Einspritzpumpe einbauen beim FE 35 kann man das selbst.

FE35now

Mitglied
Registriert
06.12.2015
Beiträge
15
Ich habe den Rumpf neu Lackiert .Jetzt möchte ich die Einspritzpumpe wieder einbauen. Ist das nur was für Fachleute, oder kann man das mit etwas

technischem Verstendnis auch selber? Es wäre schön wenn mir einer etwas dazu sagen könnte.
 
Servus FE35now;

ein Grußname wäre von vorteil.

Bitte schreibe, ob 3-oder 4 Zylindermotor

MFg

Franz
 
Hallo FE 35now,

die Einspritzpumpe kann man gut selbst einbauen.Beim Standard 23c gibt es eine Verbindungswelle mit Verzahnung zwischen Pumpenantriebsgehäuse und Einspritzpumpe. Durch einen breiten Zahn ist dieses Verbindungsstück codiert und kann nicht falsch eingesetzt werden. Die Durchmesserverjüngung dient als Sollbruchstelle und sollte beim Einbau von der Pumpe weg zeigen. Ein kleiner Drahtring verhindert, dass es komplett ins Antriebsgehäuse rutscht. Nachdem man die Pumpe auf das Antriebsgehäuse gesetzt hat, bringt man die beiden Strichmarkierungen auf dem Pumpenflansch und Antriebsgehäuse zur Deckung.

Möchte man das Timing kontrollieren, ist der Inspektionsdeckel seitlich am Pumpengehäuse zu öffnen. Am getriebeseitigen Motorflansch auf der linken Motorseite gibt es eine Bohrung, in die man einen 6 mm Stift (besser einen ¼‘‘ Bohrer) steckt und den Motor von Hand dreht, bis der Bohrer in das Schwungrad rutscht. Damit hat man den Motor auf 16° vor oberem Totpunkt des vorderen ersten Zylinders eingestellt. Gegebenenfalls muss man den Motor um eine weitere Umdrehung drehen, da die Einspritzpumpe mit halber Motordrehzahl arbeitet und man sich im Verdichtungstakt von Zylinder 1 befinden muss. Man sollte den Motor nur in seiner Arbeitsrichtung also rechts herum drehen, damit die Steuerkette gespannt bleibt und jegliches Spiel zwischen Pumpenrotor und Kurbelwelle aufgenommen wird. Jetzt schaut man durch die Inspektionsöffnung der Pumpe. Eine Markierung mit dem Buchstaben G auf dem Pumpenrotor und die Strichmarkierung auf dem großen Sicherungsring sollten zur Deckung kommen. Zum Ausgleich des Spiels im Antrieb kann man mit einem Schraubenzieher Druck entgegengesetzt zur Drehrichtung auf eine der beiden Schraubenköpfe des Rotors ausüben. Das Timing ist, wenn die Markierungen zur Deckung kommen, auf 17° vor OT eingestellt. Keinesfalls darf die Markierung auf dem Pumpenflansch um mehr als 1 mm (entspricht einem Förderbeginn von 19° vor OT) über der Markierung auf dem Antriebsgehäuse liegen. Bezogen auf die G Markierung gilt, dass diese um nicht mehr als ½ mm über der Markierung des Sicherungsrings liegen darf.

Meine Ausführungen gelten laut Service Manual für die Pumpentypen DPA-3240011, -3240012, -3240013, -3240015. Die Pumpentypen DPA- 3242643, -3242645 haben einen hydraulischen Nockenringversteller für diese soll der Vörderbeginn maximal 13° vor OT liegen. Das Service Manual kann man bei herunterladen.

Gruß

Torsten
 
Hallo FE35now,

muss meine Antwort vom 17.01. korrigieren: Das Timing mit Sollwert 17° vor OT ist korrekt eingestellt, wenn die Markierung auf dem Sicherungsring 0.25 mm über der G-Markierung liegt. 1/2 mm Abstand zwischen diesen Markierungen entsprechen 2° Kurbelwellenwinkel.

Gruß

Torsten
 
Zurück
Oben