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MF35-23C-Pete
Gast
Hallo zusammen,
hab mir 2001 einen MF35 mit 23 C Standard Motor zugelegt (BJ 1960 mit Doppelkupplung, Frontlader+Schaufel und Gegengewicht, Fritzmeierdach). Er war damals im relativ gutem Zustand, alles funktionierte und erfüllte seinen Zweck - Kostenpunkt 2000€.
Damals hatte er auch schon leichte Probleme mit dem Anspringen. Den Fergy benutzte ich damals auch noch häufiger (für Stallabriss).
Vor ca. 4 Jahren wurden die Probleme größer und vor ca. 3 Jahren ging gar nichts mehr, ich denke weil ich für den Fergy keine große Verwendung mehr hatte.
Ich fand dies Schade, doch als ich hier im Forum über eine Restauration eines MF35 gesehen (MF-Fulltimeschrauber), war ich von der Idee besessen meinen auch wieder auf Vordermann zu bringen.
Ich habe keine Landwirtschaft, deshalb kann ich mir Zeit lassen. Ich hab nun auch meinen Engländer zerlegt, um die Ursache zu finden.
Als Erstes bemerkte ich, dass der Diesel vom langen stehen schon nach Petroleum gestunken hat und den Lack innerhalb des Tankes angegriffen hat.
Durch den gelösten Lack im Tank verstopften sich auch die Kraftstofffilter.
Meine Suche ging trotzdem weiter. Ich hab den Zylinderkopfdeckel und den Zylinderkopf abgemacht. (Ventile sind allesamt verrußt gewesen - normal).
Das Ventilspiel war alles im Toleranzbereich. Ventile muss ich also auch noch neu einschleifen und einstellen.
Auf den Zylinderplanflächen sah ich eingebrannte Partikel und als ich die Kolben ausbaute sah ich auch den Grund: Die Kolbenringe auf Zylinder 1 und 4 waren teilweise gebrochen, rieben sich auf und verbrannten. Am 1. Zylinder brach sogar am Rand etwas aus. - Auf gut deutsch, die sind alle fix und fertig.
Nun habe ich einen Satz Kolben (mit Bolzen für Pleuel) mit Kolbenringen, Laufbuchsen, und zwei Dichtsätzen für den Motor bei histoparts bestellt (ca.350€).
Sind nach 6 Tagen angekommen. Soweit alles super - Nur, da ich kein LaMa bin und ich hier schon viel gelesen und gehört habe, bin ich mir nicht mehr sicher, ob es damit getan ist, diese einfach zu wechseln.
Denn es muss ja vorher auch einen Grund für den Kolbenverschleiß gegeben haben. - Also überlege ich mir, ob ich die Kurbelwelle, die Pleuel und die Zylinder neu von einem Motorenschleifer ausmessen lasse und die Buchsen neu einschleifen lasse.
Doch dies ist alles eine Kostenfrage.
Habt ihr mir vielleicht einen Tipp, welche Entscheidung für ein vernünftiges Kosten - Nutzen - Verhältnis am besten ist?
Reicht es im Pleuel neue Lager einschleifen zu lassen oder soll man da doch auf Nummer sicher gehen?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Den Rest von meinem Fergy hab ich übrigens auch zerlegt, gesäubert und teilweise wieder aufgebaut (Getriebegehäuse, Differentialgehäuse). Da mein Fergy davor keine Probleme machte, weder im Getriebe noch in der Hydraulik baute ich weder Getriebe noch Hydraulikpumpe aus. Im Getriebeöl lagen im Differentialgehäuse auch größere Metallspäne, hab aber am Differentialgetriebe nichts auffälliges gesehen.
Lediglich an einigen Stellen verlor er leicht Öl - z. B. beim Anschluss Hinterachse-Differentialgehäuse. Hoffe jedoch, dass das Problem mit neuen Flachdichtungen behoben werden kann.
Kupplung mache ich, wenn der Motor wieder aufgebaut ist. Wurde aber zwei Jahre vor dem letzten gebrauch in der Werkstatt erneuert - schau ich mir trotzdem nochmals an.
Also schon mal vielen Dank im Voraus für Eure Meinungen.
Grüßle
Peter
hab mir 2001 einen MF35 mit 23 C Standard Motor zugelegt (BJ 1960 mit Doppelkupplung, Frontlader+Schaufel und Gegengewicht, Fritzmeierdach). Er war damals im relativ gutem Zustand, alles funktionierte und erfüllte seinen Zweck - Kostenpunkt 2000€.
Damals hatte er auch schon leichte Probleme mit dem Anspringen. Den Fergy benutzte ich damals auch noch häufiger (für Stallabriss).
Vor ca. 4 Jahren wurden die Probleme größer und vor ca. 3 Jahren ging gar nichts mehr, ich denke weil ich für den Fergy keine große Verwendung mehr hatte.
Ich fand dies Schade, doch als ich hier im Forum über eine Restauration eines MF35 gesehen (MF-Fulltimeschrauber), war ich von der Idee besessen meinen auch wieder auf Vordermann zu bringen.
Ich habe keine Landwirtschaft, deshalb kann ich mir Zeit lassen. Ich hab nun auch meinen Engländer zerlegt, um die Ursache zu finden.
Als Erstes bemerkte ich, dass der Diesel vom langen stehen schon nach Petroleum gestunken hat und den Lack innerhalb des Tankes angegriffen hat.
Durch den gelösten Lack im Tank verstopften sich auch die Kraftstofffilter.
Meine Suche ging trotzdem weiter. Ich hab den Zylinderkopfdeckel und den Zylinderkopf abgemacht. (Ventile sind allesamt verrußt gewesen - normal).
Das Ventilspiel war alles im Toleranzbereich. Ventile muss ich also auch noch neu einschleifen und einstellen.
Auf den Zylinderplanflächen sah ich eingebrannte Partikel und als ich die Kolben ausbaute sah ich auch den Grund: Die Kolbenringe auf Zylinder 1 und 4 waren teilweise gebrochen, rieben sich auf und verbrannten. Am 1. Zylinder brach sogar am Rand etwas aus. - Auf gut deutsch, die sind alle fix und fertig.
Nun habe ich einen Satz Kolben (mit Bolzen für Pleuel) mit Kolbenringen, Laufbuchsen, und zwei Dichtsätzen für den Motor bei histoparts bestellt (ca.350€).
Sind nach 6 Tagen angekommen. Soweit alles super - Nur, da ich kein LaMa bin und ich hier schon viel gelesen und gehört habe, bin ich mir nicht mehr sicher, ob es damit getan ist, diese einfach zu wechseln.
Denn es muss ja vorher auch einen Grund für den Kolbenverschleiß gegeben haben. - Also überlege ich mir, ob ich die Kurbelwelle, die Pleuel und die Zylinder neu von einem Motorenschleifer ausmessen lasse und die Buchsen neu einschleifen lasse.
Doch dies ist alles eine Kostenfrage.
Habt ihr mir vielleicht einen Tipp, welche Entscheidung für ein vernünftiges Kosten - Nutzen - Verhältnis am besten ist?
Reicht es im Pleuel neue Lager einschleifen zu lassen oder soll man da doch auf Nummer sicher gehen?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Den Rest von meinem Fergy hab ich übrigens auch zerlegt, gesäubert und teilweise wieder aufgebaut (Getriebegehäuse, Differentialgehäuse). Da mein Fergy davor keine Probleme machte, weder im Getriebe noch in der Hydraulik baute ich weder Getriebe noch Hydraulikpumpe aus. Im Getriebeöl lagen im Differentialgehäuse auch größere Metallspäne, hab aber am Differentialgetriebe nichts auffälliges gesehen.
Lediglich an einigen Stellen verlor er leicht Öl - z. B. beim Anschluss Hinterachse-Differentialgehäuse. Hoffe jedoch, dass das Problem mit neuen Flachdichtungen behoben werden kann.
Kupplung mache ich, wenn der Motor wieder aufgebaut ist. Wurde aber zwei Jahre vor dem letzten gebrauch in der Werkstatt erneuert - schau ich mir trotzdem nochmals an.
Also schon mal vielen Dank im Voraus für Eure Meinungen.
Grüßle
Peter