Wie Vorkammerdeckel abdichten?

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hometown

Gast
Hallo!

Wie um alles in der Welt sollen denn die Vorkammerdeckel abgedichtet werden?? Ich hab neue Kupferdichtungen drin und überall drückt es den eingespritzten Kraftstoff und Abgas raus...

DANKE!!

Grüße hometown 
 
nehme  an es ist von einem MF 35X, Motor A3-152 die Rede. Ja das Problem hatten wir auch öfter, leider bekommt man nur noch die Dichtungen mit den drei Löchern, wo sie eben über die ganze Fläche aufliegen - bei den Stehbolzen liegen sie satt auf und innen blasen sie. Du musst die Dichtungen außen herum kreisrund zusammen schneiden, wenn du bei den Löchern innen vorbei schneidest, hast du eien runde Dichtung mit ungefähr 3 mm Breite und jetzt den Deckel gleichmäßig anziehen, immer nur ein bisschen und so drei oder vier mal rund herum anziehen, und wenn er warm gelaufen ist nochmals mit Gefühl nachziehen. - Voraus gesetzt natürlich, dass vorher alles plan ist und auch die Öffnung nach innen maximal gereinigt ist.
 
das klingt schlüssig - danke! Ja, die Deckel blasen wirklich "in der Mitte". Der Motor ist ein 4.192 in meinem MF65 MKI,  also der 4-Zylinder vom 3.144... 
 
ja probier das, stimmt der A4 192 ist der 4 Zyl. Bruder vom A3 152 bzw A3 144 (der A3 144 ist das gleiche Baumuster wie der A3 152 hat nur eine kleinere Bohrung), Kopf und übrige Bauteile sind gleidh. Der A4 192 wurde im MF 65 Mk I verbaut.
 
AUFLÖSUNG:

Hier ist die Lösung:

Mir hat ein hilfsbereiter User hier per pn geschrieben, dass dieser Umstand (undichte Vorkammerdeckel) lange bekannt sei und dies auftrete, da es heute nur noch die "Dichtungen mit den drei Löchern" geben würde.

Da ist bei mir der Groschen gefallen. Stimmt - da waren gewöhnliche Kupferringe drin und keine "Formdichtungen" wie ich sie jetzt verwendet habe! 

Die Lösung des Users: man schneidet aus der Formdichtung eine runde Dichtung aus - also die drei Ecken ab. 

Da ich ja aus DREI (!!) Motoren (4.192) einen zusammengesetzt habe, mussten ja 12 Vorkammerdeckel vorhanden sein - aber wo habe ich die vor 20 Jahren hin gepackt? Und ja, ich wusste, dass ich nicht die ursprünglich an meinem MF65 verbauten Deckel genommen habe - welche aus einem anderen Schlachtmotor schienen mir damals besser erhalten und diese habe ich verwendet. 

Nachdem ich nun gestern die übrigen acht Deckel gefunden habe, folgte die Ernüchterung. Nicht alle Deckel sind identisch! Es gibt zwei verschiedene Varianten! 

Variante A : Deckel ist komplett plan gearbeitet = dichtet nur mit einem runden Kupferring

Variante B : Deckel hat auf der Dichtfläche eine kaum sichtbare, vielleicht 0,25mm hohe, runde Überhöhung = dieser kann mit der Formdichtung verwendet werden, da die Dichtung mit den drei Löchern nur im Bereich der Überhöhung angepresst wird und damit quasi ein runder Dichtring "simuliert" wird. 

Kombiniert man nun die Formdichtung mit dem flachen Deckel, dann ist das Drama vorprogrammiert. Genau wie in meinem Fall - die Vorkammerdeckel sind mit neuen Dichtungen montiert, aber komplett undicht... 

"Drama" meine ich übrigens wörtlich:

Um die Vorkammerdeckel und die Dichtringe wechseln zu können, muss zuerst der Auspuffsammler weg - um den abbauen zu können muss die Lenkschubstange raus und leider auch die Einspritzpumpe!!! Manchmal frage ich mich schon, ob man noch fahrlässiger konstruieren kann!? 
 
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