Motor Perkins A3.144 versus A3.152

  • Ersteller Ersteller ihc-453-2
  • Erstellt am Erstellt am
I

ihc-453-2

Gast
Hallo zusammen,
wer kann mir denn bitte die tatsächlichen Unterschiede zwischen den beiden A3 Motoren aufzeigen ?

Ich weiß nur das die Zahl 144(x16,38706 =2360cm3 bzw. 152(=2490cm3) den Hubraum in Kubikinch darstellt.

Wie wurde dieser Unterschied hergestellt? nur durch größere Kolben ?
Oder durch Einbau einer anderen Kurbelwelle ?
oder durch beides ?

Sind die Motorblöcke bzw. die Köpfe eigentlich insoweit identisch das man einen kpl. A3.152 auch durch einen A3.144 1:1 ersetzen könnte ohne das das sofort ein großer optischer Unterschied ist ?

vielen Dank
 
Hallo,
inzwischen habe ich mit einem freundlichen Helfer gesprochen.
Der A3.144 hat 88,92 KolbenØ, und
der A3.152 hat 91,48 KolbenØ

Doch in seinen Unterlagen (KS-Handbuch) war zusätzlich von einem P3.144 die Rede.
Auch der hatte gemäß Liste, Kolben mit Ø88,92, so wie der A3.144

Alle o.g. Motoren haben gemäß diesem KS-Handbuch einen Hub 5" (127mm)

Aber wo ist nun der Unterschied zwischen A3 und P3 ?

In der Brennraumform ? Wirbelkammerform ?
Gab es ev. den einen Perkins-Motor mit Wirbelkammer im Kopf und den anderen mit Wirbelkammer im Kolben ?

Das muss sich doch mit Hilfe eines Forums eindeutig klären lasen, oder ?

mfg

ar2589348_40b660f8011770e4a27c6225183a7004_mainpic.jpg
 
Hallo,
ehrlich gesagt, ich hätte nicht erwartet das unter den Ferguson Fachleuten keiner ist,
der sich mit den bei Ferguson verbauten Perkins Motoren wirklich auskennt.

Ist wirklich niemand unter euch der die Unterschiede A3 oder P3 oder F3 (diese Variante habe ich inzwischen in der Literatur auch noch gefunden) erklären kann ?

mfg
 
Hallo,

ich selbst kenne mich mit den A3-Motorn wenig aus, eher mit den größeren Brüdern, den A4.203.
Die Frage meinerseits wäre jetzt erstmal: Wo wurde der A3.144 verbaut? Daß dieser Motor in englischen MF eingebaut wurde, wäre mir neu, ich will mich aber gerne eines besseren belehren lassen. MF verbaute den 3.152 als Ersatz des Standard 23c, also ab ca. 1959.

Ein bißchen googeln ergab, daß der A3.144 im MF 133 verbaut wurde, und der kam aus Beauvais. Da der Motor jünger ist als der 3.152, dürften die beiden getrennte Entwicklungen sein. Viele bei ebay angebotene Dichtungssätze passen allerdings interessanterweise für A3.152 sowie für 3.144. Jeweils mit dem Vermerk: "Nicht Direkteinspritzer".

Diese Unterschiede gibt es beim großen Bruder 4.203 auch. Es gibt ihn als Vorkammer (oder Wirbelkammer?)-Motor, den man an den senkrechten Einspritzdüsen erkennen kann, der AD 4.203 hingegen ist ein Direkteinspritzer mit schräg angeordneten Düsen.
Und dann gibt‘s da noch konstruktive Unterschiede bzgl. des Einsatzzweckes. Motoren für den stationären bzw. Einsatz in Mähdreschern hatten z.B. Zylinderlaufbuchsen aus Guß, während die Schleppermotoren hartverchromte Blechbuchsen besaßen. Jeweils mit speziellen, dazugehörigen Kolbenringen und Kolben.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich GLAUBE, daß die von dir angesprochenen Motoren untereinander nicht kompatibel sind. Vielleicht klappt es, einen kompletten 3.144 Motor an einen MF 35 zu schrauben, oder andersrum, einen 3.152 an einen MF 133. Innereien oder Zylinderkopf würde ich nicht untereinander tauschen.

Hoffe zumindest etwas weitergeholfen zu haben.

Gruß, Hendrik
 
Hallo,

die TE-Conversions (engl.,= Umbauten) sind auf günstigeren Dieselbetrieb umgerüstete Benzin-Fergies. Hauptsächlich wurden nach Auslauf der TVO-Vergünstigungen für die Landwirtschaft eben die TE-D und TEA umgebaut.
Dafür gab es ein Umbau-Set, bestehend aus dem Perkins P3 (der hieß damals einfach so, das war gut und gerne 10 Jahre vor dem A3.144 und hat somit mit ihm nichts zu tun) und einigen Blechteilen. Die P3- Umbauten kann man schon von weitem erkennen, da die Motorhaube aufgrund der größeren Bauhöhe des Perkins-Motors nicht so recht passt.

p3restored.jpg

p3engineright.jpg

p3dash.jpg


Zudem gab es noch den Perkins P4, welcher aber nicht in MF verbaut wurde, sondern hauptsächlich exportiert wurde. So fand er Verwendung in Renault-Schleppern, aber auch in britischen Nuffield.
Der Perkins P6 war ein beliebter Umrüstmotor für die Fordson Major E27N:
fordson_major_3.jpg


Soviel dazu, die Perkins P3 usw. sind noch allesamt eine Generation älter und wurden in Fergusons nie werksseitig eingebaut.

Gruß, Hendrik
 
Zurück
Oben