Öleinfüllstutzen - Ferguson TEA 20

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fmeierde

Gast
Hallo,
mein Tea20 verliert Öl aus dem Öleinfüllstutzen, nicht viel aber mit der Zeit nervig, da es am Motorblock runterrinnt und unschön ausschaut.
Ist dieser Ölverlust normal bzw wenn nicht, wie kann ich ihn abstellen und was ist die Ursache dafür ?

Danke für die Hilfe

grüße
 
Hallo,

meiner Meinung nach ist das nicht normal. Entweder bläst er zuviel an den Kolbenringen vorbei und hat somit einen Überdruck Im Kurbelgehäuse, oder aber du hast zu viel Öl im Motor.

Bei meinem TEA kann ich während des betriebs den Einfülldeckel wegklappen.. da kommt kein Tropfen Öl, und kein kein Luftzug ist zu spüren.

Gruß, Hendrik
 
hm ok,
wie überprüfe ich denn ob die Kolbenringe noch in Ordnung sind bzw kann ich den Druck im Kurbelgehäuse irgendwie messen

Danke
 
Wie gesagt... bei meinem kommt während des Betriebes keinerlei Qualm oder Überdruck aus dem geöffneten Öleinfülldeckel.
Wenn‘s da ordentlich rausdampft und sogar Öl schmeißt, sind die Kolbenringe platt.
Alles dazwischen liegt im persönlichen Ermessen und den eigenen Ansprüchen...

Gruß, Hendrik
 
Hendrik,
habe vorgestern mal eine längere Ausfahrt gemacht so ca 30 km mit Last war ca. 1,5 stunden unterwegs Erfolgreich war das diese cremeefarbene Schmiere jetzt nicht mehr sichtbar ist, es gibt glaub ich auch ein Bild hier im Forum wo diese Rückstände erkennbar sind. Das negative während der Fahrt kommt Rauch aus dem Öleinfüllstutzen, zuviel Öl istnicht eingefüllt. Ist das dann doch ein Hinweis das die Kolbenringe bzw Ölabstreifringe hinüber sind oder gar nicht mehr vorhanden ?
Ist es damit getan diese zu erneuern oder kommt da noch mehr auf mich zu ?
Der Motorlauf ist eigentlich ruhig und gleichmässig.

Grüße

Frank
 
Hallo,

auch wenn das Thema schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, würde ich es gern nochmal aufgreifen.

Ich bin seit Oktober 2023 Besitzer eines 51er Fergy! Ich habe das selbe Problem, wie anfangs geschildert, nur ohne den Qualm (vorerst). Ich habe mir nichts dabei gedacht, da der Verkäufer (welcher regelmäßig TEA20 restauriert) meinte, in gewissem Maße wäre das normal, da bei warmen Motor Druck aufgebaut wird und dieser Deckel das ausgleichen soll. So weit so gut.

Gestern jedoch, nach ca. 20km Fahrt, qualmte es auch bei mir aus dem Stutzen, der Öldruck fiel ab und schlussendlich ging der Graue aus und ließ sich nicht mehr starten :( . War glücklicherweise kurz vorm Zuhause, sodass die letzten Meter mit Auto und Abschleppseil "gemeistert" wurden.

Nun zu meinem Anliegen:

Hatte sich denn irgendetwas bei der bisherigen Thematik ergeben bzw. eine Lösung gefunden oder wurde es nicht mehr verfolgt?

Eine Durchforstung des world wide web, in diesem Forum oder auch anderen haben bisher keinen Erfolg gebracht 

Ich freue mich über jegliche Arten von Antworten/ Tipps / Hinweisen und sage

Beste Grüße

Thomas 
 
Noch ein kurzes Update:

Ich bin kein passionierter Bastler was Traktoren angeht, bisher beschränkte sich das auf eine kleine Simson (ein ostdeutsches Moped, wem das nix sagt ;-) ).

Deshalb habe ich mir mal die Zündkerzen angeschaut und das Ergebnis sieht man auf dem Bild. Ausgehend von meinem Moped, wo die Kerze schön rehbraun ist, bin ich hier weit davon entfernt und ich vermute deshalb, auch bei einem Traktor ist das nicht gut.

Vielleicht hilft das ja irgendwie bei einer kleinen Fehlereingrenzung.

Vielen Dank!

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Hallo Thomas

Das Kerzenbild ist nicht gut. Sehen alle so aus? Ohne den erwähnten Rauch aus dem Öleinfüllstutzen, hätte ich mal gesagt: Richtige Kerzen montieren und Vergaser magerer einstellen. In vorliegenden Fall würde ich aber gerade auch mal die Kompression der einzelnen Zylinder messen.

Gruss Fixu

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TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
Hallo,

schön, dass Jemand antwortet :-). Ja, die Kerzen sehen alle so aus, habe nur exemplarisch 2 reingestellt.

Den Vergaser magerer einstellen heißt, ich drehe die Schraube der Hauptduse von ursprünglich 2,5 Umdrehungen etwas mehr rein ja?!

Wie misst man denn die Kompression und wo müsste der Wert liegen?

Und was heißt richtige Kerzen montieren? Sind meine falsch?

Schönen Sonntag wünsche ich noch!

Beste Grüße

Thomas 
 
Auf jeden Fall sehen die Kerzen nicht gut aus. Wenn es nur eine dicke Schicht Russ ist kann es an zu fettem Gemisch liegen. Wenn sie stark ölig sind, kann es auch an ausgeleiertenz Ventilführungen liegen. Kerzentyp und Vergasereinstellungen hängen vom Modell ab. TEA oder TED? Foto vom Traktor,  Motor und Vergaser wären noch hilfreich. Welche Kerzen sind jetzt drin? Es gibt Kompressionsmesser, das ist ein Manometer, dass du in die Kerzenbohrung  einschraubst und dann den Anlasser betätigst. Wie war das genaumit dem abfallenden Öldruck?

Gruss Fixu

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TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
Also, dass mit dem Druckverlust ging Recht schnell, ich würde sagen, nichtmal 1 Minute. Es ging vor meinem Heimatort etwas berghoch und dann war vorbei. Er ging aus und nicht mehr an.

An den Kerzen ist so ein Mix zwischen Ruß und Öl, ungefähr 50/50 schätze ich. Auf den Kerzen steht nix drauf, was das für welche sind. Könnte die Lange mal messen, da ich in anderen Themen gelesen habe, da sollten längere rein.

Zu dem Traktortyp, es ist ein TEA20, Benziner, Baujahr 1951.

Im Anhang Bilder vom Traktor, Vergaser und dem Motorblock!

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Sorry Thomas, aber ich muss nochmals nachfragen: Ist der Öldruck runter als der Motor noch lief oder schonausgegangen war und ging er auf null oder bis wie weit runter? Und was meinst du mit 1 Minute? wie ist die Seriennummer des Schleppers? Wie viele Stunden hast du den Schlepper seit dem Kauf etwa bewegt?

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TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
Alles gut, wer nicht fragt, bekommt keine Antworten. Also ich bin gefahren, ca. 10km. Dann kam die besagte Anhöhe ich wurde langsamer und die Öldruckanzeige ging auf 0. Alles während der Fahrt, bis er wie oben gesagt ausging. Und das geschah alles innerhalb 1 Minute, vielleicht sogar nur 30s!

Seit Kauf im Oktober 2023 bin ich grob überschlagen vielleicht 12h gefahren.

Ist mit Seriennummer die eingestanzte Nummer am Getriebe gemeint oder welche Nummer?
 
Die Seriennummer ist auch dem Typenschild gleich über dem Lenkrad eingeschlagen, sofern es noch vorhan ist.

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TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
 

Hallo Tomas

So, ich will dich jetzt nicht weiter mit Fragen löchern. Das dein TEA bereits beim Kauf aus dem Öleinfüllstutzen schnaufte und nun rauchte ist kein gutes Zeichen für den Gesamtzustand des Motors. Deine Beschreibung über den Druckabfall und dem anschliessenden Ausgehen des Motors lässt leider einen ausgewachsenen Motorenschaden vermuten. Du solltest dir überlegen was du eventuell noch vom Verkäufer erwarten kannst (war wohl von Anfang an nicht i.O.) oder ob du selbst ran gehst oder jemand beauftragst. Wenn ich selbst so einen Fall hätte würde ich wie folgt vorgehen:

  1. Motorölkontrolle (Stand und Farbe/kein Wasser drin?)
  2. Wenn i.O. Kerzen raus
  3. Motor mit Kurbel durch drehen und auf verdächtige Geräusche achten.
  4. Wenn i.O. und wenn du etwas über den Zustand des Motors wissen möchtest, auf jedem Zylinder die Kompression messen.
  5. Wenn i.O. Neue Kerzen besorgen (Ich verwende NGK 6 ES oder B 4 ES oder Bosch WR 8 DC)schauen ob Zündfunke da ist und Kerzen montieren
  6. Startversuch, wenn nach ca. 4 Sekunden kein Öldruck, sofort abstellen.
  7. Wenn i. O. Vergaser einstellen (Grund Einstellung der Rändelschraube Verstellbare Hauptdüse) bei deinem Modell 1 Umdrehung offen, danach feineinstellen, dass er gut läuft und sich beim raschen vollgasgeben nicht verschluckt).
  8. Sobald einer der Punkte 1, 3, 4, oder 6 nicht i.O. Motor aufmachen und revidieren.  
 

Wahrscheinlich könntest du dir aber auch mein zimperliches Vorgehen sparen und ihn gleich aufmachen, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Wünsche dir viel Erfolg.

Viele Grüsse Fixu

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TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
Hallo!

Ich muss dazu sagen, der Verkäufer hatte den Motor nicht offen, da er nach der Restauration gut lief. Dem schenkt man ja erstmal so Glauben, wenn man nicht so die Ahnung hat. Er restauriert regelmäßig alte Schlepper, darunter auch andere Hersteller (ich hatte eine ganze Palette von Bildern zu sehen bekommen). Die Probleme traten erst später bei mir auf.

Ich bin dennoch dankbar für diese ganzen Hilfestellungen und werde mich definitiv nochmal mit dem Verkäufer kurz schließen!

Vielen Dank und ich werde berichten, wie sich das weiter entwickelt.

Dankeschön!!!
 
Guten Morgen,

nochmal kurz zurück zu dem Thema. Sollte ich den Motor öffnen müssen, bekommt man das Laie hin oder sollte ich die Finger von lassen?

Ich hätte noch in der Hinterhand einen Nachbarn, der ist Landmaschinentechniker. Der geht mir sicher zur Hand. Und wer große John Deere, New Holland etc. reparieren kann, der sollte doch mit so nen kleiner Fergy locker klarkommen oder was meint ihr?!

Einen schönen Tag wünsche ich.

Beste Grüße

Thomas 
 
Guten Morgen Thomas

Für eine erfolgreiche Operation empfehle für einem Laien:

Viel Zeit, genügend Platz, trechnisches Vertändnis und Freude am Schrauben, Zollwerkzeug und das Workshop Manual (ca 400 Seiten, im Netz oder als Reprint bestellbar). Habe es auch als Halb-Laie selbst gemacht. Gewisse Arbeiten muss man dann halt trotzdem auswärtsgeben, sofern es sie braucht z.B. Kurbelwell schleifen und Kopf planen.

Gruss Fixu

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TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
Hallo Fixu,

die erwähnten Voraussetzungen dürfte ich halbwegs erfüllen und zur Not bleibt ja denn noch mein Nachbar.

Wie lange haben Sie dafür benötigt damals?!

Gruß

Thomas Wagner 
 
 Ist schon eine Weile her aber ich habe da schon ein paar Samstage und Abende gemütlich daran gewerkelt.
FergyThomas:

Hallo Fixu,

die erwähnten Voraussetzungen dürfte ich halbwegs erfüllen und zur Not bleibt ja denn noch mein Nachbar.

Wie lange haben Sie dafür benötigt damals?!

Gruß

Thomas Wagner 

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TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
Hallo und guten Abend in die Forumsrunde,

ich möchte das Thema nun gern zum Ende bringen, denn der Fehler wurde seitens des Verkäufers und gleichzeitigem Mechanikers gefunden. Die genaue technische Bezeichnung habe ich mir jetzt nicht gemerkt, aber ich hänge ein Bild an, wo man das Teil sieht. Ich hoffe von der Beschreibung bekomme ich es noch halbwegs zusammen.

Es handelte sich um die / eine Welle, welche die Ventile steuert. Darauf waren bzw. sind so eine Art Buchsen und davon war eine gebrochen (auf dem Bild ganz rechts zu sehen). Somit haben die Ventile verrückt gespielt, keine Kompression und dann kam eines zum anderen.

Das Problem wurde behoben, gleichzeitig noch neue Kolbenringe, Dichtungen usw. und seid gestern habe ich den Fergy nun wieder. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, springt auf Anhieb an, laufruhig und das Wichtigste, kein Rauch oder Öl kommt mehr aus dem Stutzen.

Ich habe es mir tatsächlich nicht zugetraut, das alleine zu machen und die Entscheidung mein Vertrauen in die Hände des Verkäufers zu legen war goldrichtig.

Dennoch Danke für die vielen Tipps und Anregungen hier und vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen in Zukunft.

Bleibt gesund und eine frohe Zeit für die kommende Treckersaison.

Beste Grüße von mir!

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Hallo Thomas

Danke für die Rückmeldung. Es ist immer schön zu erfahren wie es ausgegangen ist, so kann man etwas lernen.Hätte ich jetzt nicht erwartet das die Lagerung der Kipphebelwelle bricht 😳.Wünsche dir eine gute Zeit

Gruss Fixu

****************
TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
Hallo,

wäre auch sehr schwer rauszufinden gewesen, wenn mein Mechaniker das vor Jahren nicht schonmal einmal hatte. Deshalb war das Problem schnell gefunden.

Ich hoffe nun, dass ich eine schöne Zeit habe und viele schöne Stunden mit dem kleinen Grauen verlebe!

Ein frohes Osterfest wünsche ich allen, die das hier noch lesen.

Beste Grüße

Thomas 
 
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