MF 135 - DW steuergerät

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StihlMS291

Gast
Hallo zusammen. Ich hab schon wirklich sehr viel darüber gelesen und versucht herrauszufinden, aber nichts für mich passendes gefunden. 

Unter meinem Sitz (rechts) ist ein Umschaltventil (nach vorne = Frontlader. Nach hinten = Heckkraftheber. Nach oben gesperrt)

Auf diesem Ventil ist ein Anschluss der verschraubt, also verschlossen ist. Kann ich an dem ein doppelwirkendes Steuergerät anschließen oder wie kann ich mir sowas anbauen? Dass es auch sinnvoll funktioniert. Habe schon einige mf 135 im netz gefunden die eine hydraulische Gerätebetätigung haben, und für mich wäre sowas sehr praktisch nur finde ich nicht herraus wo ich sowas anbauen kann und was ivh dafür benötige

Ich bedanke mich schonmal bei euch allen für die Antworten. 

Grüße Andy
 
Das ist einfach. Einfach das Umschaltventil abmontieren und ein geeignetes Steuerventil montieren, je nach Bedarf und Geldbeutel:

www.ferguson-shop.eu/de/search?sSearch=steuerger%C3%A4t

Die passen direkt auf den Hydraulikdeckel. Vor- und Rücklauf ist dort vorhanden. Für die Bedienung des FL benötigst du dann min. 1EW+1DW.

Man kann natürlich auch etwas mit dem freien Abgang basteln, aber dann musst du jedes mal umschalten, und benötigst einen druckfreien Rücklauf. Und einen Platz um das Steuergerät zu montieren.

So sieht das dann aus (2 x DW, davon einmal auf EW umstellbar) (am 35er, aber das sieht beim 135er genau so aus)

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Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Super, die äusseren beiden Hebel benötigt mann dannnichtmehr oder? Und sobald ich den Frontlader Nicht mehr hebe oder senke bleibt er auch in dieser Stellung? Oder ist dann auch so wie jetzt dass er je nach Drehzahl hoch oder runter geht?

Und dass passt plug and play oder?

Danke für die super hilfreiche Antwort 

Gruß Andy
 
Nein, das ist die Ausführung für 320€. Auf dem Bild sieht man den 3. Hebel nur ansatzweise.

Die beiden Hebel benötigt man dann für den Frontlader nicht mehr. Für die Heckhydraulik werden sie nachwievor benötigt. Und ja, die Ventile sind recht dicht, d.h. der Fronlader bleibt nach dem Loslassen des Hebels in seiner Position.

Dass er je nach Drehzahl hoch oder runter geht darf aber eigentlich auch jetzt schon nicht sein, wenn alles richtig eingestellt ist. Außer, das Hydrauliksystem is intern so undicht, dass der FL absinkt, wenn die Drehzahl zu gering ist. Dann wäre eine Revision fällig, dann wird er auch mit dem neuen Steuergerät nicht heben, wenn die Drehzahl zu niedrig ist.

Die Steuergeräte, die als passend für MF135 markiert sind, sind plug&play. Wenn du nicht sicher bist, vor dem bestellen nachfragen.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Das habe ich evt. Etwas unklar beschrieben. 

Der Schlepper läuft im Standgas und der Frontlader ist so eingestellt dass er die eingestellt Höhe hällt. Gebe ich nun Gas geht er auch langsam nach oben und sobald ich das Gas wegnehme wieder dementsprechend runter.

Wenn ivh ein ca 400kg Heckgewicht dran habe (gehoben, Schlepper aus) dann senkt es sich nach gewisser Zeit bis auf den Boden.

Beim Frontlader ohne zusätzlichen Gewicht ist es genauso. 

Habe deinen Beitrag nochmal gelesen aber nicht so viel über die innere Hydraulik gefunden da du sie ja erstmal so gelassen hast. Gibts da Dichtsätze wo alles dabei ist oder wo bzw welche Dichtungen müsste ich tauschen?

Als Beispiel fällt mir gerade ein: wenn ich das Fahr KM 22 dran habe und fahre damit ca 4km dann muss ich die hydraulik wieder heben da es sich gesenkt hat. ( stelle dass Umschaltventil immer auf Mittelstellung damit es die höhe beibehält beim fahren)

Gruß Andy
 
ahja. Ich denke, hier sind ein paar grundliegende Informationen zur Hydraulik von nöten:

- Das interne System (= Heckhydraulik) hat eine echte Positions- und Zugkraftregelung. Erstere sorgt dafür, dass die Unterlenker immer genau dort stehen bleiben, wo es der Hebel im Verstellsegment vorgibt. Unabhängig davon, wie dicht das System ist, da das Steuerventil der Pumpe bei Undichtigkeiten nachregelt.

- Das interne System ist nie 100%ig dicht, über die Steuerhülse fließt also bei nicht laufendem Traktor Öl zurück. Dadurch senken sich die Unterlenker bei stillstehender Pumpe ab, wenn der Ölfluss nicht durch ein externes Ventil gesperrt wird. Mit Gewicht auf den Unterlenkern ist ein vollständiges Absenken bereits nach einigen Sekunden nicht ungewöhnlich. Auch unbelastete Unterlenker sinken ab.

 - Gleiches gilt für den FL, wenn er über die Steuerhülse der Pumpe bedient wird (= mit dem Hebel am Verstellsegment)

Wenn du jetzt über ein Ventil auf dem Steigrohr (Hydraulikdeckel) das Öl von der Pumpe entnimmst, hängt die Absinkgeschwindigkeit von der Dichtigkeit des Ventils und der angeschlossenen Hydraulikzylinder ab. Bei meinem Steuergerät kann ich den Hydraulikpfad zwischen Pumpe und Zylinder blockieren, dann sinken die unbelasteten Unterlenker gar nicht mehr ab, mit 300kg Gewicht sinken sie auch nach einer halben Stunde nur wenige Milimeter ab.

Prinzipiell ist das Verhalten also nicht ungewöhnlich, das du beschreibst. Du stellst mit dem Hebel am Verstellsegement eine Fördermenge ein, die genau dem Verlust entspricht = Höhe konstant. Gibst du Gas, steigt die Fördermenge, logischerweise hebt sich dann der FL, weil er eben keine Positionsregelung hat.

Arbeitest du nun mit einem Steuerventil wie dem von mir verwendeten, stellst du die Pumpe dauerhaft auf maximale Förderung. Den Ventilhebel betätigst du nur, wenn du die Höhe des FL verändern möchtest. Mit einem neuen Ventil sinkt er bei gesperrtem Kreislauf nicht mehr merkbar ab, wenn deine Stempel am FL dicht sind.

Wenn du mit dem Mähwerk fährst, stellst du das Umschaltventil nicht in die Mitte, sondern so, dass du die Höhe mit dem Hebel am Verstellsegment einstellen kannst. Diese Höhe hält der Schlepper dann, solange er läuft, und du brauchst nicht von Hand nachzuregeln. Funktioniert das nicht, stimmt etwas mit deinem Hydrauliksystem nicht.
 
Für Christian,

bekannter hat ein sollches Ventil auf einem 135 wie dein Foto oben. Er sagt es würde alles gut funktionieren.

Aber es ist schon beim hinsetzen hinderlicht und der rechte Hebel ist ständig am Kniegelenk.

Gefällt mir nicht so.
 
Die Ergonomie hängt von der Größe des Fahrers und der Position und Art des Sitzes ab. Bei mir passt das gut, aber ich bin realtiv groß.

Man kann sich die Hebel aber auch ein Stück weit zurechbiegen.
 
Hallo!

Geb jetzt auch mal meinen Senf dazu;). Hab bei meinem 135er eigentlich auch mal 3 DW Steuergeräte geplant gehabt, mir ist dann aber ein anderer Traktor dazwischen gekommen...

Jedenfalls habe ich es so geplant bzw hätte ich es so gemacht:

Am Deckel, wo das Steigrohr hoch kommt, den Druck abnehmen und rein in einen 4 reihigen Monoblock (45l), welcher am rechten Kotflügel montiert wird. Druckweiterleitung am Monoblock braucht man nicht. Rücklauf halt wieder zurück ins Getriebe. So jetzt kommst ;) !!! Die erste Sektion am Monoblock mit EW Schieber und Rastung für "B" (Drucklos bzw nicht vorhanden) und die Leitung "A" wieder zurück zum kleinen Deckel  (vom Steigrohr) in den Hubzylinder. Die restlichen 3 Schieber mit EW, DW, Kreuzhebel oder Schwimmstellung, was das Herz begehrt und man sich eben für seinen Fergy wünscht ;)

So, jetzt mal kurz die Funktionsweise:

Wenn ich jetzt die Hubwerkspumpe "aktiviere" passiert erstmal gar nichts... das Öl kommt das Steigrohr hoch, geht in den Monoblock und läuft 1zu1 wieder über den Rücklauf ins Getriebe. Wenn ich jetzt das Hubwerk bedienen möchte, funktioniert das über das erste Ventil... so lange ich den Steuerhebel auf "A" halte hebt es, neutral passiert natürlich nichts und in Stellung "B" senkt es ab (kann man mit Rastung oder auch nicht machen, Geschmackssache).

Die übrigen Sektionen funktionieren derweil natürlich auch nach belieben.

... jetzt kommen einige und sagen: "ja dann hab ich aber keine Lageregelung am Hubwerk mehr..." ganz einfach: Pumpe zuerst mal auf "aus"...den Steuerhebel vom ersten Ventil in Stellung "A" fixieren  (irgendwie mit einem "Klapperl" oder Hacken)... jetzt geht das Öl wieder permanent zurück in den Hubzylinder wie eh und je und das Hubwerk kann ganz normal wie immer bedient werden.

Jeder der sich ein wenig mit Hydraulik auskennt, wird mir vermutlich folgen können. Das wäre in meinen Augen die einzige sinnvolle Lösung für meinen 135er gewesen und hätte nicht viel gekostet, weil 0815 Komponenten von Überall verwendet werden können!

...dass man die Hubwerkspumpe nicht "aktivieren" muss oder permanent fördert, wenn man ein Steuerventil bedienen will, dafür habe ich noch kein Patent gefunden. Höchstens über eine zusätzliche Pumpe am Strirnradantrieb oder an der Mähzapfwelle. Wär mir aber zu teuer und zu aufwändig für einen kleinen 3 Zylinder  ;)

Mfg Max 

Ps: Immer eine Sektion mehr aufbauen, als du im Moment benötigst! Ist zwar komplett gegen das Denken vieler alter Bauern, kostet nur minimal mehr, und es kann immer noch was dazu kommen!
 
Genau! doch deine idee ist gans genau wass ich mich bedacht hatte,

Gruss, Bert
 
Danke für die ausführliche Erklärung. Habe leider noch keine Betriebsanleitung. 

Okey soweit hab ich alles verstanden aber wenn ich z. B. Mit dem Heckgewicht fahre und während dessen mit dem Frontlader einen Heuballen in die Heuraufe heb, muss ich ja zwangsläufig umschalten auf Frontlader und somit auch gegebenenfalls an der Heckydraulik wieder nachregeln richtig?

So wenn ich nun ein DW Steuergerät anstatt diesem umschaltblock montiere und wie oben beschrieben mit Heckgewicht fahre und Heu rein fahre, würde dass dann ohne nachregeln funktionieren? So wie du beschrieben hast dass ich am verstellsegment die höhe einstelle und sol lasse undgleichzeitig den FL bediene?

Gruß Andy 
 
@Max: ziemlich genau diese Funktionen erfüllt das von mir oben abgebildete Steuergerät ;-)

lediglich die Bedienung der Heckhydraulik ist damit nur eingeschränkt möglich, da der Hebel mit Rastung ist, und kein feinfühliges Steuern ermöglicht. Dafür gibt es das gleiche Gerät aber auch noch mit einem Hebel mehr für die Heckhydraulik. Damit lässt sich diese dann wahlweise mit oder ohne Positionsregelung bedienen.

Zum Heckgewicht:

Das Heckgewicht bleibt mit einem geeigneten Umschaltventil (egal, ob das nur von hinten nach vorne umschaltet, oder zum externen Steuergerät) recht zuverlässig oben, wenn:

- der Hubzylinder noch einigermaßen dicht ist

- das Umschaltventil ausreichend abdichtet.

Ansonsten sinkt es langsam ab, wobei die Undichtigkeit die Geschwindigkeit des Absinkes bestimmt. In dem Moment wo du von interner Hydraulik auf das Steuergerät umstellst (der hintere Hebel bei dem o. abgebildeten Steuergerät), ist die Positionsregelung außer Betrieb.  Der Positionshebel muss auf fördern gestellt werden, damit am Steuergerät was ankommt. 
 
@Stihl

Versuche jetzt mal möglichst verständlich die Funktionsweise der guten alten Fergusonhydraulik zu erklären, dann bekommst eigentlich auch die Antworten auf deine Fragen und vielleicht intressierts ja sonst auch noch jemanden.

Also:

Die Hydraulikpumpe vom 135er fördert gundsätzlich bei laufendem Motor jetzt mal kein Öl !!!   Das ist wichtig zu wissen!

Zum einfacheren Verständniss: man kann sich die Hubwerksbediengung bzw eigentlich die Bedienung der Pumpe mit einer Skala von 1 - 10 vorstellen.

Auf dieser "Skala" (die im Traktor nicht existiert :) ) befinden sich 2 Zeiger. Der Eine wird von den Unterlenkern angesteuert.

1 = Unterlenker ganz unten, 10 = Unterlenker ganz oben

Der Andere von dem Positionshebel an deiner Hubwerksbedienung. 

Beispiel: Du stellst den Postionhebel auf 7. Jetzt ist die Hydraulikpumpe bestrebt, diesen Unterschied auszugleichen, indem sie beginnt zu förden. Die Unterlenker kommen in die Nähe von "7" und die Pumpe fördert weniger, bis die Unterlenker 7 erreicht haben, dann wird nicht mehr gefördert. Wenn du jetzt den Positionhebel auf 4 stellst, dann wird Öl aus dem Zylinder raus gelassen bis die Höhe 4 erreicht ist.

Wenn der Hubzylinder der Heckhydraulik undicht ist, dann regelt die Pumpe immer wieder minimal nach, wenn eine Differenz vom "Soll" zum "Ist" Wert entsteht. hat cf 84 eigentlich auch schon beschrieben.

Wenn du jetzt mit dem Frontlader arbeiten willst, brauchst du Öl von der Pumpe, also muss diese permanent fördern, d. h. das in diesem Moment keine Lageregelung der Heckhydraulik zur verfügung stehen kann, weil das ja nur direkt über die Fördermenge der Pumpe funktioniert!!

Für den Frontlader Betrieb musst du eben die Pumpe zum Fördern bringen (Soll - Ist von deinen Unterlenkern und Positionshebel), und das Öl durch das Steuergrät bringen. Dann kannst du den Frontlader bedienen und das Hubwerk auch über eine Sektion, aber eben nur mit dem Hebel vom Steuergerät und nicht mit deiner Hubwerksregelung!!! 

Jetzt sollte eigentlich ziemlich alles klar sein ;)

mfg Max

Ps: Niemals mit der Oberlenkerhalterung versuchen einen Baum oder so auszureißen... dann ist dein Soll - Ist Skala zerstört und nichts geht ;)
 
Zwei kleine Ergänzungen dazu, der Vollständigkeit halber ;-)

- Die Positionsregelung ist ein Proporitionalregler, d.h. die Fördermenge wird proportional zur Differenz zwischen Soll und Ist eingestellt. Die Pumpe fördert also nie(*) gar nicht, sondern sie gleicht bei stationärer Position die Systemverluste permanent aus.

Das führt dazu, dass man beim Umschalten des Steuergerätes auch ohne Änderung des Positionshebels eine Ölfördermenge durch die Pumpe hat (jedoch eine geringe)

- Die Oberlenkerhalterung hat nichts mit der Positionsregelskala zu tun. Wenn es die Feder zerreißt, geht der die Rückmeldung für die Zugraftregelung flöten. Das sind zwei Regelkreise, die voneinander weitgehend entkoppelt sind. Dennoch darf die Oberlenkeraufnahme niemals zum ziehen von Lasten missbraucht werden.

(*) "nie" stimmt natürlich nicht, die Pumpe fördert nur dann nicht, wenn der Hebel auf einer Position unterhalb der tatsächlichen Position der Unterlenker steht.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
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