MF 35 geerbt - der Restaurationsthread mit Bildern

Heute mal den Vorderachsträger montiert... sieht schon ganz gut aus. Wassersystem scheint zumindest auch schonmal Luftdicht zu sein...

eup-1133100799-89e4824cf616e21ec8f0b479b3c4bc87-1498941231_big.jpg

Das Gasgestänge ist gewaltig eingelaufen... Da hat jemand offenbar immer mächtig Gas gegeben
38.gif


eup-1133100799-7ee80b4f901ca54956e9bbc92eddecbf-1498941286_big.jpgeup-1133100799-c68305a63eff746630f80a7e4bbea4f1-1498941286_big.jpg

Da werde ich wohl eine neue Lagerung basteln müssen...

Das Cockpit ist schonmal vorbereitet für die Lackierung:

eup-1133100799-44abcea045833d9fa7183d149245b85f-1498941366_big.jpg

Die nächsten 3 Wochen sollte es hoffentlich etwas voran gehen - Urlaub!
teu35.gif
/teu35.gif" />

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
So, es gibt mal wieder was zu berichten.

Heute kam wieder eine Ersatteillieferung, u.a. ein schick emallierter Auspuff:

eup-1133144338-901298a6b9f59e650e6e73a1345bac18-1499370238_big.jpg

Zwischenzeitlich wurde das Cockpit grundiert und lackiert:

eup-1133144338-7d7676181c5a42b97dca4a3a93a0809f-1499370275_big.jpgeup-1133144338-332aa067c9107b6dc607884ede325834-1499370275_big.jpg

Das Ergebnis ist ganz gut geworden, dafür dass ich zum ersten mal eine Spritzpistole in der Hand gehalten habe.
56.gif


Die Spurstangen sind inzwischen mit neuen Gummimanschetten ausgestattet (Lackieren ist erstmal nicht geplant)

eup-1133144338-8c4a76aa970779687e7c577519847258-1499370363_big.jpg

Im weiteren Tagesverlauf wurden heute noch die Kotflügel und der Überrollbügel demontiert. Die Kotflügel waren sehr wiederspenstig, die Schrauben ließen sich nur mit sehr viel Gewalt bewegen. Daher musste Spezialwerkzeug her :-)

eup-1133144338-2d9c17ed613d58468978fd19f7a2d869-1499370452_big.jpg

Jetzt steht er erst mal naggisch da:

eup-1133144338-fadd619349a8f70d594b6d1b28421168-1499370480_big.jpg

Der Überrollbügel hat seine Aufgabe wohl in alle Richtungen erfüllt. Wie ich von den Nachkommen des Vorbesitzers erfahren habe, hat der Traktor wohl mehr als 1 mal die Vorderräder in die Luft gestreckt...

eup-1133144338-4d6406138600b81b71d7a68ae2374531-1499370552_big.jpg

Nunja, morgen versuche ich das Teil zu zerlegen, dann werden die senkrechten Holme ersetzt. Mal schauen, ob es passendes 4-Kant-Rohr gibt.

Darüber hinaus kommen morgen die Hinterräder ab, und der Rumpf wird vor der weiteren Zerlegung gereinigt.

Es kamen übrigens noch nichtmal 7Liter Getriebeöl aus dem Getriebe...
38.gif


Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und weiter im Projekt:

Zum Zerlegen des Sicherheitsbügels erstmal eine Halterung basteln

eup-1133189315-22f8ef1725f74de125ad66203034068f-1499715778_big.jpg

Gefühlte 50.000 Hammerschläge (5-kg Vorschlaghammer) war das Ding dann auseinander:

eup-1133189315-b0849f49f833e52ee0a9cc31749d3bac-1499715826_big.jpg

Die Holme sind reif für den Metallschrott. Da gibts schon etwas Lochfraß und gerade ist anders. eup-1133189315-872a8bebf86c0596ad9bbf79e7ed7849-1499715890_big.jpgeup-1133189315-259cdc9d1d6524229e717db183fbce2b-1499715890_big.jpg

Das Rohr hat Standard-Maße, 40 x 70 x 4mm, und wird demnach einfach ausgetauscht. Die eingebauten Verstärkungen lassen sich wieder montieren. Aber das kommt erst später, erstmal geht es mit dem Rumpf weiter.

Das Lenkgetriebe ist fertig geputzt:

eup-1133189315-d90ee930ae258ca4180f731cf101a910-1499715995_big.jpg

Zur Trennung des Gehäuses (Kupplung) zwischendurch mal eine fahrbare Unterstützung des Motors gebaut:

eup-1133189315-1bd8f2a435d0e6ef33da850ba8584085-1499716177_big.jpg

Zwischenzeitlich mal die Hydraulik-Kontrollfeder ausbauen, hierzu die Madenschraube in Fahrtrichtung rechts lösen und die große Mutter rausschrauben (Lösen kann man sie z.B. mit einem Dorn und sanften Hammerschlägen):

eup-1133189315-2b3be5c53af5df4cf81dabb514c946b7-1499716790_big.jpg

So sieht das Paket nach dem Rausziehen an:

eup-1133189315-9a8223e73c70917470b8f2ca299e28c1-1499716790_big.jpg

und so zerlegt und gereinigt. Es war nicht ganz einfach, die Zugstange aus dem Kopf herauszuschrauben, da hier etwas rost eingewirkt hat. Ich habe hierzu einen Schlitzschraubenzieher in zwischen Fußplatte Führungshülse geklemmt, damit ließ sich das Teil mit etwas Kraftaufwand ohne Beschädigung abschrauben.

eup-1133189315-b50726a4bccdbd5a134dd3714d560d87-1499716790_big.jpg

Durch die defekte Manschette ist beachtlich Schmutz in den Federsitz gelangt:

eup-1133189315-9898f42a224a846504c0565b493f857f-1499717092_big.jpg

Am WE kam das "neue" Differentialgehäuse (von einem Forumsmitglied, mit Anlieferung vor die Haustür
26.gif
Vielen Dank nochmal dafür!)

eup-1133189315-9f87d4ab08d6996ac49a839023a9cdb1-1499716752_big.jpg

Aus dem Gehäuse müssen ersteinmal die Antriebswelle und die Zapfwellenlagerung heraus.

eup-1133189315-b9e591526a3fe9f39e5c80ca8a776d9c-1499717037_big.jpg

Und damit gehts gleich im nächsten Beitrag weiter...
 
Zur Demontage der Antriebseinheit den Federring vor dem Zahnrad abnehmen und das Zahnrad mit einem Hebel gefühlvoll von der verzahnten Welle schieben (sitzt sehr gut passend und lässt sich daher nur saugend bewegen)

eup-1133189397-8b6f62187a97a3793bbb8214ba2c4692-1499717229_big.jpg

Und dann kommt man an die Schrauben:

eup-1133189397-3dd81cbd51f76b60a67a67d9b41e7c6e-1499717257_big.jpg

Lösen - und die Einheit rausnehmen:

eup-1133189397-fbbf2859e9c10032e6a49917d1cf1034-1499717286_big.jpg

Mit einem langen Rohr lässt sich der Sitz der Zapfwellengleitlagerung nach vorne herausschlagen:

eup-1133189397-1fed672d8a1e0a4396117d455087b172-1499717325_big.jpg

Und nach hinten lässt sich der Sitz des Nadellagers ausschlagen:

eup-1133189397-2cc30010ade87899f4de62602ed3b485-1499717398_big.jpg

Danach gehts ans äußere Reinigen des Gehäuses:

eup-1133189397-ef83a4f6a0c2d564db85be9842c4ff55-1499717434_big.jpg

So sah der Sitz der Zapfwelle vorher aus:

eup-1133189397-6ac971a58db81f85f0136bdcf1fcdd6e-1499717465_big.jpg

Und so nachher:

eup-1133189397-2919e71520920213e8c654250c5deee4-1499717484_big.jpg

Zusätzlich noch ein paar Kleinteile gereinigt (Die Flex hatte heut wieder einiges zu tun...)

eup-1133189397-bbea9004295bf881e43f2f36ec25f45f-1499717528_big.jpg

Das rechte Kreuzgelenk am oberen Hydraulikarm ließ sich selbst mit den größten Hebeln und dicksten Hammern nicht zerlegen. Da der Bolzen gehärtet ist, war aus ausbohren keine Option. Da es das Innenteil des Kreuzgelenkes für schmalen Taler zu kaufen gibt, habe ich beschlossen den Hubarm zu erhalten und das Kreuzstück rausgeflext.

eup-1133189397-c81106bc6690502556fac435b008cf1c-1499717634_big.jpg

Der Bolzen ist in dem Kreuzgelenk wie eingeschweißt...

Dämnächst gehts weiter...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und weiter gehts im Programm!

Erst mal wurden diese Woche die Felgen und sämtliche Kleinteile sandgestrahlt:

vorher:

eup-1133229958-09a7bc609a80df820c5fa3686ac565ce-1500096563_big.jpgeup-1133229958-0c209fde519a4a4a4425d7cbba16e18c-1500096564_big.jpg

und nachher:

eup-1133229958-900579da4b419b77067d5f57fee9750d-1500096603_big.jpgeup-1133229958-53dc98eed3d0e9fa4312e2b7409885dd-1500096603_big.jpg

kommende Woche soll Farbe drauf...

Inzwischen habe ich auch mal die "Lagerung" des Gasgestänges überarbeitet - es arbeitet jetzt praktisch spielfrei
26.gif


eup-1133229958-91a5dee2348c2f8e852c707edb68c508-1500096669_big.jpgeup-1133229958-4ac21a57fcb7e69891fd8d0918b44500-1500096669_big.jpgeup-1133229958-1bcaf33f79cb2ef2fcb8dbc612ba7ece-1500096669_big.jpg

Motor und Getriebe wurden zur weiteren Inpsektion inzwischen getrennt:

eup-1133229958-fd1f8350c92ea6b741e0e015f8d87d3e-1500096723_big.jpg

und das Getriebe geöffnet:

eup-1133229958-416ed9dd40755d4626f19863b726fb45-1500096745_big.jpg

Und da ist schon einiges an Karies zu entdecken. Offenbar gab es da mal eine Getrieberevision, bei der der "Bohrer" kräftig angesetzt werden musste...

eup-1133229958-0ae6ded14cae6535fc7e6232aa0a16ff-1500096796_big.jpg

Die Zahnräder werde ich aber nicht austauschen. So viel muss der Kamerad bei mir nicht mehr arbeiten.

Aber die Simmerringe und die Eingangslager sollen neu. Dazu muss die Eingangswelle raus.

eup-1133229958-bb3441673e8bf1c77bcd26a54d9a52bf-1500096854_big.jpg

Die lässt sich so ohne weiteres aber nicht rausziehen, hierzu muss die untere Getriebewelle nach hinten gezogen werden, damit das Zahnrad freigegeben wird. Dazu muss das Getriebe vom Differentialgehäuse getrennt werden. Also noch einen kleinen Wagen bauen
44.gif


eup-1133229958-39798ca2e9b820b01e865c5a9c1738f4-1500096913_big.jpg

Und die Welle hinten rausziehen, schon fällt das Zahnrad vorne runter und die Eingangswelle kann rausgenommen werden.

eup-1133229958-8748deecbdc4aa0205d76c6bb1c8647c-1500096984_big.jpgeup-1133229958-70dc92abd15e48dcb07c53a8bca73213-1500096985_big.jpgeup-1133229958-b5a5aa963105bcd7e0d5ce0516b5d36d-1500096985_big.jpg

Nach entfernen des äußeren Sicherungsringes lassen sich die Eingangswellen zerlegen:

eup-1133229958-17f17cb12b28a22e771e86e039b61ac0-1500097068_big.jpg

Und die Lager abziehen, nachdem man den inneren Sicherungssring mit viel Gefuddel runtergefummelt hat (Austauschen, der ist danach krumm...)

eup-1133229958-1b61f7eb47a3ba2f1b6e76579aba23d7-1500097116_big.jpg

Die Lager kommen neu. Die äußere Welle ist mit Standardlagern gelagert (ich schätze C3 - erweitertes Lagerspiel), die innere Welle mit einem Schrägkugellager!

Jetzt kann der äußere Simmerring raus und ein neuer eingepresst werden. Hierzu passt perfekt ein Stück Fallrohr einer Regenrinne
teu35.gif
/teu35.gif" />:

eup-1133229958-f315709ee5692fead406bf886bca61d3-1500097212_big.jpg

sauber!
26.gif


eup-1133229958-bbe15a44b7dc6a6fe277dbc62e555eaf-1500097269_big.jpg

Der innere kleine Wellendichtring ist regelrecht zerbröselt beim entfernen, so spröde war der. Wenn der noch dicht war - lange wäre es es nicht mehr geblieben
38.gif


eup-1133229958-d8ae0ab7a72531eb55ec79fd424e6023-1500097294_big.jpg

Als nächstes wird noch die Kupplung inspiziert und etwas Verschleißmaterial bestellt, dann geht es weiter mit dem Umbau der Hinterachse...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Die Inspektion der Kupplung kann durchaus als lohnenswert bezeichnet werden
38.gif


eup-1133256001-a3a420aaa22187f58a45d21e7f7ff41c-1500269918_big.jpg

Schadbild: Kupplungsscheiben beide verölt und Kupplungsscheibe 11" zerbrochen:

eup-1133256001-aad95c8090986cdff945225c11c33e68-1500269968_big.jpg

Also 2 x neu, Ursache für das Öl dürfte der spröde Wellendichtring aus dem Beitrag weiter oben sein...

Und es zeigt sich mal wieder: Wenn man so etwas anfängt, macht man am besten gleich alles neu...

Als nächstes wurde die Zapfwelle gezogen:

eup-1133256001-1ee8775d0bee0c2e836f0f60b9462f5c-1500270044_big.jpg

Dass da literweise Öl rauskam, ist auch leicht zu erklären:

eup-1133256001-30c822b5d28c6408af4f583c9d9161b6-1500270086_big.jpgeup-1133256001-609addd56f9bf71c254bc844f688e0f3-1500270086_big.jpgeup-1133256001-bb6e7862f27982879adc617388d8d2ff-1500270086_big.jpg

Das Gras / Heu hatte sich durch die Dichtung bis durch das Lager geschafft und war schon auf dem Weg Richtung Öl. Dass durch einen Wellendichtring, durch den so viel Gras passt, auch in die andere Richtung Öl läuft, dürfte klar sein
9.gif


Gleichzeitig lässt sich feststellen, dass die Zapfwellenverzahnung abgangsseitig stark verschlissen ist. Von ursprünglich ca. 9mm breiten Zähnen sind keine 5mm mehr übrig. Also Zapfwelle auch gleich neu samt Lager und Dichtungen.

Da jetzt alles schön zugänglich ist, mal die Ölpumpe rausnehmen und den Filter inspizieren:

eup-1133256001-11a4eae1113fa227da1d2499a808f611-1500270262_big.jpg

Ich denke, der kann auch neu...

Damit ist die Bestellung für Verschleißteile erstmal zusammen. Weiter gehts demnächst mit lackieren und zusammenbauen...

Leider neigt sich der Urlaub schon dem Ende zu
38.gif


Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
und weiter geht es mit ein wenig Farbe...

Felgen vorbereitet zum lackieren (Ausgebeult und geglättet)

eup-1133322062-3b29de825d8504701a258dff29d1bc4b-1500494262_big.jpg

Aufgehängt und grundiert:

eup-1133322062-55cffaabaeada7f0ee359de1b6588d8f-1500494341_big.jpg

Und lackiert:

eup-1133322062-f5656a5a71b7d9c48654cddd364ac1b7-1500494375_big.jpg

Das Ergebnis schaut ganz gut aus. Nicht perfekt, aber das ist bei einem >50 Jahre alten Traktor auch nicht der Anspruch... Sonst dürfte ich nicht draußen lackieren...

eup-1133322062-6ed12b73146c625ac2517b2ed4f2d01f-1500494447_big.jpg

Zwischenzeitlich mal die Hydraulikpumpe geputzt und äußerlich inspiziert... Der Steuerpleuel sieht ganz schön verbollert aus!

eup-1133322062-1837634d03959c6faa2898f107024d09-1500494489_big.jpg

Das sieht so aus, als hätte unter der Pumpe im Gehäuse mal ein Stein oder sonstiger Fremdkörper gelegen, auf den der Pleuel geschlagen hat...

Ich werde die Pumpe erst mal nicht vollständig revisionieren, sondern erst einmal wieder (mit neuem Filter) einbauen, und testen, ob das Hydrauliksystem läuft... Für eine spätere Revision ist die Pumpe ja relativ gut zugänglich...

Zwischenzeitlich mal noch alle Gewinde am neuen Gehäuse nachgeschnitten - sieht aus wie neu:

eup-1133322062-03b10efe43be720ded61c39d54e69485-1500494599_big.jpg

und das Pilotlager rausgezogen. Als Auszieher dient eine M10er Rundkopfschraube, zurechtgeschliffen und ein Stück 1"-Rohr als Schlägel. Ruck zuck war das Lager draußen.

eup-1133322062-519cf90abaf3dbed2c65b2d3fb40a3b7-1500494690_big.jpg

Morgen sollten wieder Teile geliefert werden, dann geht es langsam an den Zusammenbau...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
So, die ersten Teile sind zusammengesetzt:

neues Pilotlager einsetzen. Übrigens ein Standard-Lager 6203 Z

eup-1133374401-a52a1be95b093b7e5daec33465862819-1500667724_big.jpg

Und die Kupplung zusammensetzen. Wichtig ist, vor dem Auseinanderbau alle teile in ihrer Lage zueinander zu markieren, um die Auswuchtung zu erhalten. 

Grundplatte reinigen und flach auf die Arbeitsfläche legen:

eup-1133374401-1aef65409c4a9b7ff47a93d7fa99256a-1500667771_big.jpg

Untere Druckplatte auflegen:

eup-1133374401-b64092ae396a61398288cfec9eaf1716-1500667794_big.jpg

die 9"-Scheibe auflegen:

eup-1133374401-9278f1ccf9fc812e9d3e8e4fb35a6970-1500667871_big.jpg

2. Druckplatte auflegen und Spiralfedern einsetzen:

eup-1133374401-6e808fa461d4f4d6418c246f5a16d0d1-1500667913_big.jpg

Tellerfeder leicht mit Fett einstreichen und passgenau und richtig rum (wie eine schüssel nach oben geöffnet) auflegen:

eup-1133374401-052fcbee21d5413339878e8be854c959-1500667946_big.jpg

Zum Schluss die obere Druckplatte auflegen und das Ganze mit Schraubzwingen zusammenpressen. Dabei die Druckfinger einfädeln und sowei pressen, bis sich die Bolzen einschieben lassen. Sicherungssplinte nicht vergessen!

eup-1133374401-cab18cec57045139be15b3cab8d92a1c-1500668020_big.jpg

Kupplung hochkant stellen, Montagefinger einstecken und 11"-Platte aufsetzen:

eup-1133374401-6891677bb1fa204b2f76016ba93adf5b-1500668076_big.jpg

Und das ganze am Traktor montieren:

eup-1133374401-cb8f8f03ecb8976ab834e1fd2f8d21fb-1500668099_big.jpg

Tipp: nicht auf den Montagefinger verzichten, auch wenn er ein paar Euros kostet. Ohne das Teil dürfte sich die passgenaue Montage als extrem fummelig herausstellen. Ist so schon nicht ganz einfach, das nicht so leichte Paket zu montieren. Auch hier auf der Schwungscheibe Markierungen vor dem Auseinanderbau anbringen wegen der Auswuchtung.

Als nächstes das Lager auf die Eingangswelle aufpressen. hierzu bietet sich das Gehäuse an. Schonhammer verwenden!
eup-1133374401-b4b7caa87974f125ee31979f6f22c989-1500668309_big.jpg

Alle weiteren Lager aufpressen:

eup-1133374401-c453bd3b17b3a275c845c6c21fda03e9-1500668333_big.jpg

und den Dichtring der inneren Welle mit einem passenden Rohr montieren. Dabei drauf achten, den Wellendichtring nicht zu beschädigen!
eup-1133374401-9e658dccb4883610bb44c3568364a43f-1500668379_big.jpg

Und so schaut dann alles zusammengebaut aus:

eup-1133374401-1258a8d99aa6dbb326aec63b7d3a10a0-1500668402_big.jpg

Eingangwelle im Getriebegehäuse montieren. Dichtung und Dichtmasse verwenden!

eup-1133374401-6aa50518e5004908ea432e9b4a3e2435-1500668434_big.jpg

Danach die untere Welle von hinten wieder durch das Zahnrad schieben und vorne provisorisch den Lagersitz (bereits mit Dichtung und Dichtungsmasse) mit 2 Schrauben fixieren. Die Welle lässt sich mit einem Stehbolzen einer Trittraste problemlos in das Lager ziehen:

eup-1133374401-5a8c511bd98aa5764c581316f6d67401-1500668502_big.jpgeup-1133374401-7c8ec117c2fb10d701518739c8c73d1d-1500668512_big.jpg

Und mit der Scheibe und dem Federring fixieren:

eup-1133374401-fdcbb815618a1fb02c40b3a0b53523e5-1500668538_big.jpg

Deckel mit neuer Dichtung und Dichtmasse montieren und fertig:

eup-1133374401-5ffdbd62f77ccfa46f5e22cb1afc09f8-1500668607_big.jpg

Dann noch die Lagerbuchsen der Kupplungsbetätigungswelle und der Bremshebelwelle tauschen, weil die doch arg verschlissen waren:

eup-1133374401-ec1697d025d641eac876a7fcea7dce0f-1500668697_big.jpg

Zum Einschlagen der Buchsen die Welle mit einem Betätigungshebel verwenden. Die Buchsen sitzen sehr stramm, ich musste sie mit enem kräftigen Hammer (unterlegt mit einem Stück Hartholz) eintreiben.

eup-1133374401-fe758185652167b8a9f8a3070215e6f0-1500668719_big.jpg

Ergebnis:

eup-1133374401-9f0ad06ba5c936bfa3a7d46ef8f0f121-1500668801_big.jpg

Gleiches gilt auch für das Lager des rechten Bremspedals. Hier auf genau Ausrichtung zum Abschmiernippel achten:

eup-1133374401-9bd39d7a345194d08be711941ea36eec-1500668872_big.jpg

Jetzt kommt noch ein neues Ausrücklager rein, und das Getriebe kann wieder montiert werden. Da mein Urlaub jetzt rum ist, geht es wieder langsamer weiter...

Hier mal noch ein Vergleich zwischen alter und neuer Zapfwelle:

eup-1133374401-c0d4fa7320c626a0e9c1da8a3360656f-1500668942_big.jpg

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hi!

Sieht ja top aus! Noch ein Tipp, beim Aufsziehen von Wälzlagern, am einfachsten ist diese einfach auf eine Kochplatte zu legen und dann zu erwärmen. Dann muss man nicht mit Hammer und Co arbeiten. Etwas Sprühöl auf den Lagersitz und dann fällt das Lager von allein drauf.

Gruss

Martin
 
Hallo!

Super Arbeit!

Frage: Montagefinger? Du hast ja eh die Welle ausgebaut!?

Grüße Piti
 
Der Montagefinger ist etwas handlicher :-). Aber richtig, man kann - wenn man die Eingangswelle eh draußen hat - auch diese Verwenden. Allerdings kommen dann nochmal ein paar Kilo bei der Montage der Kupplung dazu, wenn man alleine ist, und nicht gerade Arme hat wie Popeye, tut man sich da noch etwas schwerer...
teu35.gif
/teu35.gif" />

Ich hatte die Welle zum Zeitpunkt der Kupplungsmontage noch nicht wieder zusammengesetzt.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Zwischenzeitlich ging es mal wieder ein kleinwenig voran, unter anderem mit dem Zusammenbau der lackierten Handbremse:

eup-1133945335-b7408cc8ed4fed5c186e8344fab97a75-1502488146_big.jpg

Und dem Einpressen der Zapfwellendichtung, in einer Schreinerei findet sich immer das passende Werkzeug, hier beispielsweise exakt passend zum Eindrücken - eine Gardinenstangenbefestigung
9.gif


eup-1133945335-1b6798e48d57bdcf7d024a333b7fd089-1502488203_big.jpg

So sieht die Sache dann fertig aus. Den Ring richtig rum einpressen ;-)

eup-1133945335-adc6cc693f804c2c12d82b5fc0a9b278-1502488300_big.jpg

Die Arbeiten an und im Getriebe sind soweit abgeschlossen, als letztes wurden die Schrauben der Schaltklauen wieder gesichert.

eup-1133945335-5db58f945658f80c7123bd1f5947fcbf-1502488042_big.jpg

Vor der Reinigung des Gehäuses, erstmal das Typenschild entfernen. Auf Hinweis hier aus dem Forum geht das ganz leicht, indem man die Nieten (Kerbnägel) vorsichtig raushebelt:

eup-1133945335-35a20967a189c71e09edf4bb04f590fc-1502488381_big.jpg

Das Typenschild schaut nicht mehr so prall aus:

eup-1133945335-ec40643020bd91a8aa94efd71a78f038-1502488408_big.jpg

Aber mal sehen was mit etwas Schleifvlies rauszuholen ist:

eup-1133945335-db59950711072357670a804b4f393a6d-1502488431_big.jpg

Ich würde sagen, das kann sich wieder sehen lassen!
26.gif


Für die Arbeiten am Lenkgetriebe wurde das Lenkgetriebe temporär wieder aufgesetzt. Und dann erstmal die Lenkarme abgezogen. Das geht ganz einfach mit einem Dreiarm-Abzieher, nachdem man die Filzringe dahinter runtergeschnitten hat. Die müssen dann erneuert werden.

eup-1133945335-9534c626beb71084ec23fd7f28e61588-1502488532_big.jpgeup-1133945335-c51506d88e1c3a6b255b8fe82462806a-1502488542_big.jpg

Dann erst mal das Lenkgetriebe öffnen... Boa, ist da ein Fett-Schlotz drin
38.gif


eup-1133945335-454ee29d159d0a4c5e3becad4df32c5e-1502488581_big.jpg

Erste Stufe der Reinigung:

eup-1133945335-f9eabcfb6ce267664dbc57cd93906dbd-1502488611_big.jpg

2. Stufe der Reinigung:

eup-1133945335-1eaed8c83f096fada261b0ce7ada4b2e-1502488633_big.jpg

und sauber:

eup-1133945335-43b11479cde420140abeea1f10b25049-1502488654_big.jpg

eup-1133945335-78e912d641b033e496ba9c49170b5902-1502489217_big.jpg

Sieht verschleißtechnisch alles noch sehr gut aus, nur das obere Lenkkopflager muss getauscht werden, hier sind deutliche Nagespuren an Konus und Kugeln zu sehen.

Jetzt kann man auch ganz gut erkennen, wie das mit der Lenkung funktioniert. Und es ist der richtige Zeitpunkt, den Antrieb gegen rausschrauben zu sichern (z.B. mit einem Kabelbinder). Wenn der nämlich das "Gewinde" verlässt, hat man Spaß mit dem Kugeln wieder einfädeln...

eup-1133945335-d16594dd2d9f2b0b12786596f8feaa14-1502489335_big.jpg

Bei der Gelegenheit wurden auch die beiden Blindstopfen mit Dichtmasse neu eingesetzt, in der Hoffnung dass sie damit dicht sind:

eup-1133945335-575dfb99960b042e0810a34959df255e-1502489383_big.jpgeup-1133945335-36eed579e720dab54f097eec9e2f004e-1502489394_big.jpgeup-1133945335-947e887883fbca09f2e9f0bc4ef25dd6-1502489406_big.jpg

Und dann noch das Gewinde für die Hutmutter des Lenkrades mit ganz viel Gefühl überarbeiten und neu schneiden. Vorher, ordentlich gestaucht:

eup-1133945335-bdea05da0808948ab62b83e64168be6e-1502489447_big.jpg

Und nachher wie neu (gleiches Gewindemaß, mit passender Zoll-Schneidmutter geschnitten):

eup-1133945335-e168bd65288e2359e1f950f1f314a526-1502489476_big.jpg

Weiter geht es mit der nächsten Baustelle, dem Schwenkhebel der Hydraulikpumpe. Der muss wohl neu... Gibt es zum Glück noch neu zu kaufen...

eup-1133945335-4c8a93ede2da08b392db7572058e1b5c-1502489556_big.jpg

Das wars mal wieder fürs erste, mal schauen ob es morgen noch ein wenig weiter geht...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und heute mal etwas an der Hydraulik weitergemacht. Spiel der Pleuelklötze der Hydraulikpumpe gemessen und mit 0,35mm für akzeptabel bewertet:

eup-1133948434-b6fe2e4114b8bbc4b3b9d71f17a8bb74-1502574849_big.jpg

Exemplarisch mal einen Ventilsatz entnommen und geprüft, auch hier alles ok. Die Gummidichtung ganz oben wird noch gewechselt.

eup-1133948434-369d0755bd7c187a36ee57c9cd7a7774-1502574923_big.jpg

Zur weiteren Bearbeitung des Hydraulikdeckels (Entlacken/Entrosten) die Hubwelle herausgenommen, auch die sieht noch gut aus

eup-1133948434-719380ee3ea2a9ee3907bec62ffd9432-1502574967_big.jpg

Ebenso den Hydraulikzylinder abmontiert und den Kolben samt Ringe geprüft:

eup-1133948434-d6c99b734fb798ca3a9cf50b41270561-1502575001_big.jpgeup-1133948434-e3b47b03b5c109bfc10a4af18b9e0612-1502575001_big.jpg

Die sichtbaren Riefen sind nur optisch und der Hand nicht zu fühlen. Der Zylinder ist glatt, die Kolbenringe haben ca. 1mm Luftspalt und sitzen jetzt wieder schön um 120° verdreht. Das ganze benötigt also keine weitere Revision und kommt so wieder rein.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und weiter geht es in diesem Programm...

... mit dem Zerlegen der Achsstummel samt Bremse. Hierzu erstmal die äußeren Bremsbeläge der Fußbremse abnehmen (die Federn lassen sich mit einer Wasserpumpenzange und etwas Geschick aushängen). Dann die Bremsnocke abnehmen. Die passt aber nicht durch das Loch:

eup-1134045875-633e12a97505de8286376b5df81e44de-1503344400_big.jpg

Also auf der anderen Seite den Hebel abziehen:

eup-1134045875-9094c4b71b2c9a6d9d16e94c15b12478-1503344431_big.jpg

Der sitzt ziemlich stramm, ohne Abzieher geht da nix. Vorher die kleine Inbuss-Stiftschraube lösen! (Sitzt etwas versteckt hintendran)

eup-1134045875-057c38b4f71dce17e85bb7fa05d0de24-1503344476_big.jpg

eup-1134045875-94716d150a8174f1b24d337b4dceb892-1503344655_big.jpg

Und den Achsflansch lösen, nachdem auch der Handbremshebel abmontiert wurde (Beim Zusammenbau dran denken, die Welle einzusetzen, bevor der Flansch wieder verschraubt wird, sonst wird es fummelig. Am besten lässt sie sich einsetzen, wenn die Steckachse etwas herausgezogen ist)

eup-1134045875-4205c04f2cdb3e257e0dd19b120073c6-1503344510_big.jpg

Der Gummibalg des Handbremsseiles sieht übrigens nicht mehr so frisch aus
38.gif


eup-1134045875-efb84c928b1f74845ac8587a12e7ac46-1503345356_big.jpg

Und dann ist Corpus delicti Nr. 1 erreichbar, der innere Wellendichtring:

eup-1134045875-75fc712ffd521af56a48a27940051785-1503344714_big.jpg

Schnell nen Auszieher basteln:

eup-1134045875-c16538219e8f7e5ce3d89ece0e78a2ce-1503344739_big.jpg

Und raus damit:

eup-1134045875-9ec5a5483492d394a301876e10b16187-1503344758_big.jpg

Das ging nur auf der einen Seite, auf der anderen saß der Dichtring bombenfest. Da half nur vorsichtig mit einem kleinen Meißel zerstören...

Jetzt kann man die (Hand-)Bremse vom Flansch abnehmen, nachdem man die 5 Schrauben des rückseitigen Deckels entfernt hat:

eup-1134045875-669c918e79e5ea2bce918c42a3662e77-1503344840_big.jpg

Die Beläge sind fast alle bis auf den Träger runtergebremst, teilweise jedoch sehr schief. Die Bremsanlage scheint mir diesbezüglich etwas ungeschickt aufgebaut zu sein. Mal sehen, ob sich das beim Zusammenbau optimal einstellen lässt...

eup-1134045875-49d3eb9cc9b2300bffc41753dce76a73-1503344935_big.jpg

Ein einzelner von den insgesamt 8 Belägen wurde anscheinend mal neu belegt. Offenbar hat man dann entschieden, den Traktor doch nicht mehr weiter zu nutzen. Wer belegt schon einen einzelnen Belag neu?
7.gif


eup-1134045875-b34877ae94807061a61579d921e6d5b4-1503344990_big.jpg

Nun gehts an den Achsstummel, der Schrumpfring muss runter. Also das Lager mit Zewa vor Spänen schützen und den Ring anbohren:

eup-1134045875-137a3ef25fe2ce45316f70d4501d15dc-1503345064_big.jpgeup-1134045875-51b0bbd576658a422795984daa7419f0-1503345076_big.jpg

Das geht ziemlich einfach, da der Ring sehr weich ist. Da die Achse ziemlich hart ist, merkt man auch sehr gut, wenn man durch ist. Die Achse beschädigt man mit dem Bohrer nicht so einfach, die ist so hart, dass eher der Bohrer beschädigt wird
38.gif


Noch etwas aufmeißeln, dann fallen die Schrumpfringe von alleine von der Welle...

Und dann kommt die "Aufstoß-Methode" zum Entfernen der Lager. Dazu einen Hartholz-Klotz auf festem Boden platzieren, und die Welle stirnseitig fest aufstoßen. Dann wandert das Lager nach unten. Ich werde das Lager aber wohl austauschen, da diese Methode leichte Beschädigungen (kaum fühlbar) an der Lauffläche hervorruft
49.gif
. Lager sind übrigens Timken Standard-Lager...

eup-1134045875-da57ca9afa3d9c92d9d7d9f9acb70d66-1503345434_big.jpg

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den fehlenden Radbolzen einzuziehen.Wer erkennt den neuen? Einziehen geht am besten mit einer dicken Mutter als Unterlage (z.B. vom Felgenstern, die passt ganz gut) und einer umgedrehten Radmutter. Fett dazwischen tun, und aufs Gewinde. Die Bolzen gehen sehr schwer rein und sitzen dann bombenfest! Wie in einem anderen Beitrag schon festgestellt (beim 65er meine ich) lassen sich die Bolzen nicht einziehen, wenn das Lager noch drauf ist, ohne den Kopf der Bolzen zu bearbeiten. Sie passen nämlich nicht am Lagerflansch vorbei.

eup-1134045875-fe34859c60588963005aac4a115c07ab-1503345435_big.jpg

Bei der Bremse lassen sich einige Verschleiß- und Fusch-Erscheinungen erkennen. Insbesondere auf der linken Seite:

Eine Distanzhülse ist stark verschlissen:

eup-1134045875-dcf093eeb30021b5db9f544aafe2a713-1503345675_big.jpg

Bolzen sind angeschweißt oder krumm: eup-1134045875-b1106eb4a05e1e0ff4e5618e6a0c5044-1503345714_big.jpgeup-1134045875-ecd559e52e03fd0a3ca2f42a579a1831-1503345714_big.jpg

Und statt dem Sicherungsblech wurde hier auch schonmal die Schweißelektrode angesetzt:

eup-1134045875-ac842a3ef23f0718d06fdf71454414d0-1503345754_big.jpg

Mit Ersatzteilen scheint es hier aber schwierig auszusehen, die einschlägigen Läden haben nichts. Kann hier jemand weiterhelfen?

Gleiches gilt für die Dichtung der inneren Bremsabdeckung zum Achstrichter hin:

eup-1134045875-6cd8238edd257586e64cbae00ba459f6-1503345816_big.jpg

Die habe ich im Internet bei einem Händler auftreiben können, für sage und schreibe 90€ das Stück!
9.gif
14.gif


Hat sich da schonmal jemand um eine Alternative bemüht? Ansonsten versuche ich, die alten Dichtungen wieder aufzuarbeiten... Kaputt sind sie nicht, nur etwas verformt.

Die Bremsbeläge sind jetzt bereit zum neu belegen:

eup-1134045875-e4d3eb07db8a82daa76345a39e4b9217-1503345914_big.jpg

Das Zerlegen der Bremsen ist der richtige Zeitpunkt, ein System für die Kleinteilesortierung einzuführen:

eup-1134045875-b233afbd385a4f25f9a9a2c0be2450cf-1503345962_big.jpg

Demnächst geht es weiter mit den Achstrichtern und der Entlackung / Entrostung der Gehäuse.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Es wird mal wieder Zeit für einen Zwischenstand. Zwischenzeitlich wurden nämlich einige Kleinigkeiten in Fleißarbeit erledigt.

Die Achstrichter sind inzwischen entfernt, hier ein Blick in Richtung Differential:

eup-1135029119-a3d52766fd59252058eea4c7552ef4f0-1506498863_big.jpg

Schön zu sehen das große Zahnrad und das Ölleitblech, das das hochgeschleuderte Öl zum Lager befördert. Dazu weiter unten mehr, hier erstmal die gegenüberliegende Seite.

eup-1135029119-af6f91ce872c5e972789581e53afa75b-1506498996_big.jpg

Die Lager schauen noch gut aus und bleiben drin.

Als nächstes wurde dann mal die Differentialbetätigung entfernt. Das war nicht so ganz trivial, da die ordentlich festgerostet war, wie nachfolgend zu sehen:

eup-1135029119-2b060e96fe3b4fd6d75500c5f50073d7-1506499042_big.jpg

Hier das entsprechende Lager von Trichterinnenseite aus gesehen. Strategisch wäre es wohl sinnvoller, wenn die Dichtung außerhalb des Lagers sitzen würde, dann wäre selbiges mitgeschmiert über das Getriebeöl. Die Lagerbuchsen sind jedoch so ausgeführt, dass sie eigentlich keine Schmierung bedürfen. Das hindert die Welle aber leider nicht daran, zu rosten...

eup-1135029119-865a64cf7d3f61198e491254a1e535d5-1506499106_big.jpg

Hier nun erstmal die gereinigte Welle. der Rost hat schon recht ordentlich genagt. Das lässt sich nicht vollständig entfernen, sonst bekommt die Welle zu viel Spiel.

eup-1135029119-d53f04eead0d3defdcad8965c495a70f-1506499209_big.jpg

Als nächstes wurde der Hydraulikdeckel von Lack und Rost befreit. Hauptsächlich mit Flex und Drahbürste, aber es zahlt sich aus, wenn man eine kleine Strahlpistole zur Hand hat, damit lassen sich kleine Ecken hervorragend bearbeiten. Auch wenn das ne ziemliche Schweinerei ist, wenn man keine Kabine hat. Die Kombination aus Flex und Stahlpistole ist an dieser Stelle jedoch sehr effizient.

eup-1135029119-e319d70420f773ac492d84221c3ba9be-1506499309_big.jpg

Am Hydraulikdeckel gibt es noch einen Blindstopfen, der zur Entnahme der Welle der Hebelei des Steuersegmentes gedacht ist. Hier ließe sich ein druckfreier Rücklauf der Hydraulik realisieren, ohne am Gehäuse bohren zu müssen.

eup-1135029119-e7381f1ace50a01ce9e7cf7e0b867969-1506499309_big.jpg

Die Trichter sind inzwischen auch äußerlich gesäubert:

eup-1135029119-984e200d6fecbe8395c7a5c011e2a493-1506499309_big.jpg

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Inzwischen ist die erste Drahbrüste durch
38.gif


eup-1135029177-ec541cc76a372ff1e3d480dc7485b51e-1506499680_big.jpg

Die Achstrichter sind inzwischen auch innen gereinigt:

eup-1135029177-7df3d2587222aca0b21319db607af544-1506499734_big.jpgeup-1135029177-7c9d82521c569b4f654b8187267d0abd-1506499734_big.jpg

Auf der linken Seite gibt es eine sehr massives Bauteil im Trichter, das ausschließlich als Ölkanal fungiert. Das große Zahnrad des Differentials fördert fleißig Öl nach oben. Von dort läuft es auf die Ölführung, und im Trichter gibt es ein Loch, über das das Öl direkt zum Lager läuft. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht es ähnlich aus, hier ist jedoch "nur" ein Blech installiert (siehe weiter oben)

eup-1135029177-2744cafa347d9687446ed4f72ccf0077-1506499769_big.jpg

Das "neue" Getriebegehäuse wurde innen gereinigt, vorher:

eup-1135029177-c3045d423df1661bdad59fa7f9eee495-1506499895_big.jpg

nachher:

eup-1135029177-4c1c9610e91cf3fce10ff3c36cec2eb2-1506499895_big.jpg

Das Verstellsegment bedarf auch einer dringenden Reinigung:

eup-1135029177-95c015da640ad6f64bdf0e1f8b7bac65-1506499949_big.jpg

Es wurde hierzu in alle Einzelteile zerlegt.

Und nachfolgend das Ergebnis Stundenlager Arbeit mit Flex und Strahlpistole:

eup-1135029177-2a5e819a7757d4857b3bc5daff702f28-1506500019_big.jpgeup-1135029177-06f49b0fa615137d29957e6ebd9595e0-1506500019_big.jpgeup-1135029177-98d1f1bad158c194e47381a8b69fa1f0-1506500019_big.jpgeup-1135029177-0a5c60d72caa2a0d505867b16205e5f1-1506500019_big.jpg

Zuletzt wurde auch das Getriebegehäuse einschließlich Lenkgetriebe entlackt und entrostet, damit sind jetzt alle Teile für den nächsten Lackierschritt vorbereitet. Zuvor muss das Lenkgetriebe aber noch neu abgedichtet werden. Das kommt demnächst...

eup-1135029177-e55ffa7173d18b6dd0d585731a5824be-1506500059_big.jpgeup-1135029177-8f3d87442cf7c4d8a1381983cbf3d89a-1506500059_big.jpg

dann wurde noch die Wellendichtung des Zapfwellenschalthebels gewechselt:

eup-1135029177-f41919cd06949e0d13fb9820e4c4b210-1506500226_big.jpgeup-1135029177-807dc3f4dc357c2fd355b8f9e7d9017d-1506500226_big.jpg

Und der Sicherheitsschalter geprüft und der Schaltsitzt zur Vollständigkeit ebenfalls gereinigt.

eup-1135029177-206631435f54712093009830e81130de-1506500226_big.jpg

Demnächst geht es weiter mit dem Zusammenbau Getriebe / Motor (Der Drucklagersitzt liegt schon im Gefrierfach) und dem Lenkgetriebe.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Ich habe übrigens mal die Möglichkeit genutzt und ein paar Teile gewogen, da ja doch immer mal wieder Fragen nach dem Gewicht aufkommen:

Bremstrommel MF35 doppelte Bremse: ca. 26kg pro Stück

Achsstummel: ca. 17kg

Achstrichter ohne Inhalt: ca. 43kg

Möchte man den kompletten Achstrichter abnehmen, ist mit einem Gesamtgewicht einschl. Bremse von 100-110kg zu rechnen. Das geht also nicht ohne Hilfsmittel. In Einzelteile zerlegt sind die Teile jedoch ganz gut zu handeln.

Ergänzung:

Das Differential wiegt ca. 43kg (Triebling)

Das komplett ausgeräumte Differentialgehäuse wiegt ca. 79kg

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und wieder mal ein neuer Zwischenstand:

Ein neues Ausrücklager auf das Gleitstück aufpressen: (Im Hintergrund die Herdplatte, Lager auf ca. 80°C erwärmt und Gleitstück eingefroren - damit lassen sich beide Teile ohne Widerstand zusammenfügen)

eup-1135127511-7325ab84f2a700398843b974cadd680b-1508021487_big.jpg

Und das Ausrücklager einbauen:

eup-1135127511-c72b7aa9ea9795f91fd22af0ad740559-1508021577_big.jpg

Das neue Differentialgehäuse ist inzwischen vollständig gesäubert:

eup-1135127511-7a870b720554c166c1f28d03d74b4cd6-1508021605_big.jpg

Als erstes die beiden Buchsen zur Lagerung der Zapfwelle einpressen, hierzu beide Teile eingefrieren und mit einem geeigneten Rohr o.ä. einschlagen (Trotz einfrieren ging das nicht so ganz geschmiert...). Danach den Antreiber einsetzen, festschrauben, das Antriebszahnrad für die Zapfwelle aufschieben und mit dem Federring sichern.

eup-1135127511-5550f4f4ac5905fb714f2189d8fa2fa5-1508021665_big.jpg

Dann ist die Zapfwelle an der Reihe. Zapfwelle mit Lager und Lagersitz zusammenstecken. Dabei sehr genau auf den Dichtring aufpassen! Den macht man mit der Scharfkantigen Zapfwelle gerne kaputt, bzw. er stülpt sich und dichtet dann nicht mehr. Also alles gut fetten/ölen und mit viel Gefühl zusammenfügen.

eup-1135127511-2ab1a8a91c4bf83c309e9a306a43ef72-1508021796_big.jpg

Und von hinten in das Gehäuse einführen.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Weiter geht es mit dem Zusammenbau der Hinterachse:

Erstmal beiden Seiten alle Stehbolzen setzen:

eup-1135127585-ecbb468800afec31719c28ae066f4779-1508021940_big.jpg

Dann das Differential von der linken Seite aus einsetzen und die Dichtung vorsichtig mit Dichtmasse über die Bolzen setzen. Das geht besser, wenn man auch dort, wo keine Bolzen hinkommen, vorübergehend welche hinschraubt. Die kommen dann erst raus, wenn der Trichter drauf sitzt.

eup-1135127585-a6b13cbe35fb0b488781f41942484ed5-1508022013_big.jpg

Bevor der Trichter draufkommt, Lagerbuchse auswechseln. Raus mit dem Schraubendreher, und rein mit der Bremswelle samt Hebel, damit lässt sie sich wunderbar und beschädigungsfrei eintreiben.Die alte Buchse war an einer Seite deutlich verschlissen, aber interessanterweise nur am linken Trichter. Die Buchsen auf der Rechten Seite sind noch ok. Hier gibt es auch bei den einschlägigen Händlern keinen Ersatz, zumindest nicht für die Ausführung mit Differentialsperre.

eup-1135127585-414dcd34f253e3abd5af586adf195ea2-1508022345_big.jpgeup-1135127585-b7c91d002d7264ceaba38552e195cdd5-1508022345_big.jpg

Danach den Trichter draufsetzen. Darauf achten, dass das Differentiallager ordentlich eingefädelt wird. Ggf. die Steckachse in den Trichter stecken, damit alles ordentlich zusammenrutscht.

eup-1135127585-6ec911d563c43c6879d9fc28b47fdd0e-1508022140_big.jpg

So sieht das Differrential dann von der anderen Seite aus, gut zu sehen ist der Mitnehmer für die Sperre.

eup-1135127585-d8ba8bf6596fd8b8549283e6fb21085c-1508022177_big.jpg

Bevor der rechte Trichter draufkann, muss das Pedal für die Sperre noch dran. Erstmal den neuen Dichtring einsetzen. Hier musste ich Loctite zur Hilfe nehmen, da sich der Dichtring in seinem Sitz nach der Montage gedreht hat. Das Gummi sitzt sehr stramm auf der Welle. Wenn sich der Ring dann im Gehäuse dreht, ist undichtigkeit vorprogrammiert... Es wäre übrigens geschickt, wenn der Dichtring außen sitzen würde, und nicht innen. Dann wäre das Lager noch mitgeschmiert...

eup-1135127585-13f118ae012faf2eb33a7fc19236c944-1508022255_big.jpg

Dann die Betätigungswelle samt Pedal montieren:

eup-1135127585-584b6f65d03cdfd8de73a7ca767e9c55-1508022474_big.jpg

Dabei drauf achten, dass das Pedal relativ weit innen klemmt, damit die Welle nur wenig axiales Spiel hat. Ansonsten sitzt u.U. der Mitnehmer nicht ganz in der Verzahnung bei betätigter Sperre.

eup-1135127585-9c4ebc88231a7769d69f59c786fccd17-1508022547_big.jpg

Dann noch den rechten Achstrichter montieren, und wieder ein Arbeitsschritt abgeschlossen: (Der Hydraulikdeckel liegt nur lose auf...)

eup-1135127585-4fd0015a52f813db1bdbae5340ef2785-1508022583_big.jpg

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Weiter geht es mit der Montage und Einstellung des Hydraulikdeckels.

Zuerst den Zylinder und die Betätigungselemente montieren. Außerdem den Stößel und das Federpaket. Das Federpaket muss zur Einstellung montiert sein, sonst fehlt die Hebeleinwirkung.

eup-1135127616-21edd92cb3b574ade7edf58bd6fa7338-1508022654_big.jpg

So sieht das Ganze dann von der Seite aus. Das korrekte eingreifen der einzelnen Hebel und Differrentialnocken ist im Reparaturleitfaden beschrieben. Ich habe den Text mehrfach gelesen, und alle Bewegungen zig mal durchgespielt, bis ich verstanden habe, wie alles zusammengehört.

eup-1135127616-eca695ea3b447ae6a7dd875707ce0635-1508022744_big.jpg

Zur Einstellung werden die Bedienhebel nun auf die Bereichsmarken geführt. Dann muss sich der jeweilige Umlenkhebel um unteren Ende mit einer Kraft von 1,36kg zum Anschlag ziehen lassen. Das ist genau die Kraft, die der Hebel der Pumpe entgegenbringt. Beim Einstellen ergibt sich die Kraft aber nicht etwa durch Spannung der Feder der Führungsstange, es lediglich die Position des Hebels justiert. Über die gemessene Kraft wird das Spiel im System kompensiert.

eup-1135127616-bcc7b32950816c37b0c5c3ad759ea593-1508023309_big.jpg

Nach abgeschlossener Einstellung ist dann auch der Hydraulikdeckel montagefertig.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und weiter mit dem Lenkgetriebe: Erstmal neue Dichtungen einsetzen:

eup-1135127629-1acf8c87f0d3e92cb41d8684d8803790-1508023370_big.jpg

Dann das obere Lager revisionieren. Hierzu gibt es komplette Reparatursätze einschließlich Kugeln:

eup-1135127629-5f94c85d4ceb236c18ec20d700f6f12c-1508023424_big.jpg

Dichtring und unteren Konus samt Gegenstück auf die Lenkwelle aufsetzen:

eup-1135127629-f07716b320d7469fdb00896e0271a155-1508023476_big.jpg

Lenkrohr innen fetten, damit die Dichtung nicht gleich beschädigt wird:

eup-1135127629-f7942cafe499017496253005893d311a-1508023504_big.jpg

Kugeln mit reichlich Fett in die Laufbahn einsetzen:

eup-1135127629-dc5e53556bffb5e7f444ea744de5e479-1508023535_big.jpg

Lenkwelle einsetzen und Kontern:

eup-1135127629-52d57d83ea4535f557d950fca720a2b1-1508023557_big.jpg

Man tut sich einen Gefallen, wenn man das Kugelumlaufstück nicht abnimmt, sondern alles schön zusammenlässt. 
56.gif


Lenkhebelwellen in das Gehäuse einsetzen. Dabei die Verzahnung mit Isolierband überkleben, damit der Dichtring nicht beschädigt wird. Auch hier sehr vorsichtig einführen, damit sich der Ring nicht ausstülpt. Vor dem Zusammenbau alles schön fetten.

eup-1135127629-9e046c66f27c8efc9735ccaa4fd276e4-1508023682_big.jpgeup-1135127629-3e93fa3dda239a95aac80cbe4ed0067c-1508023682_big.jpg

Steuerrohr aufsetzen und den Antreiber einfädeln. Dann das Steuerrohr festschrauben (mit neuer Dichtung und Dichtmasse). Dann ist der Richtige Zeitpunkt für die Einstellung des Antreibers. Wenn Spiel vorhanden ist, Distanzscheiben herausnehmen. Danach beide Schrauben festziehen und das Sicherungsblech umbiegen. Dichtung mit Dichtmasse anbringen und Deckel drauf!

eup-1135127629-1082a5f6d12133753bab8a846c039cd8-1508023740_big.jpg

Zum testen mal das Lenkrad aufsetzen und das obere Steuerlager einstellen. Jetzt läuft alles wieder schön geschmeidig und praktisch spielfrei. Man könnte damit schon losfahren
44.gif


eup-1135127629-cf1229503bb96a8047fd999132f2c359-1508023807_big.jpg

Demnächst geht es weiter mit der Hydraulikpumpe!

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und mal wieder ein neuer Zwischenstand:

Zwischenzeitlich wurden mal die hinteren Lagerringe und Wellendichtringe montiert, um etwas Platz in der Gefriertruhe zu schaffen
56.gif


Hierzu den äußeren Lagerträger auf der Herdplatte ordentlich Erhitzen (aber nicht bis er rotglühend wird
9.gif
)

eup-1135223470-a19b2cbd8f27fd263f14c79d9852f5d9-1509394823_big.jpg

Danach fällt der Tiefgefrorene äußer Lagerring praktisch rein. Bevor der WeDi eingetrieben wird, etwas abkühlen lassen, sonst verschmort der Gummiring. Der Lagerträger hat schnell 300-400° und hält die auch recht gut.

eup-1135223470-12c571b034050cfdeb74cd45d97f3eaa-1509394945_big.jpg

Das ganze jetzt erstmal bei Seite legen und mit der Hydraulik weitermachen...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Ich habe mir vorgenommen, bei der Pumpe zumindest die Dichtungen zu wechseln, da ich sie wegen dem verbeulten Schwinghebel eh zerlegen muss. Es wird sich noch herausstellen, dass dieses Zerlegen kein Fehler war ;-)

Also erstmal das Gehäuse, die Kolbenträger und die Antriebsklötze ordentlich markieren, damit sie in gleicher Reihenfolge wieder zusammengebaut werden können.

eup-1135223517-58521b6486f5d8c045f26477aabcdce4-1509395036_big.jpg

 Dann die 4 Schrauben entfernen und den Pumpenkörper zerlegen:

eup-1135223517-baa12077bbd272becaa3d4ff8f98dc9f-1509395138_big.jpg

Die Zylinderbänke lassen sich dann relativ leicht abziehen:

eup-1135223517-1fbca4f0fa5e21b95d476f85f5c03edc-1509395138_big.jpg

Und schon kommt das erste Übel zum Vorschein: ein gebrochener Kolbenring:

eup-1135223517-71231c61a4abc6046adc283adf3e1299-1509395219_big.jpg

Die Gleitklötze sehen verschleißtechnisch noch recht gut aus. Wenige zehntel Abrieb sind zu erkennen...

eup-1135223517-439b4c6971096e0c060fd351a8348b3a-1509395257_big.jpg

Der verbeulte Schwinghebel lässt sich nun auch entnehmen, hier vorher - nachher Vergleich:

eup-1135223517-df5791f0ed32f2c12374c8c8fe355d70-1509395292_big.jpg

Wenn schonmal die Dichtungen im Set alle da sind, wird natürlich auch die Steuerhülse zerlegt. Beim Rausnehmen zeigt sich das 2. Übel: ein Silikonpfropf im Ansaugkanal...
9.gif


Ich weiß auch wo er herkommt. Der Steuerhebel für den Frontladerabgang wurde mit Silikon gedichtet. Mit viel - sehr viel - Silikon offenbar. Das hier ist ein ganz klarer Grund dafür, Dichtmasse nur sehr sparsam zu verwenden, in keinem Fall nach dem Motto "viel hilft viel"...

eup-1135223517-0da4ccc1154225423717bbd306739368-1509395346_big.jpg

Also rausfischen. Hier sieht man ganz gut die beiden Bohrungen, die auf der Betrachterseite it die Einlassbohrung aus dem Filter, von hier gelang das Öl in die Steuerhülse, das Loch weiter hinten führt dann das Öl zu den Zylindern. 

eup-1135223517-265498ae03bc1e9683156b2bb45dafd0-1509395346_big.jpg

Die Anordnung der Scheiben und Hülsen auf der Steuerhülse gut merken, hier sollte nichts vertauscht werden, da metallisch gedichtet wird, und die Teile eingeläppt sind. Auf der Einlasshülse sitzen 2 O-Ringe, hier ist einer schon entfernt. Die werden ausgetauscht.

eup-1135223517-d47904267f0d099ba777ea742445c828-1509395346_big.jpg

Die Steuerhülse mit neuen Dichtringen wieder vorsichtig einsetzen und prüfen ob alle schön leichtgängig ist. Sauber arbeiten! Vor dem Zusammenbau die Steuerstange mit etwas Isolierband "sichern", sonst fällt sie ggf. in das Gehäuse, dann hat man fummelerei oder muss wieder aufschrauben. Sie bleibt erst von alleine draußen, wenn die Gegenfeder mit der Hülse des Schwinghebels eingesetzt ist.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und weiter geht es mit dem Zusammenbau:

Neue Kolbenringe aufsetzen:

eup-1135223588-059b2039e76bea0bb4cabe5ee584ec9d-1509395817_big.jpg

Im Vorher-Nachher-Vergleich ist doch ein deutlicher Unterschied in der Dicke auszumachen. Die alten Kolbenringe waren also durchaus schon verschlissen. Der Wechsel schadet sicher nicht, zumal die Kolbenringe nur ein paar Groschen kosten...

eup-1135223588-62435c83a062da4a012deea2cd8bb542-1509395843_big.jpg

Und nun nacheinander die Kolben in die Zylinder einführen. Dazu benötigt man etwas Fingerspitzengefühl, da die Ringe sehr passend zusammengedrückt werden müssen. Beim ersten Zylinder geht es noch einfach...

eup-1135223588-bad30cad60c63de6b6bf18cf0869b404-1509395932_big.jpg

Beim Zweiten wird es schon etwas kniffeliger....

Unbedingt an den Schwinghebel denken, und diesen gemäß Markierungen auch zur richtigen Seite herausschauen lassen!

eup-1135223588-ed83503e5b121256a1754aa6262bdc3b-1509396022_big.jpg

Für Nr. 3 und 4 braucht es etwas Gedult...

Und so sieht es dann fertig aus. Bei der Anordnung die Markierungen von vor der Zerlegung beachten...

eup-1135223588-81ce3cf59618535475672ff35e922fd6-1509396085_big.jpg

Und nun die Deckplatten mit neuen O-Ringen versehen (3 Stück auf jeder Seite):

eup-1135223588-ecfc00ed2667695f27526496d3018d6e-1509396237_big.jpg

Und Montieren. Durch die Passbolzen geht das ganze etwas streng zusammen. Dabei aufpassen, dass die Dichtringe dort bleiben, wo sie hingehören!

eup-1135223588-2360c6580bf3d647b18bd5b462d77caf-1509396290_big.jpg

Bevor die zweite Platte draufkommt, das Gegenstück zur Steuerhülse mit der Feder drinnen und dem Schwinghebel montieren:

eup-1135223588-c6d79034d7efda2ee482c659078fb967-1509396375_big.jpg

Und schon ist die Pumpe wieder zusammen. Ölfilter noch drauf und sichern:

eup-1135223588-6a5e74705b7cdd7909db01358332ab22-1509396406_big.jpgeup-1135223588-e98ef0613dfd195768db6761d7c9169a-1509396406_big.jpg

Jetzt kann die Pumpe in das saubere Differentialgehäuse gelegt werden:

eup-1135223588-3451fa432a38bd96d43cb635b85cc42a-1509396445_big.jpg

Jetzt noch die Bolzen montieren. Eine der beiden Bohrungen ist etwas größer, es erleichtert die Montage, wenn man diesen Bolzen zuletzt montiert. Wenn aber alles so auseinander ist wie bei mir, kann man die Pumpe auch einfach etwas anheben...

eup-1135223588-423e6c46c44162c5fd9341b737253418-1509396611_big.jpg

Man sieht hier nun auch, wie das mit dem Zapfwellenschalthebel funktioniert. Das Zahnrad verbindet in Stellung "Motorzapfwelle" die Zapfwelle über die innere Verzahnung mit der Welle der Hydraulikpumpe, und in Stellung "Wegezapfwelle" über das äußere Zahnrad mit dem Antreiber des Differentials.

eup-1135223588-232a82cdaffb3e057c2e501aea2316ce-1509396545_big.jpg

Bevor nun der Hydraulikdeckel draufkommt, den Steuerhebel der Pumpe nach hinten drücken und fixieren (z.B. mit einem passenden Holzstück). Beim Aufsetzen des Deckels darauf achten, dass beide Zwischenhebel vor dem Steuerhebel platziert werden.

eup-1135223588-c88b9f1756db3664c68e08d88049c5e2-1509396686_big.jpg

Deckeldichtung mit Dichtmasse beidseitig auflegen

eup-1135223588-ffa84137f800d5db117b21aa1f19c9ae-1509396729_big.jpg

Und den Deckel aufsetzen

eup-1135223588-6bd1ecfa665ece87362b5d4e69c5931d-1509396755_big.jpg

Wenn jetzt die Zwischenhebel ordentlich sitzen, kann man das Distanzhölzchen rausnehmen und den Steuerhebel einstellen. Hierzu die Bedienhebel auf die Bereichsmarken führen, und die selbstsichernde Mutter so weit beidrehen, bis die obere Rolle an den Zwischenhebeln gerade so anliegt.

eup-1135223588-019793628784a28d6153c73ab27f8ffb-1509396827_big.jpg

Zum Schluss noch das Ölsteigrohr einsetzen, und die Innere Hydraulik ist soweit fertig.

eup-1135223588-4b6eac2230ba9c476afcade4653b8ab7-1509396870_big.jpg

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Zurück
Oben