MF25 mit Perkins 4.107 - Motorrevision

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marberra

Gast
Hallo zusammen,

schon vor 3 Jahren habe ich hier davon erzählt, daß ich den Motor meines Bulldogs wegen hoher Rauchentwicklung, und schlechtem Startverhalten überholen möchte - und jetzt isses soweit! Da ich eh schon dabei war das gute Stück wegen eines Getriebedefekts zu zerlegen, geht‘s nunmehr ans Eingemachte.

In diesem Thread poste ich immer mal wieder ein paar Bilder von der Aktion, und schreibe ein paar Zeilen dazu, was mir dabei so alles widerfahren ist. Heute habe ich zum Beispiel den Zylinderkopf demontiert, und muß gestehen: Ich habe noch nie bei einem Fahrzeug einen dermaßen fest sitzenden Zylinderkopf von einem Motorblock operieren müssen. Eigentlich wollte ich ursprünglich zuerst den Motor ausbauen, und ihn dann in seine Einzelteile zerlegen, habe mich aber dann kurzfristig dazu entschlossen, das gute Stück gleich am Bulldog zu demontieren - zum Glück, denn so konnte ich einen Kettenzug bei der Demontage des Kopfes zu Hilfe nehmen.

Leider brauche ich auch schon außertourlich ein paar Dinge: Zum einen fehlt mir eine Schraube, mit der der Vorderachsrahmen an die Kupplungsglocke geschraubt wird. Des weiteren habe ich leider bei der Demontage des Kopfes ein Ansaugkrümmer geschrottet. Falls also jemand solche Teile herumliegen hat, und veräußern möchte, schreibt mich einfach an.

Der Motor sieht innen ziemlich heruntergekommen aus (Ölschlamm ohne Ende). So wie die Ventile brennraumseitig aussehen würde es mich nicht wundern, wenn die Kompression nicht mehr die Beste war...

Übrigens: Da ich ein Diesel-Oldie-Traktor-Newbie bin, bin ich für Tipps von Experten immer dankbar. Muß ich beispielsweise bei der Demontage der Einspritzpumpe irgendwas wichtiges beachten, was nicht im Handbuch steht?

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Schönen Abend,

der Andi
 
Andi sei gegrüßt, 

Sag mal, hast du schon einen Plan wo du die Ersatzteile her bekommen kannst? 

Bin nämlich auch am Planen einer Überholung für meinen Perkins AD 3.152. 
 
Servus MauWi,

obwohl mein Schlepper schon etliche Jahre auf dem Buckel hat, scheint es gar nicht mal so schwer zu sein, an entsprechende Ersatzteile zu kommen. Da ich aber noch bei der Demontage bin um zu sehen, was ich alles benötige, wird sich wohl erst in ein paar Wochen herausstellen, ob ich tatsächlich alle Ersatzteile bekomme.

Bin heute wieder ein Stückchen weiter gekommen. Motor ist nun vom Getriebe abgeflanscht. Die Keilriemenscheibe der Kurbelwelle sieht eingelaufen aus. Kein Wunder also, daß der Motor vorne Öl verloren hat. Für die Demotage der Kupplung muß ich mir noch 3 Schrauben organisieren, die die Kupplung bei der Demontage zusammenhalten. Bin schon gespannt, wie der hintere Dichtring der Kurbelwelle aussieht. Das Ausrücklager ist auch nicht mehr der Hit. Richtig erschrocken bin ich weil ich dachte, die Welle, die in die Mitnehmerscheibe der Kupplung eingreift schlackert deswegen so in der Bohrung herum, weil ein Lager defekt ist - aber das gehört wohl so.

Außerdem scheinen die Steuerräder nicht so zu stehen, wie es im Handbuch aufgezeigt ist. Zumindest stehen die Markierungspunkte auf den Rädern nicht so, wie es bebildert ist. Weiß jemand, ob das so seine Richtigkeit hat? Habe ein wenig Bammel die Dinger zu demontieren, weil ich mir nicht sicher bin ob die Kiste dann noch läuft, wenn ich die Räder so wie im Handbuch beschrieben wieder montiere.

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Schönen Abend,

der Andi
 
So, klar bekommt man im Netz jede Menge Ersatzteile, sind diese aber Qualitativ alle gleich? Tue mich schwer für mehrere hundert Euro Teile zu kaufen die nach kurzer wieder Mängel aufweisen.

Im Schlimmsten falle können diese eventuell einen enormen Schaden verursachen ( Motorschaden )

Nach bisherigen Recherchen und diversen telefonaten raten viele zu einem Austauschmotor, dass möchte ich aber NICHT !!!

Meiner Meinung nach hat mein Motor starken Ölverlust, läuft an sich aber sehr gut. Sicherlich wird beim Zerlegen einige defekte Teile finden, Reparieren kann man fast alles.

Deine Markierungen auf den Zahnrädern, es gibt ja eine Übersetzung von der Kurbelwelle zur Nockenwelle, könnte diese einfach nur um eine Umdrehung verdreht sein? 

MFG 
 
Also die Sache mit den Zahnräder da musst du solange drehen bis alle Markierungen passen. Das dauert zwar ewig aber irgendwann passt es und dann ist es auch kein Problem mehr die Zahnräder zu demontieren/ montieren. 

Also nur wegen eventueller Schäden an ein paar Zeilen einen Austauschmotor zu besorgen ist Schwachsinn. Mit den Ersatzteile ist es so das man bei den bekannteren Nachbau Marken auch schon gute Teile bekommen kann. Ansonsten ist die Ersatzteilbeschaffung gerade bei Perkins eigentlich kein Problem da der a4.107 auch immer noch als Schiffsmotor gebaut wird.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Westmünsterland Daniel (MF30 MF65 Mk II)
 
Servus zusammen,

@xxischxx: Danke für den Tipp. Ich werd‘s mal probieren. Weißt Du zufällig auch, ob, bzw. welcher Kolben auf OT steht, wenn die Markierungen übereinstimmen?

@MauWi: Eine Garantie, ob so ein Eingriff ins offene Herz immer von Erfolg gekrönt ist, hat man natürlich nie. Ich glaube, da kannst Du auch Pech mit Original-Teilen haben. Selbst wenn Du einen überholten AT-Motor einbaust, kann der auch irgendwann mal nach der Garantie den Geist aufgeben, da Du ja auch nicht weißt, welche Teile da verbaut worden sind, bzw. ob derjenige, der den Motor überholt hat, sauber gearbeitet hat.

P.S.: Ansaugbrücke hab ich in der Zwischenzeit schon eine gebrauchte gefunden - TOP!

Schönen Abend,

der Andi
 
Hast du einen Reaparaturleidfaden zur Hand? Da sollten eigentlich die Antworten auf deine Fragen drin stehen.

Beim 3-Zylinder muss man 18mal rund drehen, und es ist der vordere Zylinder, der dann auf OT steht.

Zu den Ersatzteilen: ich hab gerade die Revision meines A3.152 hinter mir. Zu den Teilen gibt es 2 Varianten:

- Originalteile von Perkins

- beliebige Sets aus dem Zubehör.

Preislich macht das ca. Faktor 2 aus. Zur Qualität meinte mein Instandsetzer lediglich, dass man beim Zubehör Glück haben muss, da kann es auch schonmal aufwändiger Nachtarbeit bedürfen.

Bei A3.152 mit den trockenen Büchsen gibts es soweit ich weiß in der Gussausführung keine fertig gehohnten von Perkins. Wie das bei den nassen Buchsen des A4.107 aussieht weiß ich nicht.

Die Kurbelwelle habe ich aus dem Zubehör genommen (ich glaube QTP). Da stand groß Perkins drauf, also wohl Lizenzbau. Qualität war laut Instandsetzer gut, musste aber gewuchtet werden, da sie nicht 100%ig identisch an der Aufnahme der Gegengewichte war.

Bzgl. AT- Motor würde ich sagen: wenns um den Preis geht,  kommt man da nicht dran vorbei. Die sind zu billig. Die Qualität ist aber vermutlich nicht wirklich besser geworden, sodass man mutmaßlich den besseren Motor hat, wenn man ihn zum Instandsetzer bringt.

Möchte man alles selbst machen, muss man schon eine sehr gut ausgestattete Werkstatt haben...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Servus Christian,

das Handbuch habe ich natürlich, aber ist da nicht alles bis ins Detail beschrieben. Aber Danke für den Tipp mit dem "Herumdrehen". Das werde ich machen, sobald die Kupplung & Schwungmasse demontiert sind. Dann dreht sich die Sache schon leichter.

Ich möchte tatsächlich nur die Teile tauschen, die wirklich auch getauscht werden müssen. Mein Anspruch ist in dieser Hinsicht nicht soooo hoch, da der Bulldog für mich tatsächlich in erster Linie ein Arbeitsgerät ist, und in zweiter Linie ein Oldtimer. Es wird also keine Super-Duper-Restauration, sondern der Motor soll vernünftig laufen, und nicht alles vollölen, wenn man das gute Stück irgendwo parkt. Da ich nicht davon ausgehe, daß Nachbauteile von der Qualität so mies sind, würde mir diese Variante schon reichen.

Habe heute die Ventile ausgebaut, und die sehen ziemlich verbraucht aus. Ich habe den Eindruck, daß die Dichtflächen eher einen Hohlkehle bilden, als eine Fläche. Aber ich mach die Dinger erstmal sauber, und dann schauen wir weiter. Ausbau erfolgte mit Selfmade-Werkzeug für 0 Euronen :-). Auf der Unterseite der Ventile sind diese tatsächlich durchnummeriert. Falls jemand den Kopf schon mal unten hatte, hat derjenige die Ventile 5 & 8 gegeneinander vertauscht (warum auch immer). Das Ventil 1 hat unten in der Fläche einige Korrosionsspuren.

Weiß jemand von Euch ein gutes Hausmittel, mit dem man den ganzen Ölschlamm und die Dieselkohle aus den Hohlräumen bringt?

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Grüße,

der Andi
 
Hallo Andi,

Das Spannwerkzeug kommt mir bekannt vor, meins sah ganz ähnlich aus ;-) Wenn man denn weiß, wie es geht, und die Keile nicht mehr klemmen, kann man die Ventile sogar von Hand aus und einbauen. fand übrigens, dass sich der Motor mit Schwungmasse besser drehen lässt als ohne, weil man dann wenigstens nen Hebel hat.

Es gibt einen Punkt, an dem können Ventile nicht mehr sinnvoll eingeschliffen werden. Dann müssen die Ventile neu und der Kopf gefräst werden. Im Zusammenhang mit neuen Ventilen ist natürlich zu überlegen, die Ventilführungen auch zu erneuern. Neue Ventile auf alten gesäuberten Führungen neigen zum undicht werden, d.h. es läuft Öl in den Ansaug-/Auspuffraum, da die abdichtende Ölkohle fehlt.

Neue Ventile sind auch gar nicht mal so teuer, ich hab für das Stück für den A3.152 nicht mal 20€ bezahl, original Perkins.

Bei Ölschlamm hilft: Diesel/Heizöl und/oder WD-40!

Ich habe mit reichlich altem Heizöl grob vorgereinigt (Zahnbürste + Pinsel) und dann mit WD-40 den Feinschliff verpasst. Damit geht alles ölige gut ab. Ölkohle ist da aber schon eher so ne Sache, da hilft nur einweichen. Bei mir war davon aber auch gar nicht so viel vorhanden, sodass ich mir da keinen großen Kopf drum gemacht hab.

Übrigens immer spannend, was man so beim aufmachen entdeckt. Die meisten Motoren diesen Alters waren anscheind schonmal auseinander. Bei mir war ein Teil der Kopfstehbolzen falschrum eingeschraubt...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Meiner Meinung nach spielt es halt auch einige gewaltige Rolle WO man seine Ersatzteile bezieht. Wenn zum Beispiel eine langjährige MF-Vertretung "Nachbauteile" vertreibt, dann gehe ich davon aus, dass die gut brauchbar sind. Das würde ich aber im Zweifelsfall mit dem Händler in einem Gespräch klären.

Ich persönlich würde allerdings kaum auf den Gedanken kommen, möglichst Originalersatzteile zu verwenden, denn die Reparatur muss zeitwertgerecht sein. Außerdem macht es - wohl gemerkt meiner Meinung nach - keinen Sinn, in einer alten Schüssel, die im Jahr 50 Stunden läuft Originalteile "zu verschwenden". 

Grüße hometwon 
 
Servus,

habe heute die alten Ventile gereinigt, und so wie die Dinger aussehen, sind die schon mal Schrott. Wie schon vermutet ist die Dichtfläche keine Fläche mehr, sondern eher eine Hohlkehle. Ob das am Verschleiß liegt, oder einer meiner Vorbesitzer alle Ventile mit der Bohrmaschine eingeschliffen hat, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis (siehe Bilder). Ich gehe jedoch nicht davon aus, daß das so gehört...

Erste Teile (Dichtungen, etc.) hab ich heute bestellt. War eigentlich recht günstig, im Gegensatz dazu, was eine professionelle Revision des Zylinderkopfes zu kosten scheint. Habe heute mal einen großen Motorenbauer telefonisch angefragt. Der meinte, mit Kopf planen, Ventilsitze fräsen, und reinigen liege ich so bei 600 Euro. Na, da muß ich mich nochmal umsehen, aber so wie die Ventile aussehen komme ich ums Ventilsitzfräsen wohl nicht herum.

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Schönen Abend,

der Andi
 
Hi

Lass die Schwungmasse zum Durchdrehen dran denn da sind die OT Makierungen drauf das hilft ungemein  :-):-):-)

Gruß Ralf

Meine Schlepper:
Fendt F15 G
FE 35 Spezial mit Standard 23C Motor
 
Tegl:

Hi

Lass die Schwungmasse zum Durchdrehen dran denn da sind die OT Makierungen drauf das hilft ungemein  :-):-):-)

Gruß Ralf

Meine Schlepper:
Fendt F15 G
FE 35 Spezial mit Standard 23C Motor
Servus Ralf,

okay, da muß ich mal schauen, wie, und wo die Markierung ist. Die Kupplung & das Schwungrad müssen aber eh weg, da sich dahinter offenbar irgendeine Dichtung (Dichtschnur) für die Kurbelwelle zu befinden scheint, die definitiv auch im Eimer ist. Zumindest hat mein Schlepper aus der Kupplungsglocke geölt, und es war kein Getriebeöl.

Für alle, die auch die Kupplung demontieren wollen, eine kleine Info:

Wenn ihr die Kupplung so wie ich komplett demontieren wollt, braucht ihr 3 Schrauben 1/4" (UNC) x 700mm jeweils mit einer Mutter. Mit den drei Schrauben wird laut Handbuch die Kupplung zusammen gehalten (Mitnehmerscheiben, Druckplatte, etc.), wenn man diese von der Schwungscheibe demontiert. Da Schrauben mit einem Zollgewinde nicht so häufig sind in unseren Breitengraden vorhanden sind, würde ich mir vorher diese Schrauben besorgen. Ich habe mir eine Gewindestange gekauft, die ich nun auf die richtige Länge zusägen will, da Zollschrauben in der Länge oft kein durchgängiges Gewinde haben.

Grüße,

der Andi
 
Hallo den Vorrednern,

ich schließe mich einigen meinungen gerne an.

Für meinen Motor steht im Vordergrund die Abdichtung und das erneuern defekter Teile. Wahrscheinlich komme ich auch nur auf 50 Bh pro Jahr, aufgrund dessen erfolgt meine Reparatur "Zeitwertgerecht".

Ich versuche alles selber zu Reparieren, meine Werkstatt hat alles was das Schrauberherz begehrt und ist seit neuesten sogar beheizt ;-)

Aber wie ich schon anfänglich erwähnt habe, wo soll man die Ersatzteile bestellen, Perkins Originalteile sind viel zu teuer.

Im Netz, bei fergy-farm ???(meine neue ESP habe ich von da, SUPER Qualität) oder empfiehlt jemand einen anderen Anbieter?
 
Im Übrigen besitze ich keine Reparaturanleitung für den AD 3.152 Motor .......
 
Hallo zusammen,

hier mal wieder ein paar neue Bilder von der Motorrevision. Der Zylinderkopf ist nun für die Überarbeitung durch einen Fachbetrieb soweit zerlegt (denke ich zumindest), und muß von mir nur noch zusammen mit dem Motorblock gereinigt werden - Ölschlamm & Dreck überall!

Beim gestrigen demontieren der Kolben & der Kurbelwelle mußte ich leider feststellen, daß die Kurbelwelle bei Zylinder 1 & 4 offenkundig ein wenig eingelaufen ist. Die Frage ist nun, ob ich diesen Defekt wiederaufarbeiten lassen soll, oder lieber gleich eine neue Kurbelwelle bestelle. Irgendwo habe ich hier ja schon mal gelesen, daß diese neu nicht so kostspielig sein soll. Hat jemand von Euch da Erfahrung? Die Kolben & Laufbuchsen scheinen in Ordnung & riefenfrei zu sein (wenigstens etwas). Bin mal gespannt, wie man die neuen Kolbenringe am Besten auf die Kolben zieht.

BtW: Das mit dem Drehen der Kurbelwelle bis alle Markierungen auf den Steuerrädern übereinstimmen hat übrigens einwandfrei funktioniert. Vielen Dank nochmals für den Tipp!

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Schönen Tach auch noch,

der Andi
 
willst du die alten Kolben mit neuen Kolbenringen weiter verwenden? Dann auf jeden Fall das Spiel der Kolbenringe in den Nuten prüfen, wenn die Nuten ausgenudelt sind, würde ich an den Kolben nicht sparen, und auch diese Austauschen. Zumal ein Überholsatz so oder so am günstigsten sein dürfte, und da sind Kolben dabei...

Mit dem Instandsetzer solltest du noch abstimmen, ob du nicht vorbereitend alle Stehbolzen rausdrehen solltest. Könnte sein, dass die bei der Kopfbearbeitung stören...

Bzgl. Kurbelwelle kann ich nur vom A3.152 sprechen, da gibt es die Kurbelwellen sehr günstig, sodass sich eine Überarbeitung kaum lohnt (habe 330€ für die KW bezahlt). Eine Überarbeitung wäre bei mir auf ca. 600€ gekommen...

Zum A4.107 habe ich jetzt nur beim Fergyfan eine KW im Austausch für 900€ gefunden. Da bist du vermutlich doch mit dem Überarbeiten deiner KW günstiger, wenn auch vermutlich nicht viel (4 Zylinder = teurer als 3-Zylinder...)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Servus Christian,

...puhhh...das scheint doch alles kostspieliger zu werden als geplant. Na ja, nach knappen 30 Euro für eine Gewindestange kann mich eigentlich nix mehr schocken...

Die Kolben & die Laufbuchsen sehen nach der ersten Begutachtung wirklich noch sehr gut aus (was mich beim restlichen Zustand des Motors doch ein wenig wundert), weswegen ich davon ausgehe, daß ich diese Komponenten tatsächlich wiederverwenden kann. Die Dichtsätze & jede Menge sonstiges Material hatte ich ja schon recht günstig organiesiert, die Kurbelwelle haut jetzt aber dann doch ein Loch in meine Finanzplanung.

Stehbolzen habe ich schon am Kopf entfernt, nur die 6 Blindstopfen habe ich nicht demonitiert, da diese vermutlich wieder dicht eingesetzt werden müssen, und ggf. auch vom Instandsetzer leicht zu entfernen sein dürften. Ich werde aber mal alles zur Begutachtung mit zum Motorenbauer mitnehmen (also auch den Block & und die Kolben), damit der einen fachkundigen Blick darauf werfen kann. Den Block wird er ja eh brauchen, falls er tatsächlich die Kurbelwelle schleifen muß/kann.

Zuerst mache ich die ganze Chause aber noch mit Kaltreiniger sauber. Somit spare ich mir zumindest die Reinigungskosten.

Schönen Tag,

der Andi
 
Ich bin gespannt, was der Motorenbauer sagt.

Ja, die Blindstopfen sind normalerweise kein Thema, die würde ich drin lassen.

Reinigen lohnt sich auf jeden Fall. Da stehen beim Instandsetzer schnell 100-200€ Kosten für Reinigen auf der Rechnung, die du gut sparen kannst. Außerdem hast du dann einen viel besseren Blick auf den Bestand.

Dass die Büchsen noch so gut aussehen, wundert mich ein wenig. Das müssten eigentlich auch Gussbüchsen sein, die normalerweise einem gewissen Verschleiß unterliegen. Das sieht man dann dort, wo der obere Kolbenring am OT steht, dort entsteht eine Art Kante. Bei meinem A3.152 waren da 3/10mm eingearbeitet...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Servus zusammen,

gestern bin ich endlich mal dazu gekommen, zumindest den Zylinderkopf zu reinigen & genauer zu begutachten. Kaltreiniger & heißes Hochdruck-Wasser haben ganze Arbeit geleistet. Die Auslaßkanäle waren so voller Ruß-Kohle, daß ich verwundert bin, daß der Motor überhaupt noch gelaufen ist. Ich mußte das Zeug tatsächlich mit einem kleinen Schraubenzieher herausmeißeln. Zum Schluß habe ich den Kopf dann nochmals gereinigt & eingeölt - ein Teil fertig für den Motorenbauer!

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Schönen Abend,

der Andi
 
Hallo Andi

habe noch einen Ansaugkrümmer hier im Regal zum Verkauf.

Habe auch noch andere Original-PER-Teile aus einer Schlachtung. Kannst mir ja eine PM zukommen lassen, was Du brauchst.

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/perkins-4-107-ansaugkruemmer-mit-flammrohr/1286810971-280-369

Grüße

SoKa
 
Servus zusammen,

erstmal Danke an "Sonnenschein Karl" für Dein freundliches Angebot mit den Teilen. Leider hab ich Deine Anzeige nicht gelesen, da ich seit meinem letzten Post so viel um die Ohren hatte, daß ich Deine Message leider nich gelesen hatte. Habe mir zwischenzeitlich einen gebrauchten Krümmer besorgt. Sollte ich aber noch Teile brauchen, komme ich gerne auf Dein Angebot zurück.

Mein Motor ist nun endlich wieder zurück vom Instandsetzer. Ich hatte den zerlegten Motor zuerst bei einer Firma in Augsburg zur Kostenschätzung abgegeben, dort das gute Stück aber dann doch nach sage & schreibe 5 Wochen des "Ärgerns" meinerseits wieder abgeholt, und zu einer kompetenten Firma nach Weilheim gegeben, welche, wie ich nun erfahren habe, früher mal ein offizieller Perkins-Motoren-Instandsetzer war, und dementsprechend auch noch das Knowhow, und sogar noch passende Literatur vor Ort hat. Diese hat augenscheinlich eine sehr gute Arbeit abgeliefert, und ich bin seit diesem Wochenende mit dem Zusammenbau des Aggregats beschäftigt.

Bei dem Motor war so viel im Eimer, daß ich mich wundere, daß der Kübel überhaupt noch gelaufen ist: Kolben & Laufbuchsen eingelaufen, Kurbelwelle eingelaufen, Ventile nebst Ventilsitzen verschlissen.
Der Kopf wurde nun geplant, mit neuen Ventilführungen & Ventilen bestückt, und die Ventilsitze wurden gefräst. Der Block war noch heil, und mußte nicht geplant werden. Er bekam neue Laufbuchsen, und neue Kolben mit Kolbenringen, und eine neue Kurbelwelle verpaßt. Die Pleuelbuchsen wurden erneuert, und gehohnt. Ebenfalls wurde bei einem Pleuel die Lagerschalenaufnahme gehohnt, da das gute Stück wohl man so heiß geworden ist, daß sich die Größe der Bohrung verändert hat (aber zum Glück konnte man es noch verwenden!).

Alle Teile habe ich vorab für die Reparatur selbst besorgt, da meine erste, schlechte Erfahrung mit dem ersten Instandsetzer gezeigt hat, daß wohl nicht jeder Firma welche Motoren instandsetzt, auch die passenden Teile für eine solche Operation organisieren kann (oder will!).
Was die Reparatur des Motors insg. gekostet hat, kann ich leider noch nicht sagen, da mir noch eine entscheidende Rechnung fehlt. Wenn ich jedoch Bescheid weiß, werde ich das hier mal unters Volk streuen - falls noch jemand hier ist, der mit dem Gedanken spielt seinen A4.107 überholen zu lassen, dann dient diese Info vielleicht als Entscheidungshilfe.

Falls jemand von Euch weiß, wie die originale Bezeichnung der Farbe des Motor/Achsen heißt, dann her damit. Laut Farbkarte würde die RAL-Farbe 7002 "Olivegrau" recht gut passen, allerdings ist die originale Farbe eher Hammerschlag, oder metallic (?). Vielleicht ist die Farbe ja auch eine British Standard, und keine RAL, oder irgendwas ganz anderes....

Hier noch ein paar Fotos von der Montage

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Schönen Abend, und vor allem immer schön die Hände waschen,

der Andi
 
Servus zusammen,

mein Motor ist soweit wieder zusammen, und jetzt nach langer Schrauberei auch wieder im Traktor eingebaut. Glücklicherweise habe ich hier auch eine Anleitung für das Entlüften der Kraftstoffleitungen gefunden, was wunderbar geklappt hat. Der Motor läuft - was für ein Glück!

Jetzt fehlen nur noch ein paar Teile, die ich erneuern muß, und der Trecker ist glücklicherweise wieder einsatzfähig (...sofern nicht noch etwas Unerwartetes passiert!)

Los gegangen ist die ganze Geschichte, da ich plötzlich keinen Gang mehr einlegen konnte - eine der Sperrkugeln im Schaltgestänge ist aus mir unbekannten Gründen aus Ihrer Bohrung gesprungen (ich berichtete hier bereits). Damit das zukünftig nicht mehr passiert, habe ich ein Blech angefertigt, und als Sperre über den Kugeln montiert. Vielleicht ein Tipp hier für Leidensgenossen.

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Schönen Abend,
der Andi
 
Hallo Andy,

Habe ich es recht, das ihre trecker aus Franseusische production stammt?

dann musst du nicht nach der Englische farben umschauen, die Franseusen (wie immer) gebrauchten ihren eigenen farbtonen.

zb das grau scheint idd ein bischen olive/bronze ton drin zu haben. leider habe ich auch nicht der original nummer oder nahme dazu.

und ja, dass ist ein sort hammerslag/mettalic farbe. das gleiche zeug ist auch an meinem 65 dran.

Gruss, Bert
 
Servus Bert,

Danke für die interessante Info! Woran kann ich als Laie denn erkennen, ob der Traktor tatsächlich aus Frankreich stammt?

Grüße,
der Andi
 
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