AD 3.152 läuft nur auf einem Zylinder

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MF245-Fahrer

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Sehr geehrte Forumsmmitglieder.
Mein Problem ist folgendes: MF 245 mit Motor AD 3.152.
Ich habe vor einiger Zeit die Einspritzpume durch eine  geprüfte/ erneuerte getaucht da die alte undicht war.
Nach Einbau der überholten Pumpe lief der Motor nur nch auf dem dritten Zylinder.
Dachte mir dann, ok.. nach (angeblich) 4000 Stunden kann man auch mal die Einspritzdüsen tauschen, die werden sicher die Ursache sein. Zwischendurch Kompression gemessen. --> 31bar, für gut befunden.
Dann die neuen Düen eingebaut.
Jetzt läuft der Motor ebenfalls nur auf einem Zylinder. Aber nun auf dem 2-ten. !?
Wo liegt der Fehler ? Hat jemand einen Tip für mich was ich als nächstes an dem Motor tun sollte ?
Bin über jede gute Idee Froh !
 
Naja, wenn die kompression passt, einspritzdüsen gut sind, die pumpe richtig eingebaut wurde dann würde ich mal vermuten dass die pumpe einfach müll ist...
 
ThomasPG:

Naja, wenn die kompression passt, einspritzdüsen gut sind, die pumpe richtig eingebaut wurde dann würde ich mal vermuten dass die pumpe einfach müll ist...

Ok... die "neue Pumpe"  nicht in Ordnung, im Prinzip möglich. Allerdings wurde mir zugesagt das die geprüft und eingetellt ist.
Wenn ich sie  nun falsch eingebaut hätte... wie kann man das tun, was kann man denn da falsch machen ?
Sie kann ja nur in einer Position eingebaut werden, mal abgesehen von den paar Grad Drehmöglichkeit an den drei Befestigungschrauben.
Oder habe ich da etwas übersehen ?
 
die pumpe greift ja vorne ein dass sie auch angetrieben wird. ich denke da muss man schon drauf achten dass das passt, sonst spritzt die pumpe ja nicht ein wenn der kolben in der richtigen position ist bzw die ventile richtig stehen. Aber da kenne ich mich nicht genau mit aus, da sollten sich die Perkins Experten äußern...

Grüße Thomas
 
Sind die Kraftstoffleitungen zu den Einspritzdüsen Luftfrei?

Wurden die neuen Düsen abgedrückt und eingestellt?

Wie sieht das Abgasbild aus, wenn er auf einem Zylinder läuft?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
- Wie kann ich feststellen ob Luft in den Leitungen ist, bzw. wie entlüfte ich die ?
- ich recherchiere gerade wer und wie die Düsen abgedrückt wurden. Zugesagt wurden mir neue abgedrückte Düsen. Ich habe die komplett mit neuem Düsenstock bekommen.
-zu dem Abgasbild: er raucht kräftig, und, aus dem Auspuff sifft unverbrannter Diesel aus dem Entwässerungsloch wenn ich ihn etwas länger laufen lasse. Wenns hilft könnte ich dazu noch einen kleinen Film oder ein Foto hochladen. Kann ich aber erst heute Abend machen.
 
Entlüften der Leitungen: Oben an den Düsen die Leitung losschrauben und dann orgeln bis oben Diesel kommt.

Dass er unverbrannten diesel zum Krümmer rausbläst bestätigt mich doch aber in der annahme, dass er zum Falschen Zeitpunkt einspritzt. Heißt das Auslassventil muss offen sein wenn er einspritzt, anders kann ja der Diesel nicht in den Krümmer kommen....

Wie raucht er denn? Nicht zufällig blau?
 
Ja, das klingt für mich auch sehr stark nach Steuerzeiten...

Die Position der ESP an den 3 Schrauben ist normalerweise durch eine Markierung festgelegt. Genau so sollte die Pumpe auch wieder montiert werden. Ich kann aber nicht sagen, ob der Verstellweg hier genügt, um die Steuerzeiten so stark zu verstellen, dass er nur noch auf einem Zylinder läuft. Bist du sicher, dass die Stirnräder korrekt zueinander stehen?

Luft halte ich für recht unwahrscheinlich, wenn schon der Diesel aus dem Krümmer tropft - da hat sich das System schon selbst entlüftet...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Also die Steuerzeiten....dabei ist nur unplausibel das zunächst der dritte Zylinder lief, und nach dem Einbau der neuen Düsen nun der zweite.
Das ergibt für mich keinen Sinn.
Ich werde heute Abend die Farbe des Rauches begutachten.
Dazu kommt:  Ich habe bevor ich die neuen Düsen gekauft habe den Steuerdeckel vorweg gehabt, weil ich auch die Vermutung hatte das ich beim EInbau der ESP was falsch gemacht habe.
Aber bei entsprechender Stellung sind alle Sturnräder mit den jeweiligen Markierungen aufeinander. Habe dann für mich entschieden das diese Fehlerquelle ausscheidet.
Außerdem bin ich mittlerweile der Auffassung, das man die ESP nicht falsch einbauen kann. Der Zapfen an der ESP passt nur in einer Position auf das Stirnrad. Anders kann man die gar nicht vernünftig wieder zusammenschrauben. Zumindest läuft sie dann nicht rund. Sie läuft aber rund.
Natürlich kann im inneren der ESP etwas verstellt sein. Aber dann dürfte nicht mal der dritte Zylinder zünden, und mal der zweite.
Ich habe leider selber nur halbwissen.  Nach nach meiner Logik kann es eigentlich nur an den neuen Einspritzdüsen liegen.
Heute Abend gibts Infos zur Farbe des Rauches.
Mein Gedanke ist noch , evtl. die neuen Einspritzdüsen nochmals zu tauschen.
Düse zwei auf drei... wenn dann drei wieder läuft, dann... könne ich die ESP als Ursache ausschließen und wüsste sicher das es die Düsen sind.
Oder liege ich da falsch, gibt es dann noch andere Fehlerquellen ?
 
vorrausgesetzt die kompression passt kannst du das schon testen indem du die düsen durchtauschst. markier dir am besten aber wo welche war. Oder du nimmst an allen drei die leitung an der düse ab. dann startest du mal den motor und beobachte ob wirklich an allen drei leitungen diesel rauskommt, also am besten zu zweit sein. Trotzdem, das fehlerbild mit diesel im krümmer hört sich für mich an wie falsche steuerzeiten...
 
Hallo,

wäre es u.U. denkbar das du die Leitungen vertauscht hast?
Hatte ich mal an einem VW LT, sprang an, lief wie ein Sack Nüsse, rauchte wie ein Schlot und kam nicht auf touren. Hier hatte die Fachwerkstatt (Bosch-Dienst) die ESP revidiert, bei Einbau einen Hund vergraben und dann einen kapitalen Motorschaden diagnostiziert. War ein sehr günstiges KFZ und schönes WoMo. 

Grüße
Josef
 
die leitungen kann man doch garnicht vertauschen, sind ja alle 3 komplett unterschiedlich, die bekommt man doch garnicht an die falschen düsen ohne die mit gewalt zu verbiegen
 
Und noch ein Bild von dem geöffneten Stirnraddeckel.

1drv.ms/u/s!Av_5VYTM_6EXgotFDk9j85a5u-Mw-w?e=Z2M2Qg

Bei genauem hinsehen erkennt man dass die Markierungen der Stirnräder exakt aufeinander passen.
Ich dachte damit ist der Beweis erbracht, dass die Stirnräder nicht verdreht sind.
Oder irre ich da ?
Was kann denn aber sonst noch zu falschen Steuerzeiten führen ?
 
der läuft sehr sehr hart finde ich....sind die einspritzdüsen dicht oder läuft da am düsenstock der diesel raus?

wie gesagt ich glaube nach wie vor dass da was mit den steuerzeiten nicht stimmt, sonst wäre da wohl kein diesel im krümmer...ich hab leider mein werkstatthandbuch nicht da, sonst könnte ich da mal nachschauen
 
Ich werde als erstes jetzt die Düsen durchtauschen... und dann berichten.
 
Hallo,

leider kann ich es schlecht erkennen. Kann es sein dass nicht die richtigen Markierungen zueinander stehen?

Körnerschlag zu Strich und umgekehrt.
 
Sehr Interessanter Einwand !

Was bedeutet denn "Körnerschlag zu Strich und umgekehrt".

Wie müsste es richtig sein ?

Ich habe die Bilder noch für jedes Stiurnead separat größer.

Werde ich heute Abend nochmal hochladen und genau ansehen.
 
Punk / Strich hat m.E. nichts zu bedeuten. Bei mir ist das Zwischenrad mit 3 Punkten versehen, Die Nockenwelle hat einen Punkt, und ESP und KW jeweils einen Strich...

Es gibt aber nur eine Kombination, in der alle jeweiligen Positionen übereinander passen. Leider ist das Bild etwas undeutlich. Man sieht ESP und Nockenwelle - finde ich - recht deutlich. Aber die Markierung unten gegenüber der Kurbelwelle sehe ich nicht. Wenn das aber auch übereinstimmt, passen die Stirnräder...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Irgendwie dreht sich das hier im Kreis. Ich versuche eine Zusammenfassung.

Steuerräder waren nicht auseinander ?!

Steuerzeiten zum Ventiltrieb wohl ok sonst würde der Kompressionsdruck nicht stimmen.

@Christian.

Das mit den Markierungen der Steuerräder hatten wir doch schon mal bei einem 4 Zyl., oder warst du da nicht dabei?

Wenn ich mich recht erinnere: die Markierungen passen nur alle soundsoviel KW-Umdrehungen aufeinander. Wichtig ist, daß gleichzeitig auch der 1.Zyl in Verdichtungs-OT steht. Da bei einem 4-Takter die KW doppelt so oft dreht wie die NW, sind also für den ESP-Antrieb 2 Stellungen möglich. Ob der mit der "falschen" Stellung überhaupt laufen würde; keine Ahnung. Der 3.152 müßte in Fahrtrichtung links eine Kontrollöffnung für den OT zur Schwungscheibe hin haben.

Soweit mal zur Grundeinstellung.

Gruß +Matthes+
 
so hab ich mir das eigentlich auch gedacht. ich habe jetzt mal in den unterlagen geschaut, da steht aber auch nichts dazu, oder überles ich was?

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Ich gehe mal davon aus, daß die Rep.-Anleitung sich auf einen jungfräulichen Zustand bezieht, also Stirnräder mit den Markierungen korrekt zu TDC des ersten Zylinders. Ich weiß es ja auch nicht.

Tatsache scheint aber doch zu sein, daß der Fehler mit dem Tausch der ESP aufgetreten ist, oder? Ist denn die Eignung der Pumpe geprüft worden? Woher stammt die überholte Pumpe? Stimmt die Drehrichtung? Stimmt die "Zündfolge"?

CAV-Pumpen wurden ja nicht nur bei Perkins verbaut. Was sagt denn das Typenschild der "neuen" Pumpe? Vielleicht kann auch hier der Peter weiterhelfen?

Ich muß jetzt leider wieder los. Jahresendspurt. Ich schaue später mal wieder rein.

Beste Grüße +Matthes+
 
Matthes, da hast du recht. Es sind beim 3-Zylinder 18 Umdrehungen, nach denen sich die Markierungen wieder treffen. Und ja, es gibt 2 x OT: Verdichten und Ausstoßen. Bei welchem OT wir uns befinden, bestimmt aber die Nockenwelle. Mit der Übereinstimmung der Markierungen steht also die KW mit dem ersten Zylinder auf OT, und die Nockenwelle so, dass der erste Zylinder im Verdichtungszustand ist (beide Ventile geschlossen). Wenn man jetzt die KW eine Umdrehung weiter dreht, hat man zwar auch OT, aber keine Verdichtung. Und die Markierungen passen nicht mehr übereinander.

Man kann da also eigentlich nichts verkehrt machen, wenn die Markierungen übereinander stehen. Das dürfte dann auch beim 4-Zylinder genau so sein wie beim 3-Zylinder. Oder irre ich?

Außer, man achtet nicht darauf, dass wirklich alle Markierungen übereinander stehen.

Eine nicht passende ESP wäre aber tatsächlich die logischste Erklärung von allen... Müsste man nicht mit gefühlvollem Drehen des Motors von hand bei abmontierten Einspritzdüsen und offenen Leitungen an den Druckleitungen sehen können, in welcher Reihenfolge das Einspritzen erfolgt? Oder fördert die Pumpe bei zu langsamer Drehung nicht ausreichend Kraftstoff?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Erstmal vielen Dank für die Analysen.
Ich bin Neuling hier, und bin echt positiv überrascht.
Also die Steuerräder passen alle aufeinander. Hier nochmal ein paar Detailbilder dazu:

1drv.ms/u/s!Av_5VYTM_6EXgo9RuIvIErQnIu_zCw?e=jH4eVX

Ich kann bestätigen, das alle Markierungen nur alle x Umdrehungen übereinanderpassen.
Aber ich denke wenns passt, dann ist da alles richtig. Ich habe den Steuerdeckel abgeschraubt weil ich bedenken hatte, das das Antriebsrad sich gegenüber dem Zwischenrad beim Tausch der ESP verdreht hat. Mittlerweile glaube ich kann das gar nicht passieren, höchstens mit Gewalt, da gar nicht genug Spiel dafür im Steuergehäuse ist. Zumindest dann nicht, wenn alles nur über das Schauloch passiert. Wenn der Stirnraddeckel ganz  abgenommen wird kann das natürlich schon passieren. Aber eigentlich macht man das ja nicht.

(Hinweis zu meiner Einspitzpumpe:
Problem war Undichtigkeit: Pumpe tropfte eh schon, eines Tages bzw. innerhalb einer gewissen Standzeit, hatte sich aber der Tankinhalt über die ESP in die Ölwanne ergossen. Dann habe ich eine Austauschpumpe für 400 Euro im Internet bestellt. Hatte Kontakt zum Verkäufer und das ganze erschien mir durchaus Seriös, und dachte warum nicht ca. 400 Euro gegenüber einer neuen Pumpe sparen. Zumal ich den Trecker normal eh nur max. 50 h im Jahr bewege. Für mich fühlte sich der Deal erstmal gesund an.)

Ich fass nun nochmal zusammen und werde jetzt wie folgt vorgehen:


Düsen durchtauschen dabei beobachten ob der zündende Zylider mit der zugehörigen Düse mitwandert. Das ist erstmal der kleinste Aufwand.
Wenn ja:
Dann sind die Düsen nicht richtig abgedrückt und müssen neu eingestellt werden.

Wenn nein:
Dann liegt es an den Steuerzeiten.
Die kann ich qualitativ doch auch prüfen, wenn eh die Düsen nochmal alle raus müssen.
Der Motor lässt sich dann leichter drehen. Ich denke schon man kann zumindestens prüfen ob der Diesel jeweils dann aus der richtigen Leitung austritt, wenn der Kolben auf OT steht bzw. ca. 15° vorher.
Sollten die Steuerzeiten tatsächlich das Problem sein, dann ist die Einspritzpumpe nicht in Ordnung. Dann wirds allerdings kompliziert.

Die Steuerzeiten der ESP kann man meines wissens nicht selber einstellen. Zumindest feht mir das Wissen dazu. Und da herumprobieren wird sicher eine Odyssee... aber so weit sind wir noch nicht.

Zwischendurch messe ich vorsichtshalber auch noch am 3. Zylinder die Kompression, das hatte ich aus Bequemlichkeit noch nicht gemacht.

Ich hoffe wir sind uns einig darüber das der Steuerdeckel nicht nochmal ab muss. Das wäre schonmal gut.
(Ist ja schon einiges an Schrauberei)

So, diesen Plan werde ich jetzt mal abarbeiten.
Wird ein paar Tage dauern, da ich nicht regelmäßig dazu kommen werde.

Danach werde ich wieder berichten, und hoffentlich das Rätsel auflösen.

Bis dahin, und

Grüße an alle Leser und Schreiber

MF245-Fahrer  Klaus
 
Sie schreiben: (Hinweis zu meiner Einspitzpumpe:

"Problem war Undichtigkeit: Pumpe tropfte eh schon, eines Tages bzw. innerhalb einer gewissen Standzeit, hatte sich aber der Tankinhalt über die ESP in die Ölwanne ergossen.

Das ist schlichtweg unmöglich"

Da müsste die Vorförderpumpe und die Flügelzellenpumpe, die stirnseitig in  der ESP integriert ist, überwunden werden.

Aus dieser Motivation heraus die Einspritzpumpe auszuwechseln war eine Fehlentscheidung.

Um erwähnten Fehler abzustellen reicht der Tausch der Vorförderpumpe.

Ablilfe: Die bisherige ESP einbauen, ev. Einspritzdüsen abdrücken und auch Vorförderpumpe erneuern. - Und die Steuerzeiten in Ruhe lassen.

Es grüßt Richard
 
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