Kurbelgehäuseentlüftung AD3.152

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135

Gast
Guten Abend zusammen,

hab jetzt mal angefangen, einen 135er mit dem AD3.152 zu restaurieren. Der Motor läuft schön rund und hat die normale Leistung, hab paar Stück davon und kann deshalb vergleichen. Was mich halt stört, ist der Rauch aus der Kurbelgehäuseentlüftung. Ist halt nicht übermäßig, aber schon gut sichtbar, und nach dem Abstellen läßt der obligatorische Ölfleck nicht lange auf sich warten. Jetzt hab´ich mir mal gedacht, am Ventildeckel ein T-Stück abzubringen. Geradeaus geht´s normal nach unten, der andere Abgang per Kupfer- oder Hydraulikrohr bis zum Ansaugrohr, dort ist ja neben der Glühkerze noch eine Öffnung mit einer Schraube verschlossen, an diese würde ich die Entlüftung dann anschließen. Mein Gedanke ist, daß die Rauch- und Ölnebelgesschwängerte Luft dann mit verbrannt wird. Das Ende des Etlüftungsrohres würde ich verschließen und ab und an zum Entleeren des flüssigen Öls öffnen. Was haltet ihr von davon, oder hat jemand das vielleicht schon mal  ausprobiert?

Gruß Tom
 
Rauch aus der Entlüftung und austretendes Öl deuten auf einen Kompressionsverlust hin. Wenn du den Schlepper restaurierst, würde ich hier gleich die Ursache beseitigen, und nicht die Symptome.

Ein gesunder Motor röchelt aus der Entlüftung, durch die pulsierende Luftbewegung wird Ölnebel ausgetragen, aber kein tropfendes Öl.

Bevor ich an der Entlüftung manitpulieren würde, würde ich ersteinmal einen Kompressions- oder Druckverlusttest durchführen. Dann weißt du wie gut der Motor wirklich noch ist...
 
Ja genau so wurde ich auch vorgehen deine Gedankenspiele mit der Abgasrückführung ist auch nicht sonderlich empfehlenswert da dadurch auch die ansaugtemperatur steigt und eventuell auch ein Schaden am Einlassventil entstehen könnte. Am besten gehst du wirklich so vor wie beschrieben eine druckverlustmessung machen und schauen ob die kolbenringe vllt verschlissen sind.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Westmünsterland Daniel (MF30 MF65 Mk II)
 
Ja klar,

ein Diesel-Motor mir 2,5 l Hubraum saugt bei 2000 U/min als Viertakter 1250l, also 1,25 Kubikmeter Luft/min an.

Da werden dann sicherlich die 10l Öldunst mit max. ca 40 Grad (oder hat sich schon mal jemand an der Entlüftung die Finger verbrannt?)

aus dem Kurbelgehäuse entscheidend zur Temperatuerhöhung im Ansaugtrakt beitragen.Gehts noch?

Und wie bitte, soll der im Promillebereich vorhandene Öldunst in der Ansaugluft das Einlaßventil schädigen??? Ich höre!

Kurbelgehäuseentlüftungen ins Ansaugrohr waren und sind seit Jahrzehnten bei PKWs Standard.

Warum nicht bei Traktoren? Die Antwort ist einfach: Es gab hier keine Schadstoffmessungen!

Beste Grüße

+Matthes+
 
Seit 1995 habe ich an meinem MF 595 A die Entlüftung des Kurbelgehäuses, in der Nähe der Flammenglühkerze in den Ansaugkrümmer geleitet. Diese Massnahme hatte bis jetzt keine negativen Folgen. Ich liess mich damals von der allgemeinen Praxis im PKW Motorenbau inspirieren, die dort millionenfach obligatorisch war und auch heute noch ist.

Grüsse von Richard.
 
Tach zusammen,

freut mich, daß es ein paar Rückmeldungen zum Thema gibt. Grundsätzlich gebe ich dir Recht Christian, bei einer Restauration sollte man den Motor nicht außen vor lassen. Ich bin schon einmal nicht drumherum gekommen, an einem fertig restaurierten 35er im Nachhinein eine Motorüberholung zu machen, das war richtig mies. Aber gerade weil ich den direkten Vergleich auch mit erneuerten Motoren habe, tendiere ich diesmal zu der manchmal auch zutreffenden Weisheit "never touch a running System". Es ist wie schon gesagt max. ein Öltröpfchen, welcher sich hin und wieder seinen Weg durch die Entlüftung sucht. Je nach dem, wo man dann gerade parkt, ist der halt ärgerlich. Wie Matthes auch richtig sagt, eine merkliche Erhöhung der Ansaugluft wird es nicht geben. Ich denke, ich probier’s einfach mal aus, bei Richard hat es ja auch geklappt. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, wird sich aber noch hinziehen, hab ja erst angefangen.

Gruß Tom
 
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