Da der Motor dem des 35ers sehr ähnlich ist, will ich hier mal meine Erfahrungen bzgl. Kopfdichtung in den Raum werfen:
- Drehmoment habe ich nur vom A3.152 vorliegen. Da wird sich aber sicher noch jemand melden bzgl. des AD3.152. Ich weiß nicht, ob die Werte unterschiedlich sind.
- Nachziehen lohnt in jedem Fall, eine Stundenangabe gibt es hierzu beim 35er nicht. Der Motor sollte einmal gut warm geworden sein. Ich würde nicht zu lange damit warten, sondern den Motor einmal auf Betriebtemperatur bringen, und dann nachziehen. Die Muttern lassen sich teilweise um bis zu ner halben Umdrehung nachziehen, bis das Moment wieder erreicht ist. (Info am Rande: Ich habe nach 100Bh beim Einstellen der Ventile nochmal nachzogen, da hat sich aber nichts mehr getan. D.h. der Zylinderkopf setzt sich sehr schnell und nach dem Nachziehen ist nicht mehr zu tun)
- Laut Rep-Leitfaden 35er ist an der Kopfdichtung eine "geeignete Dichtmasse" zu verwenden. Mein Motoreninstandsetzer meinte, dass der Hersteller der Dichtung hierzu angaben machen muss, da man nicht einfach irgendeine Dichtmasse verwenden kann. Ich habe dann beim Lieferanten nachgefragt, und nach dessen Aussage werden die heutigen Kupferdichtugnen ohne Dichtmasse montiert. M.E. hilft die Dichtmasse auch im Bereich der Zylinderabdichtung nicht viel, da ist genug Kupfer der Dichtung vorhanden.
- Wenn ich nochmal ne Kopfdichtung montiere, werde ich jedoch eine Dichtmasse im Bereich um die Nockenwelle herum verwenden,d.h. Ansaugseitig. Hier schwitzt meiner nämlich ein kleinwenig Öl heraus, und wenn man sich die Anordnung der Stehbolzen anschaut, verwundert das auch nicht.
Wichtig ist m.E. Kopf und Block präzise auf Planheit zu prüfen und ggf. beides planen zu lassen.
Am Rande sei erwähnt, dass beim Kopfdichtungswechsel auch Ventile und Zylinderbuchsen überprüft werden sollten. Damit ggf. anstehende Arbeiten gleich in einem Aufwasch mit erledigt werden können.
Gruß Christian
Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx