Hallo Roland,
an sich ist dies bei der DPA sehr einfach.
Benötigte Utensilien:
- Dichtsatz komplett (z.B. Granit Nr.: 38099556 )
- Zollwerkzeug
- Fusselfreie Stofflappen
- sehr dünnes Schmiermittel (zur Not Diesel)
- evtl. Bandschlüssel
- Silikonfett
- dünner "Durchdrücker" aus Kunststoff oder Holz
Vorgehen (ich beziehe mich mit Bild Nr. auf das PDF in meinem zweiten Link
- Pumpe ausbauen
- Pumpe in einem Halter, zur Not Schraubstock befestigen
- Schrauben am Deckel der Pumpe entfernen und Deckel leicht anheben
- Montagepunkte der Reglerfeder notieren / markieren, erst dann die Feder aushängen! (Seite 3 Bild Nr. 2)
- Deckel entferen, Abstellblech auch mit entfernen
- Pumpe ausleeren
Bei Pumpen mit Spritzversteller:
- Spritzversteller demontieren (Seite 3 Bild Nr. 8)
- Führungskugel des Spritzverstellers demontieren (Seite 3 Bild Nr. 7), Wobei ich mir hier nicht mehr 100% sicher bin, da die letzte Pumpe mit Spritzversteller gut 10 Jahre her ist.
- Drosselventil entnehmen (Seite 3 Bild Nr. 3)
- Die Schrauben die seitlich im Pumpenkörper eingeschraubt sind um den Rotorkopf zu halten entfernen (unten eine Hohlschraube Seite 20 Nr. 118, zwei seitlich Seite 20 Nr. 29+32)
- Nun den Hochdruckkopf aus dem Pumpengehäuse ziehen, bei verharzten Pumpen kann dies etwas streng gehen, leichtes dezentes links-rechts drehen mit dem Bandschlüssel hilft meist.
- Rollen entnehmen
- Mengeneinstellung ausmessen und ggf. markieren (Siehe Bild Seite 5 unten links zur Erklärung)
- Schrauben der Treiberplatte lösen und entnehmen
- Nun die Auflager entnehmen und du kommst an die Pumpenkolben.
- Pumpenkolben mit einem sehr dünnflüssigen Öl einsprühen (z.B. Caramba, WD-40 würde ich nicht nehmen da dies keine Schmierwirkung hat).
- etwas warten bis das Öl wenigstens etwas wirkt,
- Pumpenkolben mit einem weichen Durchschlag (Hartholz oder Kunststoff) durchdrücken, es darf an der Wandung kein Schaden entstehen!
- Das ganze mit Öl spülen, die Pumpenkolben wieder einsetzen und bewegen, die müssen butterweich gleiten, da darf auch kein Schmutz reinkommen!!
Dann erfolgt der zusammenbau rückwärts, Maximalfördermenge wieder auf den Originalwert einstellen.
Die Antriebswelle (Seite 20 Nr. 46) kann nur in einer Position eingebaut werden, das ganze über die Seitenöffnung passend hindrehen beim zusammenbauen
Auf den Hochdruckkopf einen neuen O-Ring aufziehen und diesen sowie den Kopf leicht mit Silikonfett einschmieren, beim Einsetzen des Hochdruckkopfes in das Pumpengehäuse aufpassen, den O-Ring zwickts ganz gerne rein und zerstört ihn so.
Die O-Ringe der beiden Hebel des Pumpendeckels auch gleich mittauschen, die sind etwas tricky zum aufziehen und reißen gerne, ich hab mir da mal ein Werkzeug zum Aufziehen gemacht.
Und nochmal der Hinweis, die Pumpe verlangt sauberes Arbeiten, da darf kein Schmutz reinkommen!
Noch ein Hinweis, den Hochdruckrotor bitte nicht versuchen zu demontieren, die hinten eingeschraubte Schraube (Rotor Transferpumpe) sitzt in der Regel so fest das entwederns die Flügel des Rotors abbrechen oder der Gewindebolzen als ganzes. Hab da schon Lehrgeld bezahlt.
Wenn die Pumpe dann soweit wieder zusammengebaut ist, kann man das Pumpengehäuse vor dem montieren des Seitendeckels gleich mit Diesel füllen. Auch der obere Raum kann händisch mit Diesel über die Entlüfterschraube gefüllt werden (Labor- / Dosierflasche wie man sie für Batteriewasser verwendet). Wenn man nun der Transferpumpe über die Ansaugöffnung immer wieder Diesel zuführt und die ganze Chose vorne händisch dreht (auf Drehrichtung achten) wird die Pumpe nach einigen Umdrehungen anfangen zu fördern. Tut sie dies nicht ist entwederns der Absteller verkerht montiert oder ein Zusammenbaufehler aufgetreten.
Fördert sie, einbauen, entlüften und der Motor sollte wieder problemlos laufen.
Diese Beschreibung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit, wer nach dieser Beschreibung seine Pumpe zerlegt muss selbst wissen was er tut!
Ich übernehme keine Gewährleistung und werde jegliche Versuche rechtliche Ansprüche zu erheben ablehen. Jeder muss selbst wissen was er macht!
Früher als ich noch etwas mit den Landys aktiv war landeten einige Pumpen auf meinem Tisch.
Meist war aber nicht die Pumpe das Problem sondern meist vernachlässigte Wartung (Filter, Kraftstoffsystem), zu lange Standzeiten (Bioproblematik), Fehlbedienung (zu blöd zum Entlüften) und schlechter Kraftstoff (der alte Rovermotor frisst doch alles, ha ha).
Grüße
Josef