MF 35 trennen

  • Ersteller Ersteller Oelscheich_35
  • Erstellt am Erstellt am
O

Oelscheich_35

Gast
Hallo Erstmal,

 da ich relativ neu bin möchte ich mich erstmal vorstellen.

 Ich komme aus Mittelfranken und bin ein einen Nebenerwerbslandwirtschaft aufgewachsen.

 Wir hatten immer MF Schlepper am Hof. So habe ich auch mit einem MF135 das Schlepperfahren gelehrt und war immer fasziniert von diesem Traktor.

Nachdem ich nicht mehr auf den Hof lebe, habe ich mir für den Wald und sonstige Holzarbeiten einen MF 35 Baujahr 62 zugelegt.

Dieser hatte laut Anzeige erst 3500h gelaufen was anhand des Verschleißbildes der Pedale auch annähernd passen könnte.

Wissen kann man das ja nie.

Der Schlepper wurde vom Vorbesitzer bereits gerichtet. Leider nur oberflächlich und schnell um ihn TÜV tauglich zu machen.

Vom Motor ist der glaube ich sehr gut, springt immer nach einer halben Umdrehung an, Rust nicht und hat ordentlich Leistung.

Leider hat sich bereits nach 10h Betrieb und einen Ölwechsel gezeigt, dass er an allen möglichen Stellen Öl verliert.

So verliert er an der vorderen Riemenscheibe an der Kurbelwelle eine geringe Menge Öl (mache ich später).

Aber das Hauptproblem ist der Ölverlust am Kupplungstunnel. Hier hinterlässt er bei warmen Motor und Standzeiten von größer 20min doch schon deutlich sichtbare Ölflecken auf der Straße.

Hier kommt am Splint helles und an der offenen Bohrung direkt unter der Kupplung  schwarzes Öl heraus.

Ich vermute dass es sich sowohl um Hydrauliköl wie auch Motoröl handelt.

Aus diesem Grund muss ich den Traktor trennen und entsprechend die Dichtungen tauschen.

Da ich auf dem Gebiet Traktor ein Schrauber Neuling bin, brauchte ich hierfür ein paar Infos.

Gibt es eine gute Anleitung wie man den Schlepper am besten Trennt und was hierfür alles abgebaut bzw. beachtet werden muss?

Am besten mit Bildanleitung oder ein Filmchen.

Welche Dichtungen müssen in diesem Zug am besten mitgetauscht werden? Und ist dies auch ohne Spezialwerkzeug möglich?

Gibt es hierfür auch eine Anleitung im Netz?

Oder rechnet sich das der ganze Aufwand nicht und ich sollte mir am besten ein Angebot bei der örtlichen Landmaschinenhändler für das Abdichten machen lassen?

Ich würde mich über wertvolle Tipps hier im Forum freuen.

Danke!

lg
 
Meist hat der landmachinenhandel auch gein ahnung mehr, oder du musst das gluck haben das da noch ein "oldtimer" arbeitet der damals auch an der machines gearbeitet hattet.

doch das project ist sehr simpel  und (ziemlich) einfach mit hammer und schraubentreher zu beseitigen.

ist das der 3-152 in ihren machine? der hatt um der kurbelwelle ein korddichtung sitsen, dafur ein WICHTIGES tipp, das neue kord ein nacht in frische motorol einziehen lassen und dann montieren mit geraumig ol drumrum.
 
Hallo Oelscheich 35, 

Selber habe ich auch noch keine Erfahrung mit dem trennen des Traktors. Bei meinem 155 er musste nur sehr viel Blech und Elektronik Arbeit gemacht werden, als dann der Schlepper komplett neu verkabelt werden musste, habe ich mir einen Reparatur/Werkstatt Leitfaden von Amazon bestellt. Dieser ist sehr hilfreich um zum einen alle technischen Daten des Traktors zu erfahren, und zum anderen wird perfekt ins Detail beschrieben, wie man den kompletten Traktor auseinander und zusammenbaut, und welche Werkzeuge man benötigt. Ich empfehle dir auf gar keinen Fall eine MF Werkstatt aufzusuchen, da diese meistens mit der alten Technik in keinster Weise mehr vertraut sind. Ich habe da sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Außerdem spart man durchs selber machen viel Geld und lernt seinen Trecker besser kennen. 😀 

Gruß Johannes
 
genau, und es ist einfach, und swer, ja aber das gewont sich.

@ oelsheich35, die leitfaden von amazon, was ist das? ein copie? ein originaler?? gibs sich das auch fur ein 65?
 
ja es ist ein 3-152 mit Doppelkupplung.

Anleitung von Ebay habe ich schon ersteigert, ist aber kein Orginal sondern eine wilde Kopie ( teilweise mit Motor und Technik vom MF65 / MF35 / MF135 wild zusammen kopiert).

In dieser wird aber das Trennen von Schlepper nicht beschieben, sondern als erster Schritt vorausgesetzt.

Zudem fehlt der Teil in welchen beschrieben ist, welche Dichtungen ich getriebeseitig tauschen muss um diese Leckage in den Griff zu bekommen.

Weis jemand wo ich hierfür in Internet eine schöne bebilderte Anleitung finde?

Danke!

lg
 
Hallo, 

auf Amazon gibt es einen Reparatur Leitfaden für den MF 35, der kostet 34 € exklusiv sechs Euro Versand. Der Versandhändler ist Christians Traktor Shop .

👍
 
Das ist kein Hexenwerk. Reparaturleitfaden ist natürlich schon hilfreich...

Du musst dir ein Hilfsmittel bauen, mit dem du den einen der beiden Traktorteile rangieren kannst. Dann ist die Sache schnell gemacht. Elektrik abstecken, Tank abbauen, Tachowelle abschrauben, dann rundum die Schrauben auf und auseinander ziehen.

Unabhängig von den Betriebstunden sind die meisten Gummidichtungen nach über 50Jahren unbrauchbar. Bei mir ist die Dichtung der Getriebeeingangswelle regelrecht zerbröselt beim Ausbau.

Du brauchst: Die beiden Wellendichtringe der Getriebeeingangswelle, Papierdichtungen für den Wellentunnel und die Abdeckung der unteren Welle, außerdem Schnurdichtung für den Motor und zugehörige Papierdichtung für den "Dichtungshalter".

Ich bin mir nicht mehr 100%ig sicher, aber ich meine die Getriebeeingangswelle lässt sich (zumindest bei Doppelkupplung) nicht herausnehmen, ohne die untere Getriebewelle nach hinten herausgezogen zu haben. Das bedeutet, dass auch das Getriebe vom Differentialgehäuse getrennt werden muss. Vielleicht kann das noch jemand bestätigen... Es könnte aber auch funktionieren, die Hydraulikpumpe durch die seitlichen Wartungsdeckel anzuheben, und die Welle durch diese Öffnung nach hinten zu ziehen. Ich habe aber keine Ahnung, ob das gelingt...

Im gleichen Aufwasch (Öl ist ja draußen) auch die Dichtung der Zapfwelle und die vordere Wellendichtung wechseln (die lässt sich von außen herausziehen...) Dann hast du eigentlich nur noch in den Achstrichtern außen alte Wellendichtringe. Sollte die Bremse schon nicht mehr so ganz trocken sein, kannst du gleich das richtig große Programm starten ;-)

In der Werkstatt dürfte der Spaß nicht ganz billig sein....

Hier noch der LInk zu meinem Restaurationsbeitrag, da ist das so ziemlich alles bebildert dargestellt (Außer Schnurdichtung, die kommt noch ;-))

ab Seite 3 wirds interessant: 441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203004137.1131475982.1131475982.3..html?cron=1

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Meist hat der landmachinenhandel auch gein ahnung mehr, oder du musst das gluck haben das da noch ein "oldtimer" arbeitet der damals auch an der machines gearbeitet hattet.

doch das project ist sehr simpel  und (ziemlich) einfach mit hammer und schraubentreher zu beseitigen.

ist das der 3-152 in ihren machine? der hatt um der kurbelwelle ein korddichtung sitsen, dafur ein WICHTIGES tipp, das neue kord ein nacht in frische motorol einziehen lassen und dann montieren mit geraumig ol drumrum.
 
Super, danke für die Antworten.

@Christian,

Danke für die Tipps, sehr gute Bilddoku weiter so!!!

Interessante Konstruktion zum Trennen.

Ich werde es mit Rangierwagenheber, Paletten und Hubwagen versuchen. Ich werde den MF über den Wintermonate mal trennen, da habe ich mehr Zeit und wenn was ungeplantes dazu kommt, kann ich Ihn im Schuppen stehen lassen und es stört keinen.

Die nötigen Dichtungen werde ich wohl beim MF-Händler bestellen.

Zumindest konnte er mir bis jetzt immer alles besorgen und evtl. kann er mir auch noch ein paar Tipps geben wenn ich nicht mehr weiter komme.

Grüße

Daniel
 
Hallo Ölscheich 35.   zum Thema Ölverlust hätte ich eine Empfelhlung aus eigener Erfahrung. Mein MF 35 Baujahr 64, den ich vor ca. 15 Jahren übernommen habe, ca. 7000 Betribsstunden)  hat anfäglich auch ziemich Ölverlust an den Bohrungen unter dem Motor- und Getriebegehäuse sowie an der Riemenscheibe vorn. Ich habe eine Trennung vermeiden wollen und dann zu folgender Maßnahme gegriffen:  Zugabe von Dichtmittel zum Motor und Getriebeöl in vorgeschriebener Menge (steht auf den jeweiligen Dosen)  Hersteller sind Z.B. Liqui Moly der FETEC oder ähnliches zu jedem Motor-Ölwechsel  (Getriebeöl habe ich bisher nur einmal gewechselt)  Nach und nach ist der Ölverlust zurückgegangen. Nach ca. 5 Jahren ist er im verträglichem Maße.  (Englische Motoren hatten immer Ölverlust, daher auch die Bohrungen mit dem Splint unter den Gehäusen) das war einfach normal.   Wichtige Empfehlung zur Verringerung des Ölverlustes ist die Verwendung des richtigen Öles. Kein Synthetisches Öl verwenden !!  Empfehlung: 20W-50 (mineralisch) Wenn Du auch im Winer fährst, kannst auch mit mischen mit 15W-40. Da muß man prüfen, wie er mit dem Anlasser durchzieht. Ich habe mit dem Anlassen keine Probleme, ich wohne in der Nähe von Freiburg, da ist es im Winter nichr so kalt.  Nach dem starten etwas warmlaufen lassen, je nach Kälte etwa 3-5 Minuten.   Ich gebe auch zu jedem Ölwechsel Öl-Additive bei (Verschleißschutz bzw. Reibungsverminderung)   Dies alles soll nur eine Empfehlung sein, ich habe nach vielen Jahren bisher gute Ergahrungen gemacht.  Viele Grüße Alfons Asal  Tel. Nr. 0761-403342 
 
Hallo Alfons,

darf ich mal ganz unbedarft Fragen, wieso es Unterschiede beim Starten geben kann abhängig vom Öl ? 20W50 oder 15W40 ?

Wie hängt das zusammen ?
 
TTstar:

Hallo Alfons,

darf ich mal ganz unbedarft Fragen, wieso es Unterschiede beim Starten geben kann abhängig vom Öl ? 20W50 oder 15W40 ?

Wie hängt das zusammen ?
Wenn das Öl bei Kälte "dick ist" , dann dreht der Anlasser den Motor schlechter durch und er springt u.U. nicht, oder wesentlich schlechter an... Daher je nach Jahreszeit meist Öl in unterschiedlicher Viskosität vorgesehen! 

Grüße hometown 
 
Zurück
Oben