MF 133 Bremse erneuern oder umbauen?

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RedBull MF

Gast
Hi zusammne,

ich habe das Problem das an meinem MF133 die Bremsen nur schlecht gingen und jetzt garnicht mehr. Habe schon oft nachgestellt aber das ist auch nicht ganzes und nichts halbes.

Jetzt habe ich wieder nachstellen müssen und da sah ich das die Achse auf beiden seiten Öllig/Fettig ist.

Nun wollte ich die Bremse einmal zerlegen und mir die Sache anschauen wo das ÖL/Fett herkommt.

Ich habe ein Reparaturbuch wo aber nichts davon steht wie ich die Trommel runter bekomme.

Würde mir jetzt einen Abzieher bauen und es versuchen. oder gibt es einen einfacheren weg?

Ich überlege mir auch die Bremsen umzubauen. Gibt es einen Umbausatz auf Hydraulische bremsen?
 
Servus,

vorrausgesetzt die Bremsanlage ist wie beim 135 wovon ich ausgehe, musst du vor du die bremstrommel abnimmst beide Bremsen lose drehen, also so dass sich die backen zusammenziehen, es kann sein dass sich im laufe der zeit ein grat in der trommel gebildet hat und jetzt die backen da hängen bleiben... auf keinen fall mit gewalt. Die zwei schrauben vorne hast du gesehen geh ich von aus? sind zwei dicke schlitzschrauben direkt da wo auch die radbolzen sitzen

Grüße Thomas
 
Ja die hatte ich gesehen. 

Versuche morgen mal mein Glück. 
 
warum willst du denn auf hydraulische umbauen, ist doch nur unnötig fehleranfällig...

das öl wird sicher aus der achse rauslaufen, wie genau das bei der kleinen achse ist weis ich nicht, hab das gleiche problem am 255, das verölt die bremse und dann kannste die beläge wegwerfen...

Grüße Thomas
 
Ja den verdacht der verölten beläge habe ich auch schon befürchtet.

Umbau ist mir nur in den Sinn gekommen da man mit einer Hydraulischen sicherer und bessere wirkungen haben sollte.
 
Habe die Trommel ab und musste leider feststellen das mein Verdacht der verölten Beläge richtig ist.

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Habe jetzt auch (glaube ich) das Problem dafür gefunden.

Diese Schrauben waren unten nicht wirklich fest.

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Ich bin mir nicht sicher ob die Belagstärke so noch ausreichend wäre jedoch muss sind die wegen des Öls eh schrott.

Die Flüssigkeit ist Bremsenreiniger.

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Die Trommel ist um 0,6mm eingelaufen und ich überlege ob ich diese Außdrehen soll??????

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So jetzt stellt sich die Frage was ich alles erneuern soll und was nicht???

Sicher ist die Beläge, die Einstellbleche.

Habt ihr noch was wo man auf jedenfall erneuern sollte?
 
ich würde mal nur die beläge neu nehmen, wenn der rest noch gut ist... trommel war bei mir auch so ungefähr eingelaufen, war mir aber egal da es meiner meinung nach keinen unterschied macht...

Pass aber blos auf mit den belägen, wenn das noch die originalen sind ist da Asbest drin, ich hab beim putzen der Bremse immer Maske getragen und alles gut mit bremsenreiniger eingeweicht damit das zeug schön gebunden wird...

wegen dem öl was aus der achse kommt: so ein problem hatte ich noch nie, ob da das nachziehen der schrauben reicht weis ich nicht, kann auch sein dass der dichtring neu muss, aber da sollten andere im forum wissen?

Grüße Thomas
 
Das Nachziehen der Schrauben wird nichts bringen, denn dort ist gar keine Dichtung drunter. Am geschraubten Flansch darf aber auch gar kein Öl ankommen, hier ist der Wellendichtring im Achstrichter defekt. Der Wechsel ist eigentlich kein so großes Hexenwerk. Dazu müssen die Schrauben rundum aufgedreht werden, und die Steckachse muss rausgezogen werden. Dann ist die Dichtung erreichbar.

Beim Zusammenbau sollte das Lagerspiel geprüft und ggf. mit passenden Distanzscheiben justiert werden. (Alles hier im Forum beschrieben, ist beim 35er, 133er, 135er etc. mit vergleichbarer Hinterachse weitgehend identisch - also Serienübergreifend suchen :-) )

Bremstrommeln kann man glatt drehen, dann gehen sie leichter ab und drauf. Aufs Bremsen dürfte das keinen Einfluss haben. Ich würde von der Bremsfläche kein Material wegnehmen, wenn dort alles so weit eben ist.

Bremsbeläge können neu belegt werden. Der alte Belag ist aufgeklebt, der lässt sich durch Auskochen (ja, tatsächlich. Beläge in Wasser und dann gut durchkochen) ablösen, neue Beläge können dann relativ einfach aufgenietet werden. Oder man kauft die Beläge komplett neu...

Die Belaghaltestifte mit Federn sollte man auch tauschen, da liegt vermutlich auch Verschleiß vor. Die großen bunten Federn nur bei Bedarf...

Je nach Alter, Betriebsstunden, Einsatz und Pflege könnte man in diesem Zusammenhang auch die Radlager prüfen und die äußeren Dichtungen wechseln. Die sind aber nicht ganz so kritisch, denn die halten nur das Fett aus dem Lager zurück, das ist nicht ganz so flüchtig. Lager- und Dichtungswechsel bedingt aber ein Abziehen/Entfernen des Schrumpfringes mit neumontage. Ist auch hier im Forum beschrieben, im 35er-Bereich. Neues Fett würde ich dem Lager aber in jedem Fall verpassen, zumindest die Anleitung vom 35er sagt, dass das jährlich in der Werkstatt gemacht werden soll.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
wie wechsel ich denn das fett? würde meinem 135 sicher auch nicht schaden...
 
"Wechseln" kann man das nicht wirklich, sondern eher eine neue Packung dazu geben. "Wechsel" würde ein entfernen des Schrumpfringes und abziehen des Lagers bedeuten, das kann sicher nicht jährlich vorgesehen sein...

So oder so ist dieser Aufbau nicht sonderlich wartungsfreundlich, und in der Praxis wurde da sicher nur etwas gemacht, wenn eh das Spiel nachgestelllt werden musste o.ä.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Gibt es einen nützlichen Tipp die alten Belege (geklebt) zu entfernen?

Bei Hammer und Meisel brechen nur kleine ecken weg.
 
Hast du meinen Beitrag gelesen?

Beläge in Wasser gut durchkochen. Alterantiv geht auch Backofen, aber wg. Asbest habe ich die Wasser-Methode vorgezogen. Danach ließen sich die Beläge ganz gut runter hebeln.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Doch habe deinen Beitrag gelesen, habe aber irgendwie den Teil nichtmehr auf dem Schirm gehabt.

Habe nun 1 Stück mit Butangasbrenner erwärmt. (ging nicht wirklich gut mit Hammer und Meisel)

1 Stück in der Firma mit Ace und Sauersoff (Ging auch nicht wirklich gut)

Dann habe ich mir einen Kochtopf geschnappt und alle für längere Zeit eingeweicht und gekocht.

Als ich dann den Hammer und den Meisel angesetzt hatte ging es um einiges einfacher und es blieb nur ein kleiner Rest zurück, den habe ich dann in der Firma in der Schleifkabine mit Absaugung und Mundschutz mit dem Schleifmobteller (Fächerscheibe) vollstens entfernt.

Nur der wo mit Ace und Sauerstoff erwärmt wurde ging sehr schlecht da er einfach ausgehärtet war.

Fazit:

Auskochen der Bremsbeläge in einem Topf bis die Beläge schön heiß sind funktioniert.

Einen Dank an Christian (cf_84) für den Tipp.

Werde nun mit der anderen Seite weiter machen.

Bilder folgen.

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Hallo zusammen,

Ich möchte diesen Thread nochmal aufgreifen, weil ich an meinem 135 die bremsbeläge tauschen will (auch doppelte trommelbremse). Nun stellt sich für mich die Frage, wie ich am besten an die inneren jeweils drankomme. Muss dazu die steckachse raus? Was muss ich beachten falls sie wirklich raus muss und sollte ich radlager/wedi auch direkt wechseln? Bisher ist beides noch top. Hab da auch weniger bock zu, weil ich nicht das werkzeug besitze, den schrumpfring montieren zu können...

Vielen Dank für eure Hilfe!

Grüße Thomas
 
Moin Thomas,

willst du das Thema Bremse jetzt ernsthaft angehen oder nur bischen "Bremsteilesuppe" kochen? Hast du die Rep-.Anleitung für die Bremse? Brauchst du sie?

Gruß vom +Matthes+
 
Moin,

ja das wird jetzt gemacht, Teile hab ich soweit vorhin schon bestellt. Ich hab halt die befürchtung: 1. dass die betätigung vom Diff runterfällt? Und vor allem dass ich den Wedi durch die verzahnung der Achsen beschädige.

Und ja, den Faden dazu hab ich, allerdings werde ich nicht ganz schlau daraus, wie ich das Radlagerspiel danach richtig einzustellen hab. Messuhr hab ich leider keine, wie beschrieben im Leitfaden....Gibts da noch eine Möglichkeit oder sollte ich mir eine besorgen?

Grüße Thomas
 
eieiei... ich habe doch hier im Forum alles schonmal beschrieben :-) ist beim 35er ja genau das gleiche.

Bzgl. der Bremse 2 Möglichkeiten: Wenn verölt, dann das volle Programm. Wenn nicht verölt, warum willst du die Handbremsbeläge tauschen? Regelmäßig mit angezogener Handbremse unterwegs? Ansonsten dürften die lange nicht so weit runtergebremst sein, wie die der Fußbremse.

Wann wurden denn die WeDis das letzte mal gewechselt?

Spiel einstellen braucht Zeit & Gefühl, aber keine Messuhr. Wackele mal bei stehendem Schlepper (Bremse offen, Gang raus, ebene Fläche) kräftig an den Hinterrädern. Klackert das, ist da spiel zu spüren?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Moin,

Der grund warum ich alle beläge tauschen will ist der, dass die einfach steinhart sind. Die handbremse hält teilweise den schlepper mit wagen nichtmal sicher und bei der fußbremse muss ich mit gewicht hinten drin schon alles an gewicht raufstellen und ich bin nicht schmächtig....

Verölt sind die nicht, ob die schonmal gewechselt wurden kann ich nicht sagen...

Das mit dem Spiel kann ich mal testen, besten dank :)

Grüße Thomas
 
Hattest du die Trommeln schon ab, oder warum bist du dir so sicher, dass sie nicht verölt sind?

Wenn du die Historie nicht kennst, mach einen Rundumschlag und tausche die WeDis auch. Sonst ärgerst du dich nachher.

Die Schrumpfringe musst du nicht unbedingt abmachen. Die Schrumpfringe halten das Lager an Ort und Stelle, und da musst du nur dran, wenn die Lager getauscht werden sollen. Der Wellendichtring hinter dem Lager hält "nur" das Fett im Lager, da ist das Risiko eines Ölaustrittes deutlich geringer. Da könntest du also das Risiko eingehen...

Ansonsten brauchst du zum Montieren der Schrumpfringe nur eine Herdplatte und eine Zange o.ä., mit der du den 500°C heißen Schrumpfring greifen kannst....

Bitte hier Seite 4 und 5 aufmerksam durchlesen:

441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203004137.1131475982.1131475982.4..html

Und hier steht alles zum Thema Spiel einstellen:

441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203003802.1110935593.1110935593.1.axialspiel_steckachsen_einstellen-deutsche_ferguson_und.html

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Ja, die trommeln hatte ich schonmal ab, war absolut trocken, dachte damals nur, ach die beläge tuns noch, sie tuns aber nichtmehr....

Alles klar, werde ich machen, dann bestell ich die wedis direkt auch noch, sicher ist sicher...

Danke für deine hilfe!

Grüße Thomas

edit: nachdem ich deinen Beitrag zum Lagerspiel studiert habe ist mir das jetzt auch klar, die Messmethode mit Messuhr hätte mich indemfallja schön aufs Kreuz gelegt. Dann muss ich das einfach mit Gefühl einstellen dann sollte gut sein, wenn man das überhaupt neu einstellen musss...habe nicht vor die Lager zu erneuern.
 
Dieses Bild hab ich grade noch gefunden von letztem Jahr, da hatte ich die Trommel runter und alles einmal sauber gemacht.

Klar, auf dem Bild sieht man das wahrscheinlich nicht, aber die Beläge sind absolut fürn arsch, es knallt auch jedes mal richtig wenn ich auf die Bremse gehe, denke das kommt davon, dass die harten Beläge gegen die Trommel knallen.

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Grüße Thomas
 
Das sieht zumindest mal tatsächlich trocken aus.

Die Begründung für das "knallen" halte ich aber für gewagt. Da vermute ich eher, dass sich die Beläge aus welchem Grund auch immer verschieben. Zwischen Belag und Trommel sollte so wenig spiel sein, da musst du schon mit einem Hammer aufs Pedal hauen, damit das knallt.

Hast du mal eine komplette Grundeinstellung vorgenommen? D.h. Beläge sauber mit den Verstellschrauben an die Trommel anlegen, und das Gestänge auf Grundeinstellung bringen. Oft wird Verschleiß über das Gestänge nachgestellt, und dann passt die Hebelwirkung nicht mehr.

Ich bin kein Bremsbelagexperte, ich kann nicht einschätzen, wie "hart" die wirklich werden. Kritisch ist meines Wissens nach eher ein Verglasen duch übermäßige Hitze (fahren mit gezogener Bremse).

Mit neuen Belägen ist die Bremse auf jeden Fall in der Lage, sehr ordentlich zu greifen.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Das mit der Grundeinstellung ist ein guter Punkt, werde ich auf jeden fall machen. An der handbremse hab ich gesehen, dass eine seite voll auf anschlag gedreht war, das kann ja fast nicht sein. Außerdem sind auch schrauben statt bolzen drin, also da wurde definitiv rumgepfuscht. Ich mach da jetzt einfach alles mal neu, auch die handbremsseile (sauteuer...) Aber egal dann ist Ruhe

Grüße Thomas
 
Nun, Christian ist mit der Grundeinstellung schon auf der richtigen Spur.

Zuerst: Ich sehe die Beläge als vollkommen okay an. "Knallen", wenn man es so beschreiben möchte, tut es dann, wenn die "auflaufende" Backe wie gewünscht von der Trommel zur Selbstverstärkung "mitgenommen" wird und zuviel Spiel an der gegenüberliegenden Sternradschraubemuttereinstell-seite ist.. Also erst mal Grundeinstellung machen.

Grüße von +Matthes+
 
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