MF 35 geerbt - der Restaurationsthread mit Bildern

Der neue Platz ist nun senkrecht am Differentialgehäuse. Hierzu wird ein Muster aus Pappe erstellt und auf Zinkblech übertragen. Ausgeschnitten und gekantet. Passt.

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Mal den Sicherungshalter dran montieren:

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Und noch einen Deckel für obendrauf basteln:

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Weiterhin brauchts noch eine Halterung für die Anhängersteckdose (die im übrigen auch als Ladesteckdose für das externe Aufladen der Traktorbatterie dient ;-))

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Die sitzt nun griffgünstig direkt bei dem Hydraulikanschluss.

Und was natürlich auch noch fehlt, ist der Nummernschildhalter. Also auch hier mal ebenen etwas gebastelt

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Jetzt auf die Teile etwas Farbe, montieren und die Installation kann weitergehen.

Das Blech für den Sicherungshalter wurde dann auch noch mit Kabeldurchführungen versehen, sowie Löchern, um die Kabel mit Kabelbindern fixieren zu können. Ebeneso sitzt auch hier wieder ein Massepunkt (die Schraube, die da raus schaut), der die Fahrzeugmasse zur Beleuchtung verteilt, und mit dem Massepunkt vorne über ein 4mm²-Kabel verbunden ist.

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So schaut das ganze dann mechanisch montiert aus:

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Und dann kommt die Einfädelerei des Kabels in das Kabelrohr. Das war eine ganz knappe angelegenheit. Die gesamte Anzahl Kabel (ich meine es sind 10 Stück) muss durch ein 16mm PVC-Schutzschlauch, und der in das Schutzrohr. Mit viel fummeln ist es mir dann tatsächlich gelungen.

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Und dann kann verdrahtet werden:

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Die Kabel für die Kotflügel (mit Frontscheinwerfern) sind vorbereitet und angeschlossen, auch hier sitzt ein (6-poliger) AMP-Superseal Stecker, sodass die Kotflügel fertig gestellt werden können un dann nur noch eingesteckt werden müssen.

Der Funktionstest ist soweit auch bestanden. Starten und Lichtmaschine funktioniert.

Damit ist jetzt auch mein Schaltplan fertig und verifiziert. Ich werde ihn demnächst hier im Forum zur Verfügung stellen.
 
Hallo Christian!

Hast du das Abstellgestänge gereinigt oder ist das neu?

Bin auf der Suche nach dem Gestänge, fehlt bei meinem komplett!

Grüße Peter
 
Das ist gereinigt und neu verzinkt.

Das kann man sich aber relativ simpel nachbauen. Wenn du Maße brauchst,  gib Bescheid...
 
Moin Christian , evtl. habe ich es ja überlesen - wo hast du die neue Rücklaufleitung für den Diesel herbekommen ? Meine am 133 ist ebenfalls schadhaft und will erneuert werden .

Gruß , Stefan
 
Hallo Stefan,

die gibt es bei den einschlägigen Händllern online, ich hatte die wenn mich nicht alles täusch vom Heigl (ferguson-shop.eu)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
lange nichts geschrieben - lag aber nicht an Stillstand, sondern am fleißigen weitermachen :-)

nachdem die Elektrik soweit fertig gestellt wurde, ging es mit den Kotflügeln weiter. Die sollten sich als gut 6-monatige Beschäftigungstherapie herausstellen ;-)

Ausgangszustand:

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Also erstmal alles was faul ist (insbesondere die Träger) raustrennen

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Und die Halter der Bügel sauber raustrennen. Nicht so einfach, weil Punktgeschweißt. Da brauchts ne ruhige Hand an der Flex...

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Dann die unteren Enden der Kotflügel aus 10mm Stahlblech neu herstellen. Etwas dicker und höher als Original, der Stabilität wegen, und weil dann weniger Blech erneuert werden muss ;-)

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Sitzt und passt gut!

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Zur Vermeidung jeglicher Überlappung (früher ging das Blech bis unten hin, der Bereich der Doppelung Blech - Halter ist als erstes weg gefault) ca. 5mm breit das 10mm-Stahlblech absetzen, damit das Blech bündig eingeschweißt werden kann. Dann beidseitig schweißen und außen glätten. Sieht perfekt aus.

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Dann geht es an das Schließen der Löcher... im nächsten Beitrag...

Gruß Christian

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Und weiter geht es mit Blechareiten.

Diverse Blechstücke mussten rausgetrennt und durch neue Blech ersetzt werden. Ich habe ein verzinktes 1mm-Blech verwendet. Eingeschweißt wurde elektrisch mit 1,6mm Elektroden, Oerlikon Fincord. In Ermangelung eines Schutzgas-Schweißgerätes ;-)

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Schaut für den ersten Versuch schon ganz gut aus.

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Insbesondere die Enden sehen grausam aus...

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da musste viel raus und neu rein...

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Insbesondere die Ecken waren anspruchsvoll. Z.t. habe ich für jede solcher Stellen einen ganzen Samstag gebraucht...

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Die Stelle mit dem überlappenden Falz kann auch als Herausforderung bezeichnet werden. Wurde original-getreu wieder hergestellt.

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Zum Schließen der vielen großen Löcher habe ich mir Butzen aus der Lochblechproduktion besorgt, Löcher aufgebort, Butzen eingesetzt und passend verschweißt.

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Zum Teil mussten filigrane Blechteile präzise eingepasst und eingeschweißt werden.

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Das Ergebnis sieht gar nicht so schlecht aus...

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Gruß Christian

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Wenn das Blech soweit vorbereitet ist, erstmal anprobieren.

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Da ich den Anspruch hatte, sie möglichst perfekt zu platzieren, wenn sie schonmal komplett auseinander sind, habe ich ziemlich viel Zeit darauf verwendet,

- die unteren 10mm-Stützbleche möglichst genau anzupassen (gerade!)

- sie im Möglichst perfekt passenden Winkel zuzuschneiden

- Die Kotflügel möglichst waagerecht und rechtwinklig hinzubekommen (oben drauf später exakt waagerecht)

- Die Höhe möglichst perfekt zu wählen

Am Ende hatte ich sie, bevor der untere Halter angeschweißt wurde, noch ein Stückchen abgesägt, da sie augenscheinlich zu hoch saßen. Trotz der 12.4er Reifen bleibt am Ende doch mehr als ausreichend Platz unter den Kotflügeln.

Hier noch ein exemplarisches Foto zum Löcher zuschweißen. Es waren in jedem Kotflügel gefühlt 500 Löcher unterschiedlichen Durchmessers, weil zum Teil Bleche aufgenietet und weitere Bleche drüber geschraubt waren, garniert von 1-2cm Spachtelmasse ;-)

Um die Löcher mit Elektrode zuzubekommen habe ich jeweils passende Nägel verwendet. Einseitig eingeschweißt, abgeflext, beigeschweißt und geglättet.

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Hier noch ein Beispiel der schwierigsten Stelle, äußere Kotflügelkante. Wird gerne kaputt gefahren ;-)

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Zur vorgehensweise: Beim ersten Kotflügel habe ich zuerst alle Löcher zugeschweißt und Bleche eingesetzt, dann erst unten das 10mm-Trageblech, und dann erst den Fuß angeschweißt. Das war ungünstig, weil das Blech mit dem eingeschweißten Trageblech viel stabiler in der Bearbeitung ist und weniger Verzug aufweist. Beim zweiten habe ich dann:

- zuerst den Fuß an das Trageblech geschweißt:
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(5mm aus dem Winkel, da sich das ganze beim Schweißen in der Kehlnaht stark verzieht. 3,2mm Elektroden und 160A Strom...)

- dann das Tragblech mit Fuß ins Blech eingeschweißt.

- und zum Schluss die Löcher und Fehlstellen überarbeitet.

Gruß Christian

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Man sieht übrigens im Bild obendrüber, wie weit die Kotflügel unten gekürzt wurden. Ursprünglich führt die Schräge genau auf den Fuß, d.h. der Kotflügel ist unten nicht breiter als der Fuß. I.V. mit dem Überrollbügel (20mm Stützplatte) kommen m.E. damit die Kotflügel zu hoch.

Weiteres Schmankerl: der Beifahrersitz. Wird serienmäßig ja einfach nur ins 1,2mm Blech eingeschraubt. Dementsprechend verbuckelt und z.T. ausreissen war das schon.

Reparautur: Loch groß aufreiben und eine Karosseriescheibe bündig enschweißen. Die ist ca. 3mm dick und damit wesentlich stabiler.

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DAs ganze natürlich von oben bündig verschleifen, sodass man nix mehr davon sieht. unten genügt glätten...

Und schon sitzt der Bügel perfekt und bombenfest.

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Damit sind dann die Blecharbeiten soweit abgeschlossen und es geht an die tragende Struktur. Damit die sachgerecht befestigt werden kann, werden die verrosteten Flächen der ursprünglichen Träger innen sauber sandgestrahlt.

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Gruß Christian

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Und jetzt wird es richtig spannend:

Wie stellt man die tragende Struktur solcher Kotflügel neu her, sodass sie einerseits mehr als ausreichend stabil sind (Original war deutlich unterdimensioniert, wie die vielen Risse und Reparaturen zeigen) und andererseits das Risiko für Korossion möglichst gering bleibt (der Hohlraum sowie die punktgeschweißten Original-Haltewinkel sind hier abolut untauglich, das muss konstruktiv quasi durchrosten)?

Nach langem Überlegen und einigen Recherchen und Anfragen, war klar, dass die Haltebügel aus 4-Kant-Rohr mit einem Querschnitt 80mm x 30mm hergestellt werden müssen. Das entspricht ungefähr den Abmessungen der Original-U-Profile. Als Wandstärke wird jedoch 3mm gewählt.

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Aber wie bekommt man den Bogen hin? Alle Anfragen verliefen ins Leere, biegen lässt sich das nur mit sehr großem Aufwand (hohe Stückzahlen oder 5-Stellige Investitionen in Werkzeuge...)

Also hat mir ein Bekannter aus 3mm Edelstahlblech Bögen ausgelasert. Passend dazu 3mm Blechstreifen, so breit wie das Rohr, gebogen. Das ganze zusammen geschweißt erigbt ein 1a-Bogen! und das ganze dann natürlich 6 mal...

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Hier im Bild schon mit einer 45°-Phase versehen, damit eine ordentliche V-Naht zu einer stabilen Verbindung der Teile führt. Geschweißt übrigens in diesem Fall mit Edelstahl-Elektroden, um spröde Schweißnähte wegen der Schwarz-Weiß-Verbindung zu vermeiden (wieder was gelernt ;-)

Dann 6 mal das äußere Ende der Träger herstellen, mit einer schönen Abrundung...

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Zugeschweißt und schön verschliffen sieht das dann so aus:

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Dann geht es ans passgenaue Zusammenschweißen:

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Verschleifen und schon haben wir eine hervorragenden Träger:

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das ganze 6 mal, wobei 2 Stück einen zusätzlichen Knick benötigen, hier vergleich Neu zu alt:

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Gruß Christian

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Dann folgt eine weitere, sehr zeitaufwendige Angelegenheit: Das einpassen der Träger in die Kotflügelbleche, sodass nachher alles gerade sitzt.

Zuerst die Seitenträger, passen absetzen, damit sie sich an Blech und Blechträger sauber anlegen

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Und dann die Mitte, wobei hier sehr präzise und im richtigen Winkel gekürzt werden muss. Lieber zwei mal zu lang, als einmal zu kurz. Wobei man bei zukurz ja auch wieder anschweißen kann. Wie das geht, wissen wir ja schon von den Bögen ;-)

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Gruß Christian

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Abschließend wird geprüft, ob wirklich alles zufriedenstellen zusammenpasst.

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Auch unten am Fuß

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Und dann kommt das Geheimnis des zusammenfügens von Blech und Trägern :-)

Hier habe ich mit 2K-Karosseriekleber gearbeitet. Genauer gesagt Petec Karo Glue.

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Detailfotos gibts davon keine, denn zum Kleben bleiben jeweils nur ca. 45min Zeit, dann beginnt der Kleber zu härten.

Wie habe ich geklebt:

- Blanke und aufgeraute Metallflächen beidseitig

- Beide zu verbindenen Flächen dünn mit kleber bestreichen (Korrosionsschutz!) (nicht grundieren, der Kleber wird härter als die Grundierung, und diese stellt dann eine Schwachstelle dar!)

- Ausreichend Kleber aufbringen, um die Hohlräume zu füllen

- Zusammenfügen und so pressen, dass das Blech glatt aufliegt (damit keine Wellen entstehen)

- Heraustretender Kleber abziehen, und den Hohlraum im Bogen vollständig füllen

Und nach 24h sind Träger und Blech bombenfest miteinander verbunden.

Dann können im unteren Bereich die Schweißarbeiten ausgeführt werden.

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Ein Loch am mittleren Träger unten nicht vergessen, damit Kondenswasser ablaufen kann. Danach kann man dann die Klebenähte noch mit der Drahbürste auf Flex schön glatt machen.

Und dann wieder anprobieren:

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Sitzt perfekt, senkrecht parallel zum Umsturzbügel und die Sitzfläche waagerecht.

Noch zwei Tricks zur Lampenbefestigung:

vorne sitzt ein Loch der Halter für die Scheinwerfer auf dem Träger. Also im Träger eine passende M8 (oder ädequates Zoll-Gewinde) Mutter einschweißen! dann hats nachher kein Loch im Träger und muss auch nicht durchgeschraubt werden.

hinten sitzt der Lampenhalter genau auf dem Träger. Hier habe ich M6-Schrauben verwendet und in das 3mm-Material Gewinde geschnitten.

Und zu Kabelführung:

Kabel vorne und hinten liegen in den Holmen. Hierzu am vorderen Holm von vorne ein Loch im Bogen bohren. Hinten sitzt das Loch etwas oberhalb der Lampenhalter von oben durch das Blech im Holm.

Gruß Christian

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Und dann geht es ans grundieren:

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und Lackieren:

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Mit der gesammelten Erfahrung der restlichen Lackierarbeiten (da kommen schon einige Stunden zusammen - ich muss mal zählen, wie viele Farbdosen es am Ende waren) ist das Ergebnis echt gut geworden. Besser als die Haube...

Ich habe in einem Aufwasch ein paar Halter für die Rückleuchten mit aufbereitet (günstig bei Ebay Kleinanzeigen geschossen, mit etwas Rostschäden). Sollten mir irgendwann mal ein paar Original-Rückleuchten in die Hände fallen, kann ich die jederzeit nachträglich montieren. Es müssen nur zwei Löcher durch die Träger gebohrt werden. Die Gewindebolzen an den Rücklichhaltern habe ich entsprechend verlängert.

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Die Kotflügel wurden übrigens nur kosmetisch gespachtelt. Sämtliche Beulen wurden in stundenlager Hämmererei so glatt wie möglich gezogen. Der Spachtel beseitigt effektiv nur Kratzer, es sind auf beiden Kotflügeln weniger als 200g Spachtel. Dafür sind sie nicht 100% ig glatt, man sieht eben noch ein wenig, dass sie schon über 50 Jahre auf dem Buckel haben.

Vor der Montage wurden dann die Kabel eingezogen (vorher natürlich Kabeltüllen installieren), und die Holme mit einem Hohlraumwachs versiegelt (auch wenn die Aufgrund ihrer Materialstärke und Konstruktion kaum noch durchrosten dürften)

Und dann ran an die Kiste.

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Gruß Christian

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Dann Lampen vorne montieren. Ich habe unter die Halter 1mm Gummiunterlagen gelegt, passend zugeschnitten, damit der Lack nicht beschädigt wird (das gilt auch hinten)

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Für die Montage der Bosch-Scheinwerfer musste ich dann noch diese Scheibe herstellen (siehe auch Beitrag dazu: https://441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203006296.1136722379.1136722379.1.schreibe_zur_befestigung_bosch_scheinwerfer_gesucht-deutsche_ferguson_und.html)

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Kabel liegt jetzt zu den Scheinwerfern (Abblend- und Fernlicht) durchgängig 2,5mm², auch eine durchgehende 2,5mm² Masseleitung ist verlegt. Die Lampen machen damit erstaunlich viel Licht! So viel Kupfer war an dem Traktor vermutlich aber auch noch nie verbaut ;-)

Und die Rückleuchten. Leider keine Original, dafür bin ich einfach zu geizig. Aktuell wieder welche in Ebay Kleinanzeigen für jenseits der 300€ in nicht gerade neuwertigem Zustand. Deshalb der Kompromiss mit den Hella 2-Kammerleuchten. Montiert habe ich die mit einem sehr schlanken Halter aus 1,5mm Edelstahlblech. Von dem Blech habe ich noch 2 Halter auf Reserve (passend für diese Lampen gelasert) - Wer die haben möchte, melden...

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Und schon sind wir bereit für den TÜV!

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Gruß Christian

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Als Belohnung für den bestandenen Tüv (der Prüfer war begeistert - mit der Bremse lassen sich problemlos schwarze Streifen auf den Asphalt ziehen) gabs noch einen Satz Aufkleber:

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Tüv und Anmeldeprozedere waren völlig stressfrei und in 2 Tagen erledigt. Der Schlepper wurde 1994 vorübergehend stillgelegt (so hieß das damals), Schein und Brief waren vorhanden. Zum Tüv ging es mit Kurzzeit-Zulassung. Die Prüfung ist eine ganz normale Tüv-Prüfung für ca. 50€. Die Anmeldung habe ich dann über einen Zulassungsdienst gemacht. Er hat natürlich eine schwarze Nummer bekommen.

Gruß Christian

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Damit ist die Restauration nach 2 Jahren, 6 Monaten und 5 Tagen abgeschlossen.

Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Arbeit auf mich zukommt. Die Arbeitsstunden kann ich nur Abschätzen, ich würde mal vermuten es sind zwischen 1000 und 1500h. Über die Kosten wollen wir gar nicht reden, obwohl ich praktisch nur Teile gekauft hab, ist da eine unglaubliche Summe zusammengekommen.

Egal, alle Mühen und Kosten sind mit dem ersten Einsatz vergessen. Gleich nach der Zulassung erst mal Heu für die Pferde holen gehen:

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Die erste Fahrt hat er gut weg gesteckt. Bei der Rückfahrt mit leerem Hänger ist ihm bergauf einmal kurz die Puste knapp geworden. Dabei hat er an der Kopfdichtung etwas Kühlwasser rausgedrückt. Das war aber nur einmalig...

Am gleichen Tag dann auch gleich der erste richtige Einsatz: Mit der Egge den total eingewachsenen Reitplatz ebnen:

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Das war eine ziemlich staubige Angelegenheit

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Und er hat die ersten 5 Betriebsstunden auf der Uhr. Er hat sich sehr gut geschlagen, hat richtig Spaß gemacht. Aber ich hatte vom Kuppeln am nächsten Tag Muskelkater im linken Oberschenkel ;-) (ständiges Vor- und Zurückfahren)

Getriebe und Motor wurden dabei auch zum ersten mal richtig warm.

Der Motor läuft gut. Die Kurbelgehäusentlüftung raucht Bergab im Schiebebetrieb ein kleinwenig, und wenn er nach der Arbeit steht, kommen ein paar Tropfen ÖL raus. Aber alles im Rahmen.

Die Schnurdichtung der Kurbelwelle ist auch nicht 100%ig dicht, hier kommen nach getaner Arbeit auch 2-3 Tropfen Öl raus. Werde ich weiter beobachten.

Nächstes WE hat er seinen ersten Einsatz am Häcksler. Und dann werde ich bei nächster Gelegenheit mal zum Zapfwellenprüfstand hier in der Nähe fahren, und schauen, was der Motor wirklich noch hergibt, und ob ich mir über eine Revision schonmal Gedanken machen sollte :-)

Das war es damit ersteinmal in diesem Beitrag. Vielen Dank an alle aufmerksamen Leser, die bis hierher durchgehalten haben. :-) Und Danke an das ganze Forum für die tatkräftige Unterstützung. Ich habe sehr viel gelernt die letzten 2,5 Jahre :-)

Gruß Christian

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Hallo Christian, der kotflugel mussten wohl der shunste und tuerste (stundenweise) kotflugel sein die jemals auf ein MF installiert werden!!!

Applaus! shöne arbeit!!

Gruss, Bert
 
Hallo Christian,

mal kurz auf den Punkt gebracht: Das ist bislang der ausführlichste und lehrreichste Faden zum Thema Restauration, den ich in diesem Forum und überhaupt im Netz verfolgt habe. Deshalb verfolgt, weil ich den selben Splin habe, und die Traktoren so herrichte. Nur mach´ich mir nicht soviele Gedanken, bzw. dokumentiere die Arbeiten nicht so aktibisch und kommentiere sie dazu noch fachmännisch ohne unnötiges Ge
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e und Mutmaßungen. Das ist wirklich extraklasse! Durch solche Doku´s lernt man immer dazu und erspart sich so manch unnötige Arbeit. Vielen Dank dafür!

Gruß Tom
 
Hallo Christian,

weiter oben gibt es ein Bild mit einem Doppelachsenanhänger mit zwei Ballen drauf.

Könntest Du bitte bei der nächsten Gelegenheit mal ein Foto machen über die Kupplung zwischen (PKW-)Hänger und Traktor.

Oder hat der Hänger eine Zugmaulkupplung?
Du hattest ja oben an Heck das originale Zugmal angebaut, kommt das da etwa zum Einsatz?

Grüße
Mario

MF35 - Bj. 62 - SNFY291xxx
 
@Tom: Das Thema Dokumentation könnte berufsbedingt sein ;-) die vielem Fotos haben mir aber auch selbst enorm geholfen...

@Mario: der Hänger hängt an der Kugel. Und zwar mit dieser Aufhängung: www.ferguson-shop.eu/de/fundgrube/40/pkw-anhaengersatz-mf-35-kugelkopfkupplungssatz

Die wird unter das Differentialgehäuse geschraubt.  Funktioniert gut, muss aber für die Nutzung der Zapfwelle abgeschraubt werden....

Gruß Christian

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Hallo,

inzwischen haben wir die ersten 20Bh auf der Uhr, und nach der Motorrevision (441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203001887.1136759372.1136759372.2.perkins_a3_mf35_erfahrungen_zur_beurteilung_des_zustandes_durchfuehrung-deutsche_ferguson_und.html) auch den ersten Ölwechsel hinter uns. Alles unauffällig, und der Motor scheint komplett dicht zu sein.

Und richtig gearbeitet haben wir auch schon. Mit einem 1,5m-Mulcher

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Feierabend...

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Und mit der 4m-Egge die Wildschweinschäden glatt gezogen

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Und weil man sich ja sonst nix gönnt... 2 x DW Hydrauliksteuergerät

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Das Steuergerät funktioniert top. Außerdem lässt sich durch Abschalten der internen Hydraulik ein Absinken der Heckhydraulik weitgehend vermeiden.

Wenn ich nochmal zu tun hätte, hätte ich aber die Version mit 4 Hebeln geholt, damit die Heckhydraulik ebenfalls (ungeregelt) über das Steuergerät bedienbar ist. Aber man gewöhnt sich auch an das Umschalten...

Und einen hydraulischen Oberlenker. Perfekt um die Arbeitshöhe des Mulcher jederzeit den Bodenbedingungen anpassen zu können.

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(i.V. mit der hydraulischen Seitenverschiebung komen damit die 2DW schon alle zum Einsatz :-) )

Gruß Christian

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Na das hört sich doch sehr gut an das der Motor nun vernünftig läuft. Mit dem Zusatzventil bin ich bei meinen 65er auch am überlegen, wie ist denn die Position der Hebel? Stehen diese etwas im Weg beim aufsteigen oder arbeiten mit dem MF? Sprich ist das rechte Beine dadurch etwas eingeschränkt? Der hydraulische Oberlenker ist natürlich genial den brauche ich auch noch für meinen Hubmast. Hat dieser denn auch ein Lasthalteventil, sodass dieser seine eingestellte Position einhält?
 
Beim Aufsteigen muss man mit den Hebeln etwas aufpassen, aber da ist der Schalthebel ja eh schon im Weg, sodass mich das nicht weiter stört. Man könnte sich aber prinzipiell beliebig gebogene Hebel am Steuergerät montieren, die Aufnahme erfolgt nur über die Klemmung des Rundstahls. Beim Draufsitzen haben die Hebel bei mir mehr als ausreichend Abstand zur Kniekehle, das könnte aber von der Beinlänge abhängig sein. Die Ergnonomie eines modernen Schleppers bekommt man natürlich nicht hin ;-)

Die mitgelieferte Aufnahme für die Hydraulikkupplungen am Heck musste ich allerdings etwas modifizieren, damit sie i.V. mit dem 35er-Zugmaul an die Achstrichter passt. Beim 65er Zugmaul könnte das so passen, ggf. mit etwas längeren Schrauben.

Ja, der Oberlenker hat ein Sperrventil, der Hält seine Position absolut sicher. Übrigens dichtet das Steuergerät auch sehr gut ab. Wenn ich damit die Heckhydraulik deaktiviere, sinken die Unterlenker selbst mit 300kg Gewicht quasi nicht mehr ab. Sperrventile haben die hydraulischen Oberlenker inzwischen aber eigentlich so ziemlich alle.

Gruß Christian

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Inzwischen sind die ersten 50 Betriebsstunden abgespult. Zeit für ein paar Einsatzfotos:

Letzte Mulcharbeiten, bevor die Wachstumsphase begonnen hat

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Und den Ginster, der zu groß für den Mulcher war, durch den Hacker jagen:

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Zwischendurch mal den total vernachlässigten Reitplatz aufgrubbern mit einem Kongskilde Federzinkenkultivator:

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Und das lange gesammelte Altholz im Garten häckseln

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Und den Heutransport weiter optimiert. Mit den Rundballen kommt der 35er spielend zurecht :-)

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Wieviel er ohne Frontgewicht tatsächlich tragen kann, werde ich voraussichtlich demnächst ausprobieren können, wenn der Scheibelhofer-Heckcontainer endlich geliefert wird :-)

Erstaunlich, wie schnell doch der Gerätepark wächst. Ich weiß gar nicht, wie ich zuvor ohne Traktor auskommen konnte ;-)

Gruß Christian

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