Radgewichte oder wie fahre ich auf Seife?

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Kranbauer

Gast
Moin Moin liebe Gemende

Nein das wird hier nicht das Wort zum Sonntag..
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Ich brauche mal Tips und Tricks aus dem richtigen Leben.

Ich bin ja nun mal ein Stadtkind mit wenig bis gar keinen Wurzeln zur Landwirtschaft.

Nun bewirtschafte ich ca 2 ha Land mit meinen Galloways.Mein Boden hier besteht aus ca 1m Klei auf blauem Ton...Bei Nässe Seife ohne Ende...bei Trockenheit ,Betonhart..und trockenlegen darf ich nicht (Landschaftsschutzgebiet)

Nun muss ich mit meinem MF 590 ohne Allrad mit Frontlader MF 80 und einem Miststreuer (DS 350) den Mist ausbringen.Normale Anhängerkupplung.

Zur Zeit, und das wird wohl noch eine Weile so bleiben ist der Boden eher Seife...Hatte mich auch schon ohne Anhänger festgefahren....Die Stelle sieht nun aus wie ein Truppenübungsplatz nach dem Manöver...:(

Ein Heckgewicht wäre  ganz gut wegen dem Frontlader, geht aber nicht da ich ja die Zapfwelle brauche.

Immer den Frontlader und das Heckgewicht abbauen wenn ich mit dem Miststreuer aufs Land fahre,  ist doch recht mühselig..

Wasser in die Reifen finde ich nicht so toll...bekommt man ja nie wieder raus....Da bleiben wohl nur Radgewichte.

Was ich bisher so gesehen habe war so ca 50 Kg pro Rad...Dies erscheint mir ein bischen wenig..

Nun habe ich mir überlegt mir selber welche zu bauen (gießen aus Blei) die ich Innen an die Felgen anschraube.(Brauchen nicht Straßen- TÜV tauglich) zu sein...Ist nur ein Hoftrecker...

Nun stellt sich die Frage wieviel Gewicht brauche ich denn nun....Ich hatte so an 250-300 Kg pro Rad gedacht....Auch als Ausgleich für den Frontlader..

Habe ja nun leider keinen erfahrenen Landwirt den ich fragen kann....Da versuche ich es doch hier mal...

Bin über Tips und Tricks in dieser Angelegenheit sehr dankbar...

Schönen Sonntag

Martin
 
Hallo Martin.

Wenn es nur um die Ballastierung der Hinterachse geht, kann ich vorschlagen ein Gegengewicht eines Gabelstaplers,der z. B. ausgeschlachtet wird, liegend auf die unteren Lenker zu montieren.- Diese Teile sind bei einschlägigen Firmen durchaus erhältlich.

Diese Gewichte sind, je nach Ausführung, recht flach gefertigt, sodass die Gelenkwelle im abgelassener Position der Hydraulik, problemlos Platz findet. Die Raumverhältnisse am 590 sind ja recht ordentlich.  - Es sind ca. 400 kg Gewichte an kleineren Staplern durchaus üblich.

Sollte jedoch das Einsinken auf den nassen Böden ein Problem sein, ist eine Doppelbereifung ein Mittel dagegen.

Grüße von Richard

 
 
Wenn ich solche extem Verhältnisse hätte, wüdre ich ein Wasser-Clormagnesiumgemisch in die Reifen füllen. Dann hast Du je nach Reifengröße ordentlich was hinten drauf, würde am Kraftheber nicht hindern. Nur ein Plattfuß würde Nachteile bringen. Ohne Clorzusatz muß das Wasser abgelassen werden. aber auch im Winter  ist das Zusatzgewicht kein Schaden. ob Du original Gewichtfelgen auftreibst ist sehr unwarscheinlich.
 
Ersteinmal Danke für die bisherigen Antworten

Der Boden ist schon recht extrem...Das einsinken geht noch so halbwegs...aber wenn dann mal ein oder beide Räder durchdrehen, dann ist ruckzuck das Profil voll....Klebt wie Pumasch.....und dann ists halt essig mit Vorwärtskommen....

Und wenn er dann steht...wird fleißig gegraben....

Und soviel Platz finde ich ist gar nicht zwischen den herabgelassen Unterlenkern und der Zapfwelle...

An den Unterlenkern hann man das gewicht ja noch festbekommen. Es müsste dann aber nach vorne, unter den Trecker gehen.Und da ist es schlecht mit befestigen....

Alles halt nicht so einfach...

Darum kam ich ja auf selbergemachte Bleigewichte in den Felgen....

Blei ist leicht zu bekommen, mit "Bordmitteln zu gießen", und ist schön schwer...

Wie ich schon schrieb..Wasser in den Reifen finde ich gefühlt nicht so toll...habe aber keine Erfahrung damit...

Vielleicht kann mir jemand mit langfriustiger Erfahrung weiterhelfen..

Schönen Abend

Martin
 
Moin Martin,

ich habe es ähnlich gemacht, wie Richard beschreibt. Mein Gewicht habe ich aus 3 Stahlwalzen (25 cm Durchmesser, je 300kg) eines

alten Walzenstuhls gebaut. Die Konstruktion hängt in einem nach unten offenen U-Eisen nur in, aber unter der Ackerschiene.

Also in halbwegs moderaten Gelände,  ohne kurze Kuppen oder Senken, kann ich Gewicht und ZW gleichzeitig nutzen. Wenn du nun dein Gewicht aus Blei selber gießt,

kannst es unter Ausnutzung der max Breite zwischen den Hinterrädern wahrscheinlich noch dünner machen, schätze mal 15 cm. An- und Abbau des Gewichts beschränkt

sich bei mir auf rückwärts mit der Ackerschiene unter das U-Eisen fahren, anheben, fertig. Wenn du mir per pm deine Mail-Adresse schickst, sende ich dir gerne Bilder von meiner Konstruktion.

Was die Seife angeht( ich habe auch ein paar solcher Stellen), verhält sich die, wenn auch weich, ja ähnlich wie Glatteis. Da hilft auch der höhere Bodendruck nur wenig. Hier gibt es m.M.

keine Alternative zu Ketten. Habe meinen "Großen" trotz Allrad schon mehrmals mit dem "Kleinen"( weil ich für den Ketten habe) bergen müssen.

Auch wenn sich das jetzt blöd anhört Martin, mir blutet immer das Herz wenn ich im Netz sehe wie, meistens in Holland, 5 Fendt Varios (o.ä.) mit locker 1500 PS einen Maishäcksler oder

Rübenroder durch Fahrspuren schleifen, die  weit über den Felgenrand reichen. Das hat m. M. mit "Landwirtschaft" nix zu tun, das ist Vergewaltigung.(Stichwort "Truppenübungsplatz")

Wenn es also wirklich nicht geht: Verkauf oder verschenke deinen Mist an die nächste Biogasanlage. Damit schonst du nicht nur dein Land.

Gruß +Matthes+
 
Moin Moin Matthes

Du hast PM.

Leider hat mein Gelände ein paar Grüppen und Senken...Darum wird das höchstwahrscheinlich knapp.

Aber ich bin schon gespann auf ein Bild von Deiner Konstruktion.

Übrigens kann sich gerne jeder hier kostenlos Mist wegholen
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...Leider ist es nicht ganz so einfach. Denn dafür ist es zu wenig.

Das holt mir hier niemand ab,,,Darum musste ich mir ja leider eine Miststreuer anschaffen.

Da meine Galloways ganzjährig draußen sind und um die Heuraufe vorne rein und hinten raus über den Winter sich der Mist der viel mit fall
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assenem

Heu durchsetzt ist und dazu schön festgetrampelt ist so langsam der ca.70 cm hoch Marke nähert. Die Raufe steht auf einer Betonplatte sonst müssten die Gallows  bei dem Boden zur Raufe schwimmen...

Ich hatte ja mal ursprünglich die Idee gehabt die Raufe auf der Weide bei jedem Ballennachlegen umzustellen...

Diesen Gedanken musste ich bei dem Boden leider begraben....

Wenn es so richtig Regenzeit war...und dazu so ein Lulliwinter wie dieses Jahr...da könnte ich höchstens mit eimen Bergepanzer aufs Land..

..und da hätten wir wieder den Truppenübungsplatz..

Ich hatte übrigens bis letztes Wochenende eine JD Kettenraupe. ..Ja und selbst diese ist mir trotz Ketten versackt....im Garten...Truppenübungsplatz....
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hat viiiiel Muskelschmalz gekostet den wieder einzuebnen....

Na ja Wilhelmshaven heisst ja nicht umsonst auch Schlicktown...

Und die anderen Weden ringsum verbinsen auch immer mehr..Da wird zum großen Teil nicht mal mehr beweidet....Aber unsere Ökos hier finden das ganz toll...Nasse Wiesen und nur noch mannshohe Binsen...

Einen schönen Abend

Martin
 
Mit Wasser in den Reifen Kann ich Dir schon anches erzählen hatte damit relativ viel zu Tun gehabt.

ich frage mich, wie  Gewichte an der Ackerschiene bei Zapfwellenbetrieb u. nur 20cm tifef eingesunkenen  Schlepper ihre Wirkung bringensollen. Die schleifen auf den Boden und bewirken genau das Gegenteil und Du verbiegst im Extremfall noch deine Gelenkwelle. Sie hintern und sind nur kontraproduktiv. Du köntest nur außer Wasser die Felgen ausgießen Sollte das  Zugproblem nur beim Stalldungstreuer auftreten fällt mir gerade die MF- Idellösung ein bei einen Enachshänger verwende einfach das Zugktaftversärkersystem, welches beim Zeiachshänger ohne Sprzialzugdeichsel nur bedingt eingesetzt werden kann. Bei interesse kann ich weitere  Infos geben. wenn Du dieses nicht genau kennst, ich kann nur sagen ein Wunderwerk, das außer Allrad alles ohne vie Klimbim übertrifft.
 
MoinMoin

Ich habe mich schon immer gefragt wie diese Zugkraftverstärkung denn vonstatten gehen soll.

Ich habe mal irgendwo ein altes Werbevideo von MF gesehen....uralt da wurde es von der Seite gezeigt ohne Erklärung...

Terecker mit Anhänger fährt...bleibt stehen....Reder drehen durch...und plötzlich greifen sie wieder und es geht weiter....

Leider weiss ich nicht wie das geht...

Ich könnte mir höchstens vorstellen das der Anhänger zimlich weit vorne iggendwie verucht wird anzuheben, um mehr Gewicht auf die Hinterachse zu bekommen...

Mein 590 er hat ja auch irgendwie die Zugkraftverstärkung drin...steht jedenfalls auf dem Hebel rechts vom Sitz. Aber wie das gehen soll weiß ich leider nicht..

Na ja bin ja ein Stadtkind und muss halt alles selber zusammensuchen was mit Landwirtschaft zu tun hat...

Schönen Abend

Martin
 
Bei einer Zuckerrübenvorführung vor vielen Jahren  wurde dieses System wie folgt demonstriert:

Ein abgeerntetes Zuckerrübenfeld leicht ansteigend wurde gründlich tief aufgegrubbert, Ein damals aktueller Schlepper wurde vor 2  mit Aufsetzbretter bestückte 4.5 Tonnen Hänger gespannt, diese waren mit Zucherrüben kräftig voll geladen. Der Boden war allerdingst relativ trocken. Der MF 135 mit Frontlader wurde auf das sehr tief gegrubberte Feld bergauf geschickt. Hunderte Zuschauer lachten über diesen Unsinn. Das schafft der nie hörte mann lachend. Das Gespann war ca 10 mtr im lockeren Boden , da springt ein Zuschauer hin und zieht die Feststellbremse eine der beiden Anhängers. Das Gespann steht, der Schlepper wühlt sich ein. Ein Vorführer von MF schimpft, rennt hin , löst die Bremse, der 135er wühlt sich weiter ein alles lacht über das Schlepperspielzeug. Der Fahrer des Schleppers regel den Zugkraftverstärker nach, das gespann setzt sich in Bewegung, Ein OOOOO geht durch die Zuschauer. Der Schlepper mit seinen 44,5 PS zieht beide Fuhren uber den tief gelockerten Boden.  Keiner lacht mehr
 
Hallo Martin

Sende mir über pm deine E-Mail Adresse dann bekommst Du 8 Seiten Betriebsanleitung Zugkraftverstärker

MF G eorg
 
Google

"MF Zugkraftverstärker"

Ene PDF ein neuer Zugkraftverstärker

Abbildung und genaue Erklärung
 
Moin,

die einfachste Lösung ist natürlich einen Misthaufen anlegen und den Mist erst dann ausbringen wenn der Boden wieder trocken ist.. so etwas gitb es bei den meissten lten Ställen.. und an einer Wiese sollte das auch gehen.

dann gibt es aber noch diverse Hilfsutensilien:

-Allrad (wenn nicht vorhanden oder Anschaffung nicht möglich gibt es noch mehr Möglichkeiten)

-Reifen mit Wasser und Frostschutz befüllen (mit am einfachsten ca.300-600Kg /Rad je nach Größe am MF 590)

-Zusatzradgewichte 

-Gussfelgen (MF PAVT Wheels)  z.B. von MF 177,178,188,1080 oder 590/595

-Das Zugmaul in höchste Position einhängen (dadurch äverbessert sich der Zugpunkt und die Hinterräder werrden besser belastet)

-Gleitschutzketten (ähnlich wie Schneeketten nur fürs Gelände)

-MF Zugkraftverstärker (dieser wird in da 3-Pkt Gestänge eingehängt und belastet die Hinterachse durch Zug über eine Kette die an den Anhänger geht "kann mann ohne Zapfwelle auch vorsichtig mit Ackerschiene simulieren in dem man diese unter die Deichsel drückt")

-Zwillingsreifen (mehr Auflagefläche, dadurch weniger einsinken & mehr Traktion) wie hier an meinem MF 590

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-vorne auf 10.00-16er Räder umrüsten.. damit er vorne nicht so weit einsinkt (gibt es auch bei mir im Shop komplett fertig)

MFg Alex 
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www.Fergy-Farm.de

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