Dichtring Multipower

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Holger-D

Gast
Guten Abend,

Ich bin mal wieder zu "dusselig".
Mein Eicher ist nach der Getriebeüberholung nicht 100% dicht gewesen, unter dem Auslass (Blechsplint unterhalb) hing immer mal wieder ein kleiner Tropen Getriebelöl.
Da ich grade den Motor abgenommen habe, will ich auch das Problem angehen.
Der Eicher hat das 135 Multipower-Getriebe. Also zwei Eingangswellen, die äußere zuletzt per Wedi der im Gehäuse sitzt. Die innere Welle per Wedi der in der äußeren Hohlwelle montiert wird.
Hier denke ich liegt mein Problem:
Original war hier ein Wedi mit Metallkäfig eingebaut. Mit passender Bestellnummer habe ich damals einen mit Gummimantel bekommen und auch ohne nachzudenken eingebaut- durch die Multipower-Bohrungen in der äußeren Welle ist diese Gummierung beschädigt. Ich gehe davon aus das dort Öl ausgelaufen ist.
Nun habe ich verschiedene Lieferanten durch - alle liefern unter der Nummer diesen beschichteten Ring.
Ein Lieferant meint das er den Dichtring mit Metallkäfig bekommen kann, ich bin mal gespannt.

ABER:
Bin ich denn der einzige mit diesem Problem?

Grüße,
Holger
 
Hallo, 

Ob das wirklich am käfig liegt...... Keine ahnung, meiner ist mit gummi dicht...... Das getriebe hat da so viele leckmöglichkeiten...... Ich würde auf jedenfall den o ring im ventilschieber neu machen, der macht öfters probleme mit undichtigkeit..... 

Ist bei dir die innere welle mit nadellager in der hohlwelle gelagert?

Grüße Thomas 
 
Hallo,

ich hab das selbe Problem mit neuem Simmerring. Der war original MF. Ich hatte den damals zusätzlich mit Dichtsilikon montiert. Ich denke der sifft an der Dichtlippe auf der Welle. Regt mich zwar auf, aber deshalb mach ich ihn nicht mehr auseinander. Hoffe, das läuft sich etwas ein.

Gruß Mario
 
ThomasPG:

Hallo, 

Ob das wirklich am käfig liegt...... Keine ahnung, meiner ist mit gummi dicht...... Das getriebe hat da so viele leckmöglichkeiten...... Ich würde auf jedenfall den o ring im ventilschieber neu machen, der macht öfters probleme mit undichtigkeit..... 

Ist bei dir die innere welle mit nadellager in der hohlwelle gelagert?

Grüße Thomas 
Hallo Thomas,

ich hatte auch erst den Steuerschieber in Verdacht, aber dort ist alles trocken. Der wurde auch letzten Winter grade getauscht.
Die gesamte Kupplungsglocke ist im hinteren Bereich absolut trocken, nur der Wellentunnel ist unten etwas nass, das führt sich dann bis zum "Abtropfsplint" fort.
Der äußere, große Wedi war auch nur unterhalb der Wellenmitte nass, aber die Hohl- als auch die innere Antriebeswelle waren komplett nass.Auch ist die Kupplungsglocke im vorderen Bereich insgesamt leicht ölig. Es muss also was rotierendes sein, welches das Öl wegwirft.
Ich gehe also davon aus das eben die Wellen untereinander nicht dicht sind.
Daher habe ich den Wedi ausgebaut, dort wo die Bohrungen sind, fehlt etwas vom Wedi.
Ich habe grade nochmal nachgesehen. Die Hohlwelle habe ich im letzten Winter getauscht. In der alten Welle ist ein Wedi mit Metallkäfig eingesetzt. Mal schauen wann, und ob ich einen solchen Ring noch bekomme.

Zu deiner Frage:
Der Wellentunnel hat ein Nadellager vorn. Die Hohlwelle ist dort, und hinten per Kugellager gelagert. Die innere Welle ist einmal im Pilotlager in der Kurbelwelle gelagert, und dann erst wieder innerhalb des Getriebe, nach der Multipower-Kupplung per Nadellager.

Grüße,

Holger
 
Okey das ist schonmal gut, bei mir war noch kein nadellager verbaut sondern eine messingbuchse, diese hatte mit der zeit durch den verschleiß zuviel spiel und dann hat es mir direkt den neuen wedi zerrieben...... Musste dann, weil es die buchse nichtmehr gibt, alles neu nehmen, dadurch hat aber mein ausrücklager bzw der Grundhaltung, nichtmehr gepasst...... Unendliche geschichte...... 

Grüße Thomas 
 
Klingt nach viel Spannung, Spiel und Spaß 😄

Der Wedi ist an der Dichtlippe innen vollkommen ok, nur wie schon erwähnt außen an den zwei Stellen abgerieben. Da es nur sehr wenig Öl war, was an diesem Splint ging, gehe ich einfach mal davon aus, das dort der Fehler lag. 

Heute kam eine Email das der Wedi in den versandt gegangen ist. 

Noch habe ich am Motor noch einiges zu schrauben, langweilig wird es also nicht 🫣

Grüße,

Holger
 
Guten Abend,

Das Thema Tropfender Eicher ist leider noch immer nicht beendet.
Demnächst wird der Eicher also nochmals getrennt. Allerdings bin ich langsam am Ende.
Was mir noch bleibt: den Wellentunnel tauschen.

Der alte Tunnel sah zwar noch nicht schlecht aus, aber innerhalb der Hochdruckdichtung ist vielleicht irgendwas nicht in Ordnung. Eine Vertiefung war hier zu spüren, aber diese haben ja scheinbar auch die neuen Tunnel schon drin...?

Grüße,

Holger
 
Hallo Holger,

hast Du alle Kolbenringe gewechselt?

Gruß Mario
 
Kolbenringe?
Ja, aber ich denke du meinst eher die Hochdruckringe der MP?
Die wurden ebenso getauscht.
Auch die äußere Hohlwelle, und die Dichtringe.

Was ich mir nur noch vorstellen kann:
Entweder der Steuerschieber (O-Ring) ist undicht, oder halt der Tunnel bzw an diesem die Stelle an der die Hochdruckringe abdichten.

Edit: Ich habe mir die Betriebsanleitung des Eicher nochmal angesehen. In das Multipower gehört ja eigentlich nein Utto oder Stou-Getriebeöl.
Im Eicher-Handbuch wird aber ein SAE80/SAE90 erwähnt. Ich bin grade verwirrt...

Grüße
 
Guten Morgen,

Ich krame hier mal den alten Beitrag wieder raus.
Es ist etwas Zeit vergangen, der Eicher war wieder auseinander.
Der Dichtring an der großen Eingangswelle war nass.
Es wurden nochmal alle Dichtringe getauscht, auch der kleine vom Steuerschieber-hier passt allerdings der aus dem Reparatursatz von Sparex oder QTP nicht->>Ring ist zu groß und schneidet beim einschieben in das Gehäuse ein. Ein anderer aus meinem Sortiment macht das nun. Auch habe ich den Eingangstunnel komplett ersetzt.
Als Ergebnis kann ich sagen das sich der Aufwand nicht gelohnt hat. Am Splint unterhalb des Getriebe hing gestern wieder ein kleiner Tropfen Öl.

Also, nach 4 Jahren Multipower mein Fazit:
Ein tolles System. Aber immer ölig und nahezu bei jedem Gang einlegen wird das mit einem lauten Knarzen der Zahnräder kommentiert.Aber das ist wohl konstruktionsbedingt - wenn eine Einganswelle immer im Eingriff steht, dreht sich die andere durch die ganzen Dichtungen usw halt mit.

Grüße,

Holger

Edit: Im Eicher-Handbuch wird als Getriebeöl ein SAE80 oder SAE90 ausgeschrieben. Dem Getriebe traue ich das zu, auch das damit eher ein ruhiges Schalten möglich ist. Aber kann die Pumpe das ab?
 
Hallo Holger,

trennt deine Kupplung vielleicht nicht sauber oder hat dein Pilotlager im Schwungrad Probleme? Es ist definitiv möglich auch ein Multipower Getriebe ohne Geräusche zu schalten. Bzgl. der Zubehör Ersatzteile und deren Passgenauigkeit, lass den Schrott einfach weg und frag beim Massey Händler nach Originalteilen. Solcher Kleinkram kostet dort auch nicht wirklich viel aber passt dann wenigstens. 
Das MP Getriebe an sich war damals schon eine kleine Evolution nur konnten die meisten nicht recht damit umgehen und es gab viele Probleme. Wobei ich dazu sagen muss das es doch auch sehr nervig sein kann, wenn man wie bei mir zuhause in einer eher hügeligen Gegend unterwegs ist und dem Freilauf in der niedrigen Stufe geschuldet, ständig schalten muss.... Naja das direkte Nachfolgegetriebe mit den drei Schalthebeln und damit der Untersetzung als richtigen Gang war dann doch besser, wenn auch nicht mehr ohne Kupplung zu schalten.
 
Schaltgeräusche haben nicht im geringsten mit MP. zu tun, die Getriebe sind größtenTeils nicht synkronnisiert dadurch ist geräuschloses schalten eine reine Übungssache. einer kann es aber viele  nicht. Das  MP Schalten funktioniert durch öffnen und schließen einer Hydraulichen Kupplung und  Diese  leitet den Kraftfluß teilweise über einen Freilauf.
 
MP. Ölverlust aus Kupplungsglocke

Sollte das Öl aus der vorderen Bohrung kommen und es ist besonders schwarz kommt es vom Motor.

Solange es nicht außen rum runterläuft und da Öl aus der hinteren Lecköl Bohrung rauskommt, kommt das Öl aus dem Getriebe.

Schlepper muss zwischen Motor und Kupplungsglocke getrennt werden. Dann kann man nur auf gut Glück abdichten.

Um genaue Diagnose zu machen, muß Das Getriebe von hinten am Zapfwellenstummel angetrieben werden. Das geht nur mit einer Frontzapfwelle eines Schleppers, bei dem die Zapfwelle entgegengesetzt dreht oder mit einen entsprechenden Getriebemotor. Man muss natürlich auch die Motorzapfwelle einschalten, damit auch die Hydraulikpumpen mit angetrieben werden. Ich hatte mir an eine alte Eisensäge einen Stummel angebaut und das Getriebe so angetrieben und Stundenlang laufen lassen. Dadurch kann man genau feststellen, ob nur das MP. Steuergerät oder der Wellenstummel undicht ist. Jetzt kann man geziehlt das Abdichten anfangen.
 
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