Neuling hat TEA 20 Benziner 1954 gekauft

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MF TEA 20 1954

Gast
Hallo und Moin Moin,

ich wollte meine neue Errungenschaft kurz vorstellen. Es ist ein TEA 20 Benziner mit der SN 403XXX mit 30 Ps Baujahr 1954 teilrestauriert mit ca. 4000STD laut Vorbesitzer ??. Er springt super an, auch bei -5Grad, Gänge schalten super, Zapfwelle und Hydraulik funktionieren auch.12V Batterie verbaut, nichts ausgeschlagen und läuft kernig rund vom Motor.

Bilder folgen später

Es ist ein super hübscher und schneller grey fergie. Nun habe ich mal ein Paar Fragen. Warum findet man solche Schlepper nicht so häufig im Netz, also auf verkaufs Plattformen? Wenn man dann welche findet, dann sind es welche,in  die man sehr viel Zeit und Geld investieren kann. Ist der trecker in Deutschland nicht so häufig anzutreffen und warum sieht man ihn hierzulande kaum auf Oltimer Treffen. Ist er nicht so angesehen? Wie ist seine Wertentwicklung einzuschätzen.

Weiterhin habe ich gesehen, das die Zahnräder im Getriebe beim fergy schrägverzahnt sind und es keine Geräusche beim fahren gibt. Bei meinem bekannten, der einen Deutz hat (F2L 612/6)macht das Getriebe deutlich mehr Abrollgeräusche beim Fahren, da  gerade verzahnte Getriebebauteile.Warum haben die deutschen Hersteller hier nicht auch nachgezogen.

Könnt ihr mir bitte kurz mitteilen, welches Werkstatthandbuch ich mir zulegen sollte, für die anstehenden Pflege und ggf. Reparaturen/Einstellungen und wo man Ersatzteile kaufen sollte.

Als letztes wollte ich mal wissen, wie Robust und/oder anfällig ihr den  TEA 20 Benziner einschätzt.

Ich Danke für Eure Zeit und Antworten.

Beste Grüße Marco

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Hallo und herzlich willkommen!

Ich habe mir letztes Jahr meinen ersten Ferguson gekauft, auch einen TEA20. Das Modell war mir bis dahin völlig unbekannt, ich denke dass die Benziner im Speziellen in Deutschland schon ziemlich selten sind, da sie meines Wissens nach hier nie offiziell verkauft worden sind. 

Auf Treffen habe ich bisher kaum andere gesehen, obwohl ja vom TE20 (also alle Modelle wie TEF, TED usw.) knappe 517.000 Stück gebaut worden sein sollen. Du hast also den Käfer unter den Traktoren gekauft und keiner kennt ihn hier...

Auf ******** gibt’s die eine oder andere Gruppe, da sind vor allem natürlich die Briten sehr aktiv, dort wird der Grey Fergie teilweise noch aktiv genutzt.

Ich finde den technischen Aufbau ziem genial und simpel, man kann im Prinzip alles selber reparieren. Grad das Thema Zündung und Vergaser war für mich als Traktorneuling super, denn das kennt man ja meistens von Moppets und Autos. Habe gleich mal eine unauffällige Elektronikzündung verbaut, jetzt läuft er sch geschmeidig!

Als Buch habe ich mir das originale Werkstatthandbuch (in Englisch) gekauft, das gibt’s auch irgendwo im Netz als Download.

Viel Spaß mit deinem Fergie!

Grüße,

Carsten
 
Moin Carsten,

so wie du hatte ich den TEA 20 auch nicht  auf dem Schirm.Ich hatte eher den MF 133/135 oder Fendt im Auge.  Als ich ihn mir vor Ort angesehen und gefahren bin war ich echt begeistert. Was meinst du denn damit , das ich den Käfer gekauft hätte ?:)

Bei meinem Landmaschienen Händler um die Ecke  stand dieses Modell auch, sogar mit originalem Pflug. Dort habe ich nachgefrag, ob dieser Trecker zu verkaufen ist. Auskunft“ So einen Trecker verkauft man nicht“ Dann denke ich mal, das ich alles richtig gemacht habe. 

Beste Grüße aus Kiel 

Marco
 
Mit „den Käfer gekauft“ meinte ich dass wir den eigentlich (nach dem Lanz Glühkopf) eigentlich bekanntesten und meistgebauten Traktor der Welt haben. Über eine halbe Million mal gebaut, der angeblich Wegbereiter der modernen Landwirtschaft - nur kennt ihn hierlande kaum jemand.

Eine halbe Million allein von einem Typ, so viele haben Eicher, Deutz, Güldner und Schlüter (die alle auch toll sind) nicht zusammengerechnet gebaut... 😂
 
Hallo,

willkommen im Club, auch ich wollte keinen Ferguson, aber dann schlug das Schicksal unbarmherzig zu, Er tat mir leid und ich hatte eine Menge Arbeit und danach auch den Ausgleich durch Freude.

Meiner war wohl ursprünglich ein TED, Tank und Zylinderkopf zeigen dahin. Viel Arbeit am Motor aber ein schönes und trotzdem seltenes Massenprodukt.

Mehr Infos auf unserer HP

www.oldtimerzunft-guntersblum.de/Restaurationen/2012/Fergie_TEA/Fergie_1/event.php#start  und

www.oldtimerzunft-guntersblum.de/fahrzeuge/gs/Ferguson_TEA/f_steckbrief.php#start
 
Hallo Carstern,

da stand ich wohl auf dem Schlauch, was den "Käfer" angeht. Danke noch mal für die nette Erklärung und Eure Erfahrung mit dem Fergy.

Schade das es scheinbar kein deutsches Handbuch gibt. Naja, geht dann alles so seinen gang. Was für Benzin und Bleiersatz verwendest Du.

Gruß Marco
 
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Das Benutzerhandbuch ist auf Deutsch, das war beim Kauf mit dabei. Werkstatthandbücher habe ich allerdings nur in Englisch gefunden.

Der graue bekommt ganz normales Normalbenzin, dessen Motor wurde 2008 komplett revidiert, die Ventile usw. sind neu und auf bleifrei umgebaut.

Mein mittlerweile zweiter Ferguson, ein FE35, bekommt allerdings LiquiMoly Bleiersatz zudosiert.

Viele Grüße,

Carsten
 
Moin Carsten,

mein Tea 20 hat am Peilstaab 3 Mackierungen um Motoröl zu prüfen., Der Ölstand befindet sich unterhalb der drei möglichen Füllständen. Kannst du mir sagen warum das so ist, oder wozu?

Danke schon mal im voraus. 

Gruß Marco
 
Hallo Maco

 Der Ölstand befindet sich unterhalb der drei möglichen Füllständen  = Alarmstufe rot. Öl auffüllen, oberste Markierung nicht überschreiten. Wieso es drei und nich nur zwei  Markierungen am Messstab hat weis ich auch nicht. Die unterste Markierung sollte aber in keinem Fall unterschritten werden. Bei meinem TED schau ich dass er immer zwischen den zwei oberen Strichen liegt.

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Bin mir nicht zu 100% sicher, meines Wissens nach stehen die für Minimum/Optimum/Maximum.

Gruß,

Carsten
 
Hallo Fixu,

Vielen Dank für die super schnelle Antwort. Dann ergänze ich mit 15w40. 

Vielen Dank !

  Marco
 
Hallo Fixus,

das Öl wird dann wohl am Motor in die Öffnung mit dem „Federdeckel“ eingefüllt. Ein Schraubverschluss konnte ich nicht finden  :) Muss dann noch mal Paar Bücher  als Werkstatt/Handbuch zulegen, damit ich nicht Grjndlegende Dinge erfragen muss  :) 

@Carsten  Dir auch noch mal Danke für die Infos .!!
 
Ja, beim Federdeckel links am Motor. Und wenn du schon dabei bist würde ich gleich auch den Ölstand im Luftfilter und im Getriebe prüfen. Mindestens eine Bedienungsanleitung solltest du dir schon zulegen.

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Ich weiß allerdings nicht ob ein modernes 10W-40 geeignet ist? So wie ich das immer lese sind ungelegierte moderne Öle eher ungeeigne. Für den Sommer wird meistens ein unlegiertes 30er Einbereichsöl empfohlen.

Viele Grüße,

Carsten
 
Hallo,

in meinem TEA/TED fahre ich 20W50, bei niederen Drehzahlen geht der Öldruck bei heißem Motor auf ca 10 PSI zurück, deshalb würde ich kein 10er Öl einfüllen. Im Allgemeinen sagt man jedoch, daß es reicht wenn das Öl an den Ventilen ankommt.

Der Motor ist überarbeitet, Kurbelwelle, Kurbelwellenlage, Pleuellager, Kolbenbolzenlager, Laufbüchsen, Kolben, Ventile, Ventilführungen, Kipphebel, Kipphebelwelle und die Ventilstößel sind neu.

Moderne Öle wie auch 20W50 sollten in Oldtimern nicht verwendet werden, da sie den Schmutz in der Schwebe halten und damit immer wieder in die Lager befördern. Da der TEA/TED Motor doch ein moderner Motor war hat er schon einen Ölfilter der diese Schmutzteile auffängt, damit sie keinen Schaden anrichten.

Dies sind meine Ansichten, wenn ich falsch liege gelobe ich dann Besserung (im eigenen Interesse)

Gruß

Gunther
 
Hallo Marco

15W40 oder 20W50, beides ist okay. Mit 20W50 hat mein TED eher eine Spur besseren Öldruck wenn er richtig heiss ist. Aus liebe zu den alten Dichtungen verwende ich kein synthetisches Öl. Wenn du den Trekker neu hast und seine Vorgeschichte nicht kennst, solltest du dir überlegen Öl- und Filterwechsel zu machen, vor allem wenn das Öl schon ganz schwarz ist.

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Hallo Fixu, Hallo Günther,

ich weiß dann erstmal bescheid.

Danke und ein schönes Wochenende.

Gruß Marco
 
Hallo,

hier einmal ein Foto vom Fergy. Dann habe ich noch mal ein Bild gemacht, wie die Batterie angeschlossen ist. Nun meine Frage, könnt Ihr mir sagen ob das jetz Masse =Masse ist, oder ist der Batterie +Pol =Masse + ist. Also kann man so jetzt einfach wie gewohnt den Warnblinker/Blinker anschließen.Die rechten Kabel sind Batterie Plus und das Linke schwarze kabel mit den Unterlegscheiben ist Minus. Weiterhin habe ich mal eine Zündkerze ausgebaut, hier ist mir aufgefallen, das der Vorgänger die alte "Unterlegscheibe" zusätzlich mit drunter gelegt hat. Ist das so richtig, oder hat er das nur übersehen.Denn die neue Zündkerze hat ja eine relativ dicke Unterlegscheibe montiert. Der Trecker lief bis Dato nur im Stand und die Kerze hatten ein schwarzes Rußbild.

Ihr könnt ja bitte mal schauen.

Beste Grüße Marco

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Hallo noch einmal.

hier das Bild von meiner neuen Errungenschaft.

Gruß

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Hallo Marco,

Wenn auf dem Foto das linke Kabel zum Minuspol der Batterie geht, hast du Minus an Masse. Also Festland-Europa-Standard.

Kann das sein dass du den Dichtring an der Zündkerze meinst? Der wird bei der ersten Montage plattgedrückt, deshalb schaut der an der neuen Kerze dicker aus.

Gruß,

Carsten
 
Hallo,

der kleine Graue hat Standardmäßig + auf den Chassis, da hilft nur die Nachverfolgung der Kabel. Meinen habe ich bei der Neuverkabelung auf - am Chassis umgebaut, damit kann ich auf den heimischen Bauteilemarkt zurückgreifen.

Gruß

Gunther
 
Hallo Carsten,

leider habe ich das nicht so mit Ekektrik und freue mich über deine verständliche Antwort. 

Auf dem Bild zu sehen rechts, geht ein dickes Schwarzes  Kabel an den Plus + Pol, das Zweite geht direkt an den Starter.

Das linke dicke schwarze kabel geht direkt an den -Pol!

Dann bekomme ich jetzt auch die Beleuchtung/Warnblinker hin  

Was die Zünkerzen angeht, da hat der Vorgänger wohl die alte „Unrerlegscheibe“ übersehen, deshalb sind wohl zwei dran. Naja er läuft ja super  

 Beste Grüße

Marco
 
Dann ist deiner schon umgebaut worden. Wie Gunther schon sagte, ab Werk sind die alten Briten mit Plus auf Masse.

Viel Spaß damit!

Ich war am Sonntag mit meinem und ein paar Schlitten hinten dran im Schnee unterwegs, macht auch Spaß... :-)

Gruß,

Carsten
 
Moin Carsten, Moin Gunther

da bin ich jetzt neidisch. Wir in Schleswig-Holstein haben keinen Schnee😂

im im Moment regnet es, ich könnte mir ein Gummiboot hinter hängen :)  

Kann ich eigentlich irgendwie die maximal Drehzahl am Motor messen, oder stellt man das nach Gehör ein ?

oder kann man irgendwie einem Drehzahlmesser anschließen.

Beste Grüße

Marco
 
Hallo Marco

Am einfachsten geht‘s bei einer Geschwindigkeitsmessstelle auf der Strasse oder mit einer Smatphone-Temo-App. 4. Gang mit Originalgetriebe und -Bereifung ergeben bei 2200 U/min etwa 23 km/h.

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
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