Hallo zusammen,
ich möchte euch einmal erzählen, was zu diesem Thema noch so alles passiert ist in letzter Zeit und dass am Ende des Tages die Vermutun von
4.236, es könnte an Schaltklaue und Allradmuffe liegen wohl doch ebenfalls zutreffend war.
Kurzversion bisher:
Allrad ging nicht rein. Die Allradwelle war vorne abgeschert, siehe Fotos aus altem Beitrag. Daraufhin fand ich ein günstiges Ersatzteil. Allerdings war die Verzahnung auf dem Eingangswellenstummel Vorderachse sehr geschunden. Also haben wir eine neue Muffe gekauft, alte und die neue miteinander verschweißt und nur so weit eingekürzt, dass sie deutlich mehr der Restverzahnung des Eingangswellenstummels nutzt, als zuvor. Foto zeigt leider nur das Prinzip. Aktuelles Foto liefere ich nach.

Daraufhin lief alles wieder und es wurde fleißig (auch mit Allrad) gearbeitet. Ich weiß, es ist eine Pfuschlösung, aber es funzt...
Letztes Jahr dann verlor mein Bruder Getriebeöl, zum Glück zu Hause. Beim Einschalten vom Allrad gab es einen Schlag.
Das Allradgetriebe hatte sich 1mm vom Hauptgetriebe gelöst...Möglicherweise hatten wir den Wellenschutz nicht wieder montiert und übersehen, dass 2 der Schrauben auch das Allradgetriebegehäuse halten *UUUPS*
Nach Demontage fanden wir das Allradgetriebe mit 2 defekten Zahnrädern vor. Reparaturpreis 1100 inkl. Teile.
Allerdings zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass die Wirkkette eine ganz andere zu sein schien und nicht unsere Doofheit mit den zwei vergessenen Schrauben das Kernproblem waren, denn das Zahnrad im Hauptgetriebe, das das Allradgetriebe treibt, sieht so aus:
Zwei Dinge sieht man deutlich:
1. Das Zahnrad scheint über Jahre halbseitig beansprucht worden zu sein. Seht ihr das auch so, oder ist das normal? Ich schätze daher, dass das Kernproblem die Schaltklaue und Allradmuffe sein könnten, siehe oben.
2. Durch tausende Stunden halbseitiger Belastung ist irgendwann ein Zahn gebrochen. Die kaputten Zahnräder im Allradgetriebe inkl. Ölverlust lediglich eine Folgeerscheinung.
Tja so ist die Lage derzeit. Ich vermute, dass man nur an das Zahnrad kommt, indem man den Schlepper trennt, oder gäbe es einen anderen Weg?
Das kommt für mich eher nicht in Frage. Wir haben keine Räumlichkeit die groß genug ist und wohl auch nicht das Know How. Außerdem zeigt der Schlepper eine Baustelle nach der Nächsten. Wenn man sich die Mühe des Trennens macht, dürften noch einige Dinge mehr anliegen, die ich konsequenter Weise mitmachen wollte.
Derzeit tendieren mein Bruder und ich tatsächlich leider dazu, Allrad tot zu legen und die kommenden Aufgaben mit einer Hinterachmaschine zu bewältigen. Eine spätere Restaurierung, wenn die Kinder nichts mehr von den Eltern wissen wollen, wäre meine Hoffnung.
Zusätzlich haben wir Lehrgeld gezahlt. Die Instandsetzung des Allradgetriebes wurde gemacht, bevor wir den eigentlichen Fehler fanden. Also immer schön die Analyse abschließen, bevor man mit Aktionismus glänzt
Schöne Grüße an euch alle aus der Südheide
Basti