Kolben zu hoch / Kolbenüberstand / Kolben abdrehen

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*MF 35*

Gast
Hallo Liebes Forum,

nach nun längerer Pause (Mein letzter Beitrag) habe ich mal wieder eine Frage.

Ich habe mich nun doch entschlossen meinen Motor zu überholen(Perkins A3.152).

Soweit sogut.

Ich habe einen Überholsatz bestellt und am Freitag sind die Teile dann auch gekommen.

Die Büchsen habe ich bereits getauscht. Viele Dank für die vielen Anleitungen hier im Forum.

Aber als ich heute die Kolben "versenkte" fiel nir auf das die Kolben im oberen Totpunkt um 0,35mm aus dem Block herausstehen.

Im Pep. Leitfaden steht was von 0,13mm unter der Oberkante vom Block, also tiefer als die Blockoberkante. (wenn ich das richtig verstehe)

Macht also um 0,48mm zu lang bzw. zu hoch?

Hat jemand so was schon mal gehabt oder ist das normal so?

Die "alte Kopfdichtung" war nur noch 0,77mm stark also blieben nur noch ca.0,3mm Spielraum bis zum Kopf

So nun wie weiter?

Muss ich die Kolben abdrehen (lassen) oder ist das so normal.

DANKE und

Viele Grüße 

Kay
 
Hallo Kay,

hast du auch die richtigen Teile bestellt / bekommen. Nicht dass die vom AD Motor sind.
Sehen die Kolben den genauso aus wie die alten? welche Maße sind anders als bei den alten?

Bei den AD Motoren stehen die Buchsen etwas aus dem Block oben raus. Ob das beim A Motor auch so ist, muss ich nachschauen.

Sind deine Buchsen bündig, oben am Block?

Gruß,

MHF
 
Hallo MHF,

ich hatte erst die falschen buchsen bestellt (Chrom mit schmalen Rand) habe jetzt Gussbuchsen drin mit dem breiten Rand.

Die Gussbuchsen sind mit dem Block plan, soweit ich das mit Haarlineal und Fühllehre messen konnte.

Die Kolben sind wohl die selben? Ich sollte die Buchsen und die Kolbenringe zurück schicken.

Hab aber alles zurück geschickt, weil ich die Ringe nicht beschädigen wollte.

Das was ich überhaupt nicht kenne sind solche Kolbenringe die aus einzelnen Blättchen bestehen.

Solche waren aber auch verbaut. Oder hier gabs schon mal richtig Pfusch am Bau!

Die "falschen" Kolben die zu erst hatte, hatten "richtige Kolbenringe" bis auf die Ölabstreifer die sind ja sowiso anders.

Wenn ich heute abend zu hause bin stelle ich mal ein paar Bilder rein (hoffe es klappt) 

Gruß Kay
 
So sahen die Kolben nach der Demontage aus. links = vorn

Auffällig ist hier der mittlere Kolben - Kolbenringe
 
So sieht es momentan aus.

Die "neuen"eup-1124185045-398e8ec64ecdc84962bf0a661dcc7d7f-1433172941_big.jpg Kolben haben auch wieder diese komischen Plättchen als Kolbenringe.
 
Hallo Kay & all,

hmmm,

zunächst: vom AD können die Kolben eigentlich nicht sein, der Direkteinspritzer hat ja Muldenkolben.

Ich denke wir sind uns darin einig, daß der Motor schon mal auf war. Anders ist die unterschiedliche Ringbestückung nicht zu erklären.

Auch sieht die mittlere Buchse nicht nur außen irgendwie "neuer" aus. Lt. meinen original MF RLF Kolben 0,10 mm über, bis 0,02 mm unter Blockfläche.

Dann hättest du "nur" 0,25 mm zuviel. Könnte es sein, daß der Block schon mal plangeschliffen wurde? Gibt es für diesen Fall eventuell dickere ZKDs?

Stell doch mal ein Bild vom Kopf ein. Der muß doch einen Brennraum haben. Ragt irgendwas in diesen hinein, was mit dem viertel Millimeter kollidieren könnte?

Ich glaube, eher nicht.

Gruß +Matthes+

P.S. Zu den Blättchen-Kolbenringen kann ich nichts sagen. Neuester Stand der Technik? Wenn sie halten, sollten mehrere schmale Ringe besser abdichten als ein breiter, oder?
 
Hallo +Matthes+

Danke für deine Antwort!

Verstehe im Moment gar nichts mehr und versuche mal zusammenzufassen.

Meine Schleppernummer SNMY 2906XX    S=normale Breite    N=Perkins A3.152    M=Doppelkupplung      Y=Sperre    alles so dran und ich dachte ich hab den A3.152 drin

So nun Motornummer gesucht und an der linken Seite gefunden CL1833415C      da gabs schom mal beiträge das man dieses CL bei Perkins nicht findet andere Kombinationen aber schon

So nun am Kopf geschaut (im Kopf unter Ventildeckeldichtung) und folgende Nummern gefunden: 37116140   E-Teil Nummer   denke ich

und  P3 144   ???  was soll das ???    Im Moment bin ich der Meinung aus 3 mach einen !!!

zu dem Unterschied gabs auch schon mal einen Beitrag hier in Forum

http://441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203001887.1108196327.1108196327.1.motor_perkins_a3_versus-deutsche_ferguson_und.html

So weiß im Moment gar nichts mehr

Gruß Kay
 
Hallo zusammen,

habe mal ein Foto vom Zyl. Kopf gemacht.

Könnte wohl auch ein P3.144 oder A3.144 sein ?eup-1124190145-499de0d4a977d43790e7c33438b0193a-1433260093_big.jpgeup-1124190145-fc1c3f252d79dd9c4bb7f70014cab482-1433260095_big.jpg
 
Hallo zusammen

Nach meinem schlauen Büchlein hat der A 3.152 im MF 35 einen anderen Zylinderkopf als im MF 135 mit dem A 3.152

aber den gleichen wie im MF 133 mit dem A 3.144

der Unterschied zwischen A 3.152 und A 3.144 ist nur der Kolbendurchmesser 91,44 und 88,9

alles klar oder noch mehr Köpferauchen ???

Gruß   Georg
 
Hallo Kay,

bitte noch Bilder des ZK von Unterseite einstellen.

Gruß +Matthes+
 
Klasse,

wieder mal Georg und seine schlauen Büchlein :-) !

Dann wäre Kays Baukasten doch so okay, oder? Wenn nun noch genug Platz für den Kolbenüberstand (wegen planschleifen ?) durch dickere ZKD,

oder ausreichend Platz im Brennraum des Kopfes ist, sollte doch alles passen, oder?

Was mir noch zu den Kolbenringen/ Büchsen als Möglichkeit eingefallen ist:

Rein technisch gesehen dichten die "Scheibchenkolbenringe" durch mehrere Ringnuten und mehreren schmalen Dichtflächen besser ab, belassen dadurch

aber auch deutlich weniger Ölfilm in den Buchsen. Das mögen aber die glatten, verchromten Büchsen nicht so sehr.

Daher scheint mir eine Kombination von Chrombüchsen mit "normalen, einlagigen" Kolbenringen sinnvoll. Diese Ringe "putzen" halt nicht so sauber.

Die Gussbüchsen sind, auch durch den Rautenschliff, wesentlich "rauher" und halten den Ölfilm besser.

Hier werden dann die mehrlagigen "Meister Propper" Kolbenringe eingesetzt.

Wäre das eine mögliche Erklärung?

Schade, daß wir die Motorkonstrukteure nicht nach ihrem Gehirnschmalz befragen können.

Gruß +Matthes+

P.S. Sag mal Georg, woher hast du deine schlauen Büchlein (haben will
teu35.gif
/teu35.gif" />) und welche sind das?

Antwort wegen möglichem Copyright auch gerne per pm.
 
Matthes,

das ist so nicht ganz richtig. Die hartverchromten, einbaufertigen Laufbuchsen sind nicht glatt... sie haben die gleichen Honspuren wir die Gussbuchsen auch. Diese habe ich in meinem AD 4.203 verbaut. Der "mehrlagige" Kolbenring hat mit dem Abstreifen von Öl nichts zu tun, er dient als Kompressionsring.

Hier die originale Bestückung eines Kolbens für die Chrombuchse (wenngleich in desolatem Zustand...):

dscn1322my5.jpg


Gruß, Hendrik
 
Hallo,

Nachdem ich hier nun einige Tage nicht online war...

Meine Frage, ob sich die Teile unterscheiden zielte genau auf deine Aussagen Matthes, dass sich die Teile vom AD Motor schon optisch sofort von denen des A unterscheiden.

Aber das ist ja nun geklärt.

Zu den Kolbenringen. Die Ölabstreifringe habe ich beide schon so gesehen. Ist evtl. auch nur Lieferant-Bedingt. Da hat ja jeder sein eigenes Konzept wo er meint was besser ist....

Nach meiner Kenntnis sind die oberen drei für die Kompression. der Vierte als Abstreifer und der unterste hauptsächlich als Stützring, damit der Kolben nicht hin und her klappert und auch noch als zusätzlicher Abstreifer (wobei das nebensächlich ist, weil an dem Kolbenbolzen immernoch genug vorbei geht.

Beim AD sollte auf jeden Fall der doppelte Kolbenring verbaut sein, weil der durch den versetzten Spalt besser abdichtet. Wie das bei den A Motoren war, kann ich so nicht genau sagen. schaden tut es aber nichts wenn der gut abdichtet. :-)

Gruß,

MHF
 
Hallo zusammen,

estmal vielen Dank führ eure Hilfe!

Ich habe jetzt die neuen Kolben um ca. 0,45mm abdrehen lassen.

Wenn ich die dann eingebaut habe werde ich euch noch mal berichten, wie viel die neuen Kolben über oder unter dem Block standen.

Die alten waren ja bündig mit dem Block (wobei ich mich hier nicht um 0,05mm streite schon allein wegen dem Ruß usw. am Kolben)

Was ich aber immernoch kurios finde sind die Kombinationen der Büchsen und Kolben ???

bei mir 1.u3. Kolben Guss (mit dickem Kragen) und "Scheibchenkolbenringe"

2.Kolben Guss (mit dickem Kragen) und "normale" Ringe)   Also schon mal Verschlimmbessert oder so

Komisch ich finde nirgens die Scheibchenringe so sehr ich Herrn und Frau GOOOOOOOOOOOOOOGLE auch bemühe.

Aber als ich "durchtauschte" hatte ich erst Normal mit Chrom und nun Guss mit Scheibchen

Aber Hendrik hat das so

dscn1322my5.jpg


Hier die originale Bestückung eines Kolbens für die Chrombuchse (wenngleich in desolatem Zustand...):

Ich werde jetzt mal die Kombination so verbauen, war ja auch so und habe das auch so geliefert bekommen.

Hoffentlich wirds kein Wirtschaftlicher Totalschaden 
9.gif


Vielen Dank
 
Servus Kay;

um Deine Frage in kurzform zu beantworten,

es dürfen zwischen Kolbenringe und Büchsen keine Metallgleichheit bestehen!

Keine Stahlringe auf Chrombüchse und

keine Gussringe auf Gussbüchse

MFg

Franz
 
RÜCKMELDUNG !

Hallo an alle,

wie versprochen wollte ich Euch ja berichten wie es mir nun ergangen ist nach meiner Motorinstandsetzung.

Also die Kolben habe ich 4 Zehntel abdrehen lassen, so das ich dann im OT keinen Überstand zum Block mehr hatte. (so wie bei den alten Kolben auch)

Alles schön zusammen gebaut und dann mit einem Blutdruck und Puls von weiß nicht wie viel aber sehr viel..............Start    
38.gif
 

Erst mal ohne Kühler und Auspuff usw. um zu sehen ob er überhaupt anspringt.

Musste erst mal richtig entlüften. (muss man auch können)

Aber dann
huepfend_018.gif
juhu er läuft und von anfang an richtig schön rund !

Erst mal alles richtig gemacht glaube ich.

Habe bis jetzt "schon" 5 Betr. St. auf der Uhr. (Spazierfahrt und Gabelheuwender ziehen mehr war noch nicht zu tun)

Allerdings bleibt bis jetzt ein komisches Gefühl da ich ganz am Anfang das Gefühl hatte das der Motor mir festgehen wollte.

Ich habe dann gleich abgestellt und beim ersten mal nach ner halben Stunde wieder gestartet........ Ohne Probleme

Beim 2. und 3. mal ne halbe Minute gewartet ...........Ohne Probleme

Keine ahnung was das war aber ein LAMA Schlosser sagte mir das kann schon mal vorkommen wenn die Garnitur neu ist.

Das zweite was ich bemerkt habe ist ein leises leichtes Klackern aus Richtung ESP kann es leider noch nicht genau lokalisieren.

Habe jetzt erst mal 2Takt Öl beigemischt (Beiträge gabs ja schon ... DANKE) ca 1:80 - 1:100 bin aber noch nicht wieder gefahren.

Vielleicht hab ich auch ein Ventil zu eng eingestellt, muss erst noch mal ein paar Betriebsstunden sammeln.

So genug erst mal 

Vielen DANK an alle die mir mit Ihren Beiträgen geholfen haben !!! 
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Vielleicht sieht man sich am WE in Leipzig!
 
Hallo Kay,

Danke für die Rückmeldung.

Das klackern kann jetzt natürlich von enm Ventil kommen, oder auch von einer Einspritzdüse.

Wenn du mal ohne auseinanderbauen lokalisieren willst was es sein kann, dann nehm einen Soundfile mit z.B. den Handy auf. Dann guckst du mittels software (freeware gibts da mehr als genug) welche Frequenz das Signal hat. vom Drehzahlmesser nimmst du die Drehzahl und teilst die durch 60.

Wenn du jetzt noch die Frequenz des Klackerns durch die Drehzahl pro sekunde (also drehzahl/60) teilst, weißt du wie oft pro umdrehung das klackern vorkommt.

1 mal könnte Ventil sein.

0,5 mal (also jede zweite Umdrehung) könnte dann Einspritzdüse sein.

Mit der Methode findet man auch sehr schnell heraus, ob ein Geräusch überhaupt von der Drehzahl abhängig ist.

Klingt erstmal umständlich, ist aber besser als gleich alles zu zerlegen.

Das mit dem Schwergehen des Motors deutet auf engen Spalt zwischen Kolben und Buchse hin.

Hast du den vor dem Verbau gemessen? hast du Übermaß-Kolben eingebaut?

Gruß,

MHF
 
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