AUFLÖSUNG:
Hier ist die Lösung:
Mir hat ein hilfsbereiter User hier per pn geschrieben, dass dieser Umstand (undichte Vorkammerdeckel) lange bekannt sei und dies auftrete, da es heute nur noch die "Dichtungen mit den drei Löchern" geben würde.
Da ist bei mir der Groschen gefallen. Stimmt - da waren gewöhnliche Kupferringe drin und keine "Formdichtungen" wie ich sie jetzt verwendet habe!
Die Lösung des Users: man schneidet aus der Formdichtung eine runde Dichtung aus - also die drei Ecken ab.
Da ich ja aus DREI (!!) Motoren (4.192) einen zusammengesetzt habe, mussten ja 12 Vorkammerdeckel vorhanden sein - aber wo habe ich die vor 20 Jahren hin gepackt? Und ja, ich wusste, dass ich nicht die ursprünglich an meinem MF65 verbauten Deckel genommen habe - welche aus einem anderen Schlachtmotor schienen mir damals besser erhalten und diese habe ich verwendet.
Nachdem ich nun gestern die übrigen acht Deckel gefunden habe, folgte die Ernüchterung. Nicht alle Deckel sind identisch! Es gibt zwei verschiedene Varianten!
Variante A : Deckel ist komplett plan gearbeitet = dichtet nur mit einem runden Kupferring
Variante B : Deckel hat auf der Dichtfläche eine kaum sichtbare, vielleicht 0,25mm hohe, runde Überhöhung = dieser kann mit der Formdichtung verwendet werden, da die Dichtung mit den drei Löchern nur im Bereich der Überhöhung angepresst wird und damit quasi ein runder Dichtring "simuliert" wird.
Kombiniert man nun die Formdichtung mit dem flachen Deckel, dann ist das Drama vorprogrammiert. Genau wie in meinem Fall - die Vorkammerdeckel sind mit neuen Dichtungen montiert, aber komplett undicht...
"Drama" meine ich übrigens wörtlich:
Um die Vorkammerdeckel und die Dichtringe wechseln zu können, muss zuerst der Auspuffsammler weg - um den abbauen zu können muss die Lenkschubstange raus und leider auch die Einspritzpumpe!!! Manchmal frage ich mich schon, ob man noch fahrlässiger konstruieren kann!?