Rücklauf der Hydraulik MF 165 sperrt

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enniBernhard

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:(Vor einigen Tagen konnte ich einen gekippten Anhänger nicht mehr senken. Auch das Hubwerk lässt nur noch heben zu. Erst mehrmaliges betätigen des Absperrhebels lässt die Hydraulik sehr langsam senken. Den Absperrhebel habe ich geprüft, ist i.O. Zur Zeit ist der Getriebedeckel demontiert. Leider konnte ich auf Anhieb keinen eindeutigen Fehler finden. Hat in diesem Forum eventuell einer einen Tip, auf was ich achten sollte?
 
Hallo,

Die unterlenker und der Oberlenker steuern die Hydraulik mit.

Ist da vielleicht was kaputt?

Wie hast du denn die Regelung eingestellt, Was für ein Sperrventil benutzt du und wie hast du die Unterlenker positioniert?

Geht die Hydraulik aus jeder STellung nicht mehr runter oder nur bei Max. Hub?

Gruß,

MHF
 
Vielen Dank für die Antwort.

Habe schon viele Stellungen der Hydraulik ausprobiert. Das Hubwerk läßt nur heben zu. Senken kann nur durch hin und herbewegen des Absperrventils  in kleinen (sehr kleinen) Schritten durchgeführt werden. Die Senkdrossel ist dabei in entsprechender Stellung. Vielleicht hilt eine erweiterte Fehlerbeschreibung weiter. Habe kurz nach laufendem Motor das Sperrventil (Einkreisig) ausgebaut. Das unter Druck stehende Hydrauliköl ist über da gelöste Ventil abgebaut worden. Kann es sein, das der Senkbefehl über das Gestänge nicht übertragen wird? Kann hier eine Einstellung weiterhelfen?
 
Mir fällt gerade ein, daß ich ab Donnerstag unterstützend einige Bilder hinzufügen kann. Vielleicht kann man hier einiges erkennen.
 
Hallo Unbekannt,

also es gibt zwei Möglichkeiten:

Entweder dein Sperrventil lässt keinen Rücklauf des Öls zu oder Die Steuerung selber (in der Hinterachse) lässt das Öl nicht zurückfließen.

Beim hin und her Bewegen des Ventils wird der Druck langsam über die Spalte und anderen Leitungen etc. abgebaut.

Schau doch mal dein Sperrventil an, was für eins das ist.

Evtl. fehlt da ein Bohrung oder ist zu. Ist das auf Einkreis eingestellt? Meist ist da vor Kopf eine Einstellschraube für ein und zweikreis Betrieb.

Hat die Hydraulik schon mal funktioniert? was wurde seit dem verändert?

Gruß,

MHF

 
 
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Da ich die genaue Bezeichnung des Sperrventils nicht kenne habe ich Fotos hinzugefügt. So wie ich das nachvollziehen kann wird die Hydraulikpumpe über das Steigrohr und der entsprchenden Stellung des Sperrventils den Hydraulikanschluss zum Kippen des Anhängers mit Öldruck versorgen. Wie wird denn jetzt dafür gesorgt, das das Öl aus dem Anhänger zurückfließen kann. Laut Beschreibung des Fahrers hat die Hydraulik zum Kippen des Anhängers immer problemlos funktioniert.

Weitere Bilder des demontierten Getriebedeckels folgen
 
Mannomann,

keine Anrede, keinen Vornamen, kein Gruß, falsche Rubrik und Bonsai-Bilder, die man selber vergrößern muß

und trotzdem fast nix erkennt.Ich liebe es :-)!

So wie es ausschaut da der Schlauch links angeschraubt, ist der Kipperanschluß von der Versorgung des Hubzylinders abgezweigt, lässt sich also nur

über die Segmente der Regelhydraulik betätigen.

Also "Heben":  Innerer, viereckiger Hebel steht auf "äußere Hydraulik", äußerer, runder Hebel steht ganz hinten bei "Flach" = Pumpe fördert= Kipper geht hoch!

Zum "Senken" des Kippers: Äußeren, runden Hebel nach vorne, Richtung "Tief" = Steuerschieber der Pumpe steht auf "Nullförderung" = Öl kann durch das Gewicht der

Kipperbrücke über die Steigrohrleitung zurück ins Getriebe fliessen.

Leider muß ich hier meinen Namensvetter 
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Matthias leicht korrigieren. Bei MF wird die Tiefenregelung ausschließlich über den Obelenker gesteuert.

Ist  die Steuerfeder in der Oberlenkeraufnahme frei beweglich? Hattest du eine Last an die Oberlenkeraufnahme gehängt? Wenn die Tiefensteuerung durch die

Oberlenkerregelung durch Schwergängigkeit auf "Heben" klemmt, funktioniert nichts mehr, wie es soll.

Gruß +Matthes+
 
Sorry Matthes, bin neu hier und muß mich wohl erst an die Gepflogenheiten gewöhnen.

Muß leider gestehen, daß ich als KFZ Mechaniker nicht allzu große Ahnung von Hydrauliksteuerungen habe. Habe mir heute das Sperrventil genauer angeschaut. Um den Hydraulikverlauf nachzuverfolgen habe ich mit einem Druckminderer Luft in das Steigrohr einströmen lassen und den Hbel verdreht. In einer Stellung gelangt Luft in den Anschluß zum Anhänger. Über den umgekehrten Weg sollte dann auch der Rücklauf funktionieren.

Du beschreibst das folgendermaßen:

Zum "Senken" des Kippers: Äußeren, runden Hebel nach vorne, Richtung "Tief" = Steuerschieber der Pumpe steht auf "Nullförderung" = Öl kann durch das Gewicht der

Kipperbrücke über die Steigrohrleitung zurück ins Getriebe fliessen.

Da der Rücklauf anscheinend nicht freigegeben wird würde mich interessieren wie man diese Nullförderung prüfen kann.

Hoffentlich kann man auf den neuen Fotos mehr erkennen.

Gruß und vielen Dank für eure Hilfe

ennibernhard

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Hallo Bernhard?,

als du den Deckel abgebaut hast, mußtest du an der rechten Seite die Betätigungsrolle des Steuerschiebers rausnehmen. Der Steuerschieber sitzt

unten in der Pumpe. Der Betätigungshebel sollte sich nach vorne (heben) bewegen lassen und durch eingebaute Feder selbsttätig wieder nach hinten (senken)

bewegen. Nullstellung ist irgendwo dazwischen. D.h. Steuerschieber steht jetzt auf senken. Das kannst ja mit dem auf die Pumpe gesetzten Steigrohr und

Druckluft testen.

Auf den Bildern des Deckels siehst du ziemlich genau in der Mitte ein Gestänge, daß nach hinten in das Führungsrohr der Steuerfeder der Oberlenkerregelung geht. Ist das Gestänge

leichtgängig? Das gammelt nämlich gerne fest, wenn der Schlepper viel draußen gestanden hat und Gummimanschette an der Oberlenkerwippe porös ist. Da läuft dann Wasser rein

und kann dadurch, daß das Führungsrohr nach hinten ansteigt, nicht wieder raus.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

vielen Dank für deine Hilfe.:-) Werde deine Tipps schnellstmöglich prüfen. Ich melde mich auf jeden Fall, kann allerdings ein paar Tage dauern.

Nochmals vielen Dank.

Gruß Bernhard
 
Gerne Bernhard,

jedoch habe ich noch mal in den RLF geschaut und muß mich korrigieren: der Steuerschieber geht durch die Federkraft auf "Fördern" und durch

betätigen des Hebels nach vorne auf "Senken", also genau umgekehrt als von mir oben beschrieben.

Nichtsdestotrotz sieht man auf deinem ersten "Bonsaibild"
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oberhalb der Oberlenkeraufnahme braune Spuren von "Rostbrühe". Die kommt aus dem

Regelfederführungsrohr.Die Gummimanschette sieht auch eher "undicht" aus. Wies da drinnen aussieht, kannst du dir vorstellen.

Mir ist das alles aber zuviel zu schreiben. Wenn du mir per pm deine Mailadresse mitteilst, schicke ich dir die entsprechenden Kapitel

aus dem RLF oder wir telefonieren. In welcher Gegend wohnst du?

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

die Manschette ist tatsächlich porös.
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Ein Ersatz ist wirklich kein Luxus. Ansonsten sind alle Gestänge leichtgängig und reagieren auf die Bewegung der inneren und äußeren Hydraulikhebel.

Damit ich den Steuerschieber besser überprüfen (sehen) kann, habe ich das Hydrauliköl abgelassen.

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Dieser Hebel geht über eine Umlenkung auf die Hydraulikpummpe und läßt sich keinen mm bewegen. Ich hoffe ich liege richtig, und dieser Hebel ist deiner Beschreibung nach die Betätigung des Steuerschiebers.

Was muss ich tun um diesen Steuerschieber wieder gangbar zu machen?

Gruß Bernhard
 
Hallo Bernhard,

sorry für die späte Antwort, war ein paar Tage weg.

Ja, das ist der Betätigungshebel für den Steuerschieber.Für mich sieht das so aus, als hat da schon mal jemand rumgewurstet. Die Befestigung mit der Kontermutter kenne ich so nicht, der Hebel ist verbogen.Insgesamt sieht das Innenleben ziemlich verdreckt aus. Der Hebel sollte sich relativ leicht bewegen lassen, denn das gesamte Regelgestänge ist ja eher filigran.Ich fürchte, zur Instandsetzung muß die komplette Pumpe raus. Ob der Schlepper dazu getrennt werden muß, kann man generell nicht sagen. Hängt von der Ausstattung ab (MP/Zusatzpumpe usw.) Kann man auf deinen Bildern nicht erkennen. Lies dir dazu den 3. Faden unter Hydraulik 100er Serie von TomRon mal durch.

Auch in Beantwortung deiner pm. Wie ich in einem anderen Faden schon schrieb, kann ich z.Zt.leider keine Dokumente einscannen. Vielleicht hilft ein andere Forumskollege weiter und schickt dir den RLF zur Hydraulik.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Thomas(TomRon),

sehe du bist gerade online.

Kannst du diesen Faden bitte mal in die 100er Rubrik verschieben?

Alles okay bei dir?

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

nach langer Zeit kann ich mich wieder um den MF165 kümmern.

Da das Steuerventil nicht wie von dir beschrieben betätigen lässt habe ich weitere Zerlegearbeiten durchgeführt. Als erstes habe ich den Hydraulikfilter zerlegt und erschreckendes vorgefunden. Wie du auf den Bildern erkennen kannst hat sich das Metallgewebe des Filters teilweise aufgelöst. Wo sind die Reste geblieben? Kann es nach deiner Erfahrung sein, das Reste dieses Filters den Steuerschieber blockieren?

Als nächstes habe ich die Ölansaugung von der Hydraulikpumpe demontiert um den Steuerschieber freizulegen. Der Steuerschieber läßt sich nun gegen eien Feder ins Gehäuse der Pumpe drücken. Eigentlich müßte der Steuerschieber wegen des Umlenkhebels der anliegt doch aus dem Pumpengehäuse rausgezogen werden. Keine Chance. In diese Richtung blockiert der Schieber.

Hast du vielleicht einen Tipp für die Reparatur. Ich bin schon fast soweit, die Pummpe auszubauen. Wenn das wirklich die Lösung wäre, muss der MF zur Demontage dann zwischen Motor und Getriebe getrennt werden?

vielen Dank für deine Mühen.

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hallo matthes,

ich muss deine aussage von oben nochmal aufgreifen, dass "nur" der oberlenker steuert....

bei meinem 135er hebt sich kein anhänger mehr, wenn die unterlenker ganz unten oder ganz oben sind. da schaltet die regelung den druck ab. erst wenn die in einer stellung dazwischen fixiert werden, z.b. mit der hitch dann funktioniert hydraulik auch.

gruss mhf
 
Hallo Bernhard,

ich will dir den Abend nicht vermiesen, aber der Filter sieht absolut Sch..... aus. Irgendwo sitzen ja die ganzen Fasern drin. Du wirst um einen Ausbau der Pumpe und gründlicher Reinigung derselben

und des Steuerschiebers nicht herum kommen. Meiner Meinung nach, (Forumskollegen mögen mich berichtigen) bekommst du bei deiner Version die Pumpe nach oben raus, ohne den Schlepper zu trennen.

Splint aus der Verbindungsmuffe der Fahrantriebswelle entfernen, Muffe in Fahrtrichtung nach vorne schieben, komplette Welle aus dem Planetengetriebe ziehen und rausnehmen.

Zapfwelle nach Abbau des hinteren Lagerflansches vorsichtig (da ist ein Nadellager an der Verbindung zur Pumpe drin) komplett rausziehen. Nun sollte der Weg frei sein und die Pumpe sollte nach Entfernen der beiden Haltebolzen

links und rechts am Hinterachsgehäuse und Verschiebung nach hinten von der Eingangsverzahnung nach oben zu entnehmen sein.

Leider kann man auf deinen Bildern und aufgrund deiner Beschreibung nicht erkennen, ob da noch eine Multipower-Pumpe mit dranhängt.

Gruß +Matthes+

@ mhf Matthias

Ich verstehe deinen Hinweis nicht
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.

Ich schrieb: ... wird die Tiefenregelung ausschließlich über den Obelenker gesteuert...

Natürlich hebt sich kein Kipper, wenn die Unterlenker und Segment ganz unten sind, weil der Steuerschieber der Pumpe dann auf "Senken" steht, anders könnten selbige nicht unten sein.

Und natürlich schaltet der Steuerschieber bei Erreichen der max Hubhöhe der Unterlenker durch den Positionsnocken die Pumpe auf "neutral".

Deswegen gibt es am Segment ja die Stellung "Äußere Hydraulik".

Reden wir aneinander vorbei?
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Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

vielen Dank für deine umfangreichen und gut verständlichen Informationen. Dieser MF ist ohne Multipower-Pumpe. Hab für nächste Woche einen Tag eingeplant, um deine Tipps umzusetzen.

Melde mich, wenn mehr Informationen vorliegen.

LG Bernhard
 
Hallo Matthes,

habe leider lange an dem MF nicht schrauben können. Jetzt allerdings ist alles wieder gut. Was lange währt wird.......

Alle Tipps waren Gold wert und haben zur Reparaturlösung beigetragen. Dafür ein großes Dankeschön an alle Beteiligten.

Letzendlich hat das klemmende (dauerhaft in Förderstellung stehende) Löseventil die Probleme verursacht.

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Erstmal alles gründlich gereinigt.

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Hydraulikpummpe mit neuem Löseventil versehen und diverse Dichtungen ersetzt. Die Rolle für das betätigen des Löseventils wurde zum aufsetzen des Deckels wieder montiert.

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Antriebswelle wieder montiert. Öl aufgefüllt. Probelauf mit hin und herbewegen des Löseventils. Alles funktioniert wie es soll. An der Austrittsbohrung der Hydraulikpumpe zum Steigrohr sah man einen deutlich ändernden Volumenstrom des Hydrauliköls.

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Der Arm einer Hebebühne konnte perfekt genutzt werden um den Deckel wieder aufzusetzen. Die Gummimanschette an der Oberlenkerwippe war tatsächlich porös und wurde ebenfalls ersetzt. Deckel mit Hebühnenarm nach oben, Trecker druntergeschoben Deckel montiert, Betätigungsrolle fürs Löseventil wieder eingesetzt. Wartungsdeckel wieder angebracht. Abschließende Funktionsprüfung ergab wieder volle Funktionsfähigkeit aller Komponenten.

Wie gesagt: Nochmal Danke an alle Beteiligten für die für mich erfolgreiche Reparatur.

Gruß Bernhard
 
Hallo Bernhard,

herzlichen Dank für deine Rückmeldung und Glückwunsch zur gelungenen Reparatur.

Gruß +Matthes+
 
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