MF 133 Super: Ölaustritt Gehäusedeckel Traktormeterantrieb

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Schizzo1

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Hallo liebe Forumgemeinde,

nachdem ich heute erfolgreich, wenn auch etwas fummelig, die ESP abdichten konnte (inkl. Entlüften und Kraftstofffilterwechsel), habe ich nun festgestellt, dass am Gehäusedeckel des Traktormeterantriebes Öl austritt (siehe nachfolgendes Bild - Öl seht ihr da nicht viel, hab‘s vorher weg gewischt). Wie schon mehrfach angemerkt bin ich absoluter Newbie in Sachen Traktortechnik. Nun meine Frage: wie bekomme ich das abgedichtet? Lässt sich das direkt an dem Teil machen oder empfiehlt sich irgendwas abzubauen, um besser dran zu kommen? Ist zwar etwas unvorteilhaft zu erreichen, aber ich kann mir vorstellen das geht so direkt auch... allerdings habe ich keine Ahnung, ob man nur die Welle abschrauben muss, die drei Schrauben des Gehäusedeckel löst, Deckel ab (kann der einfach weg oder kommt dann noch mehr Öl?) und dann die Dichtung des Deckelaustauscht. Oder muss da mehr gemacht werden? Vielleicht ein Wellendichtring austauschen oder sonst was? 

Ich hoffe ihr könnt mir wieder helfen. Bis dato war das immer megastark.

Viele Grüße

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Servus Christian,

einfach wegbauen was im Weg ist. Dann kannst du die Traktormeterwelle abschrauben. Dann die drei schrauben vom deckel ab. Innen im Gehäuse ist ein wellendichtring, nehm den auch neu, dazu die Papierdichtung, dann sollte es wieder dicht sei. Wellendichtring beim einbauen etwas mit Öl einreiben und gut ist.

https://www.schlepper-teile.de/de/traktorteile/wellendichtringe/index.pmode?detailid=4590

Das sollte der richtige Wedi sein, eventuell noch irgendwie mit ersatzteilnummern checken?

https://fergy-fan.de/Motor-Sonstiges-Motor-Dichtung-fuer-Gehaeuse-Tachowelle-MF35-MF135.html

das hier die Papierdichtung, sollte normal auch passen.

Grüße Thomas
 
Servus miteinander,
das Traktormeterantriebsgehäuse mit neuem Wellendichtring habe ich eingebaut. Dass dabei die Ummantelung der Traktormeterwelle beim Abziehen während des Ausbau in alle Einzelteile zerfallen ist war ein netter Nebeneffekt. Neue Welle online bestellt, allerdings war die nur 59cm statt der angegebenen 62cm lang. Damit zu kurz für den Einbau. Aber der online Lieferant hat sofort reagiert und innerhalb eines Tages von seinem Lieferanten neue Vergleichsprodukte erhalten, die er dann mit der korrekten Länge an mich verschickt hat. Soweit so gut - dachte ich. Nach einer kurzen Testfahrt entdeckte ich, dass an einer Stelle des Traktormeterantriebsgehäuse (vermutlich eine Entlüftung) das Öl ununterbrochen raus läuft - mit dem Ergebnis einer tollen Öllache auf dem Boden:(. Was habe ich falsch gemacht? Kann es sein, dass ich beim Eindrücken des neuen Gehäuse den Wellendichtring irgendwie verdreht habe, dass er nicht mehr richtig sitzt? Liegt es denn am Wellendichtring, wenn an dieser Öffnung massenweise Öl austritt? Was mir ohnehin komisch vorkam: sowohl beim Ausbau des alten Gehäuse als auch beim Einbau des neuen war das nur mit viel Kraftaufwand machbar. Der Wellendichtring steckt da scheinbar richtig fest auf dem Flansch im Motorblock, so dass beim Einschieben des Gehäuse das nur mit viel Druck auf das Gehäuse funktioniert hat. Ist das normal? Gibt es einen Trick beim Aus- und Einbau des Gehäuse? Vielleicht kann mich bitte einer aufklären...

VG

Christian

(auf dem Bild seht ihr an dieser Stelle grad kein Öl raus kommen. Bild ist aufgenommen, nachdem der Schlepper aus war und der Deckel von mir abgewischt)
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Servus,

interessant, das mit der unterschiedlichen länge der Traktormeterwelle. Meine neue war länger als die alte, hab mir aber nichts dabei gedacht weil es halt aus dem Zubehör war. Aber dann muss ich wohl auch nochmal genauer schauen weil meine immer hängen bleibt, heißt die Drehzahl nicht korrekt angezeigt wird, er z.b. bei motor aus bei 500 umdrehungen hängen bleibt...

Das mit dem Antrieb, dazu kann ich folgendes nur sagen: Der Wedi ging bei mir einigermaßen raus, wäre mir nicht aufgefallen dass er merkwürdig schwer ging. passt er denn von der größe zum alten? das (wahrscheinlich) entlüftungsloch hab ich bei meinem so garnicht geshen, ich schau nochmal genau nach, aber bei mir ist meine ich keins dran, was es damit genau aufsich hat kann ich also nicht sagen, vielleicht weis da jemand mehr dazu? mein traktormeterantrieb ist bisher absolut dicht, schon komisch bei dir, irgendwas wird da wohl schief gelaufen sein...vielleicht hat jemand aus dem forum da mehr ahnung zu?

Grüße Thomas
 
Die Öffnung ist eine Öl-Leckbohrung. Ölaustritt zeigt an, dass der WeDi nicht in Ordnung ist. Damit soll verhindert werden, dass das Öl in die Tachowelle läuft und dann sonstwo austritt. Da würde es nämlich ansonst hinlaufen, und man würde die Undichtigkeit von außen erstmal nicht erkennen.

Wenn da bei dir viel Öl rauskommt, ist bei der Montage des WeDi etwas schief gelaufen, oder er wurde beim Aufsetzen des Gehäuses stark beschädigt.

Wichtig ist,dass der WeDi richtig rum drin sitzt. Die Nockenwelle hat im Bereich des Antriebes eine entsprechende Lauffläche für den Dichtring, nur wenn der Ring auch dort anliegt, kann er ordentlich abdichten.

Bzgl. Demontage / Montage: Der Wellendichtring darf hier eigentlich keinen großen Widerstand darstellen. Der muss quasi nur über die Welle flutschen. Das Gehäuse hat hier aber eine runde Passung, in der es sitzt. Da könnte möglicherweise Schmutz oder Korrosion für erschwerte Montage sorgen. Das merkt mann, wenn man das Gehäuse ohne WeDi aufsetzt. Traktormeterwelle auf jeden Fall erst nach der Monatge des Gehäuses einschieben und festschrauben.

Edit: Hier noch die passenden Fotos dazu, da sieht man wie er sitzen muss, und wo die Bohrung sitzt. Leider habe ich kein Foto vom Gegenstück der Nockewelle gemacht...

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Gruß Christian
Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo Christian,

Deine Antwort ist äußerst hilfreich!!! Vielen Dank dafür. Ich werde die Tage das Teil erneut ausbauen. Da muss definitiv beim Einbau etwas schief gelaufen sein. Wenn ich soweit bin (neuer WeDi ist bereits bestellt) und zum richtigen Sitz des WeDi noch eine Frage habe, dann darf ich hoffentlich auf dich zurück greifen...

Viele Grüße

Christian
 
Hab‘s jetzt doch gleich wieder ausgebaut. Lässt mir ansonsten keine Ruhe ;-)

Der WeDi war leicht eingerissen. Das dürfte das Problem gewesen sein. Und nur um nochmal sicher zu gehen: Gehört der Wedi wie auf Bild 1 eingelegt oder wie auf Bild 2?

Bild 1:

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Bild 2:

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Viele Grüße

Christian
 
Bild 2 sollte richtig sein. normal kommt die seite der zugfeder immer in richtung des abzudichtenden mediums, in diesem fall das motorenöl...
 
Hmh... Da würde ich gerne noch eine zweite Meinung hören, denn das ist die Variante, die sich so gut wie nicht einführen lässt. Nur mit großem Druck ginge das. Die Bild 1 Variante lässt sich etwas leichter in die dafür vorgesehenen Öffnung einführen (in der Mitte der Öffnung ist ein Rundeisen mit der mittigen Wellenaufnahme - auf das Rundeisen wird der Gehäusedeckel mit Ring gesteckt), da von dieser Seite der Ring konisch zulaufend ist, sprich zunächst einen größeren Durchmesser hat (23,75mm) und mit zunehmendem Aufschieben verengend wirkt (20,75mm). Ich hoffe das wird aus dem Bild des Ring ersichtlich. Und ich würde jetzt vermuten, dass diese verengende Form entsprechend ein Abdichten bewirkt. Aber vielleicht liege ich mit meiner logischen Vermutung falsch...

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In deinem ersten Bild sitzt der Ring falsch herum, Bild 2 ist richtig! Wie oben schon geschrieben wird bei falscher Montage keine Abdichtung erreicht, da die Dichtlippe (Die Stelle mit dem kleinsten Durchmesser) nicht an der Welle anliegt.

Und ja, der Ring geht so schwerer drauf, aber mit Gefühl geht das. Es muss auf Jeden Fall etwas Öl an den Ring vor der Montage. Und das Teil beim drauf schieben hin und her drehen. Sitzt es zu stramm in der Passung, kann man auch den Motor etwas hin und her drehen, dann dreht sich die Nockenwelle.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Danke Christian & Thomas. Letzte Frage: zuerst den Wedi auf die Welle aufschieben und dann das Traktormeterantriebsgehäuse hinterher ansetzen + anschrauben oder den Wedi zuerst ins Traktormeterantriebsgehäuse pressen und samt dessen auf die Welle aufschieben und anschrauben?
 
Zuerst ins gehäuse vom traktormeterantrieb, der muss drin sitzen wie auf den bildern von christian gezeigt, so hat es bei mir auch funktioniert...einfach etwas vorsichtig arbeiten und nichts mit gewalt versuchen dann klappt das schon
 
genau. Ich hatte damals die Nockenwelle draußen, und das Gehäuse zuerst montiert. Dann die Nockenwelle rein. Das geht noch besser. Macht aber nur Sinn, wenn der Stirnraddeckel eh ab ist.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Dann werde ich mein Glück erneut versuchen und hoffe mit euren Tipps mehr Erfolg zu haben. Thx.

VG Christian
 
Hat im zweiten Anlauf mit euren Tipps ohne Probleme funktioniert:  etwas Öl, leichte Drehbewegungen und ein wenig Gefühl ... das war‘s :-)
 
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