MF 595 - Perkins 4-318

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Hallo Matthes.

Danke für die nachvollziehbare Antwort.

(Ich habe dich wirklich vermisst.)

Deinen Gedanken: Zitat: "Vergleiche doch mal das Maß des Betätigungshebels (der auf der Nockenwelle läuft) zum Pumpenflansch der alten und der neuen Pumpe" hatte ich auch. Und siehe da, es gibt einen Unterschied von neuer zu alter Pumpe.

Die Neue Pumpe beginnt mit der Federbeaufschlagung ca. 3mm früher, das heisst beim Einbau wird schon ein Teil des Hubes verbraucht. Daraufhin habe ich vorsichtshalber nur 1,5 mm vom Betätigungshebel auf der korrespondierenden Seite abgeschliffen.

Resultat: Der Druck fällt nicht mehr auf 0, sondern bleibt bei 0,1 stehen, auch bei erhöhter Drehzahl.

Daraufhin fragte ich im Forum an ob der Druck bei höherer Drehzahl abfallen  darf. - Nach Deinen Angaben nicht, also dürften die nächsten 1,5 mm noch entfernt werden.

Vorab werde morgen jedoch sofort Deinen Tipp, mit dem Überprüfen der Rücklaufleistung zum Tank durchführen.

(Und von allen aktuellen Erkenntnissen natürlich berichten.)

Beste Grüße von Richard
 
Hallo Richard,

herzlich gerne, und danke für die Blumen. ( ich weiß, daß hier die Interpunktion grammatisch falsch ist, aber trotzdem :-) .

Wäre doch gelacht, wenn  wir so einen stinknormalen, mechanischen Saugdiesel gemeinsam nicht wieder hinbekommen,oder?

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes.

Die heutigen Erkenntnisse, basierend auf Deinen Anregungen.

Der Rücklauf ist sehr aktiv, sowohl im Leerlauf, bis zu hohen Drehzahlen. - Gleichbleibend nach Augenschein.

Durch die erneute Korrektur von ca -1,5 mm am Betätigunghebel, der von der Nockenwelle beaufschlagt wird, ist der Druck nach der Förderpumpe nur minimal (0,06 bar) abgefallen, ausgehend vom Leerlauf bis hin, wenn 2000 upm am Motor gefahren wurden.

Die aktuelle Dauer -  Leistungsfähigkeit werde ich in Kürze feststellen, wenn der Schlepper am Schibenmähwerk am Stück ca. 5 Stunden ohne Unterbrechung arbeiten muß.

Ich bin natürlich jetzt sehr vorsichtig optimistisch, da schon einige Male ein reparaturtechnischer Durchbruch in Sicht war, kurze Zeit später jedoch ein neues, ähnlich geartetes Problem auftrat.

Ich bin aber immer für Anregungen und Tipps dankbar, man lernt ja nie aus. - Deine Zuversicht gibt Mut.

Bis bald, beste Grüße von Richard
 
Hallo Richard,

" ist der Druck nach der Förderpumpe nur minimal (0,06 bar) abgefallen"

das verstehe ich nicht. Abgefallen von welchem Wert? Wie ist denn nun der tatsächliche Vordruck in den Drehzahlbereichen?

Zwar anderes Thema, vielleicht habe ich das ja auch irgendwie überlesen: Ist denn nun gewährleistet, daß hier wirklich einwandfreier Dieselkraftstoff zur Verbrennung kommt?

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes.

Hier habe ich den Ausgangswert von 0,3 bar in diesem Bericht nicht erwähnt, der im Leerlauf, bzw. beim Handpumpen erreicht wird. Dieser Druck fällt bei Vollgas um 0,06 bar ab. Ohne die spanende Maßnahme an der Vorförderpumpe ist der Wert auf nahe 0, bei 2000 Umdrehungen pro Minute, gefallen.

Die Dieselqualität muß eigentlich in Ordnung sein. Ich habe aktuell genau 100 Liter an einer Tankstelle nachgetankt. Dort tanken fast nur PKWs´ in großer Zahl.

Grüße in den Nordwesten, von Richard
 
Hallo Richard,

okay, also 0,24 bar bei Vollgas.Ist allerdings jenseits der Untergrenze, denn in den techn. Unterlagen ist ja von min. 0,3 bar die Rede.

Na dann warten wir mal ab, ob er immer noch die Leistung verweigert.Leider konnte ich noch nicht herausfinden, wo denn eigentlich

das "Überström-/Überdruckventil" für den Vordruck sitzt. Wahrscheinlich ist es aber dieses federbelastete Ventil im ESP-Eingang, dessen Funktionsweise mir aber noch nicht klar ist, sitzt doch die Feder auf der "falschen" Seite.

Da unser Hof seit vorletzten Sonntag einigermaßen unwettergeschädigt ist, habe ich momentan leider nicht die Zeit und Muße, mich in die Geheimnisse des Kraftstoffflusses innerhalb der ESP zu vertiefen
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.

So so, 20 km nördlich der Mainmündung ist für dich schon Nordwesten. Ja ja, ich weiß, die Weißwurstgrenze
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Beste Grüße in den Südosten

+Matthes+
 
Hallo Matthes.

Dein Zitat: "Wahrscheinlich ist es aber dieses federbelastete Ventil im ESP-Eingang, dessen Funktionsweise mir aber noch nicht klar ist, sitzt doch die Feder auf der "falschen" Seite."

Dieses ominöse Ventil beim Einlass zur ESP war übrigens bei mir auch schon im Focus. Als ich vor einigen Wochen eine klare Zeichnung davon bekam, öffenete ich den Bereich und stellte fest, dass die Innenteile völlig abartig montiert waren. Eigentlich hätte der Motor gar nicht laufen dürfen. Er tat es aber bei mir trotzdem bereits 20 Jahre lang. Im Umkehrschluss könnte man behaupten dass der Einfluß dieses Teiles recht gering ist.

Alsdann ein schönes Wochenende, ohne Unwetter, Grüße von Richard
 
Hallo Matthes.

So wie es aussieht habe ich heute endlich den Fehler für gefunden, der mir so langandauernde Probleme bereitete. Da die Vorförderpumpe erst 100 Stunden gelaufen war, zog ich dieses Teil ursprünglich nicht in die Fehlerbetrachtung mit ein. Erst das Prüfen des Maßes, Montageplatte zu Betätigungshebel, von Alt - zu Neupumpe. brachte schon Differenzen zu  Tage.  - Und eine kleine Verbesserung nach der Korrektur der Fehlermaße. - Deine Bemerkung über die ungenügenden Druckverhältnisse gab mir zu denken

Was hier offensichtlich entscheidend war, ist der heute entdeckte Fehler, dass beide Ventile im Pumpenkopf undicht sind. Dadurch konnte natürlich kein stabiler Druckaufbau erfolgen. Die Montage des Kopfes der alten, noch vorhandenen Pumpe, bei dem die Schnüffelventile korrekt arbeiten, bringt den konstanten Druck  von 0,5 bar, der auch bei höheren Drehzahlen plus Belastung nur minimal, um 0,05 bar, abfällt. Da ich schon öfter kurzzeitige Scheinerfolge hatte, habe ich den Schlepper mittels einiger Bergfahrten ans Leistungslimmit gebracht, um auch die Temperatur zu erreichen, wo er bisher ganz sicher schlapp machte. - Jetzt aber, alles o.k. vor allem mit einer Durchzugskraft und Drehzahlstabilität wie sie sein soll.

- Jetzt halte mir mal die Daumen Matthes, damit die Leistungsbereitschaft des MF so bleibt. Ich bin aber zuversichtlich, da der entdeckte Fehler wirklich eine kapitale Störung ist, bzw. auch alle früheren Probleme verursachen konnte

Beste Grüße von Richard
 
Hallo Richard,

bin gespannt auf weitere Erfahrungen.

Selbstverständlich drücke ich dir alle verfügbaren Daumen.

Beste Grüße

+Matthes+
 
Hallo Matthes.

Der MF 595 hat gestern bewiesen, dass er jetzt seine korrekte Dauerleistung wieder bringen kann. Genau 7 Stunden ist er mit dem Tellermähwerk unterwegs gewesen. Es fällt vor allem auf, dass jetzt beim Gasgeben die Drehzahl, auch unter Belastung, sofort richtig spont ansteigt.

Nur einmal, nach 3 Stunden Betrieb, ist er ausgegangen obwohl ich fast Vollgas gab. Die Düsen wurden versorgt, das bewies eine probeweise gelockerte Überwurfmutter an einer Düse.  -Hier gibt es noch eine Unsicherheit. Ich war entsprechend entsetzt.

Nach kurzer Zeit, von ca. 10 min,  bezüglich der Kraftstoffversorgungsprüfung, lief er jedoch wieder bis zum Arbeitsende mit i.O. Leistung.

Grüße, plus Wünsche für ein schönes Wochenende, von Richard
 
Hallo in die Runde.

Ein aktueller Bericht zur abschließenden Fehleranalyse /  - Abstellaktionen an meinem 595.

1. Bei einer relativ neuen Vorförderpumpe, Maß von der Montageplatte zum Betätigungshebel abweichend gegenüber der Altpumpe.

2. Beide Rückschlagventile an dieser neuwertigen Pumpe fast ohne Funktion.

(Dadurch eine starke Unterversorgung der Einspritzpumpe, mit entsprechendem Leistungsdefizit.)

Nachdem diese Fehler, bzw. Abweichungen  beseitigt wurden, ist die Leistung, wie schon erwähnt, o.k.

3. Ein poröser Schlauch der vom Tank zur Vorförderpumpe führt, hat offensichtlich Luft in die Einspitzpumpe gelangen lassen. Da der 595 einen hoch angebrachten Tank hat, der 2. Tank jedoch deutlich unter dem Niveau der Vorförderpumpe liegt, muß diese ab ca. halbem Fassungsvermögen aus dem unteren Tank ansaugen. Wenn dann der Schlepper wegen Hanglage ungünstig stand und die gegebene Förderhöhe nochmals anstieg, wurde offensichtlich Luft durch den porösen Schlauch mit angesaugt, was natürlich den Motor absterben ließ. (Bei vollgetanktem Schlepper trat der Fehler nicht auf, der Schlauch schwitzte aber)

Vorgestern beseitigte ich den entdecken Fehler, seitdem ist kein Motorabsterben mehr erfolgt, bei rund 10 Stunden Betriebsdauer nach der Montage des neuen Versorgungsschlauches.

Es hat lange gedauert bis ich, auf gut bayerisch ausgedrückt, alle multikausalen Einflüsse ordenen, bewerten und die Fehler abstellen konnte. - Mehrfachfehler haben es einfach in sich.

Vielleicht ist diese meine Erfahrung für andere nützlich.

Beste Grüße von Richard
 
Hallo Richard,

also ich denke, daß der poröse Saugschlauch letztendlich ursächlich für die Probleme war, natürlich verstärkt durch

die Minderleistung der Förderpumpe aufgrund zu geringem Hub und undichter Ventile. Luft lässt sich halt im Gegensatz zu Flüssigkeiten nicht

verdichten.

Aber auf gut bayrisch müßte es doch heißen: Nix gnaues woas ma net. Schaan mer mal, dann sehn mer scho, oder ?
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Beste Grüße

+Matthes+
 
Hallo Matthes.

Technisch ist der Fall für erstmall geklärt denke ich.-  Ich hatte als Doppelstrategie, neben den Reparaturversuchen, schon in einschlägigen Anbieterplattformen nach einem Gebrauchtschlepper gesucht.

Was mich in Deinem Schreiben beeindruckt hat, ist der gelungene Ausflug den bayerischen Sprachraum. - Mit nur ganz minimalen Abweichungen.

Ich habe keinerlei Chancen in spezifisch hessisch formuliert, dazu etwas zu erwidern.

In diesem Sinne, beste Grüße von Richard

.
 
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