T
TomRon
Gast
Vielleicht kann der eine oder andere mal diese Anleitung gut gebrauchen. Der Bericht dürfte meiner Meinung nach auf alle MF 100 (MF135-MF188) anwendbar sein
Vorweg will ich mich noch für die fachliche Hilfe und Analyse bei +Matthes+ bedanken!
Problem / Symptom: 50bar Maximaldruck von der Hydraulikpumpe, 160-170bar sollte sie haben
Ursache: defekter O-Ring im Stopfen des Auslassventils an der Hydraulikpumpe
Bericht:
Letzten Freitag Abend habe ich bis nach Mitternacht am MF 165 geschraubt. Nachdem ich endlich den rechten Inspektionsdeckel runterbekam konnte ich mir erstmals einen Blick in das innere verschaffen. Eine der sechs Schrauben ist als Schlitzsenkopfschraube ausgeführt welche ich erst mit einem Druckluftschlagschrauber heraus bekam.
Habe dann mit einem Spiegel und einer Taschenlampe bei Standgas im Bereich des Steigrohres eine deutliche Leckstelle identifizieren können. Das Öl floß in einem großen Strom hinter dem Steigrohr runter in das Gehäuse. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch vermutet, dass das Leck am Steigrohr war.
Habe den Hydraulikdeckel mit einem Flaschenzug vom Hinterachsgetriebeblock abgehoben, und die Ventilbetätigungsrolle ausgespannt. Das zurückklappen des Deckels laut RLF hat nicht wirklich funktioniert, darum die Variante mit dem Flaschenzug.
Habe dann das Sieb gereinigt welches total verlegt war und den O-Ring am Steigrohr samt Federring auch getauscht, aufgefallen ist mir das der O-Ring und der Federring im Vergleich zur Teileliste vertauscht war. Filter montiert, Sicherungsdraht wieder angebracht, Hydraulikdeckel wieder eingeführt, Rolle wieder eingespannt und Öl aufgefüllt, Motor gestartet, Druck = 50bar!?!
((
Hab das Projekt für diesen Abend eingestellt nachdem das Öl weiterhin in Strömen hinter dem Steigrohr floss.
Heute dann nochmalige Fehleranalyse mit dem USB Endoskop, wo ich dann eindeutig feststellen konnte das das Leck nicht mehr vom Steigrohr stammen kann, sondern von der dahinter liegenden Pumpzylinder.
Ein Bekannter kam dann hinzu und gab mir den Tipp mit Druckluft in das System zu blasen. Dabei fiel auf, das bei Stellung "Förderung"= äußerer Hebel nach oben, innerer auf außen liegende Zylinder das System nicht dicht war, die Druckluft wurde am Steigrohr eingeleitet.
Rolle wieder raus, Hydraulikdeckel wieder abgehoben. Duckluft wurde jetzt direkt am Ausgang der Pumpe, dort wo das Steigrohr eingreift eingeleitet, und die Leckstelle konnte sofort identifiziert werden. Das erste Ventil hinter dem Steigrohr war undicht, dort trat die Luft wieder raus.
Im ersten Moment dachte ich das ich jetzt die ganze Pumpe ausbauen muss, aber nach kurzer Überlegung lag es nahe, dass mann das Ventil auch im eingebauten Zustand der Hydraulikpumpe, ausbauen kann.
Gesagt getan, Sicherungsring entfernt, den Stopfen dann mit einem kurzen Druckluftstoß aus dem Gehäuse gepresst und schon war der Übeltäter gefunden. Der O-Ring am Stopfen war "durchgeschossen". Habe mir dann noch das Ventil angesehen, sah jetzt nicht defekt oder verschlissen aus. Zum Glück habe ich vor ca. 1,5 Jahren bei einem Händler aus England mehrere Sachen für den MF bestellt, unter anderem eine Ventildichtsatz für die MF Hydraulikpumpe, somit hatte ich den passenden Dichtring parat.... das nennt man dann Glück im Unglück.
Ventil+Stopfen+Sicherungsring wieder eingesetzt, die anschließende Druckprüfung mit Druckluft war positiv, jetzt war alles dicht!!!
Den Getriebeölfilter habe ich am Vortag falsch herum eingebaut, das habe ich dann auch gleich bereinigen können, Öl aufgefüllt, Hydraulikdeckel wieder eingesetzt, Rolle wieder eingespannt. Motor gestartet Drucktest 50bar!?! wassss!!! Jetzt war alles dicht und immer noch nicht genug Druck vorhanden. Nachdem ich dann mit dem Finger auf den Hebel des Zugkraftverstärkers gedrückt habe und die Nadel am Manometer über 160bar ausschlug war klar es kann sich jetzt nur mehr um eine Einstellungsache handeln.
Im RLF geschmöckert nach einer Stunde herumprobieren, verstellte ich dann den Zugkraftverstärker um eine Raste und drehte dann noch ein paar Rasten an der oberen Rändelschraube und siehe da der Druck stieg an, ich stellte ihn dann auf 170 bar ein.
und hier ein paar Beweisfotos:
Gruß Tom
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Vorweg will ich mich noch für die fachliche Hilfe und Analyse bei +Matthes+ bedanken!
Problem / Symptom: 50bar Maximaldruck von der Hydraulikpumpe, 160-170bar sollte sie haben
Ursache: defekter O-Ring im Stopfen des Auslassventils an der Hydraulikpumpe
Bericht:
Letzten Freitag Abend habe ich bis nach Mitternacht am MF 165 geschraubt. Nachdem ich endlich den rechten Inspektionsdeckel runterbekam konnte ich mir erstmals einen Blick in das innere verschaffen. Eine der sechs Schrauben ist als Schlitzsenkopfschraube ausgeführt welche ich erst mit einem Druckluftschlagschrauber heraus bekam.
Habe dann mit einem Spiegel und einer Taschenlampe bei Standgas im Bereich des Steigrohres eine deutliche Leckstelle identifizieren können. Das Öl floß in einem großen Strom hinter dem Steigrohr runter in das Gehäuse. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch vermutet, dass das Leck am Steigrohr war.
Habe den Hydraulikdeckel mit einem Flaschenzug vom Hinterachsgetriebeblock abgehoben, und die Ventilbetätigungsrolle ausgespannt. Das zurückklappen des Deckels laut RLF hat nicht wirklich funktioniert, darum die Variante mit dem Flaschenzug.
Habe dann das Sieb gereinigt welches total verlegt war und den O-Ring am Steigrohr samt Federring auch getauscht, aufgefallen ist mir das der O-Ring und der Federring im Vergleich zur Teileliste vertauscht war. Filter montiert, Sicherungsdraht wieder angebracht, Hydraulikdeckel wieder eingeführt, Rolle wieder eingespannt und Öl aufgefüllt, Motor gestartet, Druck = 50bar!?!
Hab das Projekt für diesen Abend eingestellt nachdem das Öl weiterhin in Strömen hinter dem Steigrohr floss.
Heute dann nochmalige Fehleranalyse mit dem USB Endoskop, wo ich dann eindeutig feststellen konnte das das Leck nicht mehr vom Steigrohr stammen kann, sondern von der dahinter liegenden Pumpzylinder.
Ein Bekannter kam dann hinzu und gab mir den Tipp mit Druckluft in das System zu blasen. Dabei fiel auf, das bei Stellung "Förderung"= äußerer Hebel nach oben, innerer auf außen liegende Zylinder das System nicht dicht war, die Druckluft wurde am Steigrohr eingeleitet.
Rolle wieder raus, Hydraulikdeckel wieder abgehoben. Duckluft wurde jetzt direkt am Ausgang der Pumpe, dort wo das Steigrohr eingreift eingeleitet, und die Leckstelle konnte sofort identifiziert werden. Das erste Ventil hinter dem Steigrohr war undicht, dort trat die Luft wieder raus.
Im ersten Moment dachte ich das ich jetzt die ganze Pumpe ausbauen muss, aber nach kurzer Überlegung lag es nahe, dass mann das Ventil auch im eingebauten Zustand der Hydraulikpumpe, ausbauen kann.
Gesagt getan, Sicherungsring entfernt, den Stopfen dann mit einem kurzen Druckluftstoß aus dem Gehäuse gepresst und schon war der Übeltäter gefunden. Der O-Ring am Stopfen war "durchgeschossen". Habe mir dann noch das Ventil angesehen, sah jetzt nicht defekt oder verschlissen aus. Zum Glück habe ich vor ca. 1,5 Jahren bei einem Händler aus England mehrere Sachen für den MF bestellt, unter anderem eine Ventildichtsatz für die MF Hydraulikpumpe, somit hatte ich den passenden Dichtring parat.... das nennt man dann Glück im Unglück.
Ventil+Stopfen+Sicherungsring wieder eingesetzt, die anschließende Druckprüfung mit Druckluft war positiv, jetzt war alles dicht!!!
Den Getriebeölfilter habe ich am Vortag falsch herum eingebaut, das habe ich dann auch gleich bereinigen können, Öl aufgefüllt, Hydraulikdeckel wieder eingesetzt, Rolle wieder eingespannt. Motor gestartet Drucktest 50bar!?! wassss!!! Jetzt war alles dicht und immer noch nicht genug Druck vorhanden. Nachdem ich dann mit dem Finger auf den Hebel des Zugkraftverstärkers gedrückt habe und die Nadel am Manometer über 160bar ausschlug war klar es kann sich jetzt nur mehr um eine Einstellungsache handeln.
Im RLF geschmöckert nach einer Stunde herumprobieren, verstellte ich dann den Zugkraftverstärker um eine Raste und drehte dann noch ein paar Rasten an der oberen Rändelschraube und siehe da der Druck stieg an, ich stellte ihn dann auf 170 bar ein.
und hier ein paar Beweisfotos:
Gruß Tom
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