TEA 20 BJ. 1956 drückt Öl aus Peilstab!?

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-andreh-

Gast
Hi zusammen,

ich bin stolzer Besitzer eines TEA 20 Baujahr 56. Seit ich vor einer Woche ein Boot samt Trailer (ca. 1,8 t) rückwärts eine kleine Steigung in eine Scheune geschoben habe, presst der kleine nun plötzlich Öl aus dem Peilstab.

Nach dem mir das auffiel, habe ich folgendes gemacht:

- Zündung überprüft. Er hatte kurzzeitig auf einem Zylinder keinen Funken. Alles gereinigt, neue Kerzen rein (aktuell NGK B6HS), Problem ist behoben, alle Zylinder laufen

- Ölwechsel - 15W40

- Ölfilter neu, Ölfiltergehäuse gereinigt, Ölsieb gereinigt, Motorspülung gemacht

- Ventildeckel überprüft, Motorentlüftung Richtung Vergaser ist frei

- Neues Öl im Lufi

Der Ölfilter sah gruselig aus, ansonsten war der Motor bis auf ein wenig Ölkohle erfreulich sauber.

Im Stand presst er nun kein Öl mehr und es ist auch nicht sonderlich viel Druck drauf. Im Fahrbetrieb läuft das Motoröl aber leider nach wie vor aus dem Peilstab.

Die Kompression scheint zu passen (genaue Messung steht noch aus). Er qualmt nicht, er läuft blitzsauber und springt warm wie kalt sofort an und er hat gefühlt volle Leistung.

Hat jemand eine Idee, woran das noch liegen kann? Sollte ich eventuell einfach einen neuen Peilstab besorgen (der alte scheint nicht mehr wirklich gut zu dichten)? Kann es mit dem Vergaser und der Luftzufuhr zusammenhängen? Ich hatte das Phänomen kurz nach Kauf schon einmal, nach Vergaserreinigung sowie Vergasereinstellung (ist ein 28G) und Einstellung des Reglers war das Problem weg, bis vergangene Woche eben.

Ich bin über jede Idee dankbar!

Gruß,

André
 
Kleiner Nachtrag: Die Entlüftung vom Motorblock zum Luftfilter funktioniert auch. Allerdings ist das Ansaugrohr zum Vergaser sehr ölig!?
 
Hallo André,

so fing es bei meinem auch an. letztendlich gibt es da verschiedene Fehlermöglichkeiten.

111 Zylinderkopfdichtung

222 Fußdichtung einer oder mehrerer Laufbüchsen

333 Verschlissene Kolben/Büchsen

444 oder der Zylinderkopf als solches.

Zwei derartige Motorreperaturen habe ich mir bisher gegönnt:

https://www.oldtimerzunft-guntersblum.de/Restaurationen/2013/Fergie_TEA/Fergie_13a_Motor1/event.php#start   Der Ferguson Motor

und

https://www.oldtimerzunft-guntersblum.de/Restaurationen/2018/Pony812TM/250_Motorprobleme/event.php  Der Peugeot Motor des MH Pony 812tm

https://www.oldtimerzunft-guntersblum.de/Restaurationen/2013/Fergie_TEA/Fergie_13a_Motor1/event.php#13

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Moin,

danke für die Rückmeldung. Nachdem ich gestern zusätzlich noch mit Peter Hilje in Kontakt war, fürchte ich, dass es bei meinem kleinen auf eine Motorrevision hinausläuft. Ich werde heute Nachmittag nochmal zum Gegenprüfen Krompressionswerte nehmen und dann vermutlich mit dem Zerlegen beginnen.

Bei Interesse kann ich den jeweiligen Status und die defekten Komponenten gern hier teilen.

Viele Grüße,

André
 
Hallo André,

ja das ist sehr sinnvoll, unser MH Pony hatte schon Spuren gelegt, alle paar Meter auf dem Boden. Da war die Mesung eindeutig. Mit Peter Hilje habe ich auch sehr gute Erfahrungen gesammelt, dem kannst Du Vertrauen

Gruß

Gunther
 
Moin,

die Kompressionsmessung hat es gestern bestätigt. Auf dem ersten Zylinder waren nur 1,5 bar. Die übrigen hatten 6, 7 und 6,5 bar.

Beim Zerlegen ist mir aufgefallen, dass genau an dem Zylinder, der die schlechte Kompression hat, eine Stößelstange nicht baugleich mit den anderen ist. Sie hat einen größeren Durchmesser und ist einige mm kürzer als die anderen.Hat jemand zufällig noch eine originale Stößelstange für den 85mm Motor rumliegen?Gruß,André
 
Hallo André,

bei mir waren alle Stößelstangen geschnitten, geschweißt und mißhandelt, davon ist keine brauchbar.
Denke aber, dass Peter die auch einzel verkäuft.

Gruß Gunther
 
Moin,

ich habe bei Peter nochmal nachgefragt, nach den Stößelstangen. Ich habe den Motor gestern zuende Zerlegt. Tatsächlich sind am 4. Zylinder die oberen beiden Kolbenringe gebrochen und zum Teil noch verkeilt. Ansonsten sehen aber noch alle Teile recht gut aus.

Eine Frage noch: Auf den Lagerschalen an der Kurbelwelle steht die Referenznummer 60841M. Sind das die Lager mit Standardmaß oder ist das ein Übermaß? Ich kann dazu nichts so recht finden.

VG,

André
 
Hallo Andre

Ich finde die Nummer weder im Handbuch noch in der Ersatzteiiliste.Als ich bei meinem TED die Pleuelfusslager gewechsel habe, habe ich den Durchmesser des Lagersitzes gemessen und entsprechend die Schalen bestellt (Nachschleifen der Sitze war nicht notwendig). Der Normaldurchmesser beträgt 53mm (Toleranz -0.013mm). Untermassschalen gibt es in 0.01-Zoll-Schritten. Mit Messen des Lagersitzes sieht man somit recht klar was verbaut war.

Gruss Fixu

****************
TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
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