Mittelachsträger wackelt

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mf-gustav

Gast
Moin Ihr Lieben

ich habe einen 135 mit grader Vorderachse und großer Bereifung (Vorn 19", hinten 32") Die Vorderachse wackelt um den Mittelachsbolzen herum, am Rad haben wir (TÜV und ich) 10 cm Versatz gemessen. Ich habe die Mittelachse ausgebaut und gerade mal 0,8mm Spiel um den Mittelachsbolzen herum gemessen. Mich überraschte, dass so eine winzige Ungenauigkeit solche Folgen hat. Eine neuer Mittelachsträger kostet 190 Euro aber ich weiss nicht, was ich dann geliefert bekomme. Wie genau mögen da die Bohrungen sein?

Ist es besser, die alte, originale  Achse aufarbeiten zu lassen (Material aufschweissen zu lassen und das Loch neu bohren) oder besser gleich eine neue Achse kaufen? Kann mir einer von Euch einen Rat geben?

Liebe Grüße aus dem Süden Hamburgs

Gustav
 
Hallo Gustav,

sitzt der Bolzen im Achsträger denn spielfrei? 1mm Spiel auf jeder Seite plus das Spiel in der Achse selbst macht auf die Länge schon was aus, 10cm kommen mir aber sehr viel vor. Ist die Achse gerade, also nicht verbogen? Wenn du einen Dreher im Maschinenbau kennst kommst du billiger weg als mit einer neuen Achse, der bohrt de Achse auf und setzt eine Büchse ein, im Achsbock das selbe plus neuem Bolzen. Mehr kannst du nicht machen.

Gruß Tom
 
Hallo Tom

danke für die schnelle Antwort. Der Achsbock hat zwei Bronzelager mit Schmiernippeln, die sind spielfrei auf den Bolzen gerieben. Der Bolzen ist konisch; vorn 41,8 und hinten 42.0, genauso sind die Lager eingestellt, daher geht der Bolzen auch nur nach hinten raus.

Das Problem ist der Mittelachsträger (absolut grade, nicht verbogen), der ist an der dünnen hinteren Seite ausgeschlagen und kippelt um den Bolzen in jeder Richtung herum. Spiel ist 0,8 seitlich, 1,0 vertikal. Das lässt dann den Reifen so stark flattern. Ein Lager kann ich in dem Achsträger nicht erkennen, für mich sieht das einfach nur nach Metall aus. Deshalb die Idee, hier von einer Fachfirma Material wieder aufschweissen zu lassen und anschliessend exakt aufbohren.

Du bist wohl auch eher der Meinung das Alte zu erhalten als einen indischen Nachbau einzubauen. Das ist eigentlich auch meine Philosophie, danke dass Du mich bestärkst.

LG Gustav

 
 
Hallo Gustav,

ich hab das bei meinem 135er letztes Jahr durchgemacht. Wir  haben den Unterschied krass gemerkt, als ich vorne die 19-Zöller montiert hab. Bei den 16-Zöllern hat man fast nix gemerkt. Eine weitere Ursache waren die ausgeschlagenen Spurstangenköpfe. Neue rein, erst dann war Ruhe. Ich denke, Du hast auch dieses Problem. An Deiner Stelle würde ich die Bohrung in der Achse nacharbeiten lassen und Büchse mit Übermaß rein. Originalbolzen und gut is.

Gruß Mario
 
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