Perkins AD 4.203 blockiert

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nascher

Gast
Hallo liebe Forumsmitglieder, mein Name ist Uwe

ich habe folgendes Problem:

 In meinem MF 65 ( Bj. 1961) ist der AD 4.203 verbaut! Seit ca. einem Jahr war der Motor im Standgas hin und wieder am klackern ! Man konnte aber nicht genau sagen, wo dieses Geräusch herkam! Des weiteren drückte er aus der Kurbelwellenentlüftung! Wenn es draußen unter 0 Grad wurde, sprang er ohne Flammkerze kaum an, was für den AD 4.203 atypisch ist! Es fehlte also an Kompression! Trotz alle dem war der Motor giftig und zog echt gut.

Jetzt ist mir der Motor im Stand festgegangen. Ölstand war korrekt und er ist auch nicht zu heiß geworden.  Habe dann den Motor geöffnet und festgestellt, das beim 3. Zylinder die Laufbuchse komplett nach unten ins Kurbelgehäuse gelangt ist und sich dort total verformt und verklemmt hat! Kann ja wohl nur passieren, wenn der kolben gefressen hat und die Laufbuchse mit nach unten gezogen hat! Der Bund der Laufbuchse war oben sauber abgerissen. So weit so gut. Bei den anderen Laufbuchsen gab es eine Kuriosität, denn die ließen sich per Hand herausziehen. Normalerweise sitzen die doch fest reingepresst.

Jetzt bin ich mir unsicher, was da passiert ist! Kann ich dort ohne weiteres neue Buchsen einziehen, oder sitzen die neuen evtl. auch nicht fest drin?

Bevor ich mir neue Teile besorge, muß ich mich bei euch schlau machen.

Evtl. hat einer von euch auch schon mal das Problem gehabt!

Danke im voraus
 
Hi Uwe!

Das ist ja nicht so schön!! Ich würde erst einmal mit einem Innenmikrometer die Bohrung im Block messen. Alles andere ist raten...

Gruss

Martin
 
Hallo miteinander,

habe heute die verbeulte Laufbuchse aus dem Kurbelgehäuse entfernt. Meine Vermutung, das der Kolben gefressen hat, hat sich nicht bestätigt. Also muß der Bund der Laufbuchse aus irgendeinen Grund abgerissen sein und die Buchse ist nach nach unten abgesackt!

Ich tendiere immer mehr zu einem gut gehenden gebrauchten Motor, ist aber wohl nicht einfach zu finden!

Gruß

Uwe
 
Moin Uwe,

in meiner Phantasie war das so: da hat jemand Buchsen mit einem zu kleinen Außenmaß eingebaut. Und eine ist dann irgendwann mit dem Kolben mitgewandert und ist oben und unten angestoßen. Du hast es klackern hören und weitergearbeitet. Dann ist der Bund abgerissen, die Buchse hat sich runtergearbeitet und wurde von der Pleuel-Kante bearbeitet. Ohne in den Motor reinzuschauen wirst Du ewig im Dunkeln tappen, was alles neu gemacht werden muß.

Gruß, Rainer
 
Hallo Rainer,

der Motor ist komplett zerlegt. was mich stutzig macht sind eben die lockeren Laufbuchsen! Evtl. wurde da schon mal etwas gefuscht?

Gibt es denn Buchsen mit verschiedenen Maßen? Mir fehlt da die Erfahrung.

Gruß

Uwe
 
Gib mal in der Forensuche: "Welche laufbüchsen beim AD 4.203" ein. Vielleicht hilft es Dir weiter.


Gruß
 
Hallo Uwe,

klingt echt nach Pfusch.

Egal ob der Block nach- oder ausgearbeitet ist oder die Buchsen zu klein, wenn die lose sind ist was verkehrt.

Dann werden die auch nur noch axial mit dem Bund zwischen Kopf und Block gehalten und die Reibung der Kolben(ringe) versucht die ständig zu bewegen.

Also Maße von Buchsen innen und außen raussuchen und schauen was da falsch ist.

Gruß,

MHF
 
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