Ölfiltergehäuse, Dichtfläche

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Gast
Moin,

ich Wechsel an meinem ZweitMF35/3 das ganze Ölfiltergehäuse. Bin derzeit dabei, die alte Dichtung am Block zu entfernen, sitzt fester als ich dachte.

Frage: Da ich seltener mit Dichtflächen zu tun habe: die neue Dichtung einfach nur rauf legen, oder würdet Ihr zusätzlich zu einem Kleber raten? Wie geht Ihr vor? Betrifft ja auch andere Dichtflächen am Block ebenso.

Jens
 
Hi Jens,

Wenn die Metallflächen nicht defekt sind (also keine großen Macken haben), dann reicht die Dichtung aus.

Mit Dichtmitteln immer vorsichtig umgehen. Wenn das Zeug sich beim Anziehen in die Bohrungen Drückt kann das im Motor Schaden anrichten.

Außerdem hat man dann immer Spaß bei erneutem Wechsel der Teile / dichtungen, wenn der alte Rotz entfernt werden muss.

Gruß,

MHF
 
Hallo MHF, die Metallflächen sind ok, habe am Schluß noch mal erst 600er und dann 1000er-Schleifpapier eingesetzt und dann waren auch die Miniminikratzer vom Schaper wieder weg. Ich habe die letzten zwei Tage etwas rumgesurft. Viele machen alles mit einem Dichtmittel und kaufen sich kaum noch Dichtungen. Andere streichen die Dichtungen ein und wieder andere nehmen die Dichtungen so. Einige nehmen für große Flächen ohne Dichtung ein anderes Mittel als zum Einstreichen von Dichtungen. Jeder hat eine andere Strategie und schwört auf sein Dichtmittel. Hängt natürlich auch vom Teil ab, das man abdichten will. Dann gibt es einige, die sagen, mit eingestrichener Dichtung geht schwerer beim Abschapen, andere sagen, es geht leichter (hängt sicher vom Dichtmittel ab). Und dann gibt es von einer Firma auch noch mehrere Produkte, z.B. Hylomar M oder blue. Da soll einer durchfinden.

Also da die Dichtung am Ölfiltergehäuse dick aufträgt, soll sie auf jeden Fall dazwischen um den alten Abstand zu wahren, finde ich. Leider weiß ich motortechnisch nicht, ob der Druck an dieser Dichtung hoch ist.Das Öl rauscht daran vorbei durch den Filter und dann wieder raus, also wahrscheinlich ist der Druck durchaus hoch, weiß das jemand?

In diesem Fall stelle ich mir ein dünnes beidseitiges Einstreichen der Dichtung mit Hylomar M vor. Am Einfachsten wäre es allerdings, Deinem Rat zu folgen.

Gibt es noch andere Meinungen oder Tips?

Jens
 
Hi Jens,

da hast du Recht, dass ist wohl teilweise eine Glaubensfrage...

Hylomar ist gut. Verwende ich auch manchmal.

Die letzten 50 Jahre hat es aber auch ohne funktioniert... oder?

Bei neuen Fahrzeugen wird teilweise alles mögliche nur noch geklebt.

Die 1,5 bar Öldruck sollte die Papierdichtung ohne Probleme halten.

Je nachdem was mit dem Dichtmittel in Berührung kommt, nimmt man auch verschiedene.

Öl, Wasser, Diesel, Benzin, Säure, etc. haben ganz unterschiedliche Wirkungen auf die Dichtmittel.

Und dann kommt es auch auf die Dichtung an.

Bsp:

Bei Zylinderköpfen wurden früher Dichtungen mit Metalleinsätzen genutzt. Die mussten mit Dichmittel benetzte werden.

Heute gibt es fast nur noch metallische Dichtungen, die kann man auch mit Dichtmittel einsetzen (steht so in manchen Rep Leitfäden)

Manche Hersteller raten aber heute von Dichtmitteln ab ....

 

Also ob es dicht ist oder nicht, siehst du im zweifelsfall erst hinterher.

Gruß,

MHF
 
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