MF 35 geerbt - der Restaurationsthread mit Bildern

Zwischendurch wurde auch mal das Kraftstoffsystem soweit zusammengesetzt. Die Filter sitzen jetzt wieder an Ort und Stelle

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Wenn man die Kleinteile verzinken lässt, sollte man auf die winzige Bohrung in der Holschraube auf dem Filter denken:

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Die geht beim Verzinken gerne zu, ich musste auch mit etwas nachdruck einen dünnen Draht reinschieben, um sicherzustellen, dass die Bohrung frei ist. Ich gehe mal davon aus, sie dient zur Entlüftung des Filters...

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Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo Christian,

wie ich sehe hast du viel Spaß an der Restauration. Ich finde es sehr gut, dass du uns mit deinem sehr Ausfühlichen Restaurationsbericht bereicherst. 
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gruß Lukas

Eicher ED13/II - 1959
Fordson Dexta Petrol - 1964
Holder ED II - 1951
Holder ED II - 1956
MF 35 Standard 23c - 1958 - Restauriert
Unimog 406 U70 - 1966 - Technisch überholt
Volkswagen 245 - 1983

Fertig Restauriert
Massey Ferguson FE35 mit Standard 23C Diesel-Motor (1958)
 
Es ist mal wieder an der Zeit, hier etwas weiter zu berichten.

Bei der Aufbereitung weiterer Teile zum Lackieren (Unterlenker, Bremstrommeln, Vorderachsschenkel, Kühler usw.) kamen auch die Gegenhalter für die Stabilisierung der Unterlenker unter die Flex. Die Bolzen waren ausgenudelt, und aus unklarem Grund rundm festgeschweißt
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Nach dem Heraustrennen zeigt sich auch warum. Die Bolzen sind Kat 1 und die Bohrung Kat 2. Wie das ganze zusammenpasst ist eh etwas unklar, die Unterlenker waren vom MF165 (offenbar mal nachgerüstet), mit Kat 2-Kat 1- Hülsen Traktorseitig. Die Stabistreben sind Kat 2 - Kat 1, wobei Kat 2 Traktorseitig ist, da die Zugstreben vom 35er natürlich Kat 1 sind. Nunja, mal schauen, wie das nachher alles zusammen geht.

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Außerdem noch die Vorderachsstumme zerlegen und reinigen. Das Fett war tiefschwarz, und die Radmuttern fachmännisch mit einem Nagel gesichert
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Also zuerst mal mit der Drahtbürste reinigen

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Und den Rest mit der Sandstrahlpistole

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Außerdem das Zugmaul. Hier der Zustand so, wie ich das Teil von einem Forumskollegen geliefert bekommen habe:

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Also mit sehr viel Rostlöser, langer Einwirkzeit und etwas wohldosierter Wärme und Gewalt die Mutter geöffnet und das Teil zerlegt. Im Inneren natürlich extrem dick Rost. Das Gewinde ließ sich noch mit der Drahtbürste reinigen, der Rest war zu hartnäckig.

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Den Rest also Sandstrahlen. Das geht extrem gut!

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Und so sieht die gesäuberte Kupplung provisorisch zusammengebaut aus:

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Der Kühler bekommt auch eine Ladung neue Farbe. Nachdem das Gitter schön gekämmt wurde, der Kühler anscheinend dicht ist (zumindest Luftdicht bei geringem Überdruck), folgte eine Reinigung und Vorbereitung fürs Lackieren:

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Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Als Zeitfüller zwischendurch wurde auch die Lichtmaschine revisioniert. Zerlegen geht relativ einfach. Beide Schrauben raus und auseinanderziehen.

Hier der Anker. Der Kommutator zeigt deutlich die langen standspuren in Form von Korrosion auf den Kupferkontakten an der Position der Kohlen. Ansonsten insgesamt ziemlich viel Staub im Inneren.

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Hier ein Blick auf die Kohlebürsten. Die sehen noch ganz gut aus, auch wenn sie nicht gleichlang sind... (unterschiedlich verschlissen...)

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Und der Ständer sieht auch soweit gut aus, bis auf den Staub.

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Zur weiteren Revision wird der Riemenseitige Deckel vom Anker abgezogen. Der saß ziemlich fest.

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Das Lager hier wurde ausgetauscht. Es ist ein standard-Lager 6202 DU, ich habe ein Lager 6202 2RS C3 eingesetzt.

Danach alles reinigen.

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Anschließend den Ständer schwarz lackieren (der rest bleibt blankes Aluminum, wie beim Anlasser)

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Und alles wieder zusammenbauen. Auf richtige Position der Lagerdeckel achten, die Position wird durch kleine Erhöhungen im Gehäuse vorgegeben.

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Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
und die nächste Lackieraktion steht auf dem Programm. Dieses mal nochmal etwas profesioneller in einem geschlossenen Raum mit Fliegengitter vorm Fenster und ordentlicher temperierung. Lackiertemperature dieses mal ca. 16°C. Das Ergebnis ist nochmal ein Stück besser geworden.

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Alles einmal grundieren

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und ein kleines Detail: der MF-Kühlerdeckel:

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Und alles 2 x fertig lackiert:

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Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und einen Satz neue Reifen montieren lassen. Die haben erstaunlicherweise sogar gerade so ins Auto gepasst. Es geht doch nichts über ne ordentliche Familienkutsche
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Und hier die neuen Reifen auf den überarbeiteten Felgen.

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Montiert sind BKT TR135 auf der Antriebsachse, 12.4-28", die maximal mögliche Breite auf den 9"-Felgen. Sieht auch ganz stimmig aus, die Reifen sind ca. 30cm breit. Das Maß 12.4 müsste dem eingetragenen alten Maß 11-28 entsprechen. Ich bin gespannt was der Tüv sagt....

So langsam wird die Sache ein Stück. Demnächst sollte die Hinterachse wieder zusammen kommen. In den Sommerferien könnten die Blechteile an die Reihe kommen wenn alles glatt läuft....

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hi

die grösse 12.4/28 hat die Grösse 11/28 abgelöst.

Theoretisch der gleiche Reifen nur ein anderer Name.

Gruß Ralf

Meine Schlepper:
Fendt F15 G
FE 35 Spezial mit Standard 23C Motor
 
Hallo!

Habe mir gestern die selben Reifen bestellt aber in der Größe 10-28. Mein Onkel hatte die 11-28 montiert, da gehne sich aber keine Schneeketten mehr aus. Die würden am Muschelkotflügel schlagen.

@Christian, Kannst mir bitten den Preis für die Reifen per pm durchgeben? Würde mich interessieren was die in Deutschland kosten!

Danke Piti
 
Schneeketten sind bei uns hier kein Thema. Mit dem Umsturzbügel kommen die Kotflügel aber auch 2cm höher als ohne.

Die Restaurierung der Flügel steht auch noch bevor, da ließe sich auch noch was machen ;-)

Preis kommt per PM...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Es ist mal wieder an der Zeit für die Dokumentation der nächsten Schritte. Bin inzwischen wieder ein ganzes Stück weiter.

Für die Montage der Hinterachse ersteinmal die Bremsplatte mit neuen Stifschrauben herrichten. Die Stiftschrauben sind 1 3/4" lang und 5/16" UNF Gewinde, gibts z.B. beim Zollshop - mit Inbus.

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Dann die Bremsbeläge voreinstellen:  Beläge rechts und links passend anlegen und die Stiftschrauben so positionieren, dass der Belagträger rechtwinklig zur Ankerplatte steht.

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Dann fleißig Beläge aufnieten: Belag passend aufsetzen und von der Mitte her fixieren. Darauf achten, dass die Löcher ganz genau passen. Wenn man von außen Anfängt sitzt der Belag am Ende in der Mitte nicht spaltfrei auf, wenn man von innen anfängt, und der Belag sitzt nicht mittig, passen die äußeren Nieten nicht mehr ordentlich rein.

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Dann den Belag mit der Niete auf einen passenden Durchlag setzen...

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Die Niete von oben mit einem Körner etwas aufspreitzen und mit einem zweiten Durchlag platt klopfen.

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So sieht das ganze dann fertig aus. War gar nicht so zeitaufwändig wie die Tatsache, dass es fast 100 Nieten sind, vermuten lässt.

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Dann den Handbremshebel auf den entsprechenden Belag montieren. Vorher ganz dünn Fett dazwischen (kein normales Fett verwenden, sondern spezielle Bremsenpaste - hochtemperaturfest und tropft / schmilzt nicht bei Hitze)

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Und den Handbremssatz zusammen auf die Ankerplatte montieren. Bremseneinsteller natürlich auch mit Bremsenpaste fetten. Einsteller richtig rum montieren (siehe Reperaturleitfaden)

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Jetzt noch eine neue Gummitülle montieren. Die ist leider nicht identisch mit der alten (obwohl teures Original AGCO-Teil mit richtiger Nummer und Hologramm auf der Packung) - Daher ist etwas Modifikation erforderlich.

In die Tülle passt genau ein Rohrstück (Wasserrohr - entweder 1/2" oder 3/4", müsste ich nachgucken).

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Außen drauf einen Kabelbinder damit die Position passt und die Hülse drin bleibt

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Und hinein in die Öffnung - passt perfekt, ist dicht und sitzt ordentlich.

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Und morgen geht es hier weiter mit der Montage der Hinterachse....

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Nachdem die Handbremse einer Seite fertig ist, kann der Zusammenbau dieser Seite weiter vorbereitet werden. Dichtung auf dem Bremsdeckel montieren (ich habe die Alte weiterverwendet, weil sie neu nur noch zu einem unverschämten Preis von 90€/Stück bei einem einzigen Händler zu bekommen ist). Ich habe sie mit einem Kontaktkleber für Gummi angeklebt. Die Dichtung soll wohl verhindern, dass Wasser und Schmutz in die Bremse kommen.

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Und auf der Seite den Wellendichtring montieren.

Es empfiehlt sich, vor der Montage des WeDi zu prüfen, welche Distanzscheiben für die HA benötigt werden. Ich habe dazu die Achse zusammengesteckt (mit den Blanko-Bremsankerplatten), mit 3 Schrauben je Seite fixiert (so dass sie sich noch drehen lässt), und mit einer Fühllehre den Spalt zwischen Flansch und Bremsankerplatte gemessen. Das Maß durch 2 teilen und mit diesen Distanzscheiben kann man dann eine Seite fertig zusammenbauen.

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Vor dem Montieren der Achse noch die Handbremswelle positionieren (die bekommt man sonst später nicht rein, wenn der Halter Getriebeseitig bereits montiert ist...). Einfach 2 ausreichend lange Schrauben reinstecken, die fallen dann später raus.

Hier sieht man auch, dass ich noch zusätzlich auf den Flansch zwei Lagen Moosgummidichtband geklebt habe, um die alte Dichtung zu entlasten. Gleichzeitig sorgt das Moossgummi dafür, dass dieser Spalt zwischen Flansch und Bremsendeckel nicht zusifft. Und wie sich später noch rausstellen wird hilft er auch bei der Montage ;-)

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Die Bremsankerplatte mit dem montierten Deckel lässt sich nämlich so auf den Flansch aufsetzen und sie hält dort von alleine. Die Distanzscheiben sind hier auch schon dazwischen.

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Dann die Achse einschieben. WeDi vorher mit Öl benetzen und vorsichtig sein, dass sie nicht beschädigt wird. Auf die Richtige Position der langen Stehbolzen achten!

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Ganz einschieben und mit 3 Schrauben fixieren.

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Jetzt noch die Fußbremsbeläge montieren (wie sich später rausstellt, wäre es einfach gewesen diese Montage auch schon vorher durchzuführen, dann kriegt man die Federn besser drauf, und man kann die Beläge beidseitig besser einstellen. Man kommt so nämlich fast nicht mehr an die Einstellschrauben der Fußbremse (die sind von hinten durch den Deckel verdeckt)...)

Beim Einsteller der Fußbremse auch weider auf die Richtige Anordnung achten, die Zahnräder müssen versetzt sein!

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Bevor die Federn der gegenübe montiert werden, die Fußbremswelle einschieben. Dazu die Beläge etwas aufspreizen, die Welle einschieben und die Scheibe und die Feder mit aufschieben. Am Ende den Hebel draufmachen und die Welle in die Führung einsetzen. Wenn die Federn der Bremse montiert sind, geht das sonst nicht mehr!

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Die beiden roten Federn sind die größte Herausforderung, die sitzen am strammsten. Die Distanzscheiben unter den Belägen nicht vergessen!

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Wenn alles ordentlich sitzt, können alle 12 Muttern am Flansch angezogen werden. Diese Seite wäre damit fertig.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Als nächstes die Bremse für die andere Seite zusammenbauen. Hier Hand- und Fußbremsbeläge.

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Vor der Montage des Deckels noch die Einstellung der Beläge überprüfen. Hierzu ein Flacheisen an der Bremsankerplatte positionieren und mit einem Winkel die Lage des Belages prüfen. Gilt für Hand- und Fußbremsbelag. Die Beläge müssen rechtwinklig zur Ankerplatte sein und natürlich auch in einer Ebene (Lineal drauf legen)

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Jetzt kann diese Seite auch montiert werden, und dann kommt die Tüftelerei mit der Einstellung des Lagerspiels.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Bezüglich der Einstellung des axialen Spiels verweise ich auf meine Ausführungen in diesem Beitrag:

441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203003802.1110935593.1110935593.1.axialspiel_steckachsen_einstellen-deutsche_ferguson_und.html

Da sieht man auch, wie man das messen kann. Wichtiger Hinweis: zum Prüfen des Spiels muss man die Räder montieren, sonst lässt sich das nicht wirklich feststellen. Erst wenn man an den Rädern wackelt kann man das tatsächliche Spiel feststellen.

An dieser Stelle noch ein Bild von der fertig zusammengebauten Hinterachse, noch ohne Räder:

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Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Zwischenzeitlich wurde mal die verstellbare Hubstrebe zusammengebaut, mit neuem Antriebszahnrad und neuem Schmiernippel. Alles andere original und neu verzinkt / lackiert. Und ein neues Lager ist natürlich drin.

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Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und hier noch meine Lösung für die kleinen Deckel auf den Öffnungen zur Einstellung der Bremse:

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Ein Streifen dünnes Edelstahlblech mit etwas Vorspannung sitzt auf einem Gummistreifen, montiert mit einer M5 Edelstahlschraube. Funktioniert perfekt, dichtet gut ab und verkratzt den Lack nicht :-) (Von den original-Deckel ist einer verloren gegangen...)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Wie man oben sieht, wird die Bremse im Rahmen der Trommelmontage voreingestellt. D.h. die Einstellschraube wird so weit herausgedreht, bis die Trommel noch gut drüber geht. Die Einstellschraube lässt sich nämlich ohne Bremstrommel viel einfacher drehen, weil man gut ran kommt.

Nachdem die Trommel aufgesetzt ist, können die Einstellschrauben so weit gedreht werden, dass sich die Drommeln noch gut drehen lassen, d.h. noch keine Bremskraft aufgebracht wird.

Zuvor noch den von außen sichtbaren Teil des Achsstummels reinigen

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und lackieren:

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Bremstrommel fertig montiert:

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Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Zeit, mal etwas weiter zu berichten.

Zuerst kommen nun die Hinterräder nochmal dran und der Schlepper steht wieder auf eigenen Hinterfüßen.

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Bevor es mit der Vorderachse weiter geht, wird noch der Simmerring der Kurbelwelle vorne getauscht. Zur Demontage der Riemenscheibe tut der alte Keilriemen gute Dienste:

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Hier kommt nun der alte Simmerring zum Vorschein

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Dieser lässt sich z.B. mit 2-3 Spax-Schrauben herausdrücken.

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Achtung: Nach dem Durchbohren des Ringes die Schrauben vorne abstumpfen, sie fressen sich sonst in das sehr weiche Zahnrad dahinter und hinterlassen hässliche Spuren!

Wenn der Ring draußen ist alles schön säubern und den neuen Ring einpressen. Das geht mit der Riemenscheibe unter zuhilfenahme einer geeigneten Unterlage, damit die Dichtlippe außen nicht beschädigt wird (z.B. dicker Draht, ich habe einen alten Bowdenzug genommen)

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Danach kommt die Riemenscheibe wieder drauf und fertig.

Zwischenzeitlich wurde die Ölwanne nochmal neu abgedichtet, da sich an der vorderen Korkdichtung schon undichtigkeiten zeigten, obwohl noch kein Öl drin ist (ablaufendes Öl von oben kriecht nach außen). In dem Aufwasch wurde die Ölwanne dann auch gleich lackiert.

Nach dem Zusammenbau der Ölwanne, der ja schon weiter vorne bereits beschrieben ist, geht es an die Montage der Vorderachse.

An der Vorderachse wurden noch die Lager inspiziert. Hierbei taten sich (mal wieder ;-) ) Abgründe auf:

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Alle Lager austauschreif. Interessanterweise sind die Buchsen noch sehr gut und die Achsschenkel weisen fast kein Spiel auf (ca. 2/10mm). Die bleiben also drin.

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Der gesäuberte Sitz des Axiallagers weist deutlich Spuren des Lagers zuvor auf, das sich vermutlich wegen der Dellen nicht mehr im Lager gedreht hat, sondern zwischen Lager und Sitz.

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Also Lager einsetzen, alles schön fetten und Achsschenkel einsetzen. Oben den Filzdichtring nicht vergessen und Lenkhebel inkl. Halbmondkeil aufsetzen.

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Da die Achsflansche schon lackiert sind (das war ungeschickt...) geht nur noch moderate Erwärmung im Backofen. Der Temperaturunterschied von ca. 120K reicht aber nicht, um die Lagerschalen locker einzusetzen, da muss der Hammer ran...

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Die fertigen Radflansche dann auf den Achsschenkel montieren.

Das Spiel muss bei montierten Rädern und auf dem Boden stehenden Traktor eingestellt werden, da es so ähnlich wie an der Hinterachse nicht wirklich fühlbar ist. Den Splint also erst final montieren, wenn alles fertig eingestellt ist. Laut Reparaturleitfaden erfolgt die Einstellung durch festziehen der Mutter mit 8,3mkp und anschließendes Lösen um eine Krone. Das funktioniert bei mir nicht, bei 8,3mkp (81NM) habe ich Angst, das Lager zu beschädigen. Da dreht sich schon viel früher nichts mehr. Mit dieser Einstellung wir das Lager meines Erachtens viel zu stramm eingestellt.

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Zur Montage der Kappen musste ich die Splinte etwas nach hinten klopfen und schauen, dass sie ganz drin sitzen. Sonst lässt sich die Kappe nicht aufdrehen, da ist sehr wenig Luft dazwischen.

Dichtring zwischen Kappe und Flansch nicht vergessen!

Und schon steht der Traktor wieder auf allen vieren:
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Gruß Christian

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Mit abgeschlossener Montage der Vorderachse bietet es sich an, die Spur einzustellen, bevor die Spurstangenköpfe festgezogen werden.

Hierzu habe ich zwei ausreichend Lange Latten an die Vorderräder gezwingt:

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Darauf achten, dass die Latten am Felgenhorn anliegen

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So sieht das ganze dann aus:

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Für die nun folgende Einstellung müssen die Latten exakt waagerecht liegen, damit der Radsturz das Ergebnis nicht verfälscht.

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Außerdem müssen die Räder absolut gerade stehen. Das sieht man an der Position der Latten an den Hinterrädern, die müssen auf beiden Seiten an gleicher Stelle stehen.

Nun kann man erst einmal feststellen, wie viel Spiel in der Lenkung zwischen rechts und links vorhanden ist. Bei mir sind das am Felgenhorn ca. 3mm.

Die Spur ist mit einer Vorspur von 0 -  3mm einzustellen (gemäß Reparaturleitfaden). Ich habe sie auf 3mm eingestellt, damit das Spiel des Lenkgetriebes vollständig kompensiert ist. D.h. die Spur weist mit dem Spiel im Getriebe jetzt 0-3mm Vorspur auf. Damit sollte eine stabile Geradeausfahrt gewährleistet sein.

Für die Einstellung der Spur an den Latten ist etwas Geometrie erforderlich. Am Ende der Latten hat man je nach Länge eine relativ großen Messbereich (hohe Genuigkeit). Wenn die Latten 10mal so lang sind wie der Durchmesser des Felges, bilden sich die 3mm Vorspur in Form von 3cm Abweichung am Ende der Latten ab. Damit ist eine meiner Ansicht nach sehr genaue Einstellbarkeit gegeben.

Die Einstellung selbst erfolgt dann durch verdrehen der Spurstangenköpfe auf der Spurstange. Dabei darauf achten, dass das Lenkrad in der Mitt steht, d.h. beide Spurstangen ungefähr gleich lang sind.

Gruß Christian

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Da ich wegen des Simmerringes an der Kurbelwelle und der Undichtigkeit der Ölwanne den Vorderwagen nochmal abgenommen habe, habe ich beschlossen auch das ausgeschlagene Auge des Schwenkbolzens zu sanieren.

vorher:

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nachher:

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Die Zwischenschritte gibt es leider nicht auf Foto, wegen eines Datenverlustes.

Der Schwenkbolzen sitzt jetzt spielfrei, ich habe oben ein 3mm-Flachstahl eingeschweißt, den ich zuvor um den Bolzen gebogen habe. Anschließend schön verputzt und innen ausgeschliffen.

Gruß Christian

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Außerdem ist mir eine Lösung für die nicht zu bekommende Gummimanschette am Kugelgelenk eingefallen.

Es war nur noch eine Original-Manschette vorhanden:

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Da das Kugelgelenk keinen Sitz für eine Manschette aufweist, lässt sich hier nichts passendes montieren. Ich habe einfach zwei Gummimanschetten von dem hinteren Kugelgelenk (ich hatte einen 10er-Pack gekauft) geopfert, und daraus eine entsprechende Kappe zusammengeschnitzt. Funktioniert erstaunlich gut.

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Damit ist die Vorderachse soweit fertig.

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Gruß Christian

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cf_84:

Schneeketten sind bei uns hier kein Thema. 
Bist du dir da ganz sicher?? Zu der Zeit als dein MF35 neu war, hatte eigentlich jeder Ketten zu seinem Schlepper. Zu Zeiten als es noch erlaubt war Mist und Gülle auf eine geschlossene Schneedecke auszubringen wurde das auch gern gemacht. Dazu brauchte man definitiv Ketten.

Musste ich aber auch erst lernen, nach dem ich mir als junger Mann meinen ersten MF274S Hinterrad gekauft hab - ohne Ketten ging da schon bei 2cm Schnee überhaupt GAR nichts mehr!! Das war mir absolut neu, denn ich war mit lauter Allrad-MF aufgewachsen. Die Ketten von damals hab ich heute noch, die hatte ich vom Nachbarn bekommen. Ketten sind beim Hinterradschlepper jedenfalls was GANZ Feines!!

Grüße Hometown 
 
.... Wenn wir hier mal 2cm Schnee haben (was nicht mal zuverlässig jährlich vorkommt), hab ich anderes zu tun, als mit dem Schlepper umher zu fahren. Und ein Schneeschild ist nicht vorgesehen...

Gruß Christian

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Es geht weiter mit dem Zusammenbau. Kühler mit neuen Gummiklötzen montieren.

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Und weiter mit dem Kraftstoffsystem. Leitung zur Flammkerze und neuer Zwischenbehälter. Ebenso montiert: der sanierte Luftfilter.

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Die Rücklaufleitung hat sich bei der Montage als nicht mehr tauglich herausgestellt, beim zurechtbiegen hat sich ein Loch aufgetan:

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Damit wird die weitere Leitungsinstallation hinten angestellt und erst mal neue Leitungen beschafft.

Gruß Christian

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Zwischenzeitlich wird das Cockpit für die Montage vorbereitet. Als erstes kommen die Anzeigeinstrumente und der Gashebel hinein.

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Dann wird Rückseitig das Blinkrelais mit dem Sicherungshalter montiert (der Sicherungshalter ist noch original)

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Dann kommt der Regler rein, und das Cockpit wird montiert.

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Dann kommt das Gasgestänge an die Reihe. Unter dem Gashebel habe ich hier eine kleine Hülse positioniert, die den Hebel dort hält wo er hingehört. Nach Ersatzteilliste gehört da auch eine Klammer hin, aber da wurde wohl mal manipuliert, da ist ein Schweißpunkt am Ende des Gestänges, der den Hebel dort hält wo er hingehört.

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Vorne an der Pumpe sieht es dann so aus, mit neuer Feder:

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Am Cockpit wurd noch die Ölsdruckleitung angeschlossen und der Rücksteller montiert.

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Gruß Christian

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