Hallo Rick!
Der "Block" des Schleppers besteht ja von Vorne nach Hinten aus folgenden Teilen:
1.Vorderachsbock
2.Motorblock mit Adapterplatte
3."vorderes" Getriebegehäuse mit Kupplungsglocke
4."Spacer" (nicht beim MF35)
5."hinteres" Getriebegehäuse mit Differential und den beiden Achstrichtern.
Ich gehe davon aus, dass beim MF35 nur der Motor und eventuell der Vorderachsbock - ja nach Motor - verschieden sind. Ich denke, bereits das vordere Getriebegehäuse - mit der Kupplungsglocke - ist bei beiden gleich. Und das wäre auch die "übliche" Stelle zum Trennen der Schlepper. Wenn einer von beiden eine einfache Kupplung haben sollte, dann siehst du das spätestens jetzt und man müsste dann vielleicht auch noch das vordere Getriebegehäuse mit der "guten" Kupplung nehmen.
Aber wenn beide Schlepper in einem ähnlichen Zustand sind, dann wäre es natürlich am einfachsten, einfach die Bremsen umzubauen - da hast du absolut recht! Da der MF35 ja Trommelbremsen hat, könnten vermutlich sogar die beiden Achstrichter hinten am Differentialgehäuse bleiben - es würde genügen nur die Bremsankerplatten mit dem kompletten Inhalt zu tauschen. Dazu natürlich noch das Betätigungsgestänge und so weiter. Das ist sicherlich kein Hexenwerk.
Ich kenne mich bei MF35 nicht wirklich aus, aber ich habe ein Werkstatthandbuch in dem der Schlepper mit beiden Motoren behandelt wird. Es ist außer dem Motor eigentlich alles identisch - klar, bis auf solche Sachen wie die Bremse. Wobei ich mir relativ sicher bin, dass die Hydraulische in dem Handbuch gar nicht behandelt wird. Das wäre mir im Laufe der Jahre sicherlich aufgefallen... So ein Handbuch mit beiden Motoren solltest du dir auch besorgen - darin ist fast jeder Schritt beim Montieren erklärt.
EDIT:
Ja, die Hydraulikpumpe ist auf jeden Fall identisch - die passt sogar im MF65 und an den späteren Schleppern der 100er-Serie. Sogar das Getriebegehäuse ist beim MF35 und beim MF65 gleich - daher denke ich, dass es auch bei beiden MF35 identisch ist.
Das mit dem Starten eines Motors der lange nicht gelaufen hat, ist halt so eine Sache. Ich hatte das ja die letzten Wochen bei meinem MF65 und kann ein Lied davon singen...
Entlüften geht - zumindest beim MF65 - ganz einfach und das kann am 35er eigentlich nicht anders sein!? Ich habe den Tank aber abgebaut und benutzte einen Kanister. Ich habe dort einen transparenten Schlauch dran und man sieht gut, wie der Diesel den Schlauch hoch kommt.
Wenn du keinen transparenten Schlauch hast, dann hilft es dir bestimmt, wenn du das kleine Schauglas an der Kraftstoffförderpumpe abmontierst, leer machst und dann wieder dran schraubst. Beginnst du dann am Handhebel der Förderpumpe zu pumpen, siehst du schön, ob diese funktioniert und wie sich das Glas wieder mit Diesel füllt. Dann gehe ich auf die Schlepperseite wo der Kraftstofffilter mit dem Unterteil aus Glas ist (kann sein, dass das nicht jeder MF35 hat) und pumpe weiter, bis ich sehen kann, wie sich auch dort der Filter schön mit Diesel füllt. Dann hab ich oben an dem Filter eine Leitung dran die zurück zum Kanister geht - auch dort einen durchsichtigen Schlauch, so dass ich sehe, wenn die Luft aus dem Filter raus ist und nur noch Diesel - ohne Luftblasen - zum Kanister zurück läuft. Wenn das so ist, löse ich die untere Entlüftungsschraube an der Einspritzpumpe und pumpe weiter, bis dort der Strahl ohne Luftblasen raus kommt. Danach mit der oberen Entlüftungsschraube genau so. Wobei man relativ lange pumpen muss, bis da überhaupt was raus kommt - in die ESP scheint ganz schön viel Diesel rein zu gehen...
Danach löse ich die Verschraubungen der Einspritzleitungen an den Einspritzdüsen - aber nicht zu viel - vielleicht nur eine viertel Umdrehung, so dass Luft austreten kann.
Danach setze ich mich auf den Sitz und lasse mich ein paar Meter (mit eingelegtem Gang) ziehen, bis Diesel an den Verschraubungen an den Einspritzdüsen austritt. Dann ziehe ich die Verschraubungen an, bis sie dicht sind und ich lasse ein paar Meter weiter ziehen, bis der Schlepper dann anspringt.
Ich finde das Anziehen besser, als es mit dem Anlasser zu versuchen. Geht auch gar nicht anders, da meine Anlasser alle kaputt sind und ich gar keinen habe der funktioniert!!
Du kannst aber genau so gut, statt den Schlepper ziehen zu lassen, den Anlasser betätigen, zuerst bis Diesel zu den Einspritzleitungen kommt und dann bis er läuft. Früher hab ich auch manchmal nicht unterbrochen sondern die Verschraubungen erst angezogen nachdem der Motor dann gelaufen ist. Ich finde aber dass das mehr unnötige Schweinerei ist...
Musst nur aufpassen, dass du den Anlasser nicht zu lange drehen lässt - der kann recht schnell sehr heiß werden und durchbrennen! Auch musst du vorsichtig sein, wenn du den Anlasser mit Starthilfekabeln mit der Batterie verbindest - diese glühen recht schnell und die Isolierung kann verbrennen!!
Grüße hometown