Ungewöhnlicher Hilferuf zum Goldbauch

  • Ersteller Ersteller Jochen4
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Nun war ich wieder bei meinem Baby bei.
Auf dem Plan stand die Überprüfung des Dynamos bzw. des Ladereglers. Denn ich habe festgestellt, dass die Batterie nicht geladen wird. Wie ich mir angelesen hatte, kann man die Funktion eines Dynamos ganz einfach überprüfen, indem man ihn als Motor laufen lässt. So wäre der Dynamo dann auch gleich polarisiert. Also hab ich den Dynamo ausgebaut, die Kontakte "D" und "F" durch einen Splint verbunden, an PLUS angeschlossen und MINUS an das Gehäuse des Dynamos: dreht sich! Prima! Also der Dynamo ist schonmal nicht schrott. Also habe ich entweder Mist gebaut bei den Anschlüssen oder der Laderegler ist kaputt. Nachdem ich die Leitungen nochmal alle durchgegangen war und keinen Fehler feststellen konnte, machte ich mich an die Überprüfung des Ladereglers. Hierfür habe ich hier in diesem Forum eine Anleitung gefunden. Leider ist das Verlinken zu der Anleitung nicht möglich (mir jedenfalls nicht), also kopiere ich sie hier mal eben rein:

1. kabel pol A vom regler abziehen (isolieren - sonst kurzschluss !!)
2. die 2 gumminippel im regler rausziehen
3. motor anlassen und mit ca. 1000 umdrehungen laufen lassen
4. mit dem volmeter zwischen masse und einer der einstellschrauben die spannung messen,
dabei gut isolierte prüfspitze verwenden .. wirklich durch das loch wo der gummistopfen drin war.
5. die spannung sollte bei 20° ca. 16,3V betragen (temp.bedingt von 10-30° zwischen 15,9 und 16,7V)
6. an der linken einstellschraube lässt sich die spannung verstellen (draufsicht auf den regler/einstellschrauben, anschlüsse unten)
7. lässt sich die spannung einstellen oder stimmt sie sowieso, sind die kontakte das problem - er schaltet den ladestrom nicht durch ...
8. regler komplett ausbauen öffnen, kontakte betätigen und dabei mit durchgangsprüfer testen (hier braucht man ca. 3-4 hände *g*)
9. kontakte reinigen (schleiffilz, stoffstück mit isopropanol, aceton) .. spiritus würde ich nicht verwenden - hinterlässt nach verdunstung rückstände
10. kontakte mit spitzzange nachjustieren.
11. vor einbau alle wicklungen des regler mit dem ohmmeter prüfen - werte kann ich nicht mehr genau sagen - die wicklungen sind ja recht dicker draht ... die eine wicklung hat mehr als doppelt soviel windungen - somit auch mehr als doppelt so viel ohm von "ganz wenig

Nach Punkt 5 war bei mir schon Schluss. Ganze 1,6V wurden angezeigt. Bei Vollgas 1,7V. Also wird wohl der Laderegler hin sein. Obwohl er nagelneu ist. Allerdings bestellt vor gut 3 Jahren, womit es natürlich auch keine Garantie mehr gibt. Ein neuer wird bestellt. Und dann auch gleich einer mit vernünftigen Steckkontakten. Bei der Originalversion war ja einiges an Improvisation nötig. So wird der neue Laderegler aussehen:
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Und dann fiel mir eine weitere Besonderheit auf...
 
Da die Leitung zur Öldruckanzeige ein Leck hatte, hatte ich mir eine neue Leitung bestellt, die nun angekommen war und eingebaut wurde. Die Öldruckanzeige ist die Originale von 1957. Als ich den Trecker startete, wurde sofort ein (zu?) hoher Öldruck angezeigt. Der Zeiger ging nach ganz rechts bis zum Anschlag. Also in den roten "high"-Bereich. Und das im Standgas. Weiß jemand, was hier los sein kann?
Kann ein Öldruck tatsächlich zu hoch sein?
Kann so eine einfache, solide Anzeige nach 63 Jahren auch falsch anzeigen?
 
Hallo Jochen4,

die von Dir eingestellte Anleitung, halte ich für abenteuerlich und 16V haben da auch nichts verloren.

Die 1,6-1,7V ist die Spannung, wenn die Feldwicklung nicht versorgt wird.

Am Regler prüfen, D und F müssen durchgang haben.(= 0 Ohm) Eventuell sind durch die lange Lagerzeit die Kontackte korrodiert.(der Kontakt, der in Ruhelage geschlossen ist)

Zum Öldruck sollte mal der Druck gemessen werden, ob er wirklich so hoch ist oder die Anzeige ein defekt hat.

Gruß Demian
 
Hallo Demian

Vielen Dank für den Hinweis mit dem Laderegler. Ich hab‘s durchgemessen: "D" und "F" haben KEINEN Durchgang. Damit rechtfertigt sich ein Neukauf! 

Ich hoffe, damit ist das Problem dann gelöst. Vielen Dank nochmals!
 
Jochen4:

Da die Leitung zur Öldruckanzeige ein Leck hatte, hatte ich mir eine neue Leitung bestellt, die nun angekommen war und eingebaut wurde. Die Öldruckanzeige ist die Originale von 1957. Als ich den Trecker startete, wurde sofort ein (zu?) hoher Öldruck angezeigt. Der Zeiger ging nach ganz rechts bis zum Anschlag. Also in den roten "high"-Bereich. Und das im Standgas. Weiß jemand, was hier los sein kann?
Kann ein Öldruck tatsächlich zu hoch sein?
Kann so eine einfache, solide Anzeige nach 63 Jahren auch falsch anzeigen?
Der Maximal-Druck sollte über das Sicherheitsventil (Schraube am Ölfiltergehäuse) eingestellt werden können. 

Gruss Fixu 

****************
TED20 1950
MF65 1962
 
Die Ersatzteile sind gekommen und es konnte somit weitergehen.

Als erstes wurde der neue Laderegler gemäß Demians Aussage ("D und F müssen Durchgang haben") überprüft. Und er hatte Recht: beim neuen Laderegler hatten D und F Durchgang. Das beruhigte mich, denn schließlich könnte das schon das Problem gewesen sein.
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Also wurde der neue Laderegler verbaut. Wesentlich praktischer sind auch die Steckkontakte vom neuen Laderegler rechts.
Unter den Ladereglern seht Ihr auf dem Bild oben auch gleich, in der blauen Box, einen weiteren Bestandteil meiner letzten Bestellung. Vielleicht erinnert Ihr Euch, dass ich mich weiter oben fragte, ob mein Öldruck wohl stimmen würde, denn schließlich schoss die 63-Jahre-alte Öldruckanzeige sofort nach dem Start in den roten "high"-Bereich, und das schon im Standgas.
Fixu sagte, man könne den Öldruck am Ölfiltergehäuse einstellen. Also suchte ich nach einer Anleitung hierfür und fand sie auch im Werkstatthandbuch. Und um sicher zu gehen, dass der gute alte Ferguson auch den Öldruck liefert, den er haben soll, kaufte ich mir dieses kleine Hilfsmittel:
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Nachdem also der neue Laderegler und das Öldruckmanometer angeschlossen waren, war es Zeit den Ferguson zu starten und zu überprüfen, ob nun die Batterie geladen wird und ob der Öldruck stimmte. Das Laden der Batterie wurde zuerst überprüft, denn um den Öldruck einzustellen, soll der Motor Betriebstemperatur haben. Und hier war die erste Erfolgsmeldung fällig: 13,7V zeigte die Anzeige des Voltmeters. Also konnte hinter dem Laderegler ein Häkchen gemacht werden. Nun kam als nächstes der Öldruck dran. Im kalten Zustand zeigte das Messgerät 9 Bar an. Also war es berechtigt, dass die 63 Jahre alte Öldruckanzeige in den "high"-Bereich ging. Aber auch hier war anschließend alles gut. Bei betriebswarmem Motor und vollgas (so steht es im Werkstatthandbuch) zeigte das Messgerät 5 Bar an. Im Handbuch stehen zwar 4 ATÜ, aber das Equivalent hierzu sind 5 Bar. Also auch hier alles gut! Bei meinem nächsten Motorstart werde ich einen Blick auf die wiedereingebaute Öldruckanzeige werfen und kontrollieren, ob es dann auch im grünen Bereich stehen wird wenn der Motor betriebswarm ist.

Dann bin ich angefangen einige Blechteile abzuschleifen und zu lackieren.
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Ebenso wurde noch das kleine Blech unter dem Kühlergrill lackiert (das mit dem Loch für die Kurbel), davon habe ich aber gerade kein Bild, wie ich feststelle. Dann habe ich Opas Kühlergrill in mühevoller Kleinarbeit geschliffen und dabei festgestellt dass bei den unteren Aufnahmen, 2 kleine Risse sind. Die wollte ich eben kurz schweißen und hab dabei den Grill ruiniert in dem es mir selbst auf kleinster Stufe nicht möglich war, die Risse zu schweißen. Stattdessen habe ich 2 große Löcher reingebrannt und den Grill ruiniert. Also hatte ich gestern bei AgriTek einen neuen Grill bestellt, der heute bereits eintraf! Wahnsinn!

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Jetzt, nachdem ich die lackierten Teile dort liegen sah, sah ich das erste Mal Licht am Ende des Tunnels. Das erste Mal wurde mir bewusst, dass ich in absehbarer Zeit schon mit dem Ferguson aus der Garage rausfahren könnte...

Hinter den Kulissen bin ich angefangen, mir über die Elektrik Gedanken zu machen, die nun wohl als nächstes auf meiner To-Do-Liste steht. Ich habe für die Recherche auch schon STUNDEN zugebracht, war wegen der vielen gegensätzlichen Aussagen aber etwas desillusioniert und habe mich entschlossen, direkt den TÜV hierfür in Anspruch zu nehmen. Im Internet sind soooo viele Halbweisheiten unterwegs, dass man das Internet in diesem Fall als schlechten Berater betrachten muss! Was man da alles so liest... Bremslicht? Na klar muss der Bremslicht haben! Quatsch, muss er nicht! Fernlicht? Na klar muss er Fernlicht haben! Quatsch, muss er nicht! Usw, usw... Es gibt da wohl sehr viele Ausnahmen weil Bestandsschutz, weil unter 20 km/h, weil Schlepper und kein PKW, weil Bj. vor 1962, und und und... Und bevor ich alles doppelt mache, werde ich mich demnächst direkt mit dem TÜV zusammensetzen.
 
In Papas Garage habe ich beim Ferguson folgende Teile gefunden und kann sie nicht zuordnen. Könnt Ihr mir sagen, worum es sich handelt?

Bild 1:
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Bild 2:
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Bild 3:
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Bild 4:
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Bild 5:
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Bild 6:
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Schön zu lesen, dass es weiter geht. Bin schon auf das Resultat gespannt!

Zu den Teilen:

Bild 2 ist die Abstützung fürs Zugmaul. Wird hinten an das Differentialgehäuse geschraubt.

Bild 6 könnten die Gegenhslter für die Unterlenker-Stabilisatoren sein. Die kommen von unten an die Kotflügelhalter an der Achse.Dazu könnten auch die Teile von Bild 4 gehören, die passen möglicherweise auf die Bolzen, um dann eine Kette einzuhängen. Das könnte ein Selbstbau / Nachbau sein, da die Löcher zum Befestigen noch fehlen.

Den Rest kenne ich nicht..

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo!

Bild 3 ist was vom Dorfschmied - wüsste nicht, wo das am 35er gewesen sein könnte!? 

Ansonsten schließe ich mich Christian an. Wenn aber die Zugmaulabstützung derzeit nicht montiert ist, müssten die entsprechenden Stehbolzen am Flansch des Achstrichters zu weit raus stehen, so dass man die entsprechenden Muttern gar nicht weit genug aufdrehen kann?? An meinem MF65 hab ich da momentan größere Muttern als Distanz unterlegt... 

Grüße hometown 
 
Vielen Dank für die Identifikationen der Teile!

Inzwischen habe ich das Chassis lackiert und bin mit meiner Arbeit als Laie sehr zufrieden! Soll ja kein Museums- oder Ausstellungsstück werden, sondern im kommenden Winter mit in den Wald und beim Holzeinschlag helfen.
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Hier noch einige weitere Teile, die ich inzwischen grau lackierte. Das Cockpit hat keine andere Farbe, das sieht nur so aus weil es in meinem Schatten liegt.
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Die lackierten Blechteile habe ich dann auch angefangen, zusammenzusetzen. Ich war allerdings entsetzt über die mangelhafte Passgenauigkeit! Schlimm! Es passte nichts! Ich musste flexen, bohren, dengeln und biegen, damit ich die Teile einigermaßen zusammen bekam. Ich hoffe, dass sich dieser Qualitätsmangel nicht durch frühe Durchrostungen fortsetzt! Ich kann auch keinen Teilehändler verurteilen, denn ich weiß ja nicht mal, welche Teile mangelhaft waren, da fast alle Teile von verschiedenen Händlern sind. Das kommt daher weil kein Händler alle Teile hat. Ich musste mir die Teile zusammensuchen.

Wenn man sich hier den Kühlergrill ansieht, erkennt man, dass die Schlitze oben gestaucht sind. Der Kühlergrill war ursprünglich viel zu groß. Er passte unmöglich in das dafür vorgesehene Loch. Mit Umbiegen des oberen Randes, fing ich an, die Passform anzupassen. Als oben nichts mehr ging, bog ich die untere Kante um. Dann ging der Kühlergrill schon etwas weiter rein, hakte aber an den Seiten. Also wurden auch die Seiten umgebogen. Jetzt war alles wieder wie am Anfang: oben, wo ich zuerst umbog, hakte es wieder. Doch umbiegen war nun nicht mehr möglich. Also dengelte ich den frisch lackierten Kühlergrill oben mit einem Fäustel. Das Dengeln setzte sich rundherum fort. Anders bekam ich den Kühlergrill nicht hinein. Nun mag der Eine oder Andere sagen, dass ich die Seitenteile hätte etwas nach unten ziehen können/sollen. Das war aber auch nur bis zu einem gewissen Grad möglich. Wenn man genau hinsieht, fällt auf dem ersten Foto schon ein gewisses Spaltmaß zwischen Motorhaube und Seitenteil auf. Die Serviceklappe oben auf der Motorhaube ist übrigens nur draufgelegt. Sie ist noch nicht eingebaut.
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Das Cockpit muss ich nochmal etwas umsetzen. Das passt noch nicht mit den Haltern unter dem Cockpit zusammen. Vielleicht genügt es wenn ich das Cockpit unter dem Batteriekasten statt auf dem Batteriekasten verschraube. Oder ich modifiziere die unteren Halter. Muss das Ganze bei Gelegenheit noch mal mit der Motorhaube und dem Lenkstock abstimmen.
 
Ich hatte ja angekündigt, mich mit dem TÜV in Verbindung zu setzen, um die Details für die Lichtanlage zu besprechen. Das ist inzwischen geschehen. Ich habe auch ein interessantes Merkblatt als PDF-Datei bekommen, die ich hier aber nicht einfügen kann, damit sie allen Interessierten nützt, oder? Auf dem Merkblatt stehen alle Vorschriften bzgl. der elektrischen Anlage bei landw. Zugmaschinen drauf (Normen, Einbauorte, Einbauhöhen usw.).

Aber die interessantesten und viel diskutierten Irrtümer will ich hier schonmal vorbringen.

  • Unser Ferguson benötigt KEIN Fernlicht
  • KEIN Bremslicht (ist in der Info-PDF falsch, wie mir der TÜV-Sachverständige sagte)
  • KEIN Parklicht
  • Standlicht muss vorhanden sein, kann aber in Form von Begrenzungslichtern vorliegen
  • Das Nummernschild muss beleuchtet sein
  • Hupe ist Pflicht
  • Warnblinkanlage mit Kontrolllampe ist Pflicht
Diese Hinweise darf man aber nicht auf alle landw. Zugfahrzeuge umlegen! Ich habe explizit für den FE35 gefragt. Hierbei kommen einige Ausnahmen zum Tragen! Z.B. beträgt die Höchstgeschwindigkeit 20km/h. Für eine Zugmaschine die 60km/h fährt, gilt das oben angegebene nicht! Da müssen dann teilweise sogal Nebelleuchten vorhanden sein und natürlich auch Bremslichter. Außerdem ist das Bj. vor 1962, wir dürften sogar gelbe Rücklichter haben wenn wir wollten.

Desweiteren müssen alle lichttechnischen Einrichtungen ein Prüfzeichen haben!
 
Thema Lichtanlage kann ich bestätigen, entspricht auch meinem Kenntnisstand. Bremslicht (über Blinker) habe ich trotzdem installiert.

Wichtig sind die 20km/h. Ich meine selbst bei 25km/h sieht die Sache schon anders aus.

Zu der Maßhaltigkeit: das ist mit original- teilen auch schon bescheiden... da musste ich auch biegen und drücken. Ich habs aber vor dem lackieren zusammengesetzt und bearbeitet. ;-)

@Hometown: der Halter wird mit Schrauben befestigt. Wenn der ab ist,  müssen kurze Schrauben rein, weil die sonst zu lange sind. Stehbolzen sind beim 35er an dieser Stelle nicht vorgesehen.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
@Hometown: der Halter wird mit Schrauben befestigt. Wenn der ab ist,  müssen kurze Schrauben rein, weil die sonst zu lange sind. Stehbolzen sind beim 35er an dieser Stelle nicht vorgesehen.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
Stimmt - das Teil könnte man bei Stehbolzen gar nicht montieren ;) . Ist aber schon krass, wie viele konstruktive Unterschiede es da zwischen dem 35er und 65er gibt - schließlich haben sie ja das selbe Getriebegehäuse... 
 
Naja das getriebe und hinterachsgehause vom 65er zum 35er ist schon unterschiedlich ich sage nur Position des endantrieb. 

Mit freundlichen Grüßen aus dem Westmünsterland Daniel (MF30 MF65 Mk II)
 
Durch Zufall konnte ich eines der gesuchten Teile identifizieren, als ich nämlich versuchte, das Cockpit an die Motorhaube anzugleichen. Ich sprach ja zuvor schon von der sehr dürftigen Passgenauigkeit meiner Teile. Dabei ist mir ein Blech bekannt vorgekommen:
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Nachdem zwischen Cockpit und Motorhaube die maximale Annäherung erreicht war, baute ich den Handgashebel ein. Als ich dann daran spielte, fiel mir auf, dass der Handgashebel am Ende bei Vollgas "überspringt". Die Mechanik springt bei Vollgas über den Knickpunkt hinweg und der Gashebel kann nicht zurückgestellt werden. Wie ist bei Euch das Problem gelöst? Damit Ihr wisst, was ich meine, habe ich wieder ein kleine Video hochgeladen. Es zeigt die Mechanik von der rechten Seite aus. Links im Video erkennt Ihr noch den Luftfilter.

Dann frage ich mich, wie ich das Cockpitlayout gestalten soll. Die Instrumente sind klar, aber wie ist es mit der Elektrik? Von Papa habe ich ja schon einige Teile übernommen. Wie 12V Steckdose, Warnblinkschalter, gewöhnliches BOSCH Zündschloss mit dem "Nagelschlüssel", Hupenknopf und 2 Warnleuchten. Und bei denen frage ich mich, was sie sollen. Die Eine ist blau (Fernlicht?) brauche ich nicht, weil ich kein Fernlicht haben werde. Die Andere ist rot (Ladekontrolle?) brauche ich nicht weil doch ein Amperemeter verbaut ist, was mir anzeigt, ob geladen wird, oder nicht?
Der Schaltplan weist eine Kontrolllampe für den Öldruck aus. Aber ich habe doch schon eine Öldruckanzeige.
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Und wo soll der Öldrucksensor sitzen?

Vielleicht könnt Ihr mir Vorschläge machen, wie ich das Cockpit bestücken soll. Im MOMENT sieht es wohl so aus (ich lasse mich aber gern belehren): auf der rechten Seite kommt der "Zündschlüssel", also mit Vorglüh- und Startfunktion. Links dann das BOSCH-Zündschloss als Lichtschalter. Direkt da drüber die 12V-Steckdose (passt da vom Durchmesser genau rein). Der Hupenknopf passt in das Loch ganz links. Den Warnblinkschalter werde ich vermutlich oben, links neben dem Lenkrad deponieren, denn der Schalter hat einen fürchterlich langen Zughebel und ich fürchte der würde vorn stören und läuft Gefahr, beim Auf- und Absteigen abgebrochen zu werden. Tja, dann bliebe noch der Blinkerschalter, der dann in das mittlere der drei nebeneinander liegenden Löcher müsste. Und schon habe ich keinen Platz mehr für die beiden Kontrolllampen. Wie seht Ihr das?
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Der Handgashebel ist beim 3-Zylinder ganz anders, von daher kann ich zu den Problem nichts beitragen. Möglicherweise sitzt da ein Hebel verkehr herum?

Zur Elektrik:

- die 12V-Steckdose ist m.E nicht Auslieferungszustand.

- Ich meine das Bosch-Zündschloss hat zwei Nasen als Verdrehschutz. Das passt dann nur in die Öffnung links unten. Rechts gegenüber davon sitzt bei mir der Vorglüh-Startschlüsselschalter.

Den Rest würde ich so platzieren, wie es am besten passt. Die Löcher haben ja zumindest zwei unterschiedliche Größen.

Bei mir sitzt der Hupenschalter links gegenüber dem Glüh-Startschlüsselschalter, und das Bosch-Zünschloss links oben. Blinker und Warnblinker sind bei mir rechts, für die 3 Kontrollleuchten des Blinkerschalters ist bei mir auch eine spezielle Aussparung im Blech. Der Zugschalter des Warnblinkers sitzt bei mir etwa rechts in der Mitte, Probleme mit Anstoßen hatte ich da bisher noch nicht. Da sind eh die Schalthebel im Weg ;-)

Kontrolleuchten gibts bei mir nur eine, das ist die Ladekontrollleuchte. Die ist auch zusätzlich zum Amperemeter sinnvoll, denn der zeigt nichts an, wenn die Batterie voll ist. Man sollte aber denoch wissen, ob die Lima+Regler funktioniert, oder nicht. D,h. diese beiden Anzeigen ergänzen sich.

Ich würde die Steckdose weglassen (wofür benötigst du die?) und stattdessen die Ladekontrollleuchte dort platzieren.

Fernlichtkontrolle gibt es bei mir nicht.

Was hast du da eigentlich für einen Schaltplan? Den kenne ich nicht, in meinem RLF ist keiner drin.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo Christian

Tut mir leid, dass ich so spät antworte. Beruflich war ich recht eingespannt. Heute habe ich Bereitschaft, da habe ich hoffentlich etwas Zeit, um meine nächsten Schritte (die Elektroinstallation) vorzubereiten, sowohl gedanklich als auch bestelltechnisch - und natürlich, um zu antworten.

Die 12V-Steckdose habe ich auch an meinem 844XL installiert. Aber außen am Seitenblech. Der Grund für den Einbau der 12V-Steckdose ist der, dass meine Schlepper oft lange Zeit stehen. Und und wenn sie mit einer 12V-Steckdose versehen sind, stecke ich da einfach einen 12V-Stecker hinein, der mit einem Batterie-Ladegerät verbunden ist. So werden die Batterien immer mal wieder aufgefrischt, ohne dass ich jedesmal die Motorhaube öffnen muss, um an die Batterie zu kommen. Wenn ich den Steckplatz beim Ferguson allerdings benötige, lasse ich die 12V-Steckdose aber weg.

Woher ich den Schaltplan habe, kann ich nicht mehr sagen. Er befindet sich bei den Unterlagen, die ich von meinem Vater übernommen habe. Nun war es natürlich ich, der meinem Vater die Unterlagen besorgte, aber ich kann nicht mehr sagen, wo der Plan herkommt. Eigentlich habe ich aber alles aus diesem ehrenwerten Forum. Kann natürlich sein, dass das Bild im Forum nicht mehr existiert weil es zu einem Bilder-Hoster hochgeladen wurde, der das Bild schon wieder gelöscht hat.

Eine Frage noch an Dich, Christian, ich habe ja auch Deinen Schaltplan hier liegen. Womit hast Du den gemacht? Ich würde auch gern einen machen und hier zur Verfügung stellen, allerdings wird sich mein Schaltplan von Deinem Unterscheiden.

  • Ich werde kein Bremslicht verbauen, da ich es nicht muss und in meinem Fall auch unpraktisch wäre, denn statt eines Handbremshebels habe ich ja nur die Feststellvorrichtung für die Fußbremse. So würde das Bremslicht immer leuchten wenn die "Handbremse" angezogen wäre.
  • Ich werde eine 7-polige Anhänger Steckdose nehmen.
  • Die Hupe wird keine eigene Sicherung bekommen, sondern an irgendeine ander Sicherung mit drangehängt (evtl. Blinker oder Ladekontrolle)
  • Ich werde eine Einkreis-Blinkanlage nehmen, wodurch meine Blinker-Warnblinker-Schaltung anders geschaltet sein muss als bei Dir.
Außerdem, wenn ich da nicht falsch liege, scheinst Du in Deinem Schaltplan Plus und Minus bei der Batterie verwechselt zu haben.
 
Ich habe den Schaltplan mit MS Visio erstellt. Die Datei zum bearbeiten kann ich dir zukommen lassen, wenn du Visio hast.

Das mit Plus und Minus hart seine Richtigkeit. Alter Englischer Traktor = Plus am Chassis ;-)

Ich lade übrigens über die Anhänger-Steckdose. Bei der 13- poligen gibt es einen Dauerplus, der ist dafür geeignet. 

Kannst du mir den Plan mal abfotografieren und zusenden?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
So, da bin ich wieder. Zunächstmal möchte ich Christians Wunsch nachkommen und publiziere hier den mir vorliegenden Schaltplan und die nachfolgenden 3 Seiten, denn sie könnten ja mal für den Einen oder Anderen nützlich sein.

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In ein paar Stunden melde ich mich nochmal zurück mit dem aktuellen "Baufortschritt" und Qualitätsärgernissen...
 
Und weiter geht‘s.

Als erstes kann ich sagen, dass sich mein Problem mit dem einknickenden Mechanismus des Handgasgestänges erledigt hat. Es war Einstellungssache. Ich dachte zwar, dass ich alles bereits eingestellt hätte, aber anscheinend war es nicht präzise genug.

In den letzten Tagen habe ich mich der Elektroinstallation gewidmet. Als erstes befasste ich mich während meiner Hotelaufenthalte mit der Theorie und ging wieder und wieder diverse Schaltungen durch. Ich war jedoch nicht zufrieden mit dem was ich fand, denn ich wollte es einfach haben. Ohne Bremslicht, ohne Fernlicht, Einkreisblinkanlage und 7-poliger Anhängersteckdose. Fernlicht wollte ich aus dem Grunde nicht haben weil ich dann auch eine Kontrollleuchte haben muss. Und obwohl ich schon auf meine 12V-Steckdose verzichtete, die ich eigentlich haben wollte, ist mein Cockpit doch ganz schön belegt. Ich habe Christians Argument angenommen und ebenfalls eine Ladekontrollleuchte eingebaut. Auch wollte ich nicht so viele Sicherungen haben (in Deutschland wird jeder Furz abgesichert) und nach Möglichkeit nur einen Sicherungskasten, was mit mit meinem 8er Sicherungskasten auch gelungen ist. Ich habe übrigens trotzdem Fernlicht, werde es aber deaktivieren bis der Schlepper durch den TÜV ist und danach frecherweise wieder aktivieren und dann ohne blaue Kontrolllampe durch die Gegend fahren. Ich nehme an, dass ich ohnehin nie im Dunkeln fahren werde.

Ich begann mit Paint einen Verlegunsplan für die Kabel zu zeichnen. So sah das aus:
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Eine Besonderheit habe ich: da alle Teile neu lackiert wurden, hatte ich die Befürchtung, dass ich hier und da einen Massefehler haben könnte, der dann u.U. nur sehr schwer auszumachen ist. Deshalb entschied ich mich, sicherheitshalber zu jedem Verbraucher ein Massekabel mitzuverlegen. Die 7 Adern von der Mitte des Schleppers zur Front sind bei mir eigentlich 6 Adern, aber der Einfachheit halber nahm ich einfach ein Kabel, welches eigentlich für den Anschluss einer Anhängersteckdose gedacht ist. Außerdem habe ich das Kabel auf der rechten Seite des Schleppers verlegt.

Dann habe ich mich an den Schaltplan gewagt und die Qualitäten von Open Office Draw genutzt. Ging prima. Hier mein Anschlusskonzept:
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Nach diesem Plan vollzog ich meine Elektroinstallation, so dass nach getaner Arbeit, mein Cockpit fertiggestellt wurde und so aussieht:
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Das Ganze ging natürlich nicht ohne Ärger ab. Wie schon bei den Blechteilen, bin ich extrem enttäuscht von der Qualität der neuen Teile! Als erstes war da der Glüh-Start-Schalter,
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der so ungenau gearbeitet war, dass ich ihn einfach nicht befestigt bekam weil entweder die Mutter oder das Gewinde des Schalters so miserabel verarbeitet waren, dass es lieber übersprang, als festzuhalten. Bei jedem Startvorgang dreht sich der gesamte Schalter mit, so dass ein Starten unmöglich war. Nur mit Teflonband bekam ich die Schraube fest genug, dass der Schalter (erstmal) nicht mehr mitdreht beim Starten. Natürlich gab es auch keine Alternative zu der pinnigen Mutter. Ich habe keinen Ersatz gefunden in meiner Sammlung. Weder metrisch noch zöllig.

Dann der Blinkerschalter:
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Auch hier das gleiche Spiel. Allerdings war es hier eine Kombination aus zwei Umständen, die dazu führte, dass ich den Blinkerschalter nicht befestigen konnte: einmal die Konstruktion aus Plastik und zum Anderen der extreme Kraftaufwand, der nötig ist, um den Schalter zu betätigen. Die ganze Konstruktion ist aus Plastik, also machte es keinen Sinn, hier mit Teflon zu arbeiten. Die Plastikmutter würde sich dehnen und der Schalter nicht festzusetzen sein. Allenfalls würde man ihn einbauen können, aber nicht benutzen dürfen, denn spätestens dann würde der dafür benötigte Kraftaufwand den Schalter rum und rum drehen. Also überlegte ich mir eine Klebe-Konstruktion von hinten, die dafür sorgen würde, dass der Schalter nicht mehr herumgedreht werden kann wenn man ihn betätigt. Ich befestigte zunächst doppelseitiges Klebeband, das bot aber auch noch nicht ausreichend Halt:
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Also packte ich auf das doppelseitige Klebeband noch ein Fugenband, was vom Hausbau übriggeblieben ist. Das ist das Band, welches auf Fenster- oder Türrahmen geklebt wird, sich dann ausdehnt und so die Lücke zwischen Rahmen und Mauerwerk schließt.
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Das funktionierte! Ich hoffe, das bleibt auch so!
Aber nicht nur die Billigware enttäuschte! Auch die teuren Lampen von Hella waren ein Reinfall. Die rechte Seite kam schon defekt an:
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Die linke Seite war zwar intakt, enttäuschte aber dennoch beim ersten Kabelkontakt. Als ich die erste Ader anschloss, hatte ich sofort die Schraube überdreht! Wie weich muss eine Schraube sein, wenn man sie, obwohl sie in Plastik eingebettet ist, überdrehen kann??? Da gibt doch normalerweise erst das Plastik nach! Reklamieren kann ich das natürlich nicht weil man mir sicher unangemessenen Kraftaufwand vorwerfen würde. Aber gut - das Kabel ist fest. Probleme wird es erst geben wenn ich das Kabel mal wieder demontieren muss. Und ausprobieren hätte ich die Lampen eh nicht können, denn die bestellten und bezahlten Leuchtmittel sind nicht geliefert worden. Mal sehen, ob die Treckergarage, bei der ich alles bestellt hatte, sie tatsächlich, wie versprochen, nachliefert. Auch eine neue Lampe für rechts wollten sie mir schicken. Der Retoureschein für die defekte Lampe sollte zwar per eMail kommen - bis jetzt ist allerdings noch nichts passiert...
So muss man sich neben allen Widrigkeiten auch noch mit sowas ärgern...

Aber nicht alles war ärgerlich, denn ich habe inzwischen die Kotflügel von Fergy-Fan erhalten. Die Lieferzeit war zwar 3 Wochen länger als angekündigt, aber nun habe ich sie, und ich denke, die Qualität ist ganz gut. Hier habe ich den rechten Kotflügel schon mal angepasst:
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Da einige Stellen blank lagen, habe ich sie noch schnell von innen lackiert, da ich nun wieder beruflich unterwegs bin. Hinten links oben erkennt Ihr übrigens den Kindersitz. Da drunter die Sitzschale des Trecker-Kapitäns.
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Die Kotflügel scheinen mir recht solide gebaut. Im Rahmen erkennt Ihr hinten ein paar Löcher, so dass man hier leicht Lampen oder Anhänger-Steckdose installieren kann wenn man will.

Abschließend noch eine Frage: ist der Rauchausstoß aus meiner Kurbelgehäuseentlüftung normal?
 
Interessante Paint-Zeichnung ;-)

Das mit der Qualität der Nachbauteile ist ziemlich ärgerlich. Da bin ich im Nachgang doch froh, dass ich mit teilweise nicht unerheblichem Aufwand die alten Armaturen saniert und wieder verwendet habe. Da gab es die beschriebenen Probleme nicht. Allerdings musste ich jeden Schalter komplett zerlegen und reinigen, damit die Kontaktierung wieder ordentlich gegeben war.

Bzgl. Fernlicht: Meinst du das interessiert den Tüv-Prüfer bei einem solchen Fahrzeug? Ich glaube bei mir hat der nicht mal das Licht kontrolliert... Einer kurzen Recherche nach ist bei Schleppern ohne Kabine und ohne EG-Zulassung bei Erkennbarkeit der Schaltstellung keine Kontrollleuchte für das Fernlicht erforderlich... Bei mir war auch nie eine dran, obwohl das Fernlicht dran war.

Die Ausführung mit Massekabel halte ich für sehr sinnvoll! Das habe ich auch durchgehend gemacht, d.h. jeder Verbraucher hat seine explizite Masse. Das wird bei Fahrzeugen inzwischen auch gemacht, selbst bei Fahrrädern wird der Rahmen nicht mehr als "Masse" genutzt. Bei Autos verwendet man hingegen definierte Massepunkte an der Karosserie, an die angeschlossen wird. Beim Schlepper habe ich diese zusätzlich installiert, d.h. es gibt neben dem Anlasser auch vorne am Batterieträger und hinten an der Sicherungsbox einen Massebolzen.

Ich empfehle dir, die Kabel ohne Absicherung (also von der LIma über den Laderegler zur Batterie und vom Amperemeter bis zum Lichtschalter (Klemme 30) und weiter von Klemme 15 bis zum Sicherungskasten sowie die Leitung zum Anlasser in einem Schutzschlauch zu verlegen und sicherzustellen, dass es hier keine Scheuerstellen gibt. Die Kabelisolierung ist ruck zuck durchgescheuert, und bei ungesicherten Kabeln führt das fast zwangsläufig zum Fahrzeugbrand....

Welchen Sicherungswert hast du eigentlich vor dem Glüh-Start-Schalter? Hast du ne Flammkerze oder richtige Glühkerzen? Für den Anlasser musste ich 40A vorsehen, da der Anzugstrom des Anlassrelais die 25A-Sicherung regelmäßig zerlegt hat. Bei richtigen Glühkerzen dürfte eine Absicherung mit Torpedosicherungen kaum möglich sein. Die Flammkerze zieht aber nur etwa 10A... Allerdings kommen die 10A beim Glüh-Start zu dem Anzugsstrom des Anlassrelais hinzu...

Die Kotflügel sehen den originalen sehr gut nachempfunden aus. Wenn du vorhast, mit dem Schlepper auch mal in den Dreck zu fahren, würde ich die Löcher in den Holmen nach Montage der Leuchten verschließen. Sonst kommt da Dreck rein, und das Durchrosten von innen beginnt... Hohlraumschutz ist hier auch empfehlenswert.

Das Rauchen aus der Kurbelgehäuseentlüftung gefällt mir nicht. Was kommt den gleichzeitig aus dem Auspuff? Er sollte im Standgas eigentlich gar nicht rauchen. Bei meinem 3-Zylinder kam soviel Abgas nicht mal vor der Revision mit nur noch 20bar auf den Zylindern aus der Entlüftung (dafür aber gelegentlich mal ein Tropfen Öl...) Wie empfindlich der 23C diesbezüglich ist, kann ich aber nicht einschätzen. Ich würde Kompression messen und Druckverlust prüfen...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo zusammen,

Wenn ich beim thema Rauch aus der Entlüftung kurz dazwischen grätschen darf. Mein 135er qualmt auch ziemlich aus der Entlüftung, hat aber auch schon 10.000h und dem zustand nach zu urteilen nie wirklich pflege bekommen. Der Motor läuft trotzdem super an, hat absolut leistung und zieht wie er ziehen soll. Bei Hochbeschleunigen auf vollgas lässt er auch mal eine kleine blaue wolke stehen, nicht viel aber etwas. Sonst kommt zum auspuff auch nur raus was auch soll. Arbeiten muss er nichtmehr viel und solange er so läuft würde ich ihn lassen, oder was meint ihr dazu?

Grüße Thomas
 
Hängt davon ab, was du mit "arbeiten muss er nicht mehr viel" meinst.

Bei meinem A3.152 mit Gussbuchsen waren diese ca. 3/10mm eingelaufen. Die wären vermutlich noch einige Betriebsstunden gegangen. Aber irgendwann reißt die Buchse ab, und dann wird die Sanierung des Motors unwirtschaftlich. Wie sich das bei Chrombuchsen verhält, weiß ich nicht (ich meine der AD3.152 hat welche...)

Wenn er gut auch bei Kälte anspringt, scheinen zumindest die Ventile in Ordnung zu sein. Eine brauchbare Aussage über den Zustand des Motors liefert die Druckverlustmessung. Wenn er bei +5°C ohne vorglühen problemlos anspringt, kann man sich den Kompressionstest zumindest sparen...

Bei 10.000h würde ich aber davon ausgehen, dass der Motor schonmal gemacht wurde...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Okey alles klar. Er hat komplett neue düsen bekommen und das Ventilspiel wurde neu eingestellt, sobald er fertig idt, werde ich ihn mal richtig arbeiten lassen, eventuell sind auch die kolbenringe verkokt, das sollte sich ja wieder freibrennen, eventuell ist es danach auch nochmal besser. Als ich ihn bekommen hab war auch die entluftung komplett dicht und die ansaugung sehr stark verdreckt, mal sehen wie er sich nach so einer großen inspektion verhält.

Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen dass das noch der erste motor ist, der ad3.152 in unserem 255 hat 7700h und läuft wie am ersten tag, verbraucht keinen Milliliter öl und bläst nirgens. Kenne auch einen, der hat 16000h und der qualt zwar aber läuft trotzdem super. Kann mir daher gut vorstellen dass der noch original ist
 
Der Motor ist ja eigentlich überholt. Die Ventile, Steuerkette, Kolben und Zylinder sind neu. Die Düsen abgedrückt. Die Einspritzpumpe ist unberührt - vielleicht liegt hier der feine Unterschied zu einer nichtqualmenden Kurbelgehäuseentlüftung... Aus dem Auspuff qualmt es schon ziemlich, möchte ich sagen. Jedenfalls beim Gasgeben. Also beim Hochfahren des Motors. Ist der Motor auf Drehzahl, wird der Qualm weniger.

Zur Absicherung:
Du wirst lachen - im ersten Moment hatte ich alles mit 8A abgesichert weil jene weißen Torpedosicherungen gerade in Reichweite lagen als ich die Elektrik installierte und ich nach jedem installierten Stromkreis ja testen wollte, ob alles läuft. Natürlich vergaß ich vor dem ersten Start, die Sicherungen auszutauschen, aber - es funktionierte! Ich konnte vorglühen (habe eine einzige Flammkerze im Ansaugtrakt) und starten... Wenn die Flammkerze tatsächlich 10A zieht, dann könnte das ein Hinweis darauf sein, dass sie vielleicht defekt ist. Die ist zwar auch nagelneu, aber nach diversen gemachten Erfahrungen mit den Ersatzteilen, würde mich das nicht mehr überraschen! Erst beim zweiten Start brannte die 8A Sicherung durch, so dass ich sie durch eine rote (16A) Torpedosicherung ersetzte. Mehr braucht man eigentlich auch nicht, denn das Kabel zur Flammkerze ist eh nur 2,5mm² dick und jener Querschnitt soll ja eh mit 15A abgesichert werden. Das Kabel selbst ist bis 22,7A belastbar.
(Quelle der Tabelle: lkw-kelkheim.de)

Kabelquerschnittzul. Dauerstrom bei +50°C1,0mm213,5 Ampere1,5mm217,0 Ampere2,5mm222,7 Ampere4,0mm229,8 Ampere6,0mm238,3 Ampere10,0mm251,8 Ampere16,0mm269.6 Ampere25,0mm291,6 Ampere35,0mm2112,0 Ampere
 
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