Hallo Leute!
vorweg... die Mühle ist wieder zusammengebaut und tut bereits brav seine Dienste bzw all jene "Hacken" die wegen der Reparatur liegen geblieben sind.
Zwischen Weihnachten und Neujahr hatte ich dann mal endlich Luft um neben den anderen Dingen im Leben den Schlepper wieder zusammen zu bauen. Kolbenpumpe wurde überholt und auch die MP Pumpe wurde getauscht.... aber davon habe ich schon vorher berichtet.
So nun kommen wir zu den Leckerbissen die nicht im Reparaturleitfaden stehen. Zunächst konnte ich nur auf englische Dokumentation zurückgreifen da auf deutsch nichts greifbar und findbar war… aber auch das war mittlerweile bestens schaffbar und keine Hexerei.... viel bar bar bar.... aber zum Druck kommen wir noch
So nun kommen wir zu Tipp 1... hilfreich bei verbauter IPTO:
Ich hatte ja beim Ausbau der MP Pumpe + Kassette mit Zahnrädern den vorderen Teil abmontieren müssen, die ganze Assembly ging als Ganzes nicht raus weder ging die MP Assembly samt Hydraulikpumpe als ein ganzes Stück heraus.... und wie so oft fällt einem dann beim Zusammenbau der einen oder andere Trick auf... so war es dann auch bei mir. Bei der Kolbenpumpe dasselbe Spielchen... auch diese ging nur heraus nachdem ich die Verschlusskappe vom Steuervenitl abschraubte.
Das ganze fängt nämlich mit der IPTO an.... Die IPTO ist mit einer Fixierschraube am linken Getriebeinspektionsdeckel fixiert. Diese muss gelockert werden dann kann die IPTO geschätzt 1cm nach hinten geschoben werden .... und voilà nun kann die MP Assey samt Kolbenpumpe nach vorne heraus gezogen werden.
Tipp 2...auch bei IPTO hilfreich:
der IPTO Deckel muss nicht entfernt werdenden um die IPTO aus- oder einzubauen... es reicht völlig aus die Fixierschraube zu lösen
nachdem alle Innereien wieder im Schlepper versammelt waren war eigentlich alles bereit wieder zusammen zu fahren. Es empfiehlt sich den Hydraulikdeckel komplett zu entfernen... es ist nur unnötige Ballast und macht das hantieren nur umständlicher... jeder der solch eine Reparatur angeht rate ich zum Kauf eines Motorkrans ..... die Teile kosten jetzt nicht die Welt und erleichtern das Leben ungemein.
Das Zusammenfahren ging bis auf die letzten 3 cm recht flott, Zug um Zug wurde der Schlepper einmal am rechten dann am linken Hinterrad Richtung Getriebe geschoben ...als Rollhilfe wurde ein Palettenhubwagen verwendet.... so und nun fing es an echt unlustig zu werden.... um die Getriebezapfwellenverzahung auszurichten musste die Schwungscheibe gedreht werden... da kein passender Innensechskant für den Stopfen an der Kupplungsglocke parat war wurde kurzer Hand der Starter abmontiert.... 3 schrauben und die Kabeln runder... keine Hexerei
Dann dauerte es gefühlte 2 Stunden bis ich endlich in die Verzahnung fand. Mit Hilfe eines Ratschenzurrgurtes wurden beide Hälften aneinander gezogen und an der Schwungscheibe ewig lange gedreht bis ich in die Verzahnung fand... dabei funktionierte es erst als ich die beiden hälften nicht in einer Linie ausgerichtet hatte sondern beide Hälften leicht angehoben waren..... dann wurden alle Schrauben am Getriebegehäuse verschraubt. Die Multipowerleitung im Getriebegehäuse wieder verbunden, Deckel drauf Schaltgestänge eingefädelt Öl aufgefüllt und ein erster Test wurde durchgeführt.
Ergebnis nach dem ersten Run:
Zu Anfangs gab es einen pulsierenden Strom am Ausgang der Pumpe welcher sich nach ca 1 Minute und einer leichten Drehzahlerhöhung in einen konstant förderten Strom änderte.
Nach 12 Stunden Arbeit an dem Tag war ich mit dem Fortschritt der Arbeit zufrieden und war guter Dinge für eine baldige Fertigstellung.
Am nächsten Tag wurde dann der Hydraulikdeckel aufgesetzt die Ventilbetätigungsrolle wieder eingesetzt… Das einsetzten der Rolle ist nach wie vor jedes mal ein Nervenkitzel…. Ein falscher Handgriff und schon liegt das Teil im Sumpf….. Steigrohreingesetzt und 3-Wegewentil angebaut nun folgte der 2 Test.
Zugkraftverstärker ganz unten, dann wurde gestartet und die Hubarme bewegten sich nach oben…. Zugkraftverstärker langsam nach oben geführt bis ich die 200bar kratze…. Hier war offensichtlich eine Neueinstellung notwendig. Ging dann hierbei nach WHB vor und stellte den Druck auf ca 170bar ein. Der Druck blieb dann auch bei Drehzahlerhöhung konstant…. Das war vorher nicht so… hier ging der Druck bis auf 200 bar rauf.
Dann wurde der Restliche Kram wie Trittbleche und Bremsgestängen, Kabelbaum etc wieder montiert.
Test 3 Druck am MP IPTP Port:
Auch am MP Drucksystem konnte ich den Druck nachmessen dieser war bei ca 20bar.
Die erste Testfahrt war dran… 6 Strohballen á 300kg auf einem Gummiwagen…. Nunja… wie soll ich es sagen…. Der Unterschiede zu vorher hat mich jetzt nicht umgehauen…. Ein Einschleifen über 2 Sekunden und dann war ich nicht sicher ob die MP nicht schleift…. Also hier ist sicher noch weitere Diagnose gefragt…..
Weiters hat sich eine Geräusch seit dem Zusammenbau eingestellt was es vorher nicht gab. Es muss jedoch mit dem Zapfwellenstrang zu tun haben, denn wenn ich die Doppelkupplung durch drücke dann ist das Geräusch weg… kupple ich ein kommt das Geräusch wieder. Es ist Drehzahlabhängig und ändert seine Frequenz mit steigender Drehzahl. Es wird weniger mit steigender Betriebszeit und Temperatur. Ich denke bzw hoffe das es die neue MP-Pumpe ist die sich „einfährt“…. Alles andere wäre suboptimal
Gestern hab ich dann das Gegtrieböl auf über MAX gefüllt ( Frontlader ausgefahren) um die Maximale Füllmenge im Vorrat zu haben. Jetzt hatte ich ein deutlich schnelleres Ansprechen der MP ohne Totzeit…. Getestet wurde jedoch ohne Last.
Heute wurde dann die nächste Fuhr getätigt ca 15km mit 2 Kipper hinten dran. Heute zeigte sich das MP wieder widerspenstig mit den leeren Kippern hinten dran war es zu anfangs nicht möglich im 3. Gang auf High zu schalten, dann auf einmal ging es…. und auch so wie es sollte …. Hebel umlegen und man merkte wie die MP das Moment auch auf die Straße bringt. Beim Heimfahren dann schon wieder herumgezicke… die Kupplung schloss nicht und Rutschte wieder. Mit Hilfe der Fahrkupplung konnte ich den High Gang dann mit Gefühl einkuppeln ohne das die MP wieder zu rutschen anfängt.
Das ominöse Geräusch aus dem Getriebe war nun fast nicht mehr hörbar. Ich fühlte dann mit der flachen Hand am Getriebegehäuse entlang um die Temperaturunterschiede zu spüren, dabei ist mir aufgefallen das es am Getriebegehäuseboden am heißesten war… meine Schmerzgrenze war fast erreicht also denke ich das es ca 50°C waren (Hotspot). Das Getriebegehäuse kühlte jedoch schnell aus als ich den Schlepper am Stand laufen ließ (10 Minuten).
Alles in allem ist mir glaube ich die Rep einigermaßen gelungen wobei mir diese Geräusch bis heute ziemliche Sorgen bereitet hat.
@ Matthias…. Ich hoffe es ist ausführlich genug ;-)))
Hier mein neuer Youtube Kanal wo ich alles auf Video dokumentiert habe, bitte seid nicht von meinem beschiedenem Englisch geschockt:
die letzten Videos folgen noch bin noch nicht zum schneiden gekommen
www.youtube.com/user/EngineerLikesFarming/videos?view=0&flow=grid
Gruß Tom
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MF165 MP, A4.212, BJ 1972
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Motorüberholung Perkins 4.248
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