MF 65: verschiedene Fragen

  • Ersteller Ersteller multipower
  • Erstellt am Erstellt am
M

multipower

Gast
Hallo! Gleich zu Beginn meiner "Laufbahn" blöde Fragen en masse.

Mir wurde ein MF 65 angeboten, angeblich in gutem Zustand, mit Verdeck und Frontlader. Ich habe ihn noch nicht gesehen. Leider ist kein Brief vorhanden, sodaß der Eigentümer mir keine nähren Angaben machen kann, aus welchem Jahr der Trecker stammt. Ich würde von euch gerne wissen, ob man anhand der Fahrgestellnummer erkennt, welcher Motor verbaut ist. Mir wäre der "große" Motor nämlich etwas lieber. Also, wo hört fahrgestellnummerntechnisch die alte Serie auf und wo fängt Mk. II an?

Falls ich den MF kaufen sollte und falls ich ihn dann auch zulassen sollte benötige ich eine Briefkopie für die Zulassungsstelle. Nehme ich an. Oder wie geht man in solchen Fällen vor?

Grundsätzlich: wo sind die typischen Schwachstellen beim MF 65, auf die man bei Besichtigung und Probefahrt Wert legen sollte? Ich habe kaum praktische Erfahrung mit diesem Modell, den MF 165 kenne ich besser. An sich sind die doch vergleichbar, oder gibt es beim MF 65 noch irgendwelche Besonderheiten?

Danke vorab für die Hilfsbereitschaft!
 
Hallo,

den Unterschied an der Fahrgestellnummer ist schwer feststellbar. Zum einen gibt es unterschiedliche Angaben im www bzw. in der Literatur und zum anderen durften wir die Erfahrung machen einen angeblichen MK II gekauft zu haben. Mit dem Bj. 63 war das auch richtig. Nur hat man uns nicht gesagt, dass die Kiste mal nen Motorplatzer hatte und man den MK I davorgeschraubt hat.
Es gibt diverse Unterschiede zwischen MK I und II. Erstens hat der MK I einen kleineren Tank und dafür mehr Platz für die Batterie. Dies ist beim Nachfolger genau umgekehrt. Zweitens hat der MK I einen Ansaugtrakt, der mit drei Schrauben (die in einer Linie mittig auf dem Ansaugtrakt verlaufen) befestigt ist. Der Ansaugtrakt des MK II ist mit mehreren Schrauben, die rings um den Ansaugtrakt angeordnet sind befestigt.
Grundsätzlich sollten die Baujahre 63 - 65 immer MK II sein. Aber wie gesagt immer mal auf den Motor schauen.
MFG
 
@MF35X: Danke für den Tip mit dem Ansaugtrakt!

Was ist sonst noch zu beachten beim MF 65?
 
Hallo Multipower,

Beim 65er mußt auf gar nichts aufpassen das ist ein Panzer. Mein 65er Bj. 60 AD4-203 hat jetzt 15000 Bstd.1x Kopfdichtung,2x Kupplung, 3x Bereifung auf der Uhr und läuft und läuft und läuft. Da ist ein Käfer ein Dreck dagegen. Aber in der BA steht geben sie ihm die Pflege die er braucht.

Gruß Baumi
 
Hallo Baumi,

das ist schön, daß dein MF 65 so viele störungsfreie Stunden gelaufen ist. Aber auf solche Aussagen gebe ich grundsätzlich wenig, wenn sie dazu dienen sollen, zu verallgemeinern. Ich meine das jetzt nicht böse. Folgendes Beispiel dazu aus der Realität: auf unserem Betrieb liefen zwei nahezu identische Schlepper, der eine war ein Jahr älter als der andere, sonst alles gleich. Während beim neueren jedes Jahr mindestens eine größere Reparatur nötig war, und zwar immer die gleiche, lief der ältere sehr viele Jahre nahezu ohne Reparatur. Ich werde jetzt weder Fabrikat noch Art des Schadens verraten weil es weder um MF geht noch hierhergehört, aber aus heutiger Sicht weiß ich, daß es Menschen gibt, die sagen, die Schlepper jener Marke, speziell jenes Typs, sind nicht kaputtzukriegen, während andere sagen, sie sind reparaturanfällig. Wenn solche Aussagen auf eigenem Erleben basieren, dann hat der eine einen "guten" erwischt, der andere den "schlechten". Und beide haben mit ihrer Aussage über das Fabrikat recht!

Deswegen wiederhole ich meine Frage in die Runde, worauf sollte man beim MF 65 achten? Was sind die eventuellen Schwachstellen? Wodurch kündigen sich diese oder jene Schäden an?
 
Hallo Multipower !
Zu Deinen Fragen :
Von Fg.Nr.500001 bis 531452 = MK 1 mit Perkins A4.192
Ab FG.Nr. 531453 =MK2 mit Perkins A4.203
(Achtung : Noch Wirbelkammer-Motor)
Ab wann der AD4.203-Motor verbaut wurde , darüber scheiden sich die Geister , müßte aber ab Mitte 1962 der Fall sein .
Die Unterschiede zwischen 192er und 203er
sind recht eindeutig , neben den schon genannten noch :
Der 192er hat an der Ölwanne zwischen Motor und Getriebe ein keilförmiges Zwischenstück verbaut ("zweiteilige" Ölwanne).

Zu den Schwachstellen :
Der Kollege hat schon Recht :
DIE Schwachstelle gibt es eigentlich nicht , Wartung und Pflege helfen ungemein , und nach 40 - 50 Betriebsjahren darf auch mal was kaputt gehen .
Nach dem , was ich heute weiß , würde ich , besonders bei Frontlader-Betrieb , vielleicht die Vorderachse mit allen Komponenten und die Lenkung mit allen Komponenten gründlich untersuchen (wenn möglich , vorne anheben)
Lagerzapfen-Rep. sind sehr aufwendig oder teuer .
Der Rest ist eigentlich schon recht unauffällig.

Ich hoffe , ich konnte helfen .
Viel Erfolg bei Deiner Entscheidungsfindung

Gruß Markus (MF65 MK 1 von 1958)
 
Dem kann ich mich nur anschliessen.

ES GILT IMMER : WER GUT PFLEGT, DER GUT FÄHRT !!!

Schönes Wochenende
 
Von Fg.Nr.500001 bis 531452 = MK 1 mit Perkins A4.192
Ab FG.Nr. 531453 =MK2 mit Perkins A4.203
(Achtung : Noch Wirbelkammer-Motor)
Ab wann der AD4.203-Motor verbaut wurde , darüber scheiden sich die Geister , müßte aber ab Mitte 1962 der Fall sein .
Kann man den Wirbelkammer- und den Direkteinspritzermotor äußerlich irgendwie unterscheiden?

DIE Schwachstelle gibt es eigentlich nicht , Wartung und Pflege helfen ungemein , und nach 40 - 50 Betriebsjahren darf auch mal was kaputt gehen .
Das ist eine beruhigende Aussage. Gibt ja doch genug alte Schleppermodelle, die typische Schwachstellen haben.

Nach dem , was ich heute weiß , würde ich , besonders bei Frontlader-Betrieb , vielleicht die Vorderachse mit allen Komponenten und die Lenkung mit allen Komponenten gründlich untersuchen (wenn möglich , vorne anheben)
O.K., das versteht sich von selbst.

Lagerzapfen-Rep. sind sehr aufwendig oder teuer .
Der Rest ist eigentlich schon recht unauffällig.
Meinst du mir Lagerzapfen den Mittelachsbolzen? Wenn ja, warum ist diese Maßnahme beim MF 65 besonders aufwendig oder teuer?

Ich hoffe , ich konnte helfen .
Viel Erfolg bei Deiner Entscheidungsfindung
Ja, konntest du! Vielen Dank, auch an die anderen. Kommende Woche werde ich mal hinfahren. Das Teil hat angeblich nur 4000 Stunden auf der Uhr. Bin gespannt und halte euch auf dem Laufenden.
 
Hallo , Multipower !
Der AD4.203 hat als äusserliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem A4.203 das mehrfach verschraubte Ansaugrohr (rechte Motorseite) und keine Vorkammer-Deckel (linke Motorseite)
Wenn Du Dir die Mühe machts und die Motornummer suchst :
entweder vorne oder links findest Du eine Buchstaben/Zahlenkombination .
Der AD 4.203 hat als Kennung ein JE in dieser Kombi .
Die Vorderachse hat keinen Mitten- Achsbolzen . Die Lagerzapfen sitzen hinten direkt im Achsbock (natürlich in einem dünnwandigen Lager) und vorne in einem Lagerbock (auch in einem dünnwandigen Lager)
Das heißt :
Bei eingelaufenen Lagerzapfen und ausgeschlagenen Bohrungen ist entweder ein Neuteil fällig , oder ein aufwendiges Aufarbeiten
(Auftragsschweissen der Lagerzapfen mit
anschl. mechan. Bearbeitung , Aufbohren der Lagerbohrungen und Anfertigen von Übermaßbuchsen) .
Der Aufwand wurde schon mal von einem Forums-Kollegen mit Fotos von einer Baggerlader -Achse dokumentiert .

Grüsse aus dem Bergischen Markus
 
Ich habe den MF 65 jetzt angesehen. Die Fahrgestellnummer lautet, wenn ich das richtig ablesen konnte: 607864. Kann das sein? Aus welchem Baujahr könnte das gute Stück stammen? Auf dem Block ist eingegossen: J 94 und darüber C 37112210. Das Ansaugrohr ist mit mehreren rundherum angeordneten Schrauben befestigt. Ein keilförmiges Zwischenstück an der Ölwanne habe ich nicht entdeckt. Fotos reiche ich nach.

Die Lenkung hat kein Spiel, die Lagerung der Vorderachse auch nicht. Der Motor sprang wegen leerer Batterie nicht an. Beim Überbrücken aber auf den ersten Schlag. Bei der Probefahrt auf dem Gelände nahm er plötzlich kein Gas mehr an und ging schließlich aus. Sah mir aber nur nach verstopftem Spritfilter aus. Verölt war der Block nicht sonderlich, eher ein Dieselfilm. Unter der Maschine sah es trocken aus. Die Beleuchtung ging teilweise. Das Fritzmeier M 211 war in einem überraschend guten Zustand. Zwei kleine Beulen waren in den Blechteilen zu entdecken, eine am Kotflügel hinten rechts und eine in der "Nase". Der Heckkraftheber führte irgendwie ein Eigenleben. Der Stundenzähler stand bei 2100 und ein paar zerquetschten Stunden, lief auch nicht mehr. Vorher war der MF 65 lange Zeit auf einem Flugplatz und hat nur Mäharbeiten ausgeführt. Davor wenige Jahre auf einem Gutsbetrieb (Erstbesitzer) um Mist zu laden. Laut Verkäufer hat er etwa 4000 Stunden gelaufen, was dem Zustand nach nicht unwahrscheinlich ist.

Der Frontlader war dieser komische, offenbar originale MF-Frontlader. Paßt der eigentlich an den MF 165 MK. II???

Die Besitzer hatten nicht wirklich viel Ahnung. Sie haben den MF im Wald vor einer Seilwinde gehabt. Auf meine Frage sagten sie, der MF würde "an die 30 km/h" laufen. Hm hm, naja.... Kann ich nicht so glauben. Höchstdrehzahl war ganz knapp unter 2000 U/min.

Ich bin jedenfalls unverrichteter Dinge wieder weggefahren. Zufällig habe ich mal irgendwelche Motorenteile für einen ganz anderen Trecker billigst bei ebay geschossen. Alles Mahle, nicht mehr zu bekommen, entsprechend viel wert. Ich brauche sie aber nicht. Aber genau die brauchen die Verkäufer des MF 65 zufälligerweise dringend für ihre Baustelle! Entweder wir tauschen MF gegen sechs Kolben und Buchsen oder das Ding bleibt wo es ist.
88.gif


Nachtrag: ich war überrascht, wie "mickerig" der MF 65 gegenüber dem ebenfalls mit 14.9-28 bereiften MF 165 meines alten Herrn wirkte, obwohl sie natürlich nicht nebeneinander standen. So zierlich hatte ich die Dinger nicht in Erinnerung. Ist ja schon einige Jahre her, daß ich auf so einem Schmuckstück saß.
 
Hallo multipower,

Was hast Du denn geglaubt Du fährst dort hin schaust Dir einen 50 Jahre alten Traktor an und der steht fabriksneu da.
9.gif
Die Maschinen wurden gekauft um etwas zu arbeiten und nicht um damit spazieren zu fahren. Nichts für ungut aber die Sorte von Leute kennt man eh schon und geschenkt wollen sie ihn auch noch haben
49.gif


Gruß Baumi
 
BaumiMax:

Hallo multipower,

Was hast Du denn geglaubt Du fährst dort hin schaust Dir einen 50 Jahre alten Traktor an und der steht fabriksneu da.
9.gif
Die Maschinen wurden gekauft um etwas zu arbeiten und nicht um damit spazieren zu fahren. Nichts für ungut aber die Sorte von Leute kennt man eh schon und geschenkt wollen sie ihn auch noch haben
49.gif


Gruß Baumi
Ich würde mit solchen Unterstellungen vorsichtig sein. Du kennst mich doch gar nicht. Ich bin Landwirt und weiß, wofür Trecker gebaut wurden. Seit 26 Jahren habe ich zudem Oldtimer und habe bestimmt schon einiges in der Zeit erlebt. Über den Tisch habe ich jedenfalls noch keinen gezogen. Ich habe nur gewisse Schwierigkeiten damit, 3900 € für einen alten Schlepper in der Kategorie MF 65 hinzulegen, der 1. keine Papiere hat, der 2. einige Mängel hat, die man nicht mit einem 20 €-Schein und zwei Stunden Arbeit (Achtung Ironie!) beheben kann und den ich 3. nicht einmal vernünftig probefahren konnte weil das Gelände nicht danach war. Mein Leben hängt nicht vom sofortigen Besitz eines MF 65 ab, also kann ich auch warten, bis mir ein Exemplar über den Weg rollt, was seinen Preis wert ist. Dieser war sicher keine 3900 € wert. Hätte der Besitzer nicht gesagt, daß der MF sich in einem hervorragenden Zustand befindet, wäre ich bei der Preisvorstellung auch gar nicht erst losgefahren. Ich würde aber einen Tausch gegen nagelneue Motorenteile machen, die im Laden etwa diese 3900 € wert sind. Wenn ich die so verkaufe, bekomme ich natürlich diesen Preis nicht. Wenn der MF-Besitzer sie im Laden kauft, bezahlt er aber diesen Preis. Also hätten von einem Tausch alle etwas. Der MF-Besitzer bekommt eine Ware, die mehr wert ist als sein MF, aber seiner Preisvorstellung für den MF entspricht. Er kann zufrieden sein. Ich gebe etwas her, was deutlich mehr wert ist als das Tauschobjekt, was ich aber verschmerzen kann, da ich sehr viel weniger dafür hingelegt habe. So würde ich den MF zu einem marktüblichen Preis bekommen und kann ebenfalls zufrieden sein. Wo ist also dein Problem, Baumi? Würdest du denn fast 4000 € für den beschriebenen MF hinlegen? Sicher nicht. Spare dir in Zukunft bitte dumme Kommentare zu meiner Person und meinen Motiven solange du mich nicht kennst. Gerne nehme ich aber deinen fachlichen Rat an, wenn du denn einen für mich hast.
 
Hier mal ein Bild von der Motornummer. Hoffentlich klappt das Hochladen...



Eins vom MF 65:



Noch eins:



Und ein letztes erstmal:



Noch eins vom Ansaugrohr:

 
Ich habe den MF 65 jetzt angesehen. Die Fahrgestellnummer lautet, wenn ich das richtig ablesen konnte: 607864. Kann das sein? Aus welchem Baujahr könnte das gute Stück stammen?

Nun muß ich mich mal selbst zitieren. Meine Frage habe ich mir nämlich dank google selbst beantworten können. Die Fahrgestellnummern 593028 bis 614024 wurden im Jahre 1964 produziert. Also ist der MF 65, den ich besichtigt habe von 1964.
 
Hallo Multipower,

als besitzer eines MF 65 möchte ich nun auch mal "just my two cents" beisteuern:

Was ja anhand deiner interessanten Fotos nun feststeht, ist das Modell: Ein MF 65 Mk. II mit AD 4.203. Also der Direkteinspritzer. Man kann ihn auch an den Einspritzdüsen erkennen: beim Direkeinspritzer sind sie schräg im Zylinderkopf angeordnet.

Um jetzt auch gleich mit der Tür ins Haus zu fallen:
Mach‘ den Deal!
56.gif

Der Schlepper steht doch noch (rein optisch!) absolut top da, er besitzt ja sogar noch die originalen Rücklichter. Allein die sind schon ein kleines Vermögen wert. Auf den Fotos kann man ja auch schön sehen, daß der 65 so gut wie keine Beule hat, und offenbar auch noch den originalen Lack. Top!
Du schreibst, daß der Motor beim Überbrücken sofort ansprang. das ist doch schon mal super... und für einen AD 4.203 Pflicht. Wenn der Direkteinspritzer erst nach Orgelei Lebenszeichen von sich gibt, wäre etwas oberfaul. Das schein hier nicht der Fall zu sein. Wenn der Motor dann auch mit genügend Öldruck und ohne blauem Qualm lief, kann doch nichts mehr schiefgehen.

Der Frontlader ist sicherlich Original (Das Fritzmeier sicherlich nicht... ist halt Geschmackssache, es hält zumindest den Regen vom Sitz und den Instrumenten fern).

Meine persönliche Meinung: den schönen 65er für den aufgerufenen Betrag kaufen und auf komplette Funktionstüchtigkeit überprüfen, ggfs. reparieren... und Spaß haben. Solltest du ihn dann wieder verkaufen wollen, wirst du sicherlich keinen finanziellen Schaden erleiden.

Die Fahrgestellnummer lautet, wenn ich das richtig ablesen konnte: 607864. Kann das sein?
Ja. Das wäre dann (das letzte) Baujahr 1964.

ich war überrascht, wie "mickerig" der MF 65 gegenüber...
:-) Jaja, es kommt halt immer darauf an, aus welcher Perspektive man schaut... Immer, wenn mein TEA neben meinem 65er steht, denke ich: "Boah, was ist der MF 65 doch für ein Panzer..."

Hier mal ein Bild meines 65ers, der dem von dir eingestellten bis auf Frontlader und Verdeck sehr ähnelt:
img0049dl.jpg


Gruß, Hendrik
 
Hallo Hendrik!

Mich reizt der MF 65 schon, ich finde den Preis allerdings etwas überzogen. Motormäßig schien, bis auf Spritfilter, alles top zu sein, Öldruck war sehr gut. Getriebe kann ich schlecht beurteilen, da ich nur eine kleine Runde auf dem kleinen Platz machen konnte. Hat noch nicht einmal für den 6. Gang gereicht. Kupplung kann ich ebenfalls nicht einschätzen. Der übliche Test fiel flach, da der Motor laufend ausging. Hydraulik machte, was sie wollte, das bedarf wohl fachkundiger Hilfe. Bleche sind alle vorhanden, wie gesagt, Kotflügel hinten rechts hat eine kleine Delle, die "Nase" ebenfalls, auch das Lochblech. Elektrik ging zum Teil. Lack sieht auf den Bildern besser aus als in Wirklichkeit, es regnete während der Besichtigung. Bereifung teilweise sehr rissig, teilweise noch gut, abgesehen vom Profil. Dafür finde ich 3900 € schon heftig. Mal sehen, was noch geht.

Gruß Matthias
 
Hallo Matthias, hallo Hendrik,

ich kann dem nur beipflichten. Kaufen !!!
Die Blechteile sind alle gut, der MF läuft und er hat einen Frontlader.
Du wirst keinen besseren finden. Jede Wette.
Wegen der Hydraulik brauchst Du Dir keine Sorgen machen. Wenn Du die Hydraulik ein paar mal hoch und runter fahren läßt, sollte alles funktionieren. Ansonsten ist die Ansteuerung im Getriebegehäuse (hinterer Teil an dem die Achsen sind) nicht zu hundert Prozent gangbar. Zumindest war es bei meinem so.
Die Pumpe scheint ja in jedem Fall zu funktionieren. Und das ist ja die Hauptsache.
Ich würd hinfahren und dem Verkäufer das Geld hinlegen und den Schlepper mitnehmen.
MFG
Andreas
 
Andreas und Hendrik, ihr macht mich gerade ganz schwach. Auch der alte MF-Meister, den ich heute anrief, sagte, 3900 € sind kein Schnäppchen, aber gerade noch im Rahmen wenn der MF gut ist. Ich warte noch ein paar Tage, es gibt ja sonst keine Interessenten. Der Verkäufer ist wiederum ganz scharf auf meine Motorenteile, aber ich hatte ihm gleich gesagt, daß ich sie nur hergebe wenn ich den MF kaufe.

Ich habe mich gerade wegen Zeitmangel von zwei Schätzen getrennt, und nun lache ich mir vielleicht wieder etwas an. Aber ein MF 65 reizt mich schon jahrelang. Um die Ecke hätte ich vor zwei oder drei Jahren mal einen für unter 1000 € haben können, der war wirklich gut, lief sehr schnell, war nur leider mal rotbraun übergemalt worden. Ich meine, der hatte sogar Multipower, aber beschwören kann ich es nicht. Wegen der vielen Soda-Trecker auf dem Hof habe ich es damals gelassen. Und mich nachher tierisch geärgert.

Im Winter muß ich weiter aufräumen um mein Gewissen wegen des MF 65 zu beruhigen. Ihr seht, ich bin schon fast überzeugt. Dein 65er, Hendrik, gefällt mir übrigens sehr gut, ich mag gepflegten Originalzustand sehr gerne. Auf deiner HP habe ich ihn schon vor einiger Zeit entdeckt. So ein Ding würde hier gut auf den Hof passen.

Off topic: braucht noch jemand alte IHC oder Schlüter?
 
Hey Multipower,

Adreas hat‘s auf den Punkt gebracht. Hier mal ganz spontan ein Mobile.de- Suchergebnis:

Klick!

Ich habe mir die Bilder der angebotenen Schlepper angeschaut und auch die teilweise dürftigen Beschreibungen durchgelesen.
...Und ich denke, der 65er ist nicht zu teuer.

Gruß, Hendrik
 
Moin,

ich habe mir mal erlaubt, Baumis Kommentar zu löschen. So von wegen Niveau und persönlich und so.
Multipowers Antwort darauf war richtig.. ist nun aber auch hinfällig.

Multipower:
Laß‘ uns an deiner Entscheidung teilhaben(hoffentlich PRO, dann gibt‘s hier endlich wieder Zuwachs in der 65er-Riege!) !

Gruß, Hendrik
 
Dann gib uns doch mal Bescheid, wann Du das Schätzchen gekauft hast.

Kann sich ja eigentlich nur noch um Stunden handeln ;-)

Viel Erfolg.
Andreas
 
Hallo Peter,

ohne Bilder und bei der Beschreibung hört sich das schon nach richtig viel Arbeit an.
Das mit der Kupplung ist seltsam. Kann mir nicht vorstellen, dass sie nach vier bis fünf Monaten Standzeit schon klebt.

MFG
Andreas
 
Zurück
Oben