MF 135 Baujahr 1966 mit Startproblemen (Startpilot)

Conny03

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Düren
Technik
MF 135
Habe noch den alten MF 135 um die nötigen Hofarbeiten zu erledigen. Er war mir immer ein zuverlässiger Traktor mit dem ich aufgewachsen bin, mit Frontlader, Hydraulik und Multipower, alles in Takt. Nun haben wir, das bin ich, Irmgard und mein Freund das Öl gewechselt, zuvor hatte ich eine neue Batterie eingebaut. Nun seit dem Ölwechsel starte der MF nur nach jeder Menge Startpilot nach mehrmaligen langen Startversuche, mit oder ohne Vorglühen. Dann wenn er startet klackt es ziemlich stark, aber dann läuft er gut, wie immer. Woran können die Startschwierigkeiten liegen? Wer kennt sich mit dem alten Traktor noch aus und wohnt im Kreis Düren, Nähe Nideggen. Über Antworten würde ich mich freuen.
 
Was für ein Öl wurde denn aufgefüllt?
Wurde mal die Kompression gemessen?
Eventuell in dem Zuge auch mal eine Druckverlustprüfung machen... beides geht auch daheim ohne Werkstatt mit Geräten vom Chineses eures Vertrauens oder eben mal zum LaMa und prüfen lassen.
 
"Dann wenn er startet klackt es ziemlich stark",
das ist der Startpilot, der unkontolliert zündet und deinem Motor den Exitus bereiten wird. Lass das sein!!!

Gruß +Matthes+

Es gibt in deiner Nähe einen fitten Schrauber, der den gleichen Perkins AD 3.152 in seinem Schlepper hat. Logischerweise kann ich dir den ohne sein Einvertändnis nicht nennen. Vielleicht meldet er sich (M.:-))
 
Zuletzt bearbeitet:
OK, dann warte ich mal, wäre klasse, wenn der sich meldet und mir hilft. Zum Öl, ich habe MN Multifarm STOU 10W-40 verwendet.
Gruß Irmgard
 
Wie lange macht ihr dass denn schon mit dem Startpilot?

Dazu nur eine kleine Anekdote: Der Case Magnum aus der 71er Serie (z.B. Magnum 7140) hatte vorm Kühler ab Werk serienmäßig schon eine Halterung für eine Startpilot Dose, welche bequem vom Schleppersitz aus mit einem Knopf im Amaturenbrett betätigt werden konnte. War sicher für extrem kalte Regionen in Nordamerika, Kanada und Alaska vorgesehen, aber fand ich irgendwie befremdlich das die sowas ab Werk drin hatten. Unten rechts im Amaturenbrett, im englischen auch "Ether Start Button" genannt.

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Aus der Bedienungsanleitung:

Funktionsweise
Das System ist ausschließlich als Kaltstarthilfe für Umgebungstemperaturen unter dem Gefrierpunkt (0 °C / 32 °F) vorgesehen.
Beim Drücken des Tasters im Cockpit wird ein elektrisches Magnetventil (Solenoid) am Halter vor dem Kühler aktiviert. Dieses gibt eine exakt dosierte Menge (ein feiner Sprühnebel) des hochentzündlichen Äthers über ein dünnes Röhrchen direkt in das Ansaugrohr ab.

Bedienung
Das System niemals im Stillstand des Motors betätigen!
  1. Den Getriebehebel in die Parkposition (P) oder Neutral bringen.
  2. Den Handgashebel auf eine niedrige Leerlaufposition einstellen.
  3. Den Zündschlüssel in die Start-Position drehen, sodass der Anlasser den Motor dreht.
  4. Erst während der Motor bereits durchdreht, den Äther-Startknopf für maximal 1 bis 2 Sekunden drücken und wieder loslassen.
  5. Springt der Motor an, den Knopf nicht mehr berühren. Klingt der Motor kurz nach dem Anspringen ab, darf bei weiterhin drehendem Motor ein kurzer, erneuter Impuls gegeben werden.
Wichtige Sicherheits- und Warnhinweise (Vorsicht Motorschaden!)
Hintereinander Drücken vermeiden!
Zu viel Äther im Verbrennungsraum führt zu extremen Druckspitzen ("Nageln" oder harter Schlag). Dies kann die Kolben, Ringe oder Pleuel des Motors dauerhaft beschädigen.
Keine externen Dosen verwenden:
Es darf niemals zusätzlich von außen manuell Startpilot in den Luftfilter gesprüht werden, während das werkseitige System aktiv ist.
Wartungshinweis:
Bei der Demontage der Fahrzeugfront (z. B. für Kühlerreparaturen) muss die Ätherleitung am Ansaugkrümmer zwingend vorsichtig getrennt werden, um Beschädigungen am Dosiersystem zu vermeiden.

So sah das System vorm Kühler aus:
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(Dieses Bild kann Spuren von KI enthalten)

siehe auch:


Aber wie Matthes schon schrieb - das ist für Extrembedingungen konzipiert und zuviel kann den Motor zerstören. Ihr solltet dringend die Ursache für den schlechten Start finden und beheben.
 
Hallo Irmgard,
Er war mir immer ein zuverlässiger Traktor
Ich gehe davon aus, das der Traktor vor dem Ölwechsel zuverlässig angesprungen ist und ich keine direkte Verbindung vom Ölwechsel zum schlechten anspringen sehe, sollte der Fehler anderweitig zu suchen sein.
Das starten mit Startpilot, ist nur bei tiefen Temperaturen nötig, die jetzt noch nicht erreicht werden und da es jetzt zum starten nötig ist, ist das einspritzen vom Diesel beim starten nicht ausreichend.
Raucht es aus dem Auspuff beim starten, wenn kein Startpilot eingespritzt wird ?
Da beim MF135 der Tank höher liegt als die Einspritzpumpe, sollte ein fallen das Diesel nicht der Fehler sein und da der Trecker nach dem anspringen zuverlässig läuft, sollte die Spritversorgung ausreichend sein.
Dreht der Anlasser beim starten auch schnell genug ?
Ist der Abstellzug an der Einspritzpumpe auch komplett zurückgedrückt ?
Das wären meine ersten Ideen.
Gruß Demian
 
Hallo,

mal dumm mitgefragt, habt ihr zufällig mit dem Ölwechsel auch die Dieselfilter gewechselt?
Ich mache das immer da gleich mit, darum die Frage.

Wenn ja, würde ich behaupten das da Luft im Kraftstoffsystem ist.
Einmal gscheid entlüften bringt da Wunder.

Grüße
Josef
 
Oh Gott, da kriegt man ein mulmiges Gefühl was die Benutzung des Startpilots angeht. Also Finger weg. Ne, wir haben nur den Ölfilter gewechselt. Nun wollte ich heute mal die Batterie laden, obwohl sie erst ein Jahr alt ist. Aber das Ladegerät kommt nicht in die Gänge, es braucht wohl einen Schub von etwas mehr Volt und das bekommt es nicht. Die scheint leer zu sein, jetzt muss ich die ausbauen und anderweitig laden lassen. Mal schauen ob das jemand macht.
Wäre prima, es würde sich ein kundiger Schrauber aus meinem Umfeld hier melden. Ich würde mich freuen.
 
Hallo Irmgard,
schlechte Nachrichten. Ich habe den Forumskollegen angerufen. Leider hatte ich nicht mehr auf dem Schirm, daß der zu Jahresbeginn umgezogen ist und und nun über 100km von dir entfernt wohnt.

Gruß +Matthes+
 
Nun wollte ich heute mal die Batterie laden, obwohl sie erst ein Jahr alt ist. Aber das Ladegerät kommt nicht in die Gänge, es braucht wohl einen Schub von etwas mehr Volt und das bekommt es nicht.
Kenn ich, deshalb verlass ich mich schon lang nicht nur auf die neumodischen Elektronik Ladegeräte sondern hege und pflege mein gutes altes ESAB 12/24V Ladegerät, womit man selbst nen LKW anwerfen kann.

Beispiel, bei meinem VW Bus ist wenn er mal länger 2 Monate steht, gern die AGM Batterie entladen (tolle neue Technik) und ein CTEK MX7 oder ähnliches anderer Hersteller meldet dann "geht nicht, Batterie defekt".
Jetzt mal 2h das dumme alte Ladegerät dran gehangen um eine Grundladung in die Batterie zu bekommen und ab da kann dann das neumodische Ding weiter arbeiten (was es dann auch stehts tut).
Daher ist das alte Gerät auch immer wieder mit am Start und der AGM gings bisher danach auch immer wieder gut.
:)

Wenn die Batterie wieder voll ist und der Anlasser normal schnell dreht, er Diesel bekommt, muss der auch ohne Startpilot anspringen. Meine Zetor schaffen das auch bei bis -10°C zuverlässig, und wohlbemerkt ohne Vorglüheinrichgung (die haben die nie gehabt, sind Direkteinsritzer). Wichtig ist eine gewisse Anlassdrehzahl zu erreichen und damit dann auch genug Verdichtung das der Diesel dann auch selbst zünden kann.

Was auch oft besser geht wie Startpilot und vor allem keinen Schaden macht:
- DIY Variante: Heißluftpistole nehmen und in den Ansaugtrakt reinblasen lassen. Die Heiße Luft kompensiert gewisse Verdichtungs- oder Anlassdrehzahlschwächen.
- Man könnte, wenn die Glüheinrichtung nicht reicht, auch eine Flammstartanlage nachrüsten, ist meist sehr einfach zu machen und tut am Ende das gleiche wie die Heißluftpistole, nur eben mit Diesel der auf eine Glühwendel tropft und sich im Ansaugtrackt entzünden (brennt) und darüber die Ansaugluft auch vorwärmt.
- zusätzlich wenn noch ein Standardanlasser verbaut ist könnte man einen Getriebeanlasser statt dessen nutzen, die ziehen weniger Strom aus der Batterie und drehen meist auch schneller, was müden Motoren noch längere Zeit hilft die nötige Verdichtung zu schaffen. Je höher die Anlassdrehzahl des Starters, desto leichter wird die nötige Verdichtung erreicht.

Aber vorab würde ich die Basics prüfen, ehe man um das tatsächliche Problem drum herum bastelt. :-)
 
- Man könnte, wenn die Glüheinrichtung nicht reicht, auch eine Flammstartanlage nachrüsten, ist
Der AD3.152 sollte eine Flammstartanlage haben.
Ob die allerdings noch funktioniert, steht auf einem anderen Blatt ;-)

Bei den aktuellen Temperaturen muss der ohne mit der Wimper zu zucken auch ohne Flammstart starten. Bei 0°C springt der AD eigentlich auch noch gut an, während der A (Wirbelkammer) da schon ganz gerne etwas Wärme mag.
 
Erstmal danke für eure Lösungsvorschläge. Danke an +Matthes+ für die Bemühung der Schrauberhilfe hier in der Gegend.
Also inzwischen habe ich die Batterie, sie ist von März 26, ausgebaut, das neue Ladegerät zeigte ja nichts an und bin in eine Werkstatt gefahren. Die haben die Batterie geprüft und sie ist voll, so 850 Volt. Also mit dem Ding wieder heim und wieder eingebaut, mal gut festgeschraubt die Pole und dann sprang er wieder an ohne STartpilot. Gequalt hat es auch nicht. Nun, ist hier ein Schrauber bei der Werkstatt, der wollte sich den Traktor mal ansehen, nächste Woche. Na, ja kann man auch die Lichtmaschine oder sonstiges prüfen. Ich versuche nochmal ne Fahrt, bevor der Fachmann kommt, sonst lasse ich es erstmal dabei. Ob die Batterie nicht gut befestigt war, ich warte mal auf den nächsten Start. Aber das neue Batterieladegerät von Einhell hat auch bei der vollen Batterie nichts angezeigt. Ist das normal? Danke für eure Hilfe.
 
neue Batterieladegerät von Einhell hat auch bei der vollen Batterie nichts angezeigt.
Was ist denn das für ein Ladegerät?

Wenn die Batterie fit ist, ging die Spannung irgendwo auf dem Weg zum Anlasser "flöten"...
Das stimmt ganz sicher nicht, denn mit 850Volt (das ist eine ziemlich gefährlich hohe Spannung) grillst du die gesamte Bordelektrik.
Das könnte vom Wert her der Kaltstartstrom der Batterie sein, der würde aber in Ampere (A) und nicht in Volt (V) angegeben.
850A sprächen aber für eine relativ große Batterie (~100Ah)
 
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