Hallo zusammen,
ich benötige mal wieder ein paar Erfahrungswerte als Vorbereitung für die weitere "Perfektionierung" meines MF35.
Nachdem außer dem Motor jetzt ja soweit alles gemacht ist, und von Anfang an klar war, dass ich den Motor nur bei Bedarf öffne, würde ich gerne jetzt nach den ersten 10 Betriebsstunden eine erste Bewertung diesbezüglich (also bezüglich des "Bedarfes") durchführen.
Vorneweg, was gemacht / geprüft wurde:
- Ölwanne war ab, Zylinder sehen von unten absolut glatt aus
- Ventile sind eingestellt nach Reparaturleitfaden
- Einspritzdüsen sind abgedrückt, eine wurde erneuert, da festsitzend
- Kompressionsmessung zeigt mit mäßig genauem Messgerät ca. 20Bar auf allen Zylindern, d.h. keine Abweichungen zwischen den Zylindern. Aufgrund der Messgenauigkeit können die 20Bar auch 25Bar sein. Tendenziell aber auf jeden Fall wenig / an der Verschleißgrenze.
Zu folgendem Verhalten würde ich daher gerne auf Eure Erfahrungen zurückgreifen:
- Startverhalten :mit funktionierender Flammstartanlage lässt er sich bis ca. 10°C recht gut starten, kommt also nach 2-3 Umdrehungen. Kälter konnte ich noch nicht probieren. Ohne Flammstart ist er bei 10°C nur sehr schwer anzubekommen, bei >20°C springt er an, aber erst nach einigen Sekunden orgeln
- Leerlauf: Ab ca. 800U/min läuft er rund. Unterhalb eiert er ohne Ende. Laut Handbuch sollte die LL-Drehzahl bei 495U/min eingestellt sein? so weit runter komme ich nicht, dann stirbt er oder hört sich ganz ungesund an.
- Betriebsverhalten ansonsten gut. Im Leerlauf und Teillastbereich kein Ruß, bei Lastwechsel und unter Vollast normale Rauchzeichen
- Kurbelgehäuseentlüftung: Ohne Last röchelt er normal. Ein kleinwenig Rauchen im Schiebebetrieb. Er suddelt aber etwas Öl aus der Entlüftung. Bei der Fahrt merkt man davon nicht viel, außer dass er unterhalb des Rohres Ölverschmiert ist. Wenn er dann steht tropfen über Nacht 3-5 Tropfen heraus.
- Merkwürdig: Bei Überlastung (leerer Hänger mit ca. 900kg Leergewicht, Steigung kurzzeitig ca. 10%) - Drehzahl geht bei Vollgas leicht zurück - spuckt er ein paar Tropfen Kühlwasser aus der Kopfdichtung, linksseitig unterhalb des Auspuffkrümmers - im vorderen und hinteren Bereich. Das hört sofort bei Lastreduktion wieder auf und zeigt sich sonst nicht
- kein Öl im Kühlwasser und kein Kühlwasser im Öl
- Leichte Undichtigkeit an der Schnurdichtung, ca. 1-2 Tropfen Öl pro Betriebstunde
Aufgrund des Kühlwasser-Spuckens vermute ich, dass die Kopfdichtung nicht mehr 100%ig ist. Wenn ich da aber auf mache, macht es sicher auch Sinn, die Kolbenringe zu prüfen.
Was mich etwas wundert: Wo gehen die ca. 10Bar druckverlust hin? Wenn die über die Kolben nach unten entweichen würden, müsste der doch schon im Leerlauf richtig aus der Kurbegehäuseentlüftung blasen, oder? Vor allem müsste da Abgas rausdrücken.
Macht es Sinn, vor der Totalzerlegung einen Druckverluststest zu machen, um die Baustellen zu identifzieren, oder - wenn eh auf ist - so oder so gleich alles neu?
Vom Gefühl her: Für die Sonntagsausfahrt ist er so wie er ist noch gut. Aber zum Arbeiten gefällt er mir nicht...
Gruß Christian
Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
Edit: Beitragstitel ein wenig auf die Fortführung angepasst
ich benötige mal wieder ein paar Erfahrungswerte als Vorbereitung für die weitere "Perfektionierung" meines MF35.
Nachdem außer dem Motor jetzt ja soweit alles gemacht ist, und von Anfang an klar war, dass ich den Motor nur bei Bedarf öffne, würde ich gerne jetzt nach den ersten 10 Betriebsstunden eine erste Bewertung diesbezüglich (also bezüglich des "Bedarfes") durchführen.
Vorneweg, was gemacht / geprüft wurde:
- Ölwanne war ab, Zylinder sehen von unten absolut glatt aus
- Ventile sind eingestellt nach Reparaturleitfaden
- Einspritzdüsen sind abgedrückt, eine wurde erneuert, da festsitzend
- Kompressionsmessung zeigt mit mäßig genauem Messgerät ca. 20Bar auf allen Zylindern, d.h. keine Abweichungen zwischen den Zylindern. Aufgrund der Messgenauigkeit können die 20Bar auch 25Bar sein. Tendenziell aber auf jeden Fall wenig / an der Verschleißgrenze.
Zu folgendem Verhalten würde ich daher gerne auf Eure Erfahrungen zurückgreifen:
- Startverhalten :mit funktionierender Flammstartanlage lässt er sich bis ca. 10°C recht gut starten, kommt also nach 2-3 Umdrehungen. Kälter konnte ich noch nicht probieren. Ohne Flammstart ist er bei 10°C nur sehr schwer anzubekommen, bei >20°C springt er an, aber erst nach einigen Sekunden orgeln
- Leerlauf: Ab ca. 800U/min läuft er rund. Unterhalb eiert er ohne Ende. Laut Handbuch sollte die LL-Drehzahl bei 495U/min eingestellt sein? so weit runter komme ich nicht, dann stirbt er oder hört sich ganz ungesund an.
- Betriebsverhalten ansonsten gut. Im Leerlauf und Teillastbereich kein Ruß, bei Lastwechsel und unter Vollast normale Rauchzeichen
- Kurbelgehäuseentlüftung: Ohne Last röchelt er normal. Ein kleinwenig Rauchen im Schiebebetrieb. Er suddelt aber etwas Öl aus der Entlüftung. Bei der Fahrt merkt man davon nicht viel, außer dass er unterhalb des Rohres Ölverschmiert ist. Wenn er dann steht tropfen über Nacht 3-5 Tropfen heraus.
- Merkwürdig: Bei Überlastung (leerer Hänger mit ca. 900kg Leergewicht, Steigung kurzzeitig ca. 10%) - Drehzahl geht bei Vollgas leicht zurück - spuckt er ein paar Tropfen Kühlwasser aus der Kopfdichtung, linksseitig unterhalb des Auspuffkrümmers - im vorderen und hinteren Bereich. Das hört sofort bei Lastreduktion wieder auf und zeigt sich sonst nicht
- kein Öl im Kühlwasser und kein Kühlwasser im Öl
- Leichte Undichtigkeit an der Schnurdichtung, ca. 1-2 Tropfen Öl pro Betriebstunde
Aufgrund des Kühlwasser-Spuckens vermute ich, dass die Kopfdichtung nicht mehr 100%ig ist. Wenn ich da aber auf mache, macht es sicher auch Sinn, die Kolbenringe zu prüfen.
Was mich etwas wundert: Wo gehen die ca. 10Bar druckverlust hin? Wenn die über die Kolben nach unten entweichen würden, müsste der doch schon im Leerlauf richtig aus der Kurbegehäuseentlüftung blasen, oder? Vor allem müsste da Abgas rausdrücken.
Macht es Sinn, vor der Totalzerlegung einen Druckverluststest zu machen, um die Baustellen zu identifzieren, oder - wenn eh auf ist - so oder so gleich alles neu?
Vom Gefühl her: Für die Sonntagsausfahrt ist er so wie er ist noch gut. Aber zum Arbeiten gefällt er mir nicht...
Gruß Christian
Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
Edit: Beitragstitel ein wenig auf die Fortführung angepasst




































