Perkins A3.152 geht nach 10 Minuten aus

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Hallo MF Community,mein Perkins A3.152 macht mir aktuell Sorgen.Der Motor springt zunächst gut an, geht aber nach etwa 10 Minuten Betrieb einfach aus. Der Ablauf ist dabei immer gleich: Zuerst nimmt er kaum noch Gas an und fängt an, unrund zu laufen. Nach etwa 10 Sekunden geht er dann komplett aus. Um ihn wieder zu starten, muss ich ihn sehr lange „orgeln“ lassen (oft nur mit Hilfe einer Zusatzbatterie möglich). Danach läuft er wieder für eine gewisse Zeit, bis sich das Problem wiederholt. Womit fange ich bei der Fehlersuche am besten an? Ich tendiere immer dazu, zuerst das Falsche zu machen. :-) Gruß,Sascha 
 
Hallo Sascha,

Ich würde behaupten das du ein Kraftstoffproblem hast.

Folgende Gedanken kommen mir hier in den Kopf:
- Der Kraftstoff hat Parafin ausgeschieden (Versuzlzen!), Tank vollständig ablassen und mit wirklichem Winterdiesel wieder füllen, dann die Kraftstoffanlage frisch füllen/entlüften
- Die Tankbelüftung im Tankdeckel ist zu, es entsteht ein Vakuum im Tank und er geht wegen Kraftstoffmangel aus. Evlt. mal mit geöffnetem Tankdeckel fahren
- Sieb des Tankhahns ist dicht, ausbauen und reinigen
- Filtersieb der Vorförderpumpe ist verschmutzt, ausbauen und reinigen
- Kraftstofffilter sind verdreckt, ausbauen und erneuern
- Vorfilter in der Pumpe ist zugesetzt, ausbauen und reinigen
- Vorförderpumpe ist defekt, ausbauen und ersetzen.
- Leitungen haben sich zugesetzt, ausbauen und mit einer dünnen Bowdenzugseele reinigen, spülen und wieder montieren.

Das wären so die Gedanken.
Zum versulzten Kraftstoff, die Rückbildung des Parafins erfolgt erst wenn der Inhalt >+10°C erreicht. Früher hängte man dafür einen kleinen Tauchsieder in den Tank und hat das ganze mal schön warm werden lassen und dann einen Fließverbesserer zugegeben. Heute würde ich sowas aber niemandem mehr raten da ich nicht weiß ob derjenige intelligent genug ist darauf zu achten das der Tauchsieder den Tank nicht überhitzt und es so zur Bildung zündfähiger Gase kommt.
Auch hat es sich bei mir bewährt ganzjährig einen "Arktik" Diesel zu fahren der ganzjährig bis -28°C fliesfähig bleibt, die paar Cent mehr je Liter hab ich mit einmal liegenbleiben gleich ausgeglichen.

Grüße
Josef
 
Hi Sascha,

ich hatte mal ein ähnliches Problem, bei mir war es die Förderpumpe, Membran war undicht und der Diesel ist nicht mehr durchgängig angekommen sondern durch die Membran direkt ins Motoröl gelaufen. Prüfe mal Dein Ölstand und generel die Konsistenz des Öls. Wenn es Dir zu flüssig vorkommt und der Ölstand ungewöhnlich hoch ist, liegt es daran. Dann ist weiteres Fahren allerdings auch nicht wirklich gut für den Motor. Der Diesel im Öl tut der Schmierwirkung nicht gut. Tipp kam damals auch hier aus dem Forum ;) 

LG

Martin
 
Guten Morgen,

danke für die Rückmeldungen. Ich werde mal mit den einfach Tips anfangen am Wochenende. Ich melde mich dann, wie es gelaufen ist.

Gruß,

Sascha 
 
Hallo zusammen,

ich habe das gute Stück einmal entlüftet. Außerdem habe ich festgestellt, dass er einen sehr niedrigen Kühlwasserstand hatte. Ich denke dort ist etwas undicht. Ich werde mal auf die Suche gehen.

Gibt es bei Überhitzung oder zu wenig Kühlflüssigkeit eine Notabschaltung? Heute konnte ich ihn über eine Stunde ohne Probleme verwenden.

Danke für alle eure Tipps.

Gruß,

Sascha
 
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