Ad4.203 kaum Drehmoment bei geringer Drehzahl

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masseyferguson_deutz

Gast
Hallo zusammen

mitlerweile läuft mein MF 165 MP mit neuer Kurbelwelle (Simmering abdichtung) neuen Kolben, Buchsen, Ventile+Führungen.

Doch gibt es noch ein Problem, hab zwar eine Vermutung wodran es liegt, aber vielleicht kann mir das jemand bestätigen.

1. Problem:

Der Motor springt ziemlich schlecht an, d.h erste lebens zeichen gibt er schon bei der ersten Umdrehung von sich braucht aber dann immernoch den Anlasser zur unterstützung bis er mit Standgas alleine läuft. Ohne Gasgeben dauert der Startvorgang noch länger (ca 20 sec)

2. Problem:

Der Motor hat kaum Drehmoment bei unter 1000 upm, man muss immer mit Gas anfahren um nicht abzuwürgen. In höheren Drezahlen zieht er kräftig durch. Nur duch betätigung der Heckhydraulik im Standgas (800upm) würgt der Motor ab wenn die Pumpe vollen druck aufbaut.

Problem 1 und 2 haben vermutlich das gleiche Hauptproblem.

Jetzt meine Vermutungen:

Der Hochdruckteil der Einspritzpumpe ist verschlissen, sodas die Pumpe Zeit und genug Drehzahl braucht um Druck aufzubauen.

Oder aber es stimmt etwas mit den Einspritzdüsen nicht.

Was meint ihr wodran könnte es sonst noch liegen?

Gruß Simon
 
hattest du das selbe Problem auch vor der Motorüberholung?

hast du einen Kompressionstest nach der Überholung gemacht?

Ventilspiel richtig eingestellt?

Läuft der Motor auf 4 Zylinder

Du kannst mal präventiv die Düsen beim Boschdienst abdrücken lassen, dann weist du ob alle Düsen in Ordnung sind, der richtige Druck eingestellt ist und das Spritzbild passt

Beantworte mal die Fragen

Gruß Tom

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Vor der Überholung kann ich nicht sagen Schlepper wurde mit gebrochener Kurbelwelle gekauft.

Kompression wurde leider nicht mehr geprüft

Ventilspiel stimmt

Motor läuft auf jedenfall auf allen 4 Töpfen

Ja das dachte ich auch schon, wird erstmal es einfachste sein, die Düsen zu überprüfen. Da muss ich wohl leider nochmal Motorhaube und Tank abbauen müssen, werde dann natürlich direkt nochmal Kompression prüfen.
 
Hallo Simon,

Ist vielleicht die Einspritzpupe falsch eingestellt, soll heißen wo sie mit den drei Schrauben montiert ist sind ja Langschlitze. Vorzündung,Nachzündung.

Gruß Baumi
 
Einspritzpumpe
9.gif
 
hallo!

Denke auch das diese Schritte am einfachsten und am sinnvollsten sind. ich kann mich damals bei meinem 590er erinnern da habe ich die düsen auch abdrücken und Spritzbild Prüfen lassen... hat mich bloß einen einwurf in die Kaffeekassa gekostet... aber das ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich, mach dich am Besten vorher schlau was dich das kostet. Danach wusste ich das in diesem bereich alles passt.... und wie du schon sagtest ein Kompressionstest ist in der Abbauphase eigentlich schon ein muss, ist dann kein wirklicher Aufwand mehr. Tester gibts im Ebay für kleines Geld!

wenn das alles nichts hilft und du gute Kompression hast würde ich in Richtung ESP gehen!

Halt uns am Laufenden!

Gruß Tom

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Vielen Dank für die Tipps, komme leider noch nicht dazu mich weiter drum zu kümmern.

Wenns weiter geht werde ich berichten.
 
Hallo,

Problem ist gelöst, Irgenwann meinte Vater er läuft auch etwas "hart" also wie BaumiMax  auch schon schrieb, die Einspritzpumpe ein wenig verdreht, und siehe da er läuft einwandfrei.

Pumpe stand zwar auf, einer wie es aussah "Makierung", war aber wohl doch nicht die richtige Makierung, ne andere gibt es zwar nicht, aber ist jetzt so eingestellt das er am besten läuft.

Hab mal irgendwo ne Anleitung gesehen wie die Pumpe korrekt eingestellt, allerdings muss dafür soweit ich weiß auch Haube und Tank runter, vielleicht mach ich das mal wenn ich Ventilspiel kontrollier in einigen Stunden.

Vielen Dank für die Tipps!

Gruß Simon
 
Hallo, nach dem Verstellen der Pumpe sprang er deutlich besser an und hatte auch mehr Drehmoment bei Stangas. Doch 100% war es immer noch nicht wie wir nach einiger Zeit Feststellten.

Also haben wir uns nochmal auf die suche nach fehlern gemacht,

Ventilspiel geprüft, Esd prüfen lassen, Stirnradmarkierungen geprüft. Alles war in Ordnung, blieb nur noch die Esp übrig, hier verschiedene positionen der Federn unter dem Deckel probiert, Nix.

Letzter Einfall, die Transferpumpe, das dortige Ventil konnte es nicht sein, weil das nach der Motor Reperatur, als die Esp nicht Förderte schon ausgebaut und gereinigt wurde. Also kann es nurnoch die Transferpumpe selbst sein. Also neue Lamellen, Außenring und Deckel/Ventilgehäuse bestellt, eingebaut, das war es! Er läuft perfekt springt sofort an und zieht auch bei Standgas gut.

Soviel dazu, lange gesucht und am ende war es ein kleiner leicht zu behebender Fehler.
 
Hallo,

Ich habe bei meinem Eicher 3353 der auch den Perkins AD4.203 ein ähnliches Problem.

Bei geringer Drehzahl also kleiner 1000rpm hat er kaum Drehmoment. Das Drehmoment bei höheren Drehzahlen ist super.

Allerdings startet mein Eicher super.

Ich denke durch das gute Startverhalten und das hohe Drehmoment bei hohen Drehzahlen  können Kompressionsprobleme ausgeschlossen werden. Korrekt?

Ich habe die Kraftstoffförderpumpe ausgetauscht. Hat leider nichts gebracht.

Die Regelung in der ESP hatte ich schon auseinander. Dabei ist mir aufgefallen dass die "Feinsteuerfeder" gefehlt hat.

Der Einbau der Feder hat aber auch wenig gebracht.

Was auffällig ist, ist dass die Drehzahl nur sehr langsam einregelt wird. Der Eicher hat nach Wegnahme des Fußgas noch 1100rpm und benötigt min10s bis er auf 800rpm ist.

Eigentlich spricht alles für ein Problem in der Regelung, aber alle Elemente sind leichtgängig.

Kann es ein Problem mit der Fliehkraftverstellung sein?

Kann die ESP verstellt sein?

Wie stelle ich die ESP ein?

Welche Verdrehrichtung bewirkt was?

Wie stark (in mm) verdreht man die Pumpe im Langloch um die Auswirkungen zu testen?

Kann was kaputt gehen?

Weiterhin habe ich etwas über einen Filter im ESP Rücklauf gelesen.

Kann dieser negative Auswirkungen haben?

Was macht das Ventil in dem er verbaut ist?

Ich freue mich über eure Meinungen.

Das Problem macht mich noch verrückt!

Grüße aus dem Schwarzwald 

Andi
 
Hallo Andi,

so viele Fragen auf einmal...

Sind es gemessene 10s bis die Drehzahl unten ist oder gefühlte?

Das kann schon etwas dauern.

Verstellen kann man vieles. Z.B. auch die Position der Regelfeder oben unter dem Deckel der ESP wenn man die Abdichtet.

Bei dem Alter ist nie ausgeschlossen, dass etwas hängt oder nicht richtig geht.

Was ist von der Ferne schwer zu sagen.

Die ESP verdrehenbewirkt folgendes:

- Späte Einspritzung = Mehr Leistung im unteren Bereich

- zu späte Einspritzung = schlechte Leistung, starker qualm, hoher Verbrauch , schlechter lauf.

- frühe Einspritzung = Mehr Leistung im Oberen Bereich

- zu frühe Einspritzung = harter Klang bis Klopfgeräusche, starke Erwärmung, unrunder Lauf im unteren Bereich, Motorschäden

Mal so pauschal.

Ob die ESP verstellt ist oder nicht richtig regelt kann man so nicht sagen.

Die Regelung an der Rücklaufleitung sorgt dafür, dass immer ein gewisser Vordruck in der Pumpe ist.

bei zu wenig Druck läuft der Trecker auch schlecht, bei zu hohem Druck kann die ESP undicht werden.

Alles in allem ist das Ansprechverhalten die Summe der Gesamtheit aller Einstellungen.

Deswegen würde ich raten erstmal alles auf Werkseinstellung einzustellen und dann den Fehler suchen.

Danach kannst du immernoch optimieren.

Gruß,

MHF
 
Hallo Andi,

ist doch gut möglich, daß wenn eine Feder (vermutlich meinst Du die Leerlaufregelfeder) im Regler der ESP gefehlt hat, die Regelfeder falsch eingebaut ist.

Für den Einbau der Regelfeder zwischen Reglerhebel und Verstellhebel (=Gashebel) gibt es neun verschiedene Möglichkeiten. Auf dem Typenschild der ESP in der Zeile SET bezeichnet die vorletzte Zahl zwischen zwei Schrägstrichen eine dieser neun Möglichkeiten. Anhand der beigefügten Abbildung kann man prüfen, ob die Regelfeder richtig eingebaut ist.

Gruß

Torsten

 
Hallo Ihr beiden,

Vielen Dank für die schnelle und gute Rückmeldung.

Die Regelfeder sollte korrekt eingebaut sein.

Habe es genau so wie von Thorsten beschrieben verbaut.

Und ja die Leerlauffeder hat gefehlt. Was mir Bauchweh bereitet ist wo sie angeblichen ist...

Ich hoffe das mein Vorgänger sie bei der Montage vergessen hat.

Die 10s sind nicht gemessen, allerdings braucht es gefühlt sehr lange.

Für mich gibt es ein paar wichtige Fragen.

Wenn ich von hinten auf die Pumpe schaue (Vom Sitz in Richtung Vorderachse) was bewirkt das Verdrehen der Pumpe im Uhrzeigersinn? Späte Einspritzung?

Jetzt wird es peinlich...wie kann ich die ESP auf Werkseinstellungen zurücksetzen? Gibt es eine Markierung und wo ist diese?

Und dann die letzte Frage, kann ich den Deckel in dem die Rücklaufregelung verbaut ist abmontieren ohne Ihn neu abdichten zu müssen? Oder muss ich direkt eine Dichtung besorgen? Nicht dass irgendwo dort meine Feder steckt...

Danke für eure Hilfe ! 

Gruß Andi
 
Hallo Andi,

kenne die Drehrichtung Deines Motors nicht, diese entspricht auch der Drehrichtung Deiner ESP. Auf dem Typenschild der ESP bezeichnet der Pfeil die gesuchte Drehrichtung. Verdreht man den Pumpenkörper in Pfeilrichtung verspätet sich der Förderbeginn.

Strichmarkierungen für die Werkseinstellung gibt es am Flansch der ESP auf dem abgeflachten Bereich vor dem vorderen Langloch und am Steurgehäuse - sie könnten durch Farbe oder Schmutz verdeckt sein. Beim Verdrehen des Pumpenkörpers sollte man nicht allzu großzügig sein, denn 1 mm Abstand zwischen den Strichen entsprechen 2° Kurbelwellenwinkel.

Was ist mit einer Rücklaufregelung gemeint und wo soll diese sein? Handelt es sich um den Kraftstoffdruckregler hinten an der ESP, kann das Federchen dort sicher nicht hinvagabundiert sein.

Gruß

Torsten
 
Hallo Torsten,

Danke für die schnelle Antwort.

Ich habe gerade auf einem Foto von meiner ESP, das ich zufällig auf dem Handy hatte, die Markierung endeckt. Erster Eindruck ist dass sie bereits auf Werkseinstellungen gesetzt ist. Ich überprüfe es am Wochenende nochmals genau.

Das mit der Drehrichtung habe ich verstanden. Danke für das Verstellmaß, das hilft mir für eventuelle Tests in der Zukunft sehr weiter.

Ja ich habe den Kraftstoffdruckregler hinten an der ESP gemeint. Gut dass sich die Feder nicht dorthin verirrt haben kann...

Ich werde als nächstes den Abschlussdeckel mit dem Kraftsstoffdruckregler demontieren, zerlegen und prüfen. Die Theorie die ich habe ist, dass der Druck in der ESP nicht sauber geregelt wird, also zu gering ist. Das hätte theoretisch den selben Effekt wie eine defekte Kraftstoffförderpumpe, die einen zu geringen Vordruck in der ESP erzeugt...falls ich das System richtig kapiert habe. Ist jetzt mal eine reine Vermutung. Was zur Theorie nicht passt, ist dass der Traktor sehr gut anspringt.

Was meint Ihr dazu?

Ich werde am Wochenende das Projekt in Angriff nehmen.

Werde das Forum in jedem Fall auf dem Laufenden halten.

Nochmal danke.

Gruß Andi
 
Hallo,

habe meinen Plan umgesetzt und es hat leider nichts gebracht. Kraftstoffdruckregler war zwar verschmutzt und etwas "schwergängig" aber gebracht hat die Aktion nichts. Also ist diese Fehlerquelle ausgeschlossen.

Außerdem habe ich die Position der Markierungen an der ESP und am Gehäuse geprüft. Passt auch, steht auf Werkseinstellungen.

Für alle die auch nicht wissen wo die Markierung ist, hier ein Foto.eup-1131069378-44f91c2a260469929f169bb13a34e00f-1478972314_big.jpg

Ich habe vergessen euch ein wichtiges Detail mitzuteilen. Der Motor braucht nach dem Kaltstart zusätzliches Handgas um eine Leerlaufdrehzahl von 800U/min zu erreichen. Er würde sonst ausgehen. Mit gleichbleibendem Handgas steigt die Drehzahl mit steigender Temperatur (Zwei bis drei Minuten) auf ca.1100U/min. Soabld bei "warmem" Motor das zusätzliche Handgas weggenommen wird läuft er mit 800U/min Leerlaufdrehzahl ohne Probleme.

Nun noch zum Innenleben der ESP. Da habe ich eine Frage. Die Länge der Koppelstange zwischen dem Verstellblech und dem Mengenregler ist einstellbar. Was bewirkt hier eine Längenänderung? Gibt es irgendwelche Längenmaße um die Werkseinstellung sicher wieder herzustellen? Ich glaube nämlich, dass an der Pumpe bereits rumgebastelt wurde (Zwecks der fehlenden Feder).

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Also ich weiß gerade nicht mehr weiter. Wenn es mit der oben erwähnten Feder nichts zu tun hat, kann es ja fast nur noch die Fliehkraftverstellung sein oder sehe ich das Falsch.

Bin für jeden Ratschlag dankbar!

Gruß Andi
 
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