TED läuft kein Vollgas

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Handwerkgeek

Gast
Hallo Ihr Lieben,

hier meldet sich wieder mal ein "Neuer" zu einem alten Thema .

Und bevor der Hinweis zur Nutzung der Suchfunktion kommt,

möchte ich Euch versichern , ich habe mir alle Beiträge bis 2008 dazu durchgelesen .

Also ich habe gute Kompression , Luftfilter ist sauber, Kerzen sind lang WEGA L 19 mit 0,4mm Elektrodenabstand, Unterbrecher ist auf 3,15mm eingestellt , Fliehkraftverstellung ist zumindest scheinbar freigängig, Vergaser (Zenith 24) gereinigt, neu abgedichtet und Hauptdüse 1/4 Umdrehung unter Werkseinstellung.

Verteilerkappe ohne Funkenüberschläge, Zündkabel neu, alle Teile von Peter Hilje.

Zündkerzen trotzdem verrußt, Standgas gut und relativ gleichmäßig .

Was habe ich übersehen ?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Beste Grüße, Thomas
 
Hallo Thomas

Herzlich willkommen hier. Deine Fehlerbeschreibung "läuft kein Vollgas" ist etwas mager. Etwas mehr Informationen wären hilfreich. Was ist genau das Problem? Eine plötzliche Erscheinung oder seit wann ist das so?

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Lieber Fixu,

mein TED nimmt hat scheinbar so etwas wie leichte Zündaussetzer, als wenn er zu wenig Krafstoff bekommt. 

Aber trotzdem sind die Kerzen rußig.

Interessanter Weise ist die Kerze in Zylinder 1 immer etwas sauberer...

Allerdings ist das Lager vom Zündverteiler etwas ausgeschlagen .

Beste Grüße, Thomas
 
Ach so, ich habe den TED erst seit November, da lief er nicht. Dreck im Tank und im Vergaser.

Zündkabel kaputt,Elektrik marode usw.

Ich habe so weit Mängel erkennbar waren, Stück für Stück beseitigt, unter anderem eben neue Zündkabel, neue Kraftstoffleitungen, Vergaser gereinigt und gewartet.

Und jetzt bin ich quasi dabei, alles sauber einzustellen , damit der Traktor zuverlässig läuft.

Beste Grüße,Thomas
 
Hallo Thomas,

Das tönt eher nach einem Zündungs- oder Vergaserproblem, trotzdem würde ich als erstes den Drehzahlregler ausschliessen. Der Drehzahlregler bewirkt, dass das Gestänge welches zum Vergaser geht zurückgedrückt wird, wenn die eingestellte Drehzahl erreicht wird. Wenn nun der Momotor nicht die gewünschte Drehzahl erreicht, würde ich prüfen, ob die Drosselklappe bei Vollgas auch voll offen bleibt, oder sie zu früh durch den Drehzahlregler leicht zugemacht wird. Also einfach mal das Gestänge beobachten beim Vollgas geben.

Wenn das Ordnungsgemäss funktioniert würde ich zur Zündung und zum Vergaser übergehen. Du schreibst von Unterbrecherabstand 3.15mm dieser soll etwa 0,3 mm betragen. Den Zündzeitpunkt hast du überprüft bzw. eingestellt? Mit Wega Zündkerzen habe ich persönlich schlechte Erfahrungen gemacht Und hier mal berichtet

 https://441029.forumromanum.com/member/forum/forum.php?q=schlechter_kaltstart-deutsche_ferguson_und&action=ubb_show&entryid=1111603110&mainid=1111603110&threadid=4&USER=user_441029

Die Hauptdüse gibt es in zwei Varianten. Jene mit der Rändelschraube wird in der Grundeinstellung 1 Umdrehung geöffnet (mein TED läuft mit 1/2 Umdrehung geöffnet sehr gut) Die andere Variante hat keine Rändelschraube sondern einen Knebel. Hier ist die Grundeinstellung 2 Umdrehungen offen. Die Grundeinstellung der Leerlaufdüse ist 1 Umdrehung offen.  Bei meinem TED kriege ich die Zündkerzen nicht ganz Rehbraun hin. Sie sind immer eher schwarz. Bei längerem Standgasbetrieb können sie auch russig werden. Er läuft aber trotzdem einwandfrei.

Gruss Fixu

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Lieber Fixu,

danke für die wertvollen Informationen .

Mein Vergaser hat eine Rändelschraube und steht auf 2-1/4 Umdrehungen offen.

Leerlaufdüse 1-1/2 Umdrehungen offen.

Zündung habe ich noch nicht geprüft .

Den Govener hab ich im Blick, hoffentlich korrekt eingestellt und das Gestänge gerichtet (war verbogen).

Deine Erfahrung mit den Wega Kerzen

habe ich gelesen, da mein TED sofort anspringt und im Standgas läuft wie eine 1, hatte ich mich erst einmal auf die anderen Sachen konzentriert.

Und ich hatte die Hauptdüse sogar mal auf 1 Umdrehung zugedreht weil er da am besten lief, hatte aber Bedenken weil alle schreiben , das die Kolben bei zu magerem Gemisch verbrennen.

Dann probiere ich mal ein bisschen Rum...

...vielen Dank und liebe Grüße,Thomas
 
Hallo Thomas,

vor Jahren hatte ich ein ähnliches Problem. Nach einer Strecke von ca 3 km fing der Regler an verückt zu spielen, Gas aufreisen und dann in der Drehzahl abfallen bis er dann letztendlich mit dem Gashebel auf Vollgas stehen blieb.
Nacdem er dann immer wieder nach Hause geschleppt war habe ich die Benzinzufuhr am Vergaser (hähnschen) geprüft, sah aber normal aus. Zundung alles erneuert auch ohne erfolg. Letztendlich eine reine Werkstattfahrt angesetzt und eine Dose mitgenommen. Als er stehen blieb von der Straße geschaft und erneut die Benzinzufuhr am Vergaser geprüft´, es hat nur langsam getropft. Die geschah an beiden Tanks. Letztendlich nach Hause geschleppt, das wasserabscheiderglas entfernt und die Benzineitung vom Vergaser her mit Druckluft durchgeblasen, Aus dem Benzinhahn kam eine Menge Schmutz. Die 3 km kann ich mir nur so erkären, dass nicht genügend Benzin nachkam und der kleine Vorat aus dem Schwimmergehäuse aufgebracht war,
Diesen Efekt habe ich noch öfter erlebt, sei es durch Schmutz (der Tank ist fast neu und sauber) oder aber durch die Führung der Benzinleitung in der sich evtl. Luftblasen gebildet haben.
Setdem habe ich immer eine kleine Pumpe (zum aufblasen von Luftballons mit dabei) um die Leitung zum Tank hin drchzupusten.
An Deiner Stelle würde ich mal die Benzinleitung am Vergaser lösen und mit Druckluft durch den Benzinhahn durchblasen.
 
Lieber Gunther,

am Kraftstoff kann es nicht liegen, es ist alles neu, Tank, Leitungen, Filter.

Tut mir Leid, ich habe einen Kunststofftank, ein Magnetventil zusätzlich zum Benzinhahn,

einen modernen Filter und Ringösen verbaut.

Ich will mit meiner Tochter Eis essen fahren und sicher sein, das nur der Traktor läuft.

Aber ich habe die Kurbelwelle auf OT gedreht und eine Schraube M6 in die Bohrung der Schwungscheibe gesteckt Und der Unterbrecher beginnt jetzt gerade erst zu öffnen.

Zum Kontaktabstand finde ich in verschiedenen Beiträgen unterschiedliche Angaben .

Ich hatte bereits zum Zündung Einstellen einen Beitrag mit Bild gefunden, aber leidergeschlossen und jetzt finde ich ihn nicht mehr . 

Wie müssen der Unterbrecher und der Nocken der Verteilerwelle auf OT zu einander stehen ?

Danke für Eure Hilfe!

...beste Grüße, Thomas
 
Hallo Thomas

Kontaktabstand am Unterbrecher: Laut Betriebsanleitung 0,3mm, laut Worshop-Manual 0,36-0,42mm. Mit dem Zündzeitpunkt bist du auf gutem Weg. 1.Zylinder auf Verdichtungs-OT stellen, exakt via Loch unter dem Anlasser, der Verteilerfinger zeigt dann in die Richtung des Kontakts zum 1.Zylinder in der Kappe. Zünden tut er sobald der Unterbecher sich zu öffnen beginn (mit Prüflampe feststellen). Das sollte in einem ersten Schritt genau auf OT sein und wird durch verdrehen des Verteilers eingestellt (Klemmschelle lösen) Somit liegt deine Einstellung anscheinend nicht schlecht. Die TEs sind da auch nicht so heikel. Die Feineinstellung nimmt man dann auf der Sakala auf dem Verteiler selbst vor in dem man die zwei Sechskanntschrauben löst und die notwendige Vorzündung einstellt. Diese liegt je nach Modell und Verteiler bei 0-6 Grad. Die Typennummer auf dem Verteiler, die Motorennummer sowie die Angabe ob 6 oder 12 Volt würden hier weiterhelfen.
Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Guten Morgen Ihr Lieben,

die Motornummer ist Lehrbuchmäßig S245793E , 12V Anlage (wurde vor mir auf Masse/Karosse umgebaut)

Verteilertyp lässt sich Nicht mehr ablesen, da der Schlepper häufig die Farbe gewechselt hat.  Die kleine Skala

auf dem Verteilerfuß steht auf der 5.Markierung vom R her gesehen .

...beste Grüße,Thomas eup-1137193330-d06d2ba2488368385a9418b283b08e0b-1626672177_big.jpgeup-1137193330-9ad2730bd7e6af3615c2ff39346d85d9-1626672177_big.jpg
 
Guten Morgen Thomas

Deine Angaben sind schlüssig. Es handelt sich um die letzte Ausführung des Zündverteilers beim TED Lucas Typ 40243A. Der Zündzeitpunkt ist 4 Grad vor OT. Es kann wie folgt eingestellt werden. Zuerst Unterbrecherabstand einstellen (kann den Zündzeitpunkt beeinflussen). Dannach die beiden Sechskantschrauben lösen und den Verteiler in die Mitte der Skala stellen, wieder festziehen. Danach 1. Zylinder auf Verdichtungs-OT stellen, exakt via Bohrung in der Schwungscheibe. Danach Schelle am Zündverteiler lösen und Verteiler exakt so drehen, dass der Kontakt gerade aufzumachen beginnt (Prüflampe nehmen). Danach Schelle festziehen . Anschliessen Vorzündung über die Skala einstellen (Sechskantschrauben wieder lösen). Verteiler um 1 Strich Richtung A verstellen (1 Strich = 4 Grad auf der Kurbelwelle) Sechskantschrauben wieder festziehen. 6mm Bolzen oder Schraube nicht vergessen aus der Bohrung der Schwungscheibe zu ziehen! Fertig

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Hallo lieber Fixu,

das ist eine so geile, präzise Anleitung ,  das werd ich gleich zum Feierabend umsetzen.

Vielen Dank und beste Grüße,Thomas
 
Guten Abend lieber Fixu ,

hab die Anweisungen befolgt, Zünung war offensichtlich leicht verstellt.

Jetzt läuft "TED" auch im Standgas sauberer, nimmt Gas an ohne sich zu verschlucken, die kleine Probefahrt war amüsant. 

Der Govener greift nur gering ein, aber ich vermute  er ist noch nicht richtig Eingestellt .

Was genau macht die Feder, deren Anschlagschraube einstellt?

Vielen Dank für die Hilfe!

...liebe Grüße Thomas
 
Hallo Thomas

Meinst du die Schraube links am Motor/Kettengeäuse? Diese stellt die Dämferfeder im innern ein, damit der Regler nicht zu nervös korrigiert und der Motor sägt. Die Schraube wird nur soweit eingedreht, bis man gerade einen Wiederstand spürt. Hier gibts eine komplette Einstellsnleitung für den Regler.

https://441029.forumromanum.com/member/forum/forum.php?q=ferguson_te_a_regler_einstellung_motor_drezahlschwankungen-deutsche_ferguson_und&action=ubb_show&entryid=1130503987&mainid=1130503987&threadid=4&USER=user_441029

Wie war‘s mit der Geschwindigkeit bei der Pobefahrt? Besser? Hat er immer noch Aussetzer bei höherer Drehzahl?

Gut Nacht

Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Guten Morgen Ihr Lieben,

mein TED ist leider noch nicht zugelassen und meine Probefahrten beschränken

sich aktuell nur auf meine kleine Hood die lediglich aus buckeligen Sandwegen besteht.

Eine richtige Probefahrt mit Aussagekraft wird noch etwas dauern .

Ich werde also später berichten .

In jedem Fall haben mir Eure Ratschläge weitergeholfen, auf dem Weg zu einem zuverlässigen Traktor .

Vielen, vielen Dank,  Thomas
 
Hallo meine Lieben,

mir ist da gerade noch etwas aufgefallen, wo TED jetzt ganz anständig läuft, 

ist der Ventiltrieb ganz schön laut zu hören und irgendwie höre ich ein ziemlich unangenehmes Geräusch, das scheinbar von der Nockenwelle komm ...

Das ist mir vorher nicht aufgefallen.

Wie schon geschrieben liegt der Öldruck bei Kalt etwa bei 4Bar und warm etwa bei 1Bar, so wie es soll.

Es ist ja ein Alter Motor, ist das okay wenn man die mechanischen Abläufe so deutlich hört?

...liebe Grüße, Thomas
 
Hallo Thomas

Der TED läuft eigentlich normalerweise recht ruhig. Aber das ist natürlich eine subjektive Einschätzung. Eine Höhrprobe per Video für uns wäre vielleicht noch was. Öldruck warm 1 bar ist nicht gerade ein Rekordwert. Wenn er heiss im Standgas nicht darunter fällt ist das aus meiner Sicht noch nicht  zwingen schlimm, aber dazu gehen die Meinungen etwas auseinander. Wenn die Ventile laut sind,würde ich auf jeden Fall das Ventilspiel prüfen. Dann siehst du auch gleich wie da die Ölversorgung ist.

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
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