Zylinderkopfdichtung ad3.152

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Fergyknecht

Gast
Vielleicht ist folgender Fall von Interesse:

Anamnese:

MF 152, Motor AD3.152. Neuer Zylinderkopf wurde eingebaut, da zwischen Auslass und Kühlwasser gerissen (hat Auspuffgase aus dem Kühler geblasen). Beim Einbau des Zylinderkopfs wurde eine Kupferdichtung eingesetzt.

Fehlerbild:

Nach 2 Tagen Einsatz ist der Motor am nächsten Morgen nicht mehr angesprungen. Hatte zuerst die Einspritzpumpe in Verdacht. Die Überholung selbiger hat ne Stange Geld gekostet, hat aber nichts gebracht. Kam dann auf die Idee, die Komprssion zu prüfen. Ergebnis: Nummer 3: ok, Nummer 1 und 2: 7bar (exakt gleicher Wert!). Also den Kopf wieder abgebaut und folgendes gefunden:

Nach kurzer Recherche bin ich im Forum auf folgenden Beitrag gestoßen:

Riss in neuer Zylinderkopfdichtung, 04 Aug. 2016 22:21

mit exakt dem gleichen Fehlerbild!

Bin der dort vorgeschlagenenen Ursache gefolgt und habe den Kopf und den Block auf Planheit untersucht. Ergebnis: beides topfeben.

Ich habe folgende Vermutung: Die Ursache könnte eine Fehlpositionierung, bzw. Fehltoleranz der Kopfdichtung sein. Wenn die Dichtung geringfügig über den Buchsenrand in den Zylinder ragt, wird der verstärkte Dichtungsrand abgeschreddert und  das dahinterliegende Dichtungsmaterial brennt durch.

Hat jemand eine ähnliche Beobachtung gemacht?

Habe eine neue (diesmal eine graue) Kopfdichtung eingesetzt und die Positionierung peinlich überprüft. Tadellos! Kompression auf allen drei Köpfen zwischen 25 und 30 bar. Springt bei der ersten Umdrehung an und läuft völlig zufrieden.
 
Hallo,

von solchen Beiträgen lebt jedes Forum ..... vielen Dank dafür .... genau diese Beiträge sind extrem wichtig für Leute die vor demselben Problem stehen und Hilfe suchen ....

nur schade dass man das Bild nicht sehen kann .... da scheint irgdwas schief gelaufen zu sein beim Einfügen/Hochladen ....

Gruß

Nobbe
 
Hallo,

nach 2 Tagen dermassen massiv weggebrannt ? Da muss mehr dahinter stecken ..... Materialfehler der ZKD ..... Fehler beim Zusammenbau ..... Block verzogen ? ...... da MUSS was passiert sein ..... wenn der Fehler nicht auffindbar ist würde ich evtl eine O-Ring Überarbeitung in Betracht ziehen ..... wird im Rennsport gemacht (Drag-Race zb.) um die Kompressionsdrücke extrem aufgeladener Rennmotoren zuverlässig abzudichten ....

Gruß

Nobbe
 
Ich bilde mir ein, an der Kopfdichtung noch mehr stellen zu sehen, die dem Kompressionsdruck nur bedingt standzuhalten scheinen...

Wurde der Kopf gemäß Herstellervorgaben angezogen, bzw. nachgezogen?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Wurde sie vorher augeglüht bevor sie eingebaut worden ist?

Mfg Marco
 
Hallo Marco,

ich gehe mal davon aus dass es sich vor dem Einbau um eine "neue" ZKD gehandelt hat .... ich kann mir nicht vorstellen dass da eine Gebrauchte zum Einsatz gekommen ist .... dementsprechend muss die nicht wärmebehandelt werden vor dem Einbau .... ausserdem wäre "weichglühen" hier eh völlig unpraktikabel da das mehr Probleme verursachen als beseitigen würde .... wenn überhaupt geht hier nur "tempern" und da muss man gut Bescheid wissen wie das richtig gemacht wird ... in der Tat ist dein Einwand durchaus berechtigt - der Gedanke kam mir so ähnlich auch - aber wie gesagt falls es eine Neue war gabs keinen Handlungsbedarf in dieser Hinsicht und falls es eine Gebrauchte war die bereits "kaltverformt" wurde dann würd ichs unter fehlerhaften Einbau verbuchen und sollte sich durch die neue ZKD jetzt eh "erledigt" haben ....

Gruß

Nobbe
 
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