H
hometown
Gast
Warum ich MF fahre - wurde ich hier im Forum gefragt. Das ist eine echt gute Frage und um genau zu sein, ich weiß es selbst nicht.
Vermutlich, weil es das ganze Dorf so macht, oder besser gesagt, es Zeiten gegeben hat, wo es das ganze Dorf so gemacht hat... Diese sind längst vorbei und schon lange kam kein neuer MF mehr auf einen Betrieb. Verwundert ja auch nicht - zumindest rein statistisch nicht - MF rangiert zwischenzeitlich in der Zulassungsstatistik irgendwo auf Platz 15 - nach Kubota (!) und vor Minsk/Belarus (!!), also total abgeschlagen...
Ich würde sagen, es ist Gewohnheit und das gute Gefühl zumindest manche MF durch und durch zu kennen - mehr aber auch nicht.
Auch bin ich ziemlich sicher, dass kein anderer MF mehr hinzu kommen wird. Zwischenzeitlich bin ich nicht mehr der Art markengebunden - dazu hab ich schon zu viele andere Schlepper kenn
ernt.
Derzeit habe ich meinen alten MF65 MK1 in der Mache und da frägt man sich schon, was eine Firma umgetrieben hat, solch eine Kiste zu konstruieren - alleine das Anschrauben vom Auspuffkrümmer an den Kopf... Leute, das ist mehr als eine Qual! Zum Nachziehen der Zylinderkopfschrauben müssen die Einspritzdüsen wieder raus und lauter solche Scherze, dann noch der Tank oben auf dem Motor - nein danke, da bin ich zu alt zu.
Natürlich kann ich objektiv die Frage beantworten was MF zu der Konstruktion getrieben hat - es mussten möglichst viele Teile vom nordamerikanischen Vorgänger "Massey Harris 50", bzw. "Ferguson 40" verwendet werden - von ihm stammt die Vorderachskonstruktion, obenliegende Lenkschubstange, Blechteile und noch viel mehr. Dazu kam in Europa der Perkins A4.192 zum Einbau - ein Motor der gar nicht für den Einbau in Landmaschinen vorgesehen war und schon gar nicht in den MF65... So ist dann ein Fahrzeug zusammen geschustert worden, mit dem ich mich heute rumquälen darf...
Dazu hat uns MF ja jahrelang mit den Traktoren aus Italien versorgt und uns diese schmackhaft gemacht, das ist definitiv gelungen. Die Besitzer sind mit ihren "Landini" durch weg zufrieden. Weit aus mehr, als sie es mit allen MF davor waren, mich eingeschlossen.
Ein MF188 oder nen 65er - den kann man als Spitzenbrecher fahren - zu Haupterntezeiten, da macht das durchaus Spaß, aber als häufig genutzte Schlüsselmaschine?? Da ist unter heutigen Verhältnissen schon ein MF1014 eine Qual... Eben ein vor knapp 40 Jahren konstruierter Schlepper (1014) - nicht mehr und nicht weniger. Beim MF 65 gehen viele - wenn nicht die meisten - Konstruktionsmerkmale auf die 30er - Jahre zurück...
Und da schließt sich der Kreis - ein Schlepper muss für mich a) günstig in Anschaffung und Unterhalt b) reparaturfreundlich und c) definitiv nicht grün sein
Alles klar? nein?? sorry - mir auch nicht so ganz...
Grüße hometown
Vermutlich, weil es das ganze Dorf so macht, oder besser gesagt, es Zeiten gegeben hat, wo es das ganze Dorf so gemacht hat... Diese sind längst vorbei und schon lange kam kein neuer MF mehr auf einen Betrieb. Verwundert ja auch nicht - zumindest rein statistisch nicht - MF rangiert zwischenzeitlich in der Zulassungsstatistik irgendwo auf Platz 15 - nach Kubota (!) und vor Minsk/Belarus (!!), also total abgeschlagen...
Ich würde sagen, es ist Gewohnheit und das gute Gefühl zumindest manche MF durch und durch zu kennen - mehr aber auch nicht.
Auch bin ich ziemlich sicher, dass kein anderer MF mehr hinzu kommen wird. Zwischenzeitlich bin ich nicht mehr der Art markengebunden - dazu hab ich schon zu viele andere Schlepper kenn
Derzeit habe ich meinen alten MF65 MK1 in der Mache und da frägt man sich schon, was eine Firma umgetrieben hat, solch eine Kiste zu konstruieren - alleine das Anschrauben vom Auspuffkrümmer an den Kopf... Leute, das ist mehr als eine Qual! Zum Nachziehen der Zylinderkopfschrauben müssen die Einspritzdüsen wieder raus und lauter solche Scherze, dann noch der Tank oben auf dem Motor - nein danke, da bin ich zu alt zu.
Natürlich kann ich objektiv die Frage beantworten was MF zu der Konstruktion getrieben hat - es mussten möglichst viele Teile vom nordamerikanischen Vorgänger "Massey Harris 50", bzw. "Ferguson 40" verwendet werden - von ihm stammt die Vorderachskonstruktion, obenliegende Lenkschubstange, Blechteile und noch viel mehr. Dazu kam in Europa der Perkins A4.192 zum Einbau - ein Motor der gar nicht für den Einbau in Landmaschinen vorgesehen war und schon gar nicht in den MF65... So ist dann ein Fahrzeug zusammen geschustert worden, mit dem ich mich heute rumquälen darf...
Dazu hat uns MF ja jahrelang mit den Traktoren aus Italien versorgt und uns diese schmackhaft gemacht, das ist definitiv gelungen. Die Besitzer sind mit ihren "Landini" durch weg zufrieden. Weit aus mehr, als sie es mit allen MF davor waren, mich eingeschlossen.
Ein MF188 oder nen 65er - den kann man als Spitzenbrecher fahren - zu Haupterntezeiten, da macht das durchaus Spaß, aber als häufig genutzte Schlüsselmaschine?? Da ist unter heutigen Verhältnissen schon ein MF1014 eine Qual... Eben ein vor knapp 40 Jahren konstruierter Schlepper (1014) - nicht mehr und nicht weniger. Beim MF 65 gehen viele - wenn nicht die meisten - Konstruktionsmerkmale auf die 30er - Jahre zurück...
Und da schließt sich der Kreis - ein Schlepper muss für mich a) günstig in Anschaffung und Unterhalt b) reparaturfreundlich und c) definitiv nicht grün sein
Alles klar? nein?? sorry - mir auch nicht so ganz...
Grüße hometown