Dickeres Öl gegen niedrigen Öldruck?

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Phil25135

Gast
Hallo,

Da bei meinem MF 25 bei warmen Motor die Öldruckanzeige bei Standgas in den roten Bereich rutscht und erst bei ca. 1100 Umdrehungen langsam in den grünen Bereich wandert, habe ich mich gefragt ob man diesem Problem mit dickeren Öl gegensteuern könnte. Im Moment fahre ich 15w40. Hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht oder ist die Erneuerung von Ölpumpe oder Pleullagern unumgänglich? 

Danke schonmal für die Hilfe.

Mfg Phil
 
Gennerell hat es ja einen grund. Der öldruck wird ja irgendwo abgebaut. Hilft nur nachschauen. Ölpumpe prüfen, ansonsten weiter mit pleuel und Kw lagern. Bei mir war das hintere kw lager gebrochen.

Gruß Mark 

Das sieht dann so auseup-1136981724-0516644ae1855bb5176d58c593311151-1597067207_big.jpg
 
hallo Phil,

15 W 40 ist für den A4.107 absolut goldrichtig.

Nach meiner Ansicht schwanken die Anzeigeinstrumente ohnehin ... aber wenn es tatsächlich einen technischen Defekt gibt, der für den niedrigen Öldruck ursächlich ist, dann werden auch Taschenspielertricks wie dickeres Öl keine nachhaltige Besserung bringen.

Kannst du dich denn zweifelsfrei erinnern, dass die Anzeige früher einen höheren Druck gezeigt  hat ?

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Erstmal danke für die Antworten!

Also nach meinen Erinnerungen hat sich die Öldruckanzeige schon immer so verhalten. Ich habe den Bulldog aber auch erst seit Mai lezten Jahres. Ich habe mir aber nie groß Sorgen gemacht, da der Motor ansonsten auch keine Nebengeräusche oder sonstiges macht. Ich hatte auch schon den Gedanken, dass die Anzeige etwas hat, da diese auch erst etwas anzeigt nachdem der Motor ca. 3 Sekunden an ist, und auch erst spät auf Gasstöße reagiert, wobei der 135er, der auch in unserem Besitz ist, schon allein beim Drehen von Anlasser Öldruck anzeigt, und sich auch Gasstöße direkt am Öldruck bemerkbar machen.
 
...das klingt nun aber schwer nach verschlissener Ölpumpe!? 
 
Grundsätzlich solltest du mal klären, ab bei kaltem Motor der Öldruck in jeder Drehzahl im Soll sich befindet oder da auch schon im LL in den roten Bereich absackt.

Die Viskosität von 10w40, 15 w40, 20W40  und ähnlichen verhält sich bei Betriebstemperatur annähernd gleich, somit beseitigt die Option dickeres Öl zuverwenden nicht die Ursachen des Druckabfalls.

Die Anzeige ist eh ein Schätzeisen, reicht im Normalfall dem Bauer aus....wer es genau wissen will kann es mit geeichen Manometern nachmessen.

Das die kleinen Perkins Vierzielinder diesel ofter an Pleulelagerschäden kränkeln ist seid jahrzehnten kein Geheimnis.,...was man hier über die Jahre immer wieder nachlesen kann.

Selbiges bei unseren damaligen MF30. Hatte 1995 neue Lagerschalen, Laufbuchsen und Kolben eingebbaut. Lagerzapfen waren riefig, kontinuierlicher Druckabfall bei Betriebstemperatur im Leerlauf.

Der Motor hatte in keiner Drehzahl oder unter Last Laufgeräusche.

Der Motor lief nach der GR jährlich nur zwanzig bis fünfzig ´Betriebsstunden übers Jahr für kleinere Feldarbeiten auch nach dem Verkauf vor fünf Jahren.

Also Ölwanne abbauen, Lagerzapfen markieren...oft hängt auch schon eine platt geämmerte Lagerschale an der Seite raus und das Pleuele hat spürbar Höhenluft.

Topend selbiges Spiel...Ventile hämmern sich in den Sitz des Graugußkopfes ein, Kompressionsverluste entstehen und die Ventileinstellung ausfällt.

Kolbenringe arbeiten die Laufbuchsen tief ein, das der Motor kalt sehr schlecht anspringt.

Die Ölpumpen sind recht langlebigt, wenn nicht akuter Wartungsstau Ansage ist.
 
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