Keine Kraft an der Zapfwelle

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Sabnock

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Hallo liebes Forum.

Letztens haben wir unseren schönen 35FE verkauft uns uns einen recht günstigen MF 65 zugelegt. Jetzt haben wir bemerkt, warum er so ein schnapper war. Kein Anbauteil funktioniert. Immer wenn Last auf die Zapfwelle kommt, bleibt sie stehen. Haben Anbauteile zur Holzverarbeitung. Die Wippkreissäge schafft die Welle noch. Naja bis etwas dickes Holz kommt. Dann bleibt sie auch stehen.

Hoffe ihr könnt mir da weiter helfen. Hab keinen Plan woran das liegen könnte. Bin auch nicht so bewandelt un der Technik.... Bin eher so ein Nutzer :)

Leider habe ich auch noch kein Werkstatthandbuch oder Teileliste, wo ich sehen kann wie er aufgebaut ist.
 
Hort sich das weiter gut an? gein abnormales gerausch oder so? dann denke ich das das vielleicht die kupplungsscheibe ist, die oder fett ist, oder gans abgenutzt.
 
Kann eigentlich nur eine abgenutzte Kupplung sein, da der Fehler ja wohl offensichtlich drehmomentabhängig auftritt. Läge ein "mechanischer" Schaden vor, dann würde die Zapfwelle ja wohl gar nicht mehr drehen, oder zumindest bereits bei leichter Belastung stehen bleiben!? 

Grüße hometown - der seinen 65er liebt ;) 
 
Möglich, dass die Kupplung vielleicht auch nur "falsch" eingestellt, oder zumindest nie nachgestellt wurde, Ich würde erst mal den Deckel unten an der Kupplungsglocke abnehmen und dort rein schauen. Erst im zweiten Anlauf dann den Hydraulikdeckel runter um den Strang des Zapfwellenantriebes nahezu vollständig sehen zu können. Der Zapfwellenantrieb ist übrigens identisch dem zum 35er - falls du dich da nähers auskennen, oder Unterlagen haben solltest.

Man könnte natürlich auch mal  - im Uhrzeigersinn- an der Zapfwelle drehen. Ist sie eingeschaltet und funktionsfähig, muss der Motor mit drehen, bzw. nicht mit drehen, wegen der hohen Verdichtung (Kompression). Dreht man da nur die Zapfwelle, dann ist was faul. 

Der Zapfwellenantrieb ist im Prinzip folgendermaßen aufgebaut: Doppelkupplung - Welle bis zur Hydraulikpumpe, Hydraulikpumpe, dann die Schiebemuffe zum ein- und ausschalten der Zapfwelle und dann das letzte Stück Welle mit dem Stummel hinten dran (jetzt mal ganz grob erklärt). 

ACHTUNG! Ein Diesel ist ein sog. Selbstzünder - man könnte also unter Umständen den Motor, sofern man ihn gegen Kompression überhaupt gedreht bekommt, durch Drehen an der Zapfwelle "starten"!! Daher unbedingt Gang raus, Abstellhebel Einspritzpumpe ziehen, bevor man (mit Kraft) an der ZW (und dadurch den Motor mit durch) dreht!! 
 
Guten morgen.

Vielen Dank für die schnellen Tipps. Die Kupplung war auch mein erster Verdacht. Leider habe ich nicht das technische Wissen, um mich so an eine Kupplung zu wagen. Könnte nicht mal sehen, ob mit der Kupplung was nicht stimmt. Werde mir da professionelle Hilfe suchen müssen.

Wenn ich jetzt davon ausgehen muss, den Schlepper zu trennen, um die Kupplung zu reparieren/wechseln: Macht es Sinn, den Wellendichtring gleich zu erneuern? Hat da jemand Erfahrung und kann mir sagen, was ich da dann an Dichtungen brauche die dabei erneuert werden müssen. Wäre mal super, wenn sich jemand die Zeit nehmen könnte und mir mal eine Liste machen könnte was ich brauche um die Kupplung zu wechseln. Und Kür wäre, wenn jemand mir sein Werkstatthandbuch mal als pdf leihen könnte bis ich eins gefunden habe was auch bezahlbar ist :)
 
Selbstverständlich müssen bei einem Wechsel der Kupplung die Dichtringe gleich mit gemacht werden. Sowohl motor-, als auch getriebeseitig... Dann auch noch das Ausrücklager und mit etwas "Glück" auch noch das Bauteil, auf dem dieses sitzt... Wenn der Anlasserzahnkranz nicht mehr 1A ist, dann wäre auch er gleich mit zu erneuern. Da kommt schon was zusammen - sowohl an Teilen, als auch an Aufwand... 
 
hat der mf65 noch eine dichtschnur oder schon einen normalen wedi an der kurbelwelle kupplungsseitig?
 
oje dann würde ich den lassen wie er ist wenn da jetzt kein ölbach rausläuft, das machst du nur schlimmer...war bei mir auch so, der übliche tropfen nach dem abstellen, ich dachte ich sei schlau und wechsel ihn mit, jetzt sind es immer zwei tropfen, hat sich also definitiv verschlimmert. kann das absolut nicht empfehlen den zu wechseln, wenn nichts am motor gemacht wird. wenn der danach 100% dich sein soll muss die kurbelwelle gemacht und neue Lager reingebaut werden und das ist den aufwand nicht wert wenns der motor  noch tut...
 
Es gibt neuerdings auch einen Umbausatz von Schnurdichtung auf eine Elastomer-Dichtung. Den Umbausatz erkennt man an der (meist) blauen Farbe der Dichtung und den neu mitgelieferten Aluflansch. 
 
Kennst du dich da näher mit aus? Hab da erst letztens mit einem kollegen darüber disskutiert und wir wurden dann nicht schlau daraus wie die montiert werden soll, weil das ganze ja irgendwie über den kupplungsflansch muss?
 
Nur eine kleine Anmerkung von mir zum "Das ist ja noch gut, das lass ich so".

Nachbar hat nen 15er Deutz, nachdem die Kupplung verschlissen war hat man nur die Belagsscheibe gewechselt, viertel Jahr später wieder Kiste auseinander, Ausrücklager gewechselt da gefressen. Halbes Jahr später wieder auseinander weil Wedi Kurbelwelle undicht. 2 Wochen später habe ich ihn dann heimgeschleppt da Pilotlager gefressen hat. Jetzt nach zwei Jahren isser wieder auseinandergezogen da der Getriebeeingangswellenradialdichtring (was für ein schönes Wort) undicht ist und jetzt auch wieder ne neue Kupplungsscheibe (verölt) notwendig ist.

Willst du dir so eine Orgie wirklich antun?
Ich habe hald die Erfahrung gemacht, wenn auf dann gleich alles machen und wieder für XX Jahre ruhe haben.

Grüße
Josef
 
@Schwaeble: so ist es - ich bin ehrlich gesagt schockiert, dass der "Profi" in der Videoserie keinen Gedanken daran verschwendet das Nötige gleich mit zu machen - er wechselt die Kupplung und "gut" ist es seiner Meinung nach... Alle 50Jahre alten Wedis lässt er drin!? 
 
ThomasPG:

Kennst du dich da näher mit aus? Hab da erst letztens mit einem kollegen darüber disskutiert und wir wurden dann nicht schlau daraus wie die montiert werden soll, weil das ganze ja irgendwie über den kupplungsflansch muss?
Ich hab das so verstanden, dass man das flexible Teil da irgendwie drüber zieht, denn wenn man sich den Lieferumfang anschaut, scheinen die "Federn" des Wedis extra bei zu liegen. Da habe ich daraus geschlossen, dass man die dann später einsetzen muss!? 
 
@schwaeble: wenn man die kupplung tauscht war es für mich klar, dass man alles andere auch neu nimmt, ausrucklager, pilotlager, dichtungen, druckfedern usw. Nur die schnurdichtung ist halt was besonderes an dem ganzen, wie gesagt, ich würde die finger davon lassen wenn es nicht ganz extrem ist...

@hometown: sehr interessant, danke, wir haben gedacht dass da ja irgendwie der wedi rüber muss, der in der späteren ad3.152 version verbaut wurde, daher haben wir nicht verstanden wie das funktionieren soll bei der demontage. Jetzt muss ich mich aber echt aufregen, im nachhinein hätte ich doch die 70 euro investieren sollen, er verliert schon ein bisschen was....sowas nervt mich richtig...

Grüße Thomas
 
Ich habe da auch mal ein Video dazu gesehen. Das "Gummiteil" ist so flexibel, dass es über den Flansch drüber gestülpt werden kann. Die Federn werden danach drumgelegt und verschlossen, damit diese nicht überdehnt werden.

Das funktioniert m.E. aber nur, wenn die KW an der Dichfläche noch top ist. Die Schnurdichtung sorgt hier gerne für "Pitting-spuren", die würden den Wellendichtring vermutlich auch schnell wieder undicht werden lassen.

Beim Zerlegen der Kupplung muss meines Erachtens sinnvollerweise folgendes mitgemacht werden:
- Zahnkranz Anlasser prüfen

- Schnurdichtung Motor nur, wenn Undichtigkeiten feststellbar sind. Ansonsten macht man das besser im Rahmen einer Motorrevision.

- Pilotenlager austauschen (Pfenningskram)

- Kupplungsautomat prüfen, ggf. Betätigungsschrauben, Bolzen o.ä. tauschen

- Ausrücklager tauschen

- Betätigungswelle Kupplungspedal neue Buchsen einsetzen, Bremspedalwelle ebenso

- Getriebeeingangswelle neu abdichten (2 Wellendichtringe)

- Prüfen, ob untere Wellenabdeckung i.O. und dicht (bei mir war da ein Haarriss, ich musste den Deckel tauschen)

Wenn das Getriebe vergleichbar mit dem des 35er ist, muss die untere Getriebewelle nach hinten gezogen werden. In dem Fall muss das Getriebe vom Differentialgehäuse getrennt werden. Dann lohnt es sich, auch noch folgendes zu machen:

- Lenkgetriebe revisionieren (am besten komplett)

- Getriebe öffnen und Zahnräder prüfen

- Ölschlamm entfernen (auch aus dem Differentialgehäuse)

- Hydraulikpumpe prüfen und ggf. Revidieren (die ist dann nämlich gut zugänglich).

Am Ende bedeutet das quasi Totalrevision. Wenn du das nicht selbst machen kannst ist das kaum wirtschaftlich.

Deshalb hat der HCK im Youtube-Video da auch nicht mehr gemacht. Das ist schlichtweg ein Fass ohne Boden...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Da hast du wohl recht. Ich hab am getriebe selber garnichts gemacht, weil wegen multipower, das wird einfach auch beim selber machen unwirtschaftlich...wenn man nicht alles auseinander reißen will reicht es meiner meinung nach: getriebeöl raus, filter auswaschen, getriebe mit diesel spülen, neues öl drauf. Man muss dann halt mit eventuellen kleinen undichtigkeiten rechnen, aber das darf ein 50 jahre alter schlepper auch mal haben. Diese moglichkeit ist halt von den kosten deutlich deutlich geringer und zeitsparender...vorraussetzung ist natürlich dass das getriebe, Hydraulikpumpe etc nicht kernschrott ist sondern ansich noch seine funktion erfüllt, wie es bei mir der fall war...
 
Mann mus nicht vergissen dass mann vur die einteilige dichtung ein underschiedlichen kurbelwelle hatt

beim ersatsteillager kunst du oder der eine oder der andere bestellen, dass hat mit das oberflach fur die dichtung zu tun.
 
Danke für die vielen Ideen. Bin jetzt mehr als verwirrt :)

Hab mir einen Landwirtschaftsmechaniker gesucht der da mit bei schaut. Leider ist der jünger als ich und daher auch nur mit großen neuen Schleppern vertraut.... Aber das wird schon.
 
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