Anlasser MF 30 "CA 45012-50"

  • Ersteller Ersteller Alter Schvvede
  • Erstellt am Erstellt am
A

Alter Schvvede

Gast
Ok. Ich brauche mal wieder Hilfe. Anlasser klackt nur noch. Kohlen sauber und lang genug. Die Abnehmer gereinigt. Bekomme die Schraube am Ritzel aber nicht ab um den Anlasser komplett auseinander zu bauen. Nehme an das die Bürsten fertig sind. Der Anker springt zwar im Test raus, dreht, wenn er dreht nur sehr langsam. Soweit erst mal. Jetzt kommt ihr ins Spiel 😁 Danke schon mal für eure Hilfe.

Marcus aus dem Münsterland.

Wer Lust hat kann ja mal reinschauen😉
 
Moin zusammen. Also die Schraube am Ritzel ist mir im Moment am wichtigsten. 

Danke Marcus
 
Hier mal ein paar Bilder. Komme einfach nicht weiter 🤔🤔🤔eup-1136564865-6e2052b0542c8ea460c594006651ead9-1547662393_big.jpgeup-1136564865-8306944937b7c737721898729803274b-1547662393_big.jpgeup-1136564865-989ec278af456919f1c20fd419617c57-1547662393_big.jpgeup-1136564865-72980d83de8abcc3cd887378a2e86302-1547662393_big.jpg
 
moin,

Du bekommst die Mutter nicht ab ? Um dann das Ritzel abzuziehen.

Kenne zwar den Anlasser nicht aber es kann auch Linksgewinde sein. Evtl. mal links herum versuchen zu drehen.

Ansonsten Mutter schnell warm machen ( Brenner oder ä. ) und dann lösen. Wenn das Teil schon mal jemand ab gehabt hat kanns auch sein das derjenige mit Schraubenfest gearbeitet hat - da hilft auch Wärme.

Manchmal hilft auch ein axial geführter kontrollierter beherzter Schlag auf die Mutter. 

Oder Mutter in den Schraubstock spannen und mit großer Rohrzange ( als Schutz evtl. Kupfer oder Bleiblech zwischen Ritzel und Zange ) am Ritzel drehen. Aber erst mal vorsichtig vor und zurück.

Oder passende Nuß und Schlagschrauber. Bohrhammer geht auch wenn man nen Adapter hat.

Musst mal probieren - geht schon irgendwie ab solch Mütterchen.

gutes Gelingen

Pierre
 
Hallo Pierre,

selbstverständlich "Mutter". Hatte im Vorfeld schon alles probiert. Für mich ist eigentlich logisch die Mutter in Drehrichtung des Anlassers zu lösen, kann mich da natürlich irren. Hab dann auch mal die andere Richtung probiert. Auch nix! Werd´s mit dem Erhitzen noch mal versuchen. Den "beherzten Schlag" hab ich natürlich auch ausprobiert :-) Meld mich dann wieder.

Gruß Marcus
 
Hallo Marcus,

ich habe mich gerade angemeldet und denke das ich Dir ein paar Tipps geben kann.

Zum zerlegen hat er, Richtung Flansch zwei Plastigstopfen im Gehäuse die Du entfernen musst, um die Wicklung zu lösen, daß das Wicklungsgehäuse Richtung Kollektor abgezogen werden kann. Danach kann der Anker im Schraubstock gespannt (Kupfer,- oder Alubacken verwenden) und die Mutter gelöst werden.

Wenn der Anker entfernt ist, kommt der Magnetschalter zum vorschein. Das Ritzel muss auf der Welle im Steiggewinde leicht laufen. (bei Montage Graphitfett verwenden)

Der Anlasser ist in seiner Art eine Herausforderung, was auch das prüfen angeht. Das Ritzel geht bei Leerlauf nicht ganz raus und das Drehen ist langsam und Kraftlos, was ein prüfen nur auf Prüfstand oder im eingebauten zustand erlaubt. (beim prüfen hattest Du das schon bemängelt)

Zur Funktion:

Der Magnetschalter wird über den Startknopf oder wie auch immer angesteuert, was ihn anziehen läßt. Über eine Sperrklinke wird verhindert das der Hauptsrom geschaltet wird. Es wird ein Strom über ein Wiederstand geschaltet was das Ritzel ein stück rausdrückt und den Anker lagsam drehen läßt, dabei spurt das Ritzel leicht in den Zahnkranz und wird dabei durch die Drehbewegung ganz raus gezogen. Im eingespurtem zustand löst die Sperrklinke und der Hauptstrom fliest.

Bei Deinem Problem kann ich mir nur vorstellen daß das Ritzel nicht weit genug raus kam und dadurch der Hauptstrom nicht geschaltet wurde. (Steiggewinde verdreckt, Spannung zu gering)

Gruß Demian
 
Hallo Schrauber,

Mutter ist runter. Der Schlagschrauber konnte helfen. Zusätzlich hab ich die Mutter noch heiß gemacht. Anker raus. Danke für deine Tipps Demian. Steiggwinde war sauber und die Spannung topp. Kann es sein, daß mit der Sperrklinke was nicht stimmt? Ich muss mir auch noch mal den Bürstenhalter vornehmen. Soweit erst mal.

Bis später mal.

Euch noch einen schönen Sonntag

Marcus
 
Mir ist da noch etwas eingefallen. Wie war das noch mit Hämmerchen? Wenn der Anlasser mal nicht so will wie er soll und man dann mit dem Hammer leicht auf das Gehäuse schlägt,  was geschieht dann im Anlasser? Könnte das mit der Sperrklinke zu tun haben?

Gruß Marcus
 
Hallo Marcus,

wenn Anker und Wicklungsgehäuse entfernt ist, kommst Du an den Magnetschalter im Flanschgehäuse ran. Die Schaltbrücke lässt sich nur mit einem Kontakt verbinden, solange die Sperrklinke nicht die Schaltbrücke frei gibt.

(rein mechanisch, daher kaum ein Fehler vorstellbar)

Von der Schaltbrücke ist eine Verbindung zum Widerstand, der zwischen der Wicklung im Gehäuse liegt.

(gute Verbindung und alles fest?)

Ich habe meinen letzten Anlasser dieser Art schon länger als 15 Jahren repariert, wobei ich nie einen Fehler bestimmen konnte. (zerlegt gesäubert geschmiert und sie funktionierten wieder)

Ich hoffe das Dir das Glück auch gegönnt ist, denn nach dem Bild vom Anker hat er noch nicht viel gemacht.

Gruß Demian
 
Hallo zusammen. Hab noch mal ein paar bilder gemacht. Das Wicklungsgehäuse bekomme ich wahrscheinlich nur ab wenn ich von aussen die Metallkappen entfehrne!?eup-1136570567-c52b66c95506b2f10ab98f35b69aad5b-1548316261_big.jpgeup-1136570567-98387c45d72106436f73c31b499a37b6-1548316261_big.jpgeup-1136570567-152de2e57f531b28bb25afb5730387e3-1548316261_big.jpgeup-1136570567-ee5e0dede8f3c3686843b86e12d89817-1548316262_big.jpgeup-1136570567-082084d0ececd4eb0d697f608481a64b-1548316262_big.jpgeup-1136570567-c857e101e77913c08098b130d28722f2-1548316262_big.jpgeup-1136570567-04b8192f8a626934ced680b9dd8bf2e8-1548316262_big.jpg
 
Ja Marcus, die Kappen müssen ab. Dann kann die Wicklung getrennt werden und das Gehäuse lässt sich entfernen.

(sollten die Kappen dabei zerstört werden, können sie auch durch Kunststoff oder Gummi ersetzt werden)

Mit den Bildern wird bestätigt das der Anlasser noch nicht viel gearbeitet hat, was so ja nicht schlecht ist.

Was mir aber auffällt, daß das Steiggewinde kaum/keine Schmierflächen hat und ich kann mir hier den Fehler vorstellen. Magnetschalter und Widerstand in Augenschein nehmen und bei keiner Ungereimtheit sollte er funktionieren. (beim schmieren unbedingt Graphitfett verwenden!!)

Gruß Demian
 
Ok, dann will ich morgen mal weiter machen.

Danke und bis später

Marcus
 
Da bin ich mal wieder und bin nicht verzweifelt :-)

Vielen lieben Dank für die ganzen Tipps. Der Anlasser läuft wieder. Der Fehler war gar nicht so leicht zu finden.

Wer ähnliche Probleme hat sollte, nach dem alles Andere ausgeschlossen wurde, mal testen wie die Lötstellen aussehen die aus der Wicklung kommen und auf den Kollektor gelegt werden. Die waren bei meinem Anlasser teilweise nur minimal brüchig.

Da musste erst mal drauf kommen :-D

Hatte noch ne Frage zum Öl.

Da bitte einmal bei Getriebe MF 30 nachschauen.

Gruß

Marcus
 
Zurück
Oben