Mulcher

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Ferguson_Frank

Gast
Hallo zusammen, wollte mir einen Mulcher für meinen te 20 zulegen. Benutzt jemand so ein Teil?

im Moment habe ich noch das Problem das die Hydraulik nur ganz oben oder ganz unten kennt, wenn der Traktor steht sackt die Hydraulik ab, das Problem muss ich dann auch noch lösen..

Gruß aus dem Saarland, Frank
 
Hallo 

Ich weis jetzt nicht genau wieviel PS deiner hat aber ich mulche mit meinem MF 133 mit 35 PS u. 1.65m. Denke ein 1.35m oder 1.65 sollte deiner auch packen.
 
Ich habe am 35er auch einen 160cm-Mulcher mit Hammerschlegeln.

Bei der Bemessung eines Mulchers spielt eher eine Rolle, was du Mulchen willst. Wenn es nur darum geht, einen "Rasen" regelmäßig zu mähen, kannst du einen Sichelmulcher, oder einen mit Y-Messern nehmen. Da kannst du am TE vermutlich auch 2m AB fahren (wenn er das Gerät zum Anheben packt, und das Gras nur wenige cm hat)

Sobald Gestrüpp oder sehr hohes Gras ins Spiel kommt, würde ich mehr in Richtung Hammerschlegel tendieren, und die AB reduzieren. Wenn ich mit dem 1,6m-Mulcher in Ginster-Sträucher reinfahre, merkt man schon, dass das leistungsmäßig an die Grenze gehen kann. Dabei waren die Ginsteräste kaum mehr als 10mm dick (alles Dickere habe ich schon rausgezogen).

Die Hydraulik ist beim TE20 noch nicht so weit entwickelt wie beim FE/MF35. Es gibt keine Positionsregelung, d.h. die Hydraulik kann eine eingestellte Position nicht selbstständig halten. Dass die Hydraulik bei stehendem Motor oder ausgekuppelt absackt ist normal, und ohne Doppelkupplung quasi nicht zu vermeiden (lediglich die Geschwindigkeit des Absackens hängt mit dem Verschleiß zusammen). Zum Mulchen brauchst du aber auch nur unten (Arbeitsstellung) und Oben (Transportstellung). Der Mulcher läuft auf Kufen oder der Nachlaufwalze.

Gruß (ebenfalls aus dem Saarland) Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Frage ist halt, wie gut man ohne Doppelkupplung klar kommt? Vermutlich fällt das bei einem Schlegelmulcher nicht weiter auf, da er über genügend Schwungmasse verfügt. Auf jeden Fall braucht man aber eine Gelenkwelle MIT Freilauf. 

Grüße hometown 
 
Edit:

Wenn man mit angehobenem, aber laufendem Mulcher den Schlepper anhält, wird der Mulcher wohl hochtouren, da ja auf einmal dann die Motorbremswirkung weg fällt. Dann ist halt die Frage, was beim "Wiedereinkuppeln" geschieht, wenn der Mulcher abrupt wieder runtergebremst wird... Daher eine Gelenkwelle mit Freilauf. 
 
Hallo, danke für die schnellen Antworten, hat mir sehr geholfen bei der Auswahl.

Es wird ein Schlegelmulcher mit 1, 60 Arbeitsbreite und ne Gelenkwelle mit Freilauf....

Gruss Frank
 
Bevor du die Gelenkwelle kaufst... Die Schlegelmulcher neuerer Bauart haben fast immer ein Freilaufgetriebe. Hat meiner auch... Da braucht es keine Freilaufwelle mehr (die ja doch deutlich teurer ist)

@Hometown: "Hochtouren" kann der Mulcher eigentlich nicht. Bei der einfachen Kupplung müsste auch im ausgekuppelten Zustand über das Getriebe eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Hinterrädern und Zapfwelle bestehen. D.h. der Mulcher treibt beim Auskuppeln die Hinterräder mit seiner Schwungmasse an, bzw. er kann und wird mit der Hinterradbremse abgebremst werden müssen. Dann dürfte das beim Einkuppeln keine Probleme machen. Wenn man viel rangieren muss, nervt aber das ständige Beschleunigen und Bremsen des Mulchers vermutlich schon....

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
MF 133 mit 1,60 m Hammerschlegel-Mulcher

Bei sehr hohem Gras fahre ich im kleinsten Gang, aber immer mit hoher Drehzahl. Ohne die Doppelkupplung würde das viele Wenden aber stark die Antriebsriemen des Mulchers beanspruchen.

Hier ein Link zu meinem letzten Mulcheinsatz:

https://www.youtube.com/watch?v=hQX_7Ahu8mM

https://www.youtube.com/watch?v=hQX_7Ahu8mM
 
cf_84:@Hometown: "Hochtouren" kann der Mulcher eigentlich nicht. Bei der einfachen Kupplung müsste auch im ausgekuppelten Zustand über das Getriebe eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Hinterrädern und Zapfwelle bestehen. D.h. der Mulcher treibt beim Auskuppeln die Hinterräder mit seiner Schwungmasse an, bzw. er kann und wird mit der Hinterradbremse abgebremst werden müssen. Dann dürfte das beim Einkuppeln keine Probleme machen. Wenn man viel rangieren muss, nervt aber das ständige Beschleunigen und Bremsen des Mulchers vermutlich schon....
Nein  - der TE hat keine getriebeabhängige Zapfwelle, wie deutsche Schlepper dieser Zeit, sondern eine reine Motorzapfwelle - da kann keine Verbindung zwischen Getriebe und Zapfwelle bestehen... In unserer Familie z.B. wird mit dem TEF seit Jahrzehnten Holz gesät - mit einer angebauten Kreissäge und das natürlich im Stand - mit einer Getriebezapfwelle würde das nicht gehen... 

TE: Motorzapfwelle mit Einfachkupplung 

EDIT: Es wird also wohl- wie bei der Doppelkupplung - der Antrieb der Zapfwelle mit einer Hohlwelle am Getriebe "vorbei" realisiert sein... 
 
@hometown: ich habe nochmal in meinem RLF geschaut, da ist eine Schnittdarstellung des Getriebes vom 35er mit Einfachkupplung drin.

Die Getriebeeingangswelle ist ein-Fach. Das Zahnrad der Eingangswelle wirkt auf die Getriebewelle und auf die Zapfwelle --> Zapfwelle und Getriebe werden von der gleichen Welle angetrieben. Ergo treibt die Zapfwelle rückwärts bei eingelegtem Gang die Hinterräder an, und umgekehrt. Bei Leerlauf (Gangschalthebel oder Gruppenhebel, das ist egal) ist diese Verbindung unterbrochen, daher klappt das auch mit der Holzsäge.

Das ist nicht mit der Wegezapfwelle zu verwechseln! Die greift nach dem Getriebe ab, direkt an der Welle zum Differential, damit sie passend zum eingelegten Gang die richtige Drehzahl hat.

Mit "am Getriebe vorbei" liegst du also richtig. Die Hohlwelle ist innen drin. Aber nicht an der Kupplung vorbei (sonst wärs ja ne Doppelkupplung) und daher immer mit der Getriebeeingangswelle verbunden.

So wie Tom läuft das bei mir auch. Damit das Mulchergebnis fein wird, fahre ich auch im kleinsten Gang mit Nenndrehzahl.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo Christian!

Stimmt zu 100% was du geschrieben hast - ich hab mir alle Unterlagen raus gekramt, die ich vom TEF habe. Das Getriebe ist zwar komplett anders als beim 35er - erstens hat es drei Wellen übereinander, ALLE Räder sind schräg (!!) - verzahnt und es hat natürlich keine Gruppen, aber der Kraftfluss ist quasi identisch mit einem 35er mit Einfachkupplung. Ob das jetzt allerdings ein Vorteil ist, sei mal dahin gestellt...

Irgendwo muss allerdings ein gewaltiger Pferdefuß sein - hier im Dorf laufen 5 TEF und ich habe in über 40ig Jahren nicht einen einzigen mit einem zapfwellengetriebenen Gerät gesehen! Nicht mal bei der Heuernte. 

Als ich eben die Unterlagen durchgesehen habe, ist mir die Erklärung "vor die Füße gefallen" - der bei MF allseits bekannte Schalthebel links am Getriebegehäuse - der "Zapfwellenschalthebel" - der nennt sich beim TEF gar nicht so! Das ist der "Hydraulikpumpenschalthebel" !!! Du ahnst was kommt? Richtig - Zapfwelle und Hydraulikpumpe laufen nur zusammen... Bliebe also nur, den laufenden (!) Mulcher anzuheben, Hydraulikpumpe und Zapfwelle zusammen auszuschalten und so zu fahren... Dazu müsste der Hubzylinder aber 100%-ig dicht sein... Problematik ist ja bekannt... 

Bei unserer Säge ist das kein Problem - diese läuft auf Rädern hinterher. Könnte man also zumindest gezogene Heumaschinen verwenden - geht bei uns in der Gegend aber nicht, da das Gelände für diese zu anspruchsvoll ist. 

Und zur Arbeitsbreite - 1970 kam unser Kreiselmäher Fahr KM22 mit 1,65m Arbeitsbreite auf den Hof. Während der MF135 gut mit ihm klargekommen ist, hatte unser MF35 schon zu kämpfen. Möchte damit sagen, dass ein 27PS-Schlepper mit einem 1,60m breiten Mulcher sicherlich überfordert sein wird!? 
 
Zweifel machen sich breit:

Kann es wirklich sein, dass Hydraulikpumpe und Zapfwelle nur gemeinsam laufen?? Dann würde sich ja beim Pflügen auch immer der Stummel mit drehen!? 

Oder hat der "Zapfwellenschalthebel" womöglich zwei Stellungen - einmal für "nur Hydraulikpumpe ein" und einmal für "Hydraulikpumpe und Zapfwelle ein" ?? 

Da die mir vorliegende Bedienungsanleitung auf die Zapfwelle überhaupt nicht nähers ein geht - ja quasi so tut, als sei diese lediglich zum Aufstecken der Riemenscheibe gedacht - kann ich dazu leider nichts sagen.

Daher - wo sind die TE- Besitzer? Bitte mal schauen, wie es sich mit Zapfwelle und Hydraulikpumpe verhält!

DANKE!!
 
Und hier ist die Antwort - wenn auch auf Englisch - der vierte Post von oben: 

www.mytractorforum.com/threads/need-some-help-please-free-ferguson-to-30-pic.219701/#post-1981268

(Hier geht es um den TO30, der ist aber nahezu identisch mit dem TE20...)

EDIT:

Ich fasse es mal zusammen:

1. Hydraulikpumpe und Zapfwelle laufen nur zusammen

2. ohne laufende Hydraulikpumpe senkt sich die Dreipunkthydraulik schnell ab

3. Freilauf in der Gelenkwelle ist nötig -ansonsten "schiebt" der Mulcher den Schlepper in ausgekuppeltem Zustand weiter

4. Zur Fahrt mit einem zapfwellengetriebenem Anbaugerät muss auf der Straße die Gelenkwelle ausgebaut, oder hochgehängt werden, da ansonsten das Gerät während der Fahrt drehen würde. 

5. Mulcher kann nur während der Schlepper fährt angehoben werden, oder wenn eingekuppelt , aber der Gang draußen ist (im Stand). 

Das ist also die Antwort darauf, warum bei mir im Dorf niemand seinen TEF zur Heubereitung nutzt - viel zu kompliziert... Erstens müsste zur Straßenfahrt die Gelenkwelle vom Zapfwellenstummel abgezogen werden und zweitens nervt es gewaltig, wenn bei angehaltenem Schlepper die Dreipunkthydraulik "tot" ist und man erst den Gang raus nehmen und dann wieder einkuppeln müsste, um das Gerät anzuheben... 

Sorry - aber der TE war, spätestens mit dem Erscheinen des FE35, hoffnungslos überholt. Auch in meiner Familie wurde gerade 4 Jahre nach Kauf des TEF (1956) auf einen MF35 (1960) gewechselt. Möchte nicht wissen, wie viel die Händler damals auf den Preis des 35er nachlassen mussten, um den Frieden zu wahren... Der TEF war übrigens 1960 weder gebraucht zu verkaufen, noch in Zahlung zu geben - daher ist er heute noch vorhanden... Bereits 1964 kam dann noch ein MF135 dazu, 1970 ein MF165 Multipower und 1975 ein MF158 8-Gang. Alle fünf übrigens mit Hitch-Anhängung. 
 
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