gemacht haben?

Gruß, Hendrik
 
Hallo Hendrik,

Zylinderkopfdichtungen werden normalerweise ohne Dichtstoffe eingebaut.

Früher, vor meiner Zeit, wurde ein Medium benutzt, welches „Dichtglas“ genannt wurde.

Wichtig ist, das der Zylinderkopf plan ist !!

Kann man grob mit einem Haarlineal überprüfen.

Im Zweifelsfall den Kopf Planen lassen.

Gruß

Peter

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Geht nicht, gibts nicht - Entweder Du willst nicht oder Du kannst nicht !
Wie es dazu kam: [url=http://docs.google.com/Doc?id=dg55prxh_0d823nzdg&hl=en]docs.google.com/Doc?id=dg55prxh_0d823nzdg&hl=en[/url][/url]
Restauration: [url=http://tinyurl.com/bj6qfl]tinyurl.com/bj6qfl
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Hallo Peter,

danke für deine schnelle Antwort. Ja, ich werde den Kopf auf jeden Fall mit dem Haarlineal mal überprüfen. Hoffentlich muß ich ihn nicht planen...

Gruß, Hendrik
 
Hallo Hendrik,

ich bin zwar erfahrener MF-Bastler, aber Motoren gebe ich grundsätzlich in die Werkstatt, weil ich da überfordert bin. Als ich Kolbenfresser am A3152 hatte, war die Entscheidung zu diskutieren:

a) nur Buchsen und Kolben tauschen, Kopf planen, Motor ansonsten zusammen lassen.

b) Motor ganz auseinander, nach dem Zusammensetzen zum Instandsetzer, der die eingebauten Kolben plant und auch den Kopf

c) Austauscheinheit (Kopf mit Kurbelgehäuse von MF, Rest vom alten Motor übernehmen)

Bei a) sagte mir der Meister, der noch am 35 gelernt hat, läßt sich auf Basis der letzten Jahrzehnte feststellen, daß die Motoren ab und zu nach etwa 50 Stunden wegen der Kopfdichtung zurück kommen oder auch gebracht werden, wenn der Besitzer das selbst gemacht hat (interessant, Du hast 50 Stunden). Wenn der Motor aber erstmal längere Zeit (wieviel hat er nicht gesagt, aber ich nehme an einige 100 Stunden) geschafft hat, dann hat es auch langfristig mit der Dichtung geklappt. Wenn ich das richtig kapiert habe, dann geht es darum, ob die Buchsen oben minimal raus gucken und man dann alles zusammen gebaut hat. Wenn ich also sicher gehen will, daß alles gut geht, sollte ich mich für b) oder c) entscheiden.

Jens
 
Hallo Jens,

Du hast einen Umsatzstarken Meister.
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Beim Grauen sind die Buchsen am oberen Kranz überhoch, man muß diesen auf Maß abdrehen. Begründung: wenn die Buchsen geschlagen haben (auf/ab) dann ist der Sitz beschädigt und somit wird gewährleistet, das die Buchsen passen. - Sprich: Buchsen Nummerieren und auf das Tiefenmaß des jeweiligen Zylinder abdrehen.

Wozu benötigt man ein neues Kurbelgehäuse?
Wenn die Hauptlager Spiel haben, macht man größere Buchsen rein - Kurbelwelle Schleifen (Ok, auch nicht billig!) aber sicherlich Preiswerter als ein Kurbelgehäuse.

Zum Kolbenplanen: Sorry, das hab ich noch nie gehört. Auch wenn der Kopf geplant wurde passen die Kolben trotzdem, weil am Motorblock nichts geändert wurde.
Wenn man es super genau nimmt, hat man nachher eine minimale höhere Verdichtung, weil der Freiraum um die Ventile um ein paar 1000-/100stel niedriger wird.

Kolben haben manchmal auch Aussparungen, wo die Ventile eintauchen können um nicht zusammen geschlagen zu werden.

So schwer ist das mit dem Motor nicht. (Es sei denn, man hat Sand drinn) - ESP ist gefährlicher.
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Gruß
Peter

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1.) Wozu benötigt man ein neues Kurbelgehäuse?
Wenn die Hauptlager Spiel haben, macht man größere Buchsen rein - Kurbelwelle Schleifen (Ok, auch nicht billig!) aber sicherlich Preiswerter als ein Kurbelgehäuse.

2.) Zum Kolbenplanen: Sorry, das hab ich noch nie gehört. Auch wenn der Kopf geplant wurde passen die Kolben trotzdem, weil am Motorblock nichts geändert wurde.

zu 1: Das ist eine sog. long engine, bestehend aus Kurbelgehäuse und Kopf, ohne ESP, ohne Anlasser, ohne Ölwanne, aber ansonsten fertig zusammengebaut im Perkins-Instandsetzungswerk. Die alten Teile gehen an MF zurück. Der Vorteil: Die Bastelstunden entfallen, der alte Motor kommt runter, der neue ran und man hat Garantie von MF, wenn man z.B. nach 50 Stunden wieder alles auf machen muß wie oben beschrieben ist die Garantie natürlich von Vorteil.

zu 2: Ich habe mich bei dieser Sache bei 2 anderen erkundigt, eine andere Werkstatt und einen Profi-Bastler, der nebenberuflich MF fertig macht, beide haben mir das für den 35 so bestätigt wie ich das beschrieben habe. Es wird die gesamte Fläche oben auf dem Kurbelgehäuse geplant, normalerweise nicht in der Werkstatt, sondern bei einem Instandsetzer, der dann alles zurück an die Werkstatt gibt. Das ist natürlich aufwendiger, weil der Motor ganz auseinander muß.

Natürlich gibt es so viele Beispiele, die Buchsen selbst ausgewechselt haben und alles hat dauerhaft gehalten, aber ich habe auch schon viele andere Beispiele gehört, wo die Motoren wieder auf gemacht werden mußten. Aber ich wußte, daß mein Beitrag bzw. die Punkte b) und c) allgemeines Unverständnis auslösen.

Jens
 
Hallo Hendrik.
Wie mir ein sehr erfahrener MF Mechaniker erklärt hat, ist bei Perkins Motoren nach dem Aufsetzen und Festziehen des Zylinderkopfes ein Nachziehen notwendig. Der Mechaniker von Perkins lässt den Motor warmlaufen bis das Thermostat auf macht, stellt den Motor dann sofort ab und zieht die Verschraubung mit dem empfolenen Drehmoment und Reihenfolge nach.
Grüsse, Bernd
 
ja, wurde mir auch gesagt in der Werkstatt, zwischen 50 und 100 Stunden unbedingt nachziehen. Aber wenn er erst 50 Stunden hat, dann ist die Phase ja gerade erst erreicht. Daß dann die Kopfdichtung durch fehlendes Nachziehen schon so stark durch ist, würde ich nicht auf das Nachziehen schieben, das muß eine andere Ursache sein. Wenn es am Nachziehen fehlt und sonst alles optimal war, dann würde man bei der Stundenzahl evtl. Bläschen sehen, also ein Vorstadium einer durchgebrannten Dichtung, oder was meint Ihr?
 
Moin zusammen,

und danke schonmal für die tollen Tips. Ich denke, daß die Ursache die nicht nachgezogenen Zylinderkopfmuttern sind. Ich hatte es mir zwar strikt vorgenommen, aber wer schonmal einen MF 65 zerlegt hat, weiß, wie sch... es ist, an den Zylinderkopf ranzukommen. Wenn man Haube, Seitenteile, Tank, Auspuff samt Krümmer, ventildeckel, Kipphebelwelle, Einspritzleitungen und Einspritzdüsen abgebaut hat, ist der Motor eh schon wieder kalt.
Ich denke, daß ich beim kommenden Probelauf einen provisorischen, externen Tank bastele, um im betriebswarmem Zustand nur noch "schnell"
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die Kipphebelwelle und die Düsen/Leitungen ausbauen muß.

Unschlüssig bin ich allerdings noch beim Thema Dichtmasse. Ja oder nein? wenn ja, welche?

Gruß, Hendrik
 
Hallo,
im zweifelsfall immer den Kopf planen lassen. Das kostet nicht viel und es werden nur bruchteile eines Millimeters abgenommen. Die heute erwerblichen ZK- Dichtungen bringen "Dichtmittel" mi, das ist das rote Zeeug was aufgepritzt ist. Dann kann man sich auch das nachziehen sparen. Siehe Beschreibung bei diesen Dichtungen.
Gruß Jones
 
Hi,

auch wenns schon ewig her ist..

Ich hab nen MF35 mit 23c-Motor.
Hab auch ein lautes Geräusch aus dem Luftfilter zu verzeichnen.
Jedoch ist mein Motor zwei Stunden gelaufen, wenn überhaupt. Kopf hab ich sogar nochmal nachgezogen worden, weil er etwas Wasser verloren hat.

Buchsenüberstand hab ich gemessen und war vorhanden.

Hat jemand eine Idee woher so ein Wummern kommen kann? Oder kann ich schon davon ausgehen, dass meine Zylinderkopfdichtung im Sack ist?

Das Geräusch war schon beim ersten Start da.
Der Motor springt nach kurzem Vorglühen auf Schlag an.

Hab mit dem Anlasser mal den Motor vor der Überholung mit kaputter Kopfdichtung zwischen zwei Zylindern getestet und da sprang der Motor nicht an!

Gruß

Michael
 
Hallo zusammen,
Perkins hat stehbolzen ,wenn die nicht richtig sauber und fest im unterblok stehen können die sich nach eine weile nachgeben,ich habbe ein video davon gemacht von ein Ad4203.
Ich hoffe ihr könnt etwas damit.
(entschuldigung für die schreibfehler)
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Gruss Andre

http://www.youtube.com/watch?v=SGd8umps-W4
 
Hallo,

danke!
Das ist doch mal wahrlich interessant!

Gruß

Michael
 
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