MF 135 Totalrestauration oder nur Kosmetik?

  • Ersteller Ersteller FunkyP
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Hallo,

zusammen mit meinem Haus habe ich einen MF135 gekauft, der seit 20 Jahren abgemeldet in der Scheune steht. Ich hatte mich in dieser Zeit erst mal um das Haus gekümmert, aber jetzt ist der 135er dran.

Ich habe eine 07er Nummer, da hatte ich ihn eintragen lassen, als das noch ohne H-Abnahme möglich war und seither alle paar Jahre mal eine Runde gedreht. Das Ding springt immer sofort an, abder sonst ist nicht mehr viel mit los.

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Ich möchte ihn auf jeden Fall wieder auf die Strasse bringen. Nur zum Spazieren fahren, arbeiten muss er nicht mehr. Elektrik ist tot, aber Bremse, Kupplung, Getriebe und vor allem Motor tun. Ich würde die roten Karrosserieteile entrosten und lackieren, die grauen mal von außen ordentlich putzen und Überrollbügel und Fritzmeier entfernen, weil mir das nicht gefällt. Es sieht für mich so aus, als gäbe es alles noch zu kaufen, das bin ich nicht gewohnt von meinen anderen Oldtimern. 

Wie ist eure Erfahrung? Macht es Sinn, ein Fahrbereites Exemplar auch Motor/Antriebseitig komplett zu zerlegen und zu überholen, oder sind die DInger so robust, wie es aussieht?

Der Traktor ist Baujahr 1969.
 
Hallo, seit ein paar Tagen bin ich nun auch Besitzer eines MF135. der Motor springt noch ohne Probleme an und er fährt auch noch nur ist alles andere hinüber (Elektrik komplett, viele Blechteile und teilweise fehlende teile). Ich selber stehe auch noch am angang und bin am suchen wo ich anfangen soll. Sinnvoll wäre vermutlich die Elektrik und die Blechteile wie Kotflügel, so dass man die Lampen usw. auch anschließen kann. 
Danach würde es vermutlich an die Bremse gehen. Alles weitere sieht man dann in laufe der Zeit. Allerdings habe ich stand jetzt noch kein richtiges vorgehen gefunden da auch Teile fehlen und ich mir unsicher bin was mal wo gewesen sein soll :D
 
Die Frage ist immer schwierig zu beantworten. Nicht selten wird aus leichter Kosmetik dann doch schnell eine Totalsanierung. Selbst so erlebt :-)

Es hängt halt sehr stark davon ab, in welchem Zustand die Basis verschleißtechnisch ist. Hat der Schlepper 8000h an der Ballenpresse oder am Pflug gearbeitet, müssen gewisse Dinge gemacht werden, die bei leichten Pflegearbeiten noch jahrelang problemlos ihren Dienst tun können.

Was aber meist notwendig ist, auch wenn man nur Kosmetik macht: Alle Gummidichtungen und die gesamte Elektrik erneuern. Gummidichtungen sind nach >30 Jahren spröde, Öl kommt in die Bremse und in den Bereich der Kupplungsglocke, und für die zwei Sachen muss der Schlepper eigentlich schon quasi komplett zerlegt werden. Den Zustand der Bremse muss man eigentlich auch immer überprüfen, wenn man den Schlepper nicht kennt. Die Kabel der Elektrik werden ebenfalls spröde, und je nach Verpfuschungszustand besteht da akut brandgefahr. Da würde ich keine Kompromisse eingehen.

Wo fängt man an? Am besten vorne. ;-)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Danke für die Einschätzung.

Der Traktor hat 6300 Stunden auf dem Acker geschuftet. Und das sieht man ihm ja deutlich an. 

Aktuell geht weder die Hydraulik noch MultiPower. Aber er läuft suber und bremst auch. Elektrik ist quasi nicht mehr vorhanden, Lampen gehen keine. Nur der Anlasser und wohl die Lima. Die Elektrik bekomme ich problemsol in den Griff, das kann ich. Aber komplett zerlegen, um Dichtringe zu wechseln, klingt kompliziert für mich. Anders, als bei meinen Autos kann ich ja nich einfach Motor und Getriebe trennen, dann hab ich ja 2 halbe Traktoren hier liegen. Was muss man so über den Daumen rechnen, um Motor / Getriebe / Hydralik rundum neu abzudichten? Vorausgesetzt es ist nichts kaputt. MultiPower wäre für mich verzichtbar, wenn da was ernstes dran ist.

Kennt jemand einen Hinterhofschrauber, der so was im Rhein/Main Gebiet machen könnte?

LG 

Patrick
 
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