A
altersepp
Gast
servus an alle 135er-fahrer und natürlich auch an alle anderen 
ich will hier mal einen erfahrungsbericht schreiben, mich somit im forum auch mal nützlich machen und nicht nur infos rausziehen ;-)
an meinem MF135MP Bj.69 war die vorderachse am hauptbolzen ziemlich ausgeschlagen. der tüv hat das zwar noch für OK gehalten (oder auch nicht bemerkt):
mich hat das mittlerweile genervt, denn bekannt war es mir schon länger. ich habe die reparatur immer wieder verschoben.
deshalb hab ich vergangenen sommer den bulldog aufgebockt und die vorderachse ausgebaut (vorher natürlich motorhaube und kühler)
ich dachte, da bestellst du dir einfach die büchsen und den bolzen dazu, dann passt schon alles.
zuvor hab ich vorsichtshalber noch mal alle teile vermessen - dabei stellte sich folgendes heraus:
der bolzen hatte in den büchsen (2 stück im achsträger) wenigstens 0,5 mm spiel.
aber jetzt kommts: der bolzen hatte im vorderachskörper auch spiel - und das nicht zu wenig. das ist nicht normal, er sollte darin fest sitzen.
vermutlich hat sich über die letzten 45 jahre die sicherungsschraube im bolzen gelockert. so konnte sich dieser im vorderachskörper drehen - anstatt in den dafür vorgesehenen büchsen der achsaufnahme. so hatte alles überall spiel - es waren praktisch alle betroffenen teile im eimer (eigentlich auch der achskörper).
das auswechseln der büchsen und des bolzens alleine hätte somit das problem nicht gelöst, denn der bolzen hätte im vorderachskörper gleich wieder spiel gehabt.
daher die einzige lösung für mich/uns: alles (achskörper und büchsen) auf einen größeren durchmesser reiben und einen dickeren bolzen drehen.
gottseidank hab ich einen bekannten, der auf dem gebiet ein spezialist ist und auch eine passende reibahle auftreiben konnte.
er sah sich alles vorher an und meinte, wir müssen schon bis auf 44 mm aufreiben (das sind meines wisssen 2mm mehr als original)
die alten büchsen der vorderachsaufnahme haben wir dabei dringelassen und somit wiederverwenden können - wir haben sie einfach mit aufgerieben. die materialstärke reichte dafür aus.
wir haben abwechselnd den vorderachskörper (aus stahl) und dann die büchsen (aus messing/bronze) in kleinen schritten auf das ensprechende maß aufgerieben bis der bolzen schön straff in die bohrung passte.
langer rede kurzer sinn: das ergebnis ist sehr gut, meiner ansicht nach sogar perfekt ;-))
eine andere lösung wäre kaum möglich gewesen (ohne teure teile zu tauschen).
so konnten wir die achse wieder spielfrei bekommen. der bolzen wurde (wie original) motorseitig mit einem seegerring und vorne mit einer schraube gesichert.
und weil sich der MF bekanntermaßen relativ leicht und schnell auseinander- und wieder zusammenbauen läßt, dauerte alles zusammen nur etwa einen halben tag.
mfg
sepp
ich will hier mal einen erfahrungsbericht schreiben, mich somit im forum auch mal nützlich machen und nicht nur infos rausziehen ;-)
an meinem MF135MP Bj.69 war die vorderachse am hauptbolzen ziemlich ausgeschlagen. der tüv hat das zwar noch für OK gehalten (oder auch nicht bemerkt):
mich hat das mittlerweile genervt, denn bekannt war es mir schon länger. ich habe die reparatur immer wieder verschoben.
deshalb hab ich vergangenen sommer den bulldog aufgebockt und die vorderachse ausgebaut (vorher natürlich motorhaube und kühler)
ich dachte, da bestellst du dir einfach die büchsen und den bolzen dazu, dann passt schon alles.
zuvor hab ich vorsichtshalber noch mal alle teile vermessen - dabei stellte sich folgendes heraus:
der bolzen hatte in den büchsen (2 stück im achsträger) wenigstens 0,5 mm spiel.
aber jetzt kommts: der bolzen hatte im vorderachskörper auch spiel - und das nicht zu wenig. das ist nicht normal, er sollte darin fest sitzen.
vermutlich hat sich über die letzten 45 jahre die sicherungsschraube im bolzen gelockert. so konnte sich dieser im vorderachskörper drehen - anstatt in den dafür vorgesehenen büchsen der achsaufnahme. so hatte alles überall spiel - es waren praktisch alle betroffenen teile im eimer (eigentlich auch der achskörper).
das auswechseln der büchsen und des bolzens alleine hätte somit das problem nicht gelöst, denn der bolzen hätte im vorderachskörper gleich wieder spiel gehabt.
daher die einzige lösung für mich/uns: alles (achskörper und büchsen) auf einen größeren durchmesser reiben und einen dickeren bolzen drehen.
gottseidank hab ich einen bekannten, der auf dem gebiet ein spezialist ist und auch eine passende reibahle auftreiben konnte.
er sah sich alles vorher an und meinte, wir müssen schon bis auf 44 mm aufreiben (das sind meines wisssen 2mm mehr als original)
die alten büchsen der vorderachsaufnahme haben wir dabei dringelassen und somit wiederverwenden können - wir haben sie einfach mit aufgerieben. die materialstärke reichte dafür aus.
wir haben abwechselnd den vorderachskörper (aus stahl) und dann die büchsen (aus messing/bronze) in kleinen schritten auf das ensprechende maß aufgerieben bis der bolzen schön straff in die bohrung passte.
langer rede kurzer sinn: das ergebnis ist sehr gut, meiner ansicht nach sogar perfekt ;-))
eine andere lösung wäre kaum möglich gewesen (ohne teure teile zu tauschen).
so konnten wir die achse wieder spielfrei bekommen. der bolzen wurde (wie original) motorseitig mit einem seegerring und vorne mit einer schraube gesichert.
und weil sich der MF bekanntermaßen relativ leicht und schnell auseinander- und wieder zusammenbauen läßt, dauerte alles zusammen nur etwa einen halben tag.
mfg
sepp