Entlüften MF133

  • Ersteller Ersteller Schizzo1
  • Erstellt am Erstellt am
S

Schizzo1

Gast
Hallo Forum-Gemeinde,

in der Betriebsanleitung steht beim Entlüften des Kraftstoffsystem u.a. dass die Überwurfmutter an der Einspritzleitung zur ersten Düse gelöst werden soll. Anschließend Motor starten bis blasenfreier Krafststoff austritt und dann Überwurfmutter wieder festziehen. Meine Frage: welche Leitung soll das sein? Ich habe eine Vermutung und das auf dem Foto gekennzeichnet. Liege ich richtig? Danke für eure Mühe. 

Viele Grüße

Christian

eup-1137046041-2acca574f6c0004cf6eb23995bd8a815-1606243281_big.jpg
 
Ja Christian,

passt so. Handhebel der Förderpumpe ist korrekt. Da mußt du probieren. Per diesem Hebel kannst du nur pumpen, wenn der Nockenwellennocken nicht aktiv ist.

Merkst du am Hebelweg und am Widerstand.

Welche Einspritzleitung ist egal. Eine muß gelöst werden, damit die Luft rauskann.Viel Erfolg!

Gruß +Matthes+
 
Vielen Dank Matthes!

Zitat:"Per diesem Hebel kannst du nur pumpen, wenn der Nockenwellennocken nicht aktiv ist"

Da bin ich jetzt leider überfragt, sprich was habe ich zu tun, falls der Hebel tatsächlich kein Pumpen erlaubt?
 
Gerne Christian,

die Pumpe wird durch einen Nocken auf der Nockenwelle (NW) betätigt.( ich nenne es mal "reingedrückt"),

zurück kommt der Pumpenhebel per Federkraft.

Das Gleiche ("reindrücken") machst du mit dem Handhebel. Wenn der Hebel aber durch die NW schon reingedrückt ist, läuft dein Handhebelversuch leer, weil

der ja nicht zurück kann (da steht der Nocken der NW dagegen.)

Falls dem so ist, mußt du den Motor per Anlasser oder Hand (am Lüfterflügel) eine U =1/2NW/U  weiterdrehen, damit die Pumpe "frei" wird.

Verständlich erklärt?

Beste Grüße +Matthes+
 
Super Matthes, damit sollte alles klar sein. Vielen Dank für die Aufklärung! 
 
Jetzt muss ich doch nochmal nachfassen... es geht mir um die Entlüftungsschraube am Konsolenkopf des Kraftstofffilter. Welche soll das sein? Ist das die auf dem nachfolgendem Bild von mir gekennzeichnete? Ich will nur nichts falsch machen, wenn ich da das erste Mal hinfasse...

eup-1137046374-694761ddcfcba6c3dd4bbea0331e035c-1606294171_big.jpg
 
nein, die gekennzeichnete ist das nicht. Gemeint ist hier die Schraube oben drauf (die einzige, die von oben hineingeschraubt ist)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hi Christian,

jetzt wo du es sagst erscheint mir das logischer. Dann wäre es diese. Danke dir.eup-1137046564-0bcc95db0322efc7fccea45fe73362c6-1606313677_big.jpg
 
Noch eine Frage zu der Überwurfmutter an der Einspritzleitung: löst man diese direkt an der Einspritzpumpe wie oben auf meinem ersten Bild gekennzeichnet oder aber am anderen Ende der Leitung, sprich am Zylinderkopf? Ich glaub dann bin ich endlich durch zu dem Thema ;-)
 
auch von mir eine Frage an die Experten: muss man den/die Filter mithilfe der Schraube entlüften? Ich hab nach einem Filterwechsel immer nur die beiden Entlüftungsschrauben der esp nacheinander aufgemacht und gepumpt bis Diesel gekommen ist...

Grüße Thomas
 
Moin Thomas,

wie du wahrscheinlich von deiner Heizung zu Hause kennst, sind die Entlüftungsnippel immer oben, weil ja die Luft nach oben steigt.So ist auch hier die Entlüftungsschraube auf dem Filter an der höchsten Stelle. Natürlich kann ich mit Hilfe der Förderpumpe die Luft auch nach unten rausdrücken, nur, warum soll ich das gesamte Luftvolumen, was sich in den leeren Filtern befindet, in die ESP drücken? Es ist also schon sinnvoll, der Reihe nach zu entlüften. Zur Info sei noch erwähnt, daß es anders als bei MF auch Motoren ohne Förderpumpe gibt. Bei einigen Ford-Traktoren mit obenliegendem Tank z.B. läuft der Diesel nur per Schwerkraft zur ESP. Die bekommst du nicht entlüftet, wenn du nicht an der höchsten Stelle die Luft rauslässt. Okay?

Gruß +Matthes+
 
Okey ja das macht sinn, werde ich mir fürs nächste mal merken, dann sollte das ganze doch schneller gehen.

Grüße Thomas
 
Ich muss mich ein kleinwenig korrigieren: Es gibt 2 vertikale Schrauben, einmal die auf die der Pfeil in deinem Bild zeigt, und einmal eine davor. Die hintere ist mit einer Hohlschraube und einer angeschlossenen Leitung versehen.

Ich kann jetzt nur vom 35er reden, bei dem sitzen beide Filter hier nebeneinander. Bei dem ist es so, dass die hintere Hohlschraube ein winziges Loch hat. Mögliche Luft kann hierdurch entweichen und wandert durch die Leitung nach oben (meines Erachtens ist das auch die einzige Funktion dieser Leitung). Dann braucht an diesem Filter gar nicht entlüftet zu werden.

Beim 35er sitzt am 2. Filter oben drauf eine Entlüftungsschraube, die ähnlich wie die 2. Schraube auf deinem Bild aussieht (die weiter vorne). Die hatte ich in meinem ersten Beitrag irrtümlich gemeint.

Grundsätzlich schadet es aber nicht, alle oben liegenden Schrauben zu lösen, denn wie Matthes schon geschrieben hat, die Luft ist oben, und dort muss sie raus...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Wirklich klasse Leute wie ihr hier einem unter die Arme greift. Das erleichtert so einiges. Die Tage werde ich das mit dem Entlüften in Angriff nehmen. Hintergrund: Abdichten der ESP (da gibt es zum Glück ein paar englischsprachige Videos) dringend erforderlich und damit gleich Tausch des Kraftstofffilter. 

So offenbart mein kürzlich erfolgter Kauf eines MF 133 Super einge unliebsame Überraschungen, die sich aber glücklicherweise weitgehend selbst beheben lassen. Wenn das mal so bleibt und ich mir nicht selbst einen Strich durch die Rechnung mache ;-)

Viele Grüße

Christian
 
@CF 84 Christian und alle die es interressiert

Ja Christian,

das mit dem "winzigen" Loch in der Hohlschraube der Rücklauf/Leckölleitung ist korrekt. Das hat auch seinen Sinn: Wenn man nämlich mit unseren MF-Schleppern mit dem obenliegenden, relativ flachen, aber großflächigen, mit wenig Tiger (Sprit) im Tank eine Weile bergab fährt dann saugt die Förderpumpe Luft an, weil der Sprit nach vorne läuft. Das ist relativ wenig, weil bei Bergabfahrt ja wenig bis kein Sprit verbraucht wird. Steht das Gefährt dann irgendwann wieder gerade und es wird wieder Sprit gefördert, muß da halt die angesaugte Luft wieder raus, aus dem System. Da das meist nur wenige Luftbläschen sind, geschieht das über dieses winzige Loch. Bis du dadurch jedoch z.B. nach einem Filterwechsel entlüftet hast, hast du dir an dem Handhebelchen "einen Wolf" gepumpt. D’accord?

Beste Grüße

+Matthes+
 
Blinker falsch angeschlossen, veraltete Elektrik, Versuche amerikanisches Gewinde gewaltsam in europäisches zu verwandeln, Motor / Getriebe / Hydraulik war grob neu lackiert worden - das verdeckt so manches (wie schwitzende ESP), Handbremse schwach, Batterie nach drei Wochen am Ende, Ölwechsel fällig (Motor, Getriebe/Hydraulik), leichte Öl-Undichtigkeiten zwischen Motor und Getriebeblock,  leckende Ölfilterkonsole (Austausch mit originaler Dichtung hat da nix gebracht, hab das dann mit dickerem Dichtpapier selbst zugeschnitten), usw.

So ist das halt bei einem 45 Jahre alten Schlepper... hilft aber immens seine Maschine intensiv kennen zu lernen.
 
Moin Christian,

bis auf den letzten Punkt doch alles Kindergeburtstage! Und zwischen Motor und Getriebe ein bischen inkontinent, darf der als alter Mann auch :-)

Fröhliche Grüße

+Matthes+

P.S. Stichwort Handbremse.Sind die Felgen innen verölt?
 
Ja Matthes, das hast du schön formuliert und ich stimme dir zu 100% zu.

Zur Handbremse: damit habe ich mich noch nicht beschäftigt, aber zumindest ist in der Felge nichts verölt. Ich hoffe das lässt sich mit einfachem Einstellen beheben. Dazu muss das Teil aber vermutlich aufgebockt werden - da hab ich noch gar nicht geschaut wo man bei solch einem Schlepper ansetzt... (hab den erst vier Wochen und mich vorher mit dieser Technik nie beschäftigt - kommt davon wenn jahrzehntelang der Kumpel das selbst gemachte Holz gefahren hat)
 
Zurück
Oben