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ITM-533
Gast
Hallo zusammen,
ich bin hier ehr stiller Mitleser, möchte aber aus gegebenem Anlass auch mal Erfahrungen mit euch teilen. Vor zwei Wochen kam ein bekannter aus dem Ort zu mir, da ich mich vermeintlich ganz gut mit MF´s der 100er Serie auskenne. Er besitzt einen 135 mit ca. 4500Bh. Er klagte, dass der Traktor „wie eine Dampflok“ qualmt und im Motor zu viel Öl – oder was auch immer – sei. Er habe schon 7 Liter Flüssigkeit abgelassen um den korrekten Ölstand zu erreichen. Seit dem letzten Ölwechsel seien auch erst wenige Bh vergangen. Es schossen mir klassische Gedanken wie *Zu doof für Ölwechsel?* oder *Kopfdichtung*, etc. durch den Kopf, sagte aber, dass eine Ferndiagnose immer schlecht sei. Daraufhin habe ich mir den Traktor angeschaut und ein paar Dinge kontrolliert:
Daraufhin sagte mir mein Bekannter, dass er in letzter Zeit so viel Diesel verbrauchen würde J. Wie kommt nun der Diesel in das Kurbelgehäuse? Einspritzpumpe? Förderpumpe?
Die ESP wollte ich nicht gleich ziehen und hätte auch vermutet, dass er nicht vernünftig laufen sollte, wenn so viel Diesel aus dem Niederdruckteil der ESP ins Kurbelgehäuse gelangt.
Daraufhin habe ich mir die Förderpumpe angeschaut. Die war äußerlich staubtrocken und sah sehr neu aus (war sie auch – ca. ein Jahr alt). Bei einer kaputten Membrane müsste sie aber auch äußerlich nass sein. Komisch… In diesem Moment viel mein Blick auf die Flammglühkerze. Die sah sehr süffig aus. Aber wie soll denn Diesel von dort aus ins Kurbelgehäuse gelangen (und auch noch in diesen Mengen)?!
Erst einmal egal – nun wollte ich mir mal ein Bild bei laufendem Motor machen. Mein Bekannter versuchte den Traktor zu starten. Der Motor drehte sehr langsam und widerwillig durch. Der Kommentar meines Bekannten: „Der braucht mal eine neue Batterie.“ Innerlich wurde mir jedoch Angst und Bange. Das Problem war nicht die Batterie sondern so viel Diesel auf den Kolben, dass der Motor kaum drehte. Ich dachte, dass es gleich den Motor zerlegt. Nach zwei weiteren Umdrehungen sprangt der qualmend und Dieseltröfpchen – spuckend an.
Daraufhin tauschte ich die Flammglühkerze und machte einen Ölwechsel, womit das Problem behoben war. Ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass der Motor mehr als 7 Liter Diesel (in weniger als 5 Bh) wegen einer defekten Flammglühkerze ins Kurbelgehäuse drückt.
Ich hoffe einen interessanten Beitrag geleistet zu haben.
Viele Grüße
(Jo)hannes
ich bin hier ehr stiller Mitleser, möchte aber aus gegebenem Anlass auch mal Erfahrungen mit euch teilen. Vor zwei Wochen kam ein bekannter aus dem Ort zu mir, da ich mich vermeintlich ganz gut mit MF´s der 100er Serie auskenne. Er besitzt einen 135 mit ca. 4500Bh. Er klagte, dass der Traktor „wie eine Dampflok“ qualmt und im Motor zu viel Öl – oder was auch immer – sei. Er habe schon 7 Liter Flüssigkeit abgelassen um den korrekten Ölstand zu erreichen. Seit dem letzten Ölwechsel seien auch erst wenige Bh vergangen. Es schossen mir klassische Gedanken wie *Zu doof für Ölwechsel?* oder *Kopfdichtung*, etc. durch den Kopf, sagte aber, dass eine Ferndiagnose immer schlecht sei. Daraufhin habe ich mir den Traktor angeschaut und ein paar Dinge kontrolliert:
- Kühlwasser: alles prima – korrekter Flüssigkeitsstand, kein Ölfilm
- Motoröl: nach ablassen korrekter Flüssigkeitsstand, optisch kein grauer Schleim, aber recht „dünn“, Geruchsprobe – DIESEL!
Daraufhin sagte mir mein Bekannter, dass er in letzter Zeit so viel Diesel verbrauchen würde J. Wie kommt nun der Diesel in das Kurbelgehäuse? Einspritzpumpe? Förderpumpe?
Die ESP wollte ich nicht gleich ziehen und hätte auch vermutet, dass er nicht vernünftig laufen sollte, wenn so viel Diesel aus dem Niederdruckteil der ESP ins Kurbelgehäuse gelangt.
Daraufhin habe ich mir die Förderpumpe angeschaut. Die war äußerlich staubtrocken und sah sehr neu aus (war sie auch – ca. ein Jahr alt). Bei einer kaputten Membrane müsste sie aber auch äußerlich nass sein. Komisch… In diesem Moment viel mein Blick auf die Flammglühkerze. Die sah sehr süffig aus. Aber wie soll denn Diesel von dort aus ins Kurbelgehäuse gelangen (und auch noch in diesen Mengen)?!
Erst einmal egal – nun wollte ich mir mal ein Bild bei laufendem Motor machen. Mein Bekannter versuchte den Traktor zu starten. Der Motor drehte sehr langsam und widerwillig durch. Der Kommentar meines Bekannten: „Der braucht mal eine neue Batterie.“ Innerlich wurde mir jedoch Angst und Bange. Das Problem war nicht die Batterie sondern so viel Diesel auf den Kolben, dass der Motor kaum drehte. Ich dachte, dass es gleich den Motor zerlegt. Nach zwei weiteren Umdrehungen sprangt der qualmend und Dieseltröfpchen – spuckend an.
Daraufhin tauschte ich die Flammglühkerze und machte einen Ölwechsel, womit das Problem behoben war. Ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass der Motor mehr als 7 Liter Diesel (in weniger als 5 Bh) wegen einer defekten Flammglühkerze ins Kurbelgehäuse drückt.
Ich hoffe einen interessanten Beitrag geleistet zu haben.
Viele Grüße
(Jo)hannes